Die Kaninchenhaltung entwickelt sich für Landwirte zu einem sehr lukrativen Geschäft. Sie ist jedoch auch arbeitsintensiv, da es entscheidend ist, den Tieren optimale Bedingungen zu bieten. Die Winterunterbringung erfordert besondere Aufmerksamkeit, da Fütterung und Haltung spezielle Anforderungen stellen.
Kann man Kaninchen im Winter draußen halten?
Kaninchen haben ein dichtes Fell und vertragen daher leichten Frost gut. Im Winter benötigen diese Tiere jedoch besondere Lebensbedingungen. Dies schützt sie vor Erfrierungen und Krankheiten, die nicht nur ihre Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch zum Tod führen können.
Die Haltung von Kaninchen im Winter hat gewisse Vorteile:
- Kühle Luft stärkt das Immunsystem;
- Das Isolieren vorhandener Nistkäfige ist wesentlich günstiger und einfacher als der Bau eines Winterkaninchenstalls;
- Es entstehen keine Ammoniakdämpfe, die Tiere atmen frische Luft.
Ist der Bauernhof groß und verfügt über einen Stall oder andere Nutztiere, können die Kaninchen dort überwintern. Sie vertragen sich beispielsweise gut mit Ziegen. Diese Vorgehensweise spart Ihnen viel Zeit und Geld.
Die Haltung von Kaninchen im Winter hat einige kleinere Nachteile. Dazu gehören:
- Um im Winter Nachkommen zu zeugen, ist es notwendig, die Tageslichtstunden künstlich zu verlängern, was zu zusätzlichen Energiekosten führt;
- Trinkwasser muss regelmäßig erwärmt werden.
Extremer Frost beeinträchtigt die Gesundheit von Kaninchen. Obwohl sie Temperaturen bis zu -30 °C vertragen, ist dies unerwünscht.
Merkmale der Winterwartung
Bei der Winterlagerung müssen Landwirte besonders auf die Luftfeuchtigkeit achten und Zugluft sowie plötzliche Temperaturschwankungen vermeiden. Die Luftfeuchtigkeit sollte 70 % nicht überschreiten, was in warmen, feuchten Wintern häufig vorkommt.
Auf der Straße
Ein plötzlicher Temperatursturz und ständige Belüftung der Käfige können die Gesundheit der Tiere ernsthaft schädigen. Werden keine günstigen Bedingungen geschaffen, können Kaninchen nicht nur an Gewicht verlieren, sondern auch schwer erkranken.
Bei Lagerung im Winter, KaninchenkäfigeDie Käfige sind 70–90 cm über dem Boden angebracht. Der Käfigboden ist mit vorgetrocknetem Stroh ausgelegt. Es empfiehlt sich, eine dicke Schicht zu verwenden (die Tiere erwärmen das Stroh mit ihrem Atem, wodurch die Wärme lange gespeichert wird).
Die Nistkästen, in denen die Weibchen und ihre Jungen untergebracht sind, sind gut isoliert. Weibliche Kaninchen gebären auch bei Temperaturen ab -25 °C. Ausreichend Frischluft und Sonnenlicht müssen ebenfalls vorhanden sein.
Falls zwischen der Scheunenwand und den Kaninchenställen Hohlräume vorhanden sind, sollten diese beispielsweise mit Schaumstoff, einem speziellen, im Bauwesen verwendeten Kunststoff, ausgefüllt werden. Eine Wärmedämmung kann durch die Verwendung natürlicher Materialien erreicht werden, wie zum Beispiel:
- trockenes Stroh;
- Moos;
- trockene Äste und Blätter.
- ✓ Die Strohschicht sollte mindestens 15 cm dick sein, um die Wärme effektiv zu speichern.
- ✓ Die Verwendung von Schaumstoff zur Isolierung der Käfigwände erfordert einen Schutz vor Nagetieren durch ein Metallgitter.
Es ist außerdem notwendig, die Käfige mit einem Dach zu überspannen, um sie vor Niederschlag zu schützen. Hierfür können Schieferplatten oder andere Dachmaterialien verwendet werden.
Bei starkem Frost werden die Käfige oben mit Steppdecken abgedeckt (es kann auch jede andere warme Kleidung verwendet werden).
Käfige in Innenräumen aufstellen
Bei starkem Frost oder hoher Luftfeuchtigkeit werden die Kaninchenkäfige ins Haus (z. B. in den Schuppen) gebracht. Es wird nicht empfohlen, die Käfige ins Haus zu holen.
Es wird nicht empfohlen, Kaninchen in der Nähe von Rindern zu halten. In einem solchen Raum entsteht stickige Luft, die die Gesundheit der Kaninchen beeinträchtigen kann. In manchen Fällen kann dies sogar zum Tod führen.
Vermeiden Sie es, Kaninchen in lauten Umgebungen wie einem Hühnerstall zu halten. Das Krähen eines Hahns oder das Bellen von Hunden kann sehr beängstigend sein, insbesondere für säugende Hennen.
Gewächshauspflege
Dies ist eine recht beliebte Methode, Kaninchen im Winter zu halten. Diese Methode hat ihre Vorteile:
- immer warm;
- keine Entwürfe;
- Tiere düngen den Boden, was für zukünftige Anpflanzungen nützlich ist.
Nach der Schlachtung werden die Kaninchen sofort in ein Gewächshaus gebracht, wo sie bis zum Frühjahr bleiben.
Im Gewächshaus wird ein zusätzliches Gehege errichtet. Es muss groß genug sein, um die Anzahl der darin untergebrachten Kaninchen aufzunehmen. Das Gehege besteht aus einer Drahtgitterkonstruktion, die maximal 0,5 Meter tief in den Boden eingelassen ist. Bei geringerer Tiefe besteht die Gefahr, dass die Kaninchen einen Durchgang graben und entkommen.
Inhalt der Grube
Werden Kaninchen in einer Grube gehalten, sind vor dem Winter keine besonderen Vorbereitungen nötig. Der Stall sollte einen Unterstand bieten, der zuverlässigen Schutz vor Kälte und schlechtem Wetter gewährleistet. Der Boden sollte mit einer dicken Schicht gut getrocknetem Stroh bedeckt sein.
Eine kombinierte Methode zur Pflanzenhaltung kann angewendet werden, bei der ein Gewächshaus direkt über der Grube errichtet wird. Diese Methode bietet viele Vorteile:
- Es ist nicht nötig, das Loch mit einem Vordach abzudecken;
- Die Polycarbonatkonstruktion des Gewächshauses lässt ausreichend Sonnenlicht durch.
Bekommen Kaninchen im Winter nicht genügend Sonnenlicht, können sie erblinden. Dieses Problem tritt häufig bei Tieren auf, die in Gruben gehalten werden.
Kaninchenfütterung im Winter
Die Gesundheit von Haustieren hängt direkt von einer ausgewogenen Ernährung ab. Im Winter erhalten die Tiere Kraftfutter und verschiedene Vitaminpräparate.
Je niedriger die Temperatur im Stall der Tiere ist, desto mehr Futter benötigen sie.
Fütterung
Die Umstellung auf Winterfütterung erfolgt schrittweise, da sich der Körper der Tiere an die neue Nahrung anpassen muss. Sobald der Herbst beginnt, erhalten die Kaninchen Gerste und Hafer. Zur Abwechslung können auch Weizennebenprodukte beigemischt werden.
Tägliche Futteraufnahme:
- Sukkulentenfutter – 200 g;
- Raufutter oder Konzentrate – 60 g;
- Heu – 150 g.
Was kann man Kaninchen im Winter geben?
- Kleie, gekochte Kartoffeln und anderes saisonales Gemüse;
- Getreide (nur trocken);
- getrocknete Brennnesselblätter.
Kohlblätter sind erlaubt, sollten aber mit Vorsicht und in kleinen Mengen verzehrt werden. Dieses Produkt kann starke Magenschmerzen verursachen.
Eine ausgewogene Ernährung sorgt für optimale Gesundheit und eine gute Gewichtszunahme Ihres Haustieres. Vitamine sind im Winter unerlässlich, und ein Mangel kann durch spezielle Mineralstoffkomplexe und natürliche Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.
Beispielsweise wirken Zweige von Obstbäumen (Birnen oder Äpfel) anregend auf den Magen-Darm-Trakt. Auch Zweige von Ahorn, Birke, Espe und Eiche sowie deren Blätter eignen sich. Nadelbäume (Fichte oder Kiefer) sind ebenfalls vorteilhaft. Von der Fütterung von Haustieren mit Zweigen von Pflaume, Kirsche, Aprikose oder Pappel wird abgeraten.
Pfirsichzweige sind strengstens verboten, da sie für Kaninchen giftig sind.
Die Tiere werden zweimal täglich gefüttert. Säugende Weibchen und Jungtiere benötigen drei Mahlzeiten täglich. Sie können Breie aus pürierten und gemischten Gemüseresten verschiedener Sorten zubereiten. Winterbreie können beispielsweise Folgendes enthalten:
- Karotte;
- Kartoffel;
- Eierschalen;
- Rote Bete.
Im Winter sollte jegliches verbliebene Futtermehl sofort entfernt werden, da es am Futtertrog festfrieren kann.
Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung versorgt Kaninchen im Winter mit den notwendigen Nährstoffen. Die Tiere erhalten genügend Kalorien, um ihre Körpertemperatur zu halten und an Gewicht zuzunehmen.
Bewässerung
Wenn Tiere nicht ausreichend Wasser erhalten, können verschiedene Gesundheitsprobleme auftreten. Zu den Symptomen gehören:
- Starker Haarausfall beginnt;
- plötzlicher Gewichtsverlust;
- eingeschränkte Nierenfunktion;
- Laktierende Weibchen verlieren Milch.
Die empfohlene Fütterungsmenge beträgt etwa 1,5–2 Liter Wasser pro Kilogramm Futter. Säugende Weibchen können bis zu 2 Liter Wasser pro Tag trinken.
Im Winter friert das Wasser in den Tränken oft ein. Deshalb ist es wichtig, das Wasser stets warm zu halten. Dies kann durch verschiedene Heizgeräte oder indem man den Kaninchen mehrmals täglich Wasser bringt, erreicht werden. Trinknäpfe mit warmem Wasser.
Von der Verwendung von Metallbehältern wird abgeraten, da das Wasser in solchen Schüsseln sehr schnell abkühlt.
Kaninchenzucht im Winter
Schafft man optimale Bedingungen für Kaninchen und überwacht regelmäßig ihre Ernährung und Gesundheit, auch im Winter, so sind Würfe möglich. Entscheidend ist die korrekte Einrichtung des Nistkastens, in dem Muttertier und Jungtiere untergebracht werden.
Anzündholz für den Winter
Männchen und Weibchen benötigen viel Licht, sonst verlieren die Tiere das Interesse an der Paarung. Im Winter sind die Tage kurz, daher ist künstliches Licht erforderlich.
Die Häsin wirft ihre Jungen in einem Nistkasten. Es ist wichtig, diesen gut vorzubereiten, besonders im Winter. Nur so können Sie gesunde und kräftige Junge zur Welt bringen. Füllen Sie den Kasten mit so viel Stroh wie möglich, damit die Häsin sich ein Nest bauen und es sich so gemütlich wie möglich machen kann.
In Gegenden mit sehr kaltem Klima ist es am besten, den Käfig mit dem Mutterkaninchen und ihren Jungen ins Haus zu bringen, zum Beispiel in eine Garage oder Scheune.
Wenn es nicht möglich ist, die Königinnenzelle ins Haus zu verlegen, muss sie isoliert werden:
- Die Wände sind mit Schaumstofffolie verkleidet und mit Sperrholzplatten ausgekleidet.
- Im Haus wird eine recht dicke Schicht gut getrockneten Strohs ausgelegt.
Zur zusätzlichen Wärme nutzen Häsin und Kätzchen manchmal spezielle Infrarotfolie mit Heizelementen, die im Baumarkt erhältlich ist. Die Folie wird an einer Seite des Käfigs angebracht.
Ernährung trächtiger und stillender Frauen
Die Gesundheit neugeborener Kaninchen hängt direkt von der Qualität der Ernährung der Mutter ab. Im Winter ist frisches Grünfutter nicht verfügbar, daher werden andere Futtermittel verwendet, um den Grasmangel auszugleichen.
Täglicher Nährstoffbedarf für trächtige Kaninchen:
- Sukkulentenfutter – 250 g;
- Rohfaseranteil mit Konzentraten – 130 g;
- Heu – 200 g.
Tägliche Ernährung einer Frau während der Stillzeit:
- Sukkulentenfutter – 500 g;
- Heu – 250 g;
- Rohfaseranteil mit Konzentraten – 140-160 g.
Sie können einer stillenden Frau Folgendes geben:
- saisonales Wurzelgemüse;
- Getreidekulturen;
- Silage;
- hochwertiges Heu mit Wiesengräsern;
- Mineral- und Vitaminpräparate.
Die Qualität der Ernährung einer Ziege beeinflusst die Milchproduktion. Es ist wichtig, dass die Ziege ausreichend warmes Wasser erhält.
Falls die Kaninchenmutter ihre Jungen verlassen hat, lesen Sie den Artikel, wie Sie dies selbst tun können. Füttere die KaninchenDie
Mögliche Krankheiten von Kaninchen im Winter
Schlechte Lebensbedingungen können Krankheiten auslösen. Warmes Fell schützt Tiere nicht vor Zugluft, besonders bei Temperaturen unter -20 °C. Erfrierungen sind sehr wahrscheinlich. Zuerst sind Pfoten und Ohren betroffen. Betroffene Tiere werden unruhig und lecken ständig die betroffenen Stellen.
Auch Tiere leiden im Winter häufig an kältebedingtem Schnupfen. Diese Erkrankung äußert sich durch folgende Symptome:
- Aus der Nase wird Schleim freigesetzt;
- Das Tier niest häufig;
- Das Tier verweigert die Nahrung.
Bei klarem Ausfluss (ohne Eiter) handelt es sich um eine gewöhnliche Erkältung. Die Behandlung sollte in einem warmen Raum erfolgen. Das Tier benötigt reichlich Futter, Vitamine und regelmäßige Nasenspülungen mit einer Furacilinlösung (1:100 mit Wasser verdünnt).
Bei einer ansteckenden Rhinitis ist der Nasenausfluss des Kaninchens weiß oder grün. Die Krankheit ist hochansteckend und die Behandlung sollte unter tierärztlicher Aufsicht erfolgen.
Zum Schluss wird ein erfahrener Landwirt im folgenden Video über die Besonderheiten der Kaninchenhaltung im Winter sprechen:
Erfahrene Landwirte können auch in der kalten Jahreszeit erfolgreich Nutztiere züchten. Um einen gesunden Bestand zu gewährleisten, bieten sie den Tieren komfortable Bedingungen und eine angemessene Ernährung.


