Das Baran-Kaninchen ist eine beliebte Zuchtkaninchenrasse, die auch zur Fleischgewinnung genutzt wird. Diese Tiere zeichnen sich nicht nur durch ihre hohe Legeleistung, sondern auch durch ihre Pflegeleichtigkeit und ihr sanftes Wesen aus, wodurch sie sich gut als Haustiere eignen. Dieser Artikel erklärt die verschiedenen Varietäten der Rasse, ihre Vor- und Nachteile sowie die Besonderheiten der Pflege dieser Zierkaninchen.
Geschichte der Rasse
Diese Rasse wurde in den 1850er Jahren in England entwickelt. Die Vorfahren des Baran-Kaninchens sind Wildkaninchen aus Westeuropa und dem Mittelmeerraum. Bei dem Versuch, eine neue Rasse zu entwickeln, stießen Züchter auf eine ungewöhnliche Mutation – Hängeohren – bei ihren Versuchstieren. Dieses Merkmal faszinierte die Wissenschaftler so sehr, dass sie beschlossen, es gentechnisch zu verändern, woraus eine neue Schlappohren-Kaninchenrasse entstand.
Diese Nagetiere verdanken ihren Namen der ungewöhnlichen Form ihres Kopfes und dem markanten Höcker auf ihrer Nase, wodurch sie Widdern ähneln. Diese Kaninchen erfreuten sich schnell großer Beliebtheit, und nach einiger Zeit entstanden mehrere weitere Unterarten dieser ungewöhnlichen Rasse.
In Europa werden Widder sowohl auf großen als auch auf kleinen Privatbetrieben gezüchtet. In Russland ist diese Rasse relativ neu, erfreut sich aber jedes Jahr wachsender Beliebtheit.
Beschreibung
Widder sind leicht an ihrem markanten Nasenhöcker und den hängenden Ohren zu erkennen. Die Ohren mancher Tiere können über einen halben Meter lang werden, weshalb spezielle Ohrclips zum leichteren Halten benötigt werden. Weitere Merkmale von Widdern sind die breite Stirn und die runden, dicken Wangen. Ihre Augen sind groß und ausdrucksstark.
Die hängenden Ohren verleihen dem Baran-Kaninchen einen besonderen Charme und eine niedliche Ausstrahlung. Allerdings macht diese Ohrenform es weniger empfindlich gegenüber Umgebungsgeräuschen, sodass es sich vor Raschelgeräuschen nicht fürchtet und drohende Gefahren möglicherweise zu spät erkennt.
Kaninchen besitzen eine beeindruckende Muskelmasse und sind körperlich gut entwickelt. Das durchschnittliche Gewicht ausgewachsener Tiere liegt bei 4–5 kg, es wurden aber auch Exemplare mit über 10 kg beobachtet. Ihr Fell ist dicht, lang und weich. Die häufigsten Fellfarben sind Schwarz, Blau, Rot und Ziegelrot.
Widder sind friedlich und vertragen sich gut mit anderen Hoftieren. Sie lassen sich leicht trainieren, erkennen ihre Besitzer und genießen die Interaktion mit ihnen. Bei artgerechter Haltung erreichen Kaninchen ein durchschnittliches Alter von etwa 10 Jahren.
Standards und Ehe
Die Baran-Kaninchenrasse umfasst viele Unterarten, die sich in Größe und Aussehen unterscheiden. Jede Unterart hat ihre eigenen, klar definierten Standards. Dennoch weisen alle Baran-Kaninchen einige gemeinsame Merkmale auf:
- großer Kopf mit breiter Stirn;
- lange, hängende Ohren;
- Schiefe Nase;
- runde Wangen;
- massiger Körper;
- frühe Reife;
- dicke Wolle.
Tiere mit schmalem Brustkorb und schwach entwickelter Muskulatur gelten in der Rasse als Fehler. Die Ohren reinrassiger Kaninchen stehen im Alter von 2–3 Monaten aufrecht. Sie sollten weder zu eng am Kopf anliegen noch abstehen. Kurze (weniger als 24 cm) oder schmale Ohren gelten ebenfalls als Fehler.
Unterarten der Widder und ihre Merkmale
Derzeit gibt es mehrere Varianten dieser Rasse. Einige werden von Landwirten wegen ihres Fleisches gehalten, während andere ausschließlich zu Zierzwecken gezüchtet werden.
Züchter haben sich bemüht, vielseitige, robuste Unterarten zu entwickeln, die in verschiedenen Klimazonen gedeihen. Dies ist ihnen gelungen, denn Widder sind in Europa, Amerika und Asien anzutreffen.
| Name | Gewicht eines Erwachsenen (kg) | Ohrlänge (cm) | Wollart |
|---|---|---|---|
| Französisch | 8 | 35 | Dick und weich |
| Samt (Plüsch) | 3 | 35 | Plüsch |
| Englisch | 5 | 60 | Dick |
| Niederländisch | 1.8 | 2,5 | Glänzend |
| Meißen | 5,5 | 35 | Glänzend mit Silberplattierung |
| Windel | 1.8 | 35 | Sehr dick und weich |
| Deutsche Kaninchen | 4 | 35 | Weich mit dichter Unterwolle |
Französisch
Diese Hybridrasse zeichnet sich durch schnellen Muskelaufbau aus und kann ein Gewicht von 8 kg erreichen. Aufgrund ihrer Größe ist diese Unterart nicht für die Käfighaltung geeignet. Französische Widder werden aufgrund ihres freundlichen und sanftmütigen Wesens meist als Haustiere in geräumigen Gehegen gehalten.
Französische Langohrschafe haben einen gedrungenen Körperbau und kräftige, kurze Beine. Diese Rasse neigt dazu, mit zunehmendem Alter eine sogenannte „Rock“-Falte – eine Haut- und Fettfalte – am Hinterteil zu entwickeln. Bei reinrassigen Tieren sind die Ohren abstehend und hängen mindestens 4 cm unter dem Kinn. Das Fell der Französischen Langohrschafe ist nicht sehr lang, aber dicht und weich.
Samt (Plüsch)
Samtkaninchen sind eine relativ neue Rasse, für die es noch keine einheitlichen Rassestandards gibt. Ausgewachsene Tiere wiegen durchschnittlich nicht mehr als 3 kg. Ihr Körperbau ist leicht gewölbt und verjüngt sich gleichmäßig vom Schwanz zu den Schultern. Sie haben einen breiten Rücken und eine gerundete Brust.
Samtschafe haben kurze Vorderbeine, wodurch sie etwas gedrungen wirken. Ihre Ohren hängen locker herab und erreichen eine Mindestlänge von 35 cm. Das markanteste Merkmal dieser Unterart ist ihr dichtes, plüschiges Fell, das etwa 1,6 cm lang ist.
Englisch
Diese Varietät war eine der ersten, die gezüchtet wurden, und die englischen Widder sind die Vorfahren der meisten der heute weit verbreiteten Unterarten.
Kaninchen zeichnen sich durch ihre langen (etwa 60 cm) und breiten Ohren aus, die den Körper des Nagetiers fast vollständig bedecken können. Englische Widder gelten als große Rasse, da ein durchschnittliches Gewicht von bis zu 5 kg erreicht.
Die Nagetiere haben einen großen Kopf mit hakenförmigem Profil und einen schwach ausgeprägten Hals. Die Vorderbeine sind kurz und das Hinterteil ist abgerundet.
Im Gegensatz zu anderen Rassen besitzen englische Widder keinen Knorpel am Hinterkopf; dessen Vorhandensein wird sogar als Rassefehler angesehen.
Niederländisch
Der Holländische Widder ist eine der kleinsten Hängeohrkaninchenrassen. Ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 900 g und 1,8 kg. Ihr Körperbau ist kompakt, ihre Muskulatur gut entwickelt, und das Verhältnis von Körperlänge zu Kopfgröße beträgt 2:1. Ihre Ohren hängen maximal 2,5 cm unter dem Kinn und sind an den Spitzen abgerundet.
Das Fell ist dicht, gleichmäßig und glänzend. Die häufigste Farbe ist Schildpatt, aber spezialisierte Züchter bieten Holländische Widder in einer Vielzahl von Farben an.
Meißen
Meissener Kaninchen wurden Ende des 19. Jahrhunderts in Meißen gezüchtet. Sie zeichnen sich durch ihr dichtes, glänzendes Fell aus, das in verschiedenen Farbtönen vorkommt und oft silbrig schimmert. Dieser Effekt entsteht durch die weißen Haarspitzen, die nach dem zweiten Fellwechsel der Nager sichtbar werden. Die Hauptfarben der Meissener Rasse sind:
- Blau;
- Schwarz;
- Agouti;
- Havanna.
Kaninchen wiegen in der Regel nicht mehr als 5,5 kg und gelten daher als mittelgroß. Ihr Körper ist langgestreckt und gut bemuskelt. Meissener Widder sind kompakt gebaut, wobei Bauch und Brust gleich breit sind.
Windel
Die flauschigsten Mitglieder der Widderfamilie sind die Langhaarkaninchen. Ihr Fell ist weich und dicht, die Haare können über 5 cm lang werden. Offiziell sind etwa 20 Fellfarben anerkannt, Züchter bieten Langhaarkaninchen jedoch in allen erdenklichen Farben an.
Die Vorfahren dieser Rasse sind Holländische Widderkaninchen, von denen die Zottelkaninchen ihre kurze Schnauze und ihren kompakten, quadratischen Körperbau geerbt haben. Diese Tiere wiegen zwischen 1,6 und 1,8 kg. Sie werden zu Zierzwecken gezüchtet und benötigen spezielle Haltungsbedingungen sowie ständige Pflege für ihr langes Fell.
Deutsche Kaninchen
Diese Hängeohrkaninchenrasse wurde Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland entwickelt. Deutsche Hängeohrkaninchen wiegen zwischen 2,9 und 4 kg und gehören zu den beliebtesten mittelgroßen Rassen. Sie haben einen kompakten, stämmigen Körperbau. Der Kopf ist groß und rund, der Hals kurz. Die Vorderbeine sind klein und kräftig.
Die Ohren haben eine durchschnittliche Länge von 35 cm. Der Kopf weist einen markanten Knorpel auf, den Kaninchenzüchter als „Scheitel“ bezeichnen. Das Fell ist mittellang, weich und hat eine dichte Unterwolle. Aufgrund des häufigen Fellwechsels muss das Fell regelmäßig gebürstet werden.
Pflege und Haltung als Haustier
Die Haltung eines Hängeohrkaninchens erfordert Sorgfalt und Fachwissen. Es empfiehlt sich, die gesamte notwendige Ausrüstung vor der Anschaffung des neuen Haustiers zu besorgen. Sie benötigen:
- Zelle;
- Trinknapf und Futternapf;
- Spezialbürste für Wolle;
- füttern;
- Toilettentablett;
- Haus;
- Leine zum Spazierengehen;
- Spielzeug.
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Es ist wichtig, einen geeigneten Platz im Haus für den Käfig zu wählen. Widder vertragen weder direkte Sonneneinstrahlung noch Hitze oder Zugluft. Suchen Sie sich am besten einen Platz in der Nähe der Wand gegenüber dem Fenster, fernab von Heizkörpern. Hängeohrkaninchen fühlen sich bei Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius am wohlsten.
Welche Art von Käfig benötigen Sie?
Zoohandlungen bieten eine Vielzahl von Käfigen für Zierkaninchen an, die sich in Material und Größe unterscheiden. Am besten eignet sich ein Käfig aus robustem Draht mit einer Kunststoffwanne darunter.
- ✓ Die Käfiggröße sollte für Miniaturrassen mindestens 1,5 x 0,6 x 0,6 m betragen, bei größeren Tieren ist eine Erhöhung erforderlich.
- ✓ Käfige aus stabilem Draht mit einer Kunststoffwanne zur einfachen Reinigung werden bevorzugt.
Kleine Nagetiere profitieren von einem Käfig mit den Maßen 1,5 x 0,6 x 0,6 m. Für größere Exemplare empfiehlt sich ein geräumigerer Käfig. Achten Sie darauf, dass nach dem Einsetzen der Katzentoilette und der übrigen Ausstattung noch genügend Platz für die Bewegung des Nagers vorhanden sein muss.
Was und wie füttern?
Die Ernährung von Zierkaninchen besteht hauptsächlich aus Heu, grünen Zweigen, Mischfutter und Mineralsteinen. Heu sollte stets im Futtertrog vorhanden sein, damit das Nagetier jederzeit fressen kann. Einem ausgewachsenen Kaninchen mit einem Gewicht von etwa 2 kg werden täglich 200 g Heu zur Verfügung gestellt.
Füttern Sie zweimal täglich einen Esslöffel Mischfutter. Am besten eignet sich ein granuliertes, homogenes Futter auf Grasbasis. Obst, Gemüse und Kräuter können der Hauptnahrung beigemischt werden. Frisches, abgekochtes Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.
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Hygiene
Kaninchen sind sehr gut in der Selbstpflege. Baden Sie Ihr Haustier nur in Ausnahmefällen und verwenden Sie dabei ein spezielles Shampoo oder Babyshampoo. Achten Sie darauf, dass kein Wasser an die Ohren und den Kopf Ihres Tieres gelangt.
Hängeohrkaninchen haben ein dichtes Unterfell, das lange zum Trocknen braucht. Selbst wenn das Fell äußerlich trocken erscheint, sollte man das Nagetier eine Weile warmhalten, um Unterkühlung zu vermeiden. Sie sind sehr zugempfindlich und erkälten sich schnell, besonders nach einem heißen Bad.
Weitere Informationen
Kaninchen können sowohl in einem Haus als auch in einer Wohnung gehalten werden. Wenn Sie nicht viel Zeit für die Pflege Ihres Haustiers aufwenden möchten, wählen Sie kurzhaarige Rassen.
Widder sind sehr neugierig und freundlich, versuchen Sie also, so oft wie möglich mit Ihrem Haustier zu interagieren.
Viele Kaninchenzüchter empfehlen, ihre Kaninchen in jungen Jahren kastrieren zu lassen. Dies beugt nicht nur einigen Verhaltensproblemen vor, sondern hilft auch, bestimmte gefährliche Krankheiten zu verhindern. Kaninchen sind empfindliche Tiere, daher sollte man darauf achten, dass sie nicht aus der Höhe springen oder sich an Haushaltsgegenständen verletzen.
Produktive Eigenschaften
Kaninchen dieser Rasse sind für ihre hohe Fleischproduktion bekannt. Sie erreichen früh die Geschlechtsreife und wiegen mit drei Monaten etwa 2 kg und mit sechs Monaten rund 5 kg. Die Schlachtausbeute liegt bei etwa 60 %. Kaninchenzüchter loben den hervorragenden Geschmack des Fleisches der Baran-Rasse.
Die Felle dieser Kaninchen sind ebenfalls sehr begehrt. Aus dem Kadaver eines mittelgroßen Kaninchens kann ein bis zu 70 cm langes Fell gewonnen werden. Diese Felle werden häufig zur Herstellung von Pelzprodukten verwendet.
Vor- und Nachteile der Rasse und ihrer Zucht
Der größte Vorteil dieser Rasse ist ihre frühe Geschlechtsreife. Die Aufzucht von Widdern zur Fleischgewinnung ist rentabel. Zusätzlich lässt sich durch den Verkauf hochwertiger Felle ein Zusatzeinkommen erzielen. Erfahren Sie, wie Sie Felle fachgerecht zu Hause gerben. dieser ArtikelDie
Zu den weiteren Vorteilen der Rasse gehören:
- hübsches Aussehen;
- Farbvielfalt;
- freundliche Gesinnung;
- Unprätentiösität beim Essen;
- Trainierbarkeit;
- Belastungsbeständigkeit.
Diese Rasse hat jedoch auch ihre Nachteile:
- geringe Anzahl an Nachkommen;
- Neigung zu Völlerei;
- schwache Immunität;
- anspruchsvolle Haftbedingungen.
Das folgende Video bietet einen Überblick über die verschiedenen Farbvarianten der Kaninchenrasse „Baran“:
Pflege und Käfigwartung auf Bauernhöfen
Auf Bauernhöfen werden Kaninchen üblicherweise in geräumigen Käfigen gehalten. Es empfiehlt sich, Käfige mit Holz- oder Kunststoffböden zu kaufen, um die Pfoten der Nager in der kalten Jahreszeit vor Erfrierungen zu schützen. In Regionen mit kalten Wintern sind tragbare Käfige von Vorteil, da die Tiere so bei Bedarf ins Haus gebracht werden können.
Die Käfige sind üblicherweise in 2-3 Etagen angeordnet. Jungtiere werden separat gehalten, während erwachsene Tiere in Zuchttiere, trächtige Weibchen und säugende Weibchen unterteilt werden.
Als Einstreu im Käfig empfiehlt sich Sägemehl oder Papier. Neben Futter- und Wassernäpfen sollte jeder Käfig mit einem kleinen Häuschen ausgestattet sein, das scheuen Nagetieren einen Versteckplatz bietet und es weiblichen Kaninchen ermöglicht, ihre Jungen ungestört aufzuziehen.
Inhaltsprinzipien
Widder sind anspruchsvoll, was Hygiene angeht, und vertragen Überbelegung schlecht. Am besten wählt man für ihre Käfige einen Standort hinter hohen Gebäuden, der sie vor Zugluft und starker Sonneneinstrahlung schützt. Die optimale Temperatur für die Außenhaltung liegt bei 25 Grad Celsius, sollte aber 30 Grad Celsius nicht überschreiten.
Kaninchenställe in Innenräumen sollten gut belüftet sein, da hohe Konzentrationen von Ammoniak, Kohlendioxid und Staub in der Luft die Gesundheit der Tiere ernsthaft schädigen können. Die Ställe sollten mindestens zweimal wöchentlich gereinigt werden. Alle paar Monate sollten sämtliche Ausrüstungsgegenstände und die Unterkunft desinfiziert werden.
Bedingungen
Widder vertragen plötzliche Temperaturschwankungen und hohe Luftfeuchtigkeit schlecht. Sie nehmen am besten zu, wenn sie in Außengehegen gehalten werden. Falls der Stall aus irgendeinem Grund nur im Innenbereich aufgestellt werden kann, empfiehlt es sich, Fenster einzubauen, um sicherzustellen, dass die Widder ausreichend Tageslicht erhalten.
Die übliche Besatzdichte für ein Kaninchen beträgt 0,5 Quadratmeter. Je geringer die Besatzdichte, desto höher die Gewichtszunahme. Eine kostengünstigere Alternative ist die Haltung in einem Gehege. So können die Kaninchen frei herumlaufen und leben unter Bedingungen, die ihrem natürlichen Lebensraum so nahe wie möglich kommen. Achten Sie nur darauf, dass sie nicht buddeln oder das Gehege verlassen.
Fütterung der Nutztiere
Widder haben einen guten Appetit und neigen zu Übergewicht, daher ist ein strikter Fütterungsplan wichtig. Heu und grüne Zweige sollten in den Käfigen unbegrenzt zur Verfügung stehen, da dies die Hauptnahrungsquelle der Nagetiere ist. Aufgrund ihres empfindlichen Verdauungssystems sollten Gemüse und Obst nur in begrenzten Mengen verfüttert werden.
Das vorbereitete Pelletfutter wird zweimal täglich mit einer Menge von 40 g pro kg Körpergewicht angeboten. Zu den Getreidesorten gehören Weizen und Hafer. Obst wie Bananen, Äpfel oder Birnen wird einmal wöchentlich verfüttert.
Winterwartung
In kalten Klimazonen sollten Kaninchenställe im Winter in einen geschlossenen, isolierten Raum mit einer Temperatur von 12–18 Grad Celsius gestellt werden. Die Luftfeuchtigkeit darf 75 % nicht überschreiten; andernfalls ist eine Heizung erforderlich. Der Raum sollte regelmäßig gelüftet und gereinigt werden.
Wenn die Wintertemperaturen nicht unter -25 Grad Celsius fallen, kann eine Isolierung des Käfigs Abhilfe schaffen. Legen Sie dazu Bretter auf den Boden und bedecken Sie diese mit einer dicken Schicht Heu. Decken Sie Decke und Gitterwände mit Spanplatten ab und lassen Sie dabei Öffnungen für die Belüftung. Während der kalten Jahreszeit benötigen Kaninchen eine kalorienreiche Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen.
Krankheiten und Impfungen
Für eine gute Gewichtszunahme, ein hochwertiges Fell und Gesundheit benötigen Kaninchen regelmäßige Pflege und Aufmerksamkeit. Die beste Vorbeugung gegen Krankheiten bei Nagetieren ist die regelmäßige Reinigung der Käfige und die Desinfektion der Ausrüstung. Trotz optimaler Pflege können Kaninchen jedoch Symptome verschiedener Erkrankungen zeigen. Die folgende Tabelle hilft Ihnen, das Problem zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Hauptkrankheiten und ihre Behandlungsmethoden:
| Name | Symptome | Behandlung |
| Pododermatitis | Hämatome und Risse an den Pfotensohlen, Appetitlosigkeit, Stampfen auf der Stelle. | Wundbehandlung mit 10%iger Zinksalbe, Anlegen steriler Verbände an die Pfoten. |
| Invasive Kokzidiose | Appetitlosigkeit, Schwäche, Durchfall, Blähungen. | Einnahme von Sulfadimethoxin, Norsulfazol, Trinken einer 0,2%igen Jodlösung. |
| Myxomatose | Das Auftreten punktförmiger Tumore im Kopfbereich, im Genitalbereich, Entzündung der Augenschleimhaut. | Es gibt keine Behandlung. Isolieren Sie das kranke Kaninchen, schlachten Sie es und verbrennen Sie den Kadaver. Benachrichtigen Sie den Tierarzt. |
| Hämorrhagische Erkrankung | Fieber, Kurzatmigkeit, Krämpfe, Blutungen aus Nase, Mund und After. | Es gibt kein Heilmittel. |
| Pasteurellose | Fieber, beschleunigte Atmung, Nahrungsverweigerung, Bindehautentzündung, Nasenausfluss. | Die Antibiotikatherapie erfolgt mit Terramycin und Biomycin. |
| Infektiöse Stomatitis | Zungenbelag, vermehrter Speichelfluss, Lethargie, Entzündung der Haut am Unterkiefer. | Behandlung der Mundhöhle mit einer 2%igen Kupfersulfatlösung, Streptocide. |
- Erste Impfung gegen Myxomatose und hämorrhagische Erkrankung im Alter von 45 Tagen.
- Die Auffrischungsimpfung erfolgt jährlich, vorzugsweise zur gleichen Jahreszeit.
Impfungen sind die einzige Möglichkeit, gefährliche Krankheiten bei Kaninchen zu verhindern. Zu den wichtigsten Impfungen gehören solche gegen Myxomatose und hämorrhagische Erkrankungen. Diese können einzeln oder als Kombinationsimpfstoffe verabreicht werden. Die erste Impfung erfolgt im Alter von 45 Tagen, Auffrischungsimpfungen werden jährlich durchgeführt.
Züchterbewertungen der Baran-Kaninchenrasse
Züchter äußern sich sehr positiv über die Baran-Kaninchenrasse:
Die Baran-Kaninchenrasse zeichnet sich durch ihre frühe Geschlechtsreife und ihr auffälliges Aussehen aus. Sie eignet sich sowohl für die kommerzielle Zucht als auch für die Haltung als Haustier. Diese Nagetiere sind sanftmütig und freundlich, haben aber ein schwaches Immunsystem.









