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Fütterung von Hausziegen: Was sie fressen, Futterarten und Fütterungsrichtlinien

Bevor ein Landwirt mit der Ziegenzucht beginnt, beschäftigt er sich intensiv mit der Ernährung der Tiere. Es ist entscheidend zu wissen, was diese Tiere fressen und was sie vertragen und was nicht. Die Produktivität der Ziegen hängt von der Ernährung ab, da sie in der Regel zur Milchproduktion gehalten werden.

Die Ziege frisst

Welches Futter soll ich geben?

Alle zugelassenen Futtermittel für Ziegen werden in drei Gruppen eingeteilt. Die Fütterung der Tiere ist mit Saftfutter, Trockenfutter und Kraftfutter zulässig. Jede Futterart hat eine spezifische Wirkung auf den Verdauungstrakt der Ziegen.

Trockenfutter

Name Futterart Empfohlene Tagesdosis Fütterungsperiode
Heu und Stroh Trocken 2-3 kg Das ganze Jahr über
Besen Trocken 3-5 Stück Das ganze Jahr über
Gras Saftig Unbegrenzt Sommer
Früchte Saftig Bis zu 4 kg Das ganze Jahr über
Gemüsegrün Saftig 1 kg mit 1 g Kreide Das ganze Jahr über
Gemüse Saftig Bis zu 4 kg Das ganze Jahr über
Silage Saftig Bis zu 4 kg Das ganze Jahr über
Mischfutter Konzentriert Gemäß den Anweisungen Das ganze Jahr über
Ölkuchen Konzentriert 1 kg pro 3 Liter Wasser Das ganze Jahr über
Kleie Konzentriert Gemäß den Anweisungen Das ganze Jahr über

Es ist nicht notwendig, Tieren nur im Winter Raufutter zu geben. Dessen Bestandteil der Ernährung verbessert den Stoffwechsel der Ziege. Daher ist es auch in den wärmeren Jahreszeiten zulässig, Trockenfutter zu verfüttern.

Zu den Trockenfutterprodukten gehören folgende Artikel:

  • Heu und Stroh. Zum Trocknen empfiehlt sich die Verwendung von Wald- und Wiesengras. 2-3 kg pro Tier sind ausreichend.
  • Besen. Am besten eignen sich Ahorn, Birke, Espe oder Pappel als Tierfutter. Eine Ziege kann drei bis fünf dieser Hölzer pro Tag fressen.

Die Zubereitung von Trockenfutter beginnt im Hochsommer. Dabei wird frisch geschnittenes Heu typischerweise in Bündeln oder Garben gelagert. Auf Wunsch kann der Landwirt es vor der Fütterung zerkleinern – dies gilt als deutlich sparsamere Art der Futterverwertung. Auch Besen werden aus kleinen Bündeln mit bis zu 60 cm langen Zweigen hergestellt.

Saftiges Essen

Name Futterart Empfohlene Tagesdosis Fütterungsperiode
Gras Saftig Unbegrenzt Sommer
Früchte Saftig Bis zu 4 kg Das ganze Jahr über
Gemüsegrün Saftig 1 kg mit 1 g Kreide Das ganze Jahr über
Gemüse Saftig Bis zu 4 kg Das ganze Jahr über
Silage Saftig Bis zu 4 kg Das ganze Jahr über

Wie der Name schon sagt, basiert diese Ernährungsweise auf der Verwendung verschiedener lebender Pflanzen. Welches Sukkulentenfutter wird an Ziegen verfüttert?

  • Gras. Dies ist die am einfachsten verfügbare und günstigste Futterkomponente. Lassen Sie die Ziegen einfach in einem Wald, auf einer Wiese oder einem Rasen grasen. Sie fressen Gras, wo immer es wächst.
  • Früchte. Eine der beliebtesten Leckereien der Tiere. Sie lieben Pfirsiche, Äpfel, Birnen und Aprikosen. Doch bevor sie diese verzehren können, muss der Bauer die Früchte schälen und entkernen.
  • Gemüsegrün. Als Futter eignen sich alle Arten von Pflanzenblättern, darunter Kartoffel- und Kohlblätter sowie Karotten- und Rübenreste. Es wird empfohlen, das Produkt mit zerstoßener Kreide zu vermischen – 1 g Kreide pro 1 kg Pflanzenblätter. Dadurch wird der Säuregehalt des Futters reduziert.
  • Gemüse. Ein abfallfreies Produkt, das Tiere besonders gerne fressen – sie verzehren es mit Wurzel und Grün. Tiere können Karotten, Kartoffeln (nur gekocht), Kohl und Topinambur bekommen, allerdings nur, wenn diese kleingeschnitten sind. Es wird empfohlen, nicht mehr als 4 kg Gemüse pro Tag zu verfüttern.
  • Silage. Dieses beliebte Futter zeichnet sich durch hervorragende Nährwerte aus. Das kalorienreiche Produkt enthält zahlreiche Vitamine. Eine Ziege kann bis zu 4 kg pro Tag damit gefüttert werden.

Es ist zulässig, Tiere sowohl im Sommer als auch im Winter mit schmackhaftem Futter zu füttern.

Konzentratfutter

Name Futterart Empfohlene Tagesdosis Fütterungsperiode
Mischfutter Konzentriert Gemäß den Anweisungen Das ganze Jahr über
Ölkuchen Konzentriert 1 kg pro 3 Liter Wasser Das ganze Jahr über
Kleie Konzentriert Gemäß den Anweisungen Das ganze Jahr über

Kraftfutter ist für die Ziegenernährung unerlässlich, da es viele wertvolle Nährstoffe enthält. Es muss jedoch richtig verfüttert werden, um Magenverstimmungen und Verdauungsprobleme zu vermeiden. Getreide wie Weizen und Hafer sollten beispielsweise nur gemahlen verfüttert werden. Mais darf nur in begrenzten Mengen gegeben werden, da die Tiere sonst übergewichtig werden können.

Kritische Parameter für konzentrierte Futtermittel
  • ✓ Die Wassertemperatur zum Einweichen des Kuchens sollte mindestens 70°C betragen, um eine bessere Auflösung zu gewährleisten.
  • ✓ Die Einweichzeit des Mischfutters sollte 12 Stunden nicht überschreiten, um ein Versauern zu vermeiden.

Konzentratfutter wie Mischfutter, Ölkuchen und Kleie werden 12 Stunden vor der Verfütterung in kochendem Wasser eingeweicht. Für Mischfutter und Kleie ist keine bestimmte Wassermenge erforderlich, für 1 kg Ölkuchen und Mehl hingegen 3 Liter Wasser.

Der Landwirt muss diese Futtermittelarten kombinieren, um eine vollständige Ernährung zu schaffen, die alle notwendigen Nährstoffe liefert.

Wie plant man eine ausgewogene Ernährung?

Die Fütterungsnormen sollten anhand von Alter, Geschlecht, allgemeinem Gesundheitszustand und Gewicht des Tieres berechnet werden. Es gibt jedoch einige allgemeine Richtlinien:

  • Eine große Ziege sollte mehr fressen als eine kleine;
  • Ein ausgewachsenes Tier frisst weniger als eine wachsende Ziege, aber bei gleichem Gewicht;
  • Eine trächtige Ziege verbraucht mehr Futter als eine nicht trächtige;
  • Ein Milchtier wird in größeren Mengen gefüttert als ein Trockentier;
  • Eine Ziege, die viel Milch gibt, benötigt mehr Futter als eine Ziege, die wenig Milch gibt.

Ziegen schätzen Abwechslung im Futter. Dadurch fühlen sie sich schneller satt, nehmen schneller und besser an Gewicht zu und produzieren mehr Milch. Sie bekommen ausschließlich frisches Futter.

Ziegen fressen

Es ist unzulässig, Ziegen mit verschimmeltem oder verfaultem Heu oder minderwertigem Wurzelgemüse zu füttern. Dies kann zur Entwicklung verschiedener Krankheiten, zur Verschlechterung der Milchqualität und zu einem Rückgang der Milchproduktion führen.

Hier ist ein Beispielfutterplan für alle Ziegenrassen während der warmen Jahreszeit, der alle Bedürfnisse berücksichtigt. Folgende Futtermengen werden pro Tier benötigt:

Name

Menge

Steppengräser auf einer Weide

1,2 kg

Wiesengräser

6-8 kg

Luzerneheu

1-1,2 kg

Heulage

2,5 kg

Grüner Hafer

4 kg

Hafer

4 kg

Heu aus Wiesengräsern

1 kg

Die Ernährung der Tiere im Winter unterscheidet sich geringfügig von derjenigen, die sie in der warmen Jahreszeit erhalten:

Name Menge
Luzerneheu

1 kg

Kleeheu

2 kg

Heu aus Wiesengräsern

0,5 kg

Zerdrückte Rote Bete

2 kg

Eine Mischung aus gemahlenen Karotten und Haferflocken

2,5 kg

gemahlener Hafer

0,4 kg

Wurzelgemüse und Rote Bete

0,5 kg

Futterkohlsorten

3 kg

Eine Ziege verzehrt im Durchschnitt jährlich etwa 360–550 kg Trockenfutter, 400–600 kg Saftfutter und 30–40 kg Kraftfutter. Die Mindestmenge ist für Jungtiere und Kitze vorgesehen, die Höchstmenge für ausgewachsene Tiere.

Achten Sie auf den Appetit des Tieres. Reicht die Futtermenge nicht aus, sollte die Portion erhöht werden. Überfütterung ist jedoch zu vermeiden, da Übergewicht die Milchleistung beeinträchtigen kann. Auch während der Trächtigkeit ist Übergewicht unerwünscht.

Was füttert man trächtigen Ziegen?

Während der Trächtigkeit unterscheidet sich die Ernährung einer Ziege kaum von ihrer normalen Fütterung. Ein paar einfache Regeln können ihr helfen, ein gesundes Kitz zur Welt zu bringen:

  • In der zweiten Hälfte der Trächtigkeit steigt der Nährstoffbedarf um ein Vielfaches. Daher wird empfohlen, die Menge an nährstoffreichem Futter entsprechend zu erhöhen. Eine Überfütterung sollte jedoch vermieden werden, um Geburtskomplikationen und das Risiko einer Fehlgeburt zu verhindern.
  • Trächtige Ziegen erhalten zum Frühstück 500 g gehacktes Wurzelgemüse und 200 g Getreide. Mittags bekommen sie eineinhalb bis zwei Kilogramm Heu, und abends erhalten sie eine Mischung aus Ölkuchen und Getreide (jeweils 100 g) sowie Heu aus zähen Wiesengräsern.
  • Gleichzeitig werden die Tiere auf Weiden getrieben, wo sie sich unbegrenzt an saftigem Gras gütlich tun können.
  • Im Winter wird saftiges Futter durch pelletiertes Futter ersetzt, das zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin aus dem Speiseplan gestrichen wird. In dieser Zeit erhält die Ziege eine leichtere, flüssigere Kost mit leicht verdaulichen Zutaten. Geeignet sind beispielsweise ein flüssiger oder breiiger Brei aus geschroteter Kleie und Wurzelgemüse oder gedämpftes Getreide mit breiartiger Konsistenz.
Risiken der Fütterung trächtiger Ziegen
  • × Eine übermäßige Zufuhr von Getreide kann zu Fettleibigkeit und Komplikationen bei der Geburt führen.
  • × Ein Mangel an Kalzium in der Ernährung erhöht das Risiko für Komplikationen nach der Geburt.

Eine Ziege nach der Geburt der Zicklein füttern

Während des Geburtsvorgangs ist der Verdauungstrakt der Tiere stark geschwächt. Daher benötigen sie ausreichend Zeit zur vollständigen Erholung. In der ersten Woche nach der Geburt sollten Ziegenkitze nur leichte, gut verdauliche Nahrung erhalten. Wurzelgemüse, Hülsenfruchtheu und Kleiebrei sind in dieser Zeit besonders geeignet. Am besten füttert man die Ziegen geschreddert, um eine optimale Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

Ernährungsplan zur Erholung nach der Geburt
  1. Erste 24 Stunden: nur warmes Wasser und eine kleine Menge Kleiegetränk.
  2. Vom 2. bis zum 7. Tag: schrittweise Einführung von gehacktem Wurzelgemüse und Hülsenfruchtheu.
  3. Nach Tag 7: Rückkehr zur Standardernährung mit einer Erhöhung der Menge an Wurzelgemüse auf 4 kg pro Tag.

Ziegenernährung

Sieben bis acht Tage nach dem Lammen beginnen sich die Ziegen zu erholen. Diese Phase ist vorteilhaft, da sie nun mit normalem Futter gefüttert werden können. Frisches Heu und Wurzelgemüse bilden die Hauptnahrung während der Laktationsperiode. Eine Ziege sollte täglich bis zu vier Kilogramm von jedem dieser Nährstoffe fressen. Diese Nährstoffe gewährleisten eine aktive Milchbildung bei säugenden Ziegen.

Was füttert man Tiere im Winter?

Im Winter besteht die Hauptnahrung aus Heu – einem groben Futter, das Ziegen benötigen. Stroh ist zwar erlaubt, aber nicht so nahrhaft wie Heu. Ziegen sind relativ pflegeleichte Tiere, dennoch empfiehlt es sich, ihnen hochwertiges, vorzugsweise blattreiches Heu zu füttern. Ein männlicher Ziegenbock erhält 2,5–3 kg Heu pro Tag, eine weibliche Ziege 1,8–2,2 kg und ein Zicklein 0,8–1 kg.

Bei begrenzter Heumenge kann dieses teilweise durch Besen ersetzt werden, jedoch sollte mindestens 1 kg Heu verfüttert werden. Pro Tag können bis zu 5 Besen gegeben werden. Viele Landwirte ernten lieber Laub für ihre Tiere; dieses dient als Einstreu und Winterfutter. Fichten- und Kiefernnadeln sowie junge Triebe sind ein ausgezeichnetes, vitaminreiches Futter für Ziegen.

Im Winter erhalten die Tiere auch Gemüse jeglicher Art, egal ob gekocht, getrocknet oder roh. Rohes Gemüse wird vor der Verfütterung gewaschen und zerkleinert, damit es leichter zu fressen ist. Neben Gemüse werden auch Früchte verfüttert.

Ebenso wichtig ist die Zufuhr von Vitaminen und Salz. Salz wird als Salzleckstein angeboten oder in einer Menge von 6–8 g für Milchziegen und 10 g für trächtige Tiere verabreicht. Knochenmehl und Kreide werden ebenfalls dem Futter beigemischt.

Eine ausgewogene Ernährung versorgt Ziegen mit allen notwendigen Nährstoffen. Viele Ziegenzüchter empfehlen jedoch vorsorglich die Zugabe von Vitaminen zum Futter. Dies ist besonders vorteilhaft für trächtige und hochleistende Ziegen. Die Vitamine können dem Futter oder einem Stück Brot beigemischt werden.

Wie lässt sich die Produktivität steigern?

Wird eine Ziege schlecht gefüttert, ist keine hohe Milchproduktion zu erwarten. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung trägt zur Steigerung der Milchleistung bei. Im Sommer sorgt grünes Weidegras für gute Milcherträge – es versorgt die Tiere mit den meisten notwendigen Nährstoffen.

Im Winter ist solches Futter schwer zu beschaffen, aber man kann den Mangel mit Heu und vorbereiteten Astbesen ausgleichen. Wichtig ist jedoch, dass Ziegen eine abwechslungsreiche Ernährung benötigen.

Mischfutter, Futterrüben, Getreide sowie Vitamin- und Mineralstoffpräparate wirken sich positiv auf die Milchproduktion aus. Für eine optimale Produktivität benötigen die Tiere zudem ständigen Zugang zu sauberem, vorzugsweise warmem Wasser.

Was füttern Sie Ihre Kinder?

Viele Jungzüchter sind sich oft unsicher, wie sie junge Ziegen füttern sollen. Ihre Gesundheit und Entwicklung hängen jedoch maßgeblich von der Ernährung ab. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, junge Ziegen zu füttern: ohne Mutter und mit Mutter. Jede Methode hat ihre Vorteile.

Unterhalb der Gebärmutter

Diese Aufzuchtmethode wird nur angewendet, wenn die Mutter nicht viel Milch produziert. Nach der Geburt bleiben die Kitze bis zum Alter von drei bis vier Monaten bei ihrer Mutter. In dieser Zeit ernähren sie sich selbstständig. Ab der dritten Lebenswoche werden ihrem Futter jeweils fünf Gramm Kreide und Salz beigemischt. Mit drei Monaten wird die Menge an Kreide und Salz verdoppelt.

Reicht die Muttermilch allein nicht aus und wirken die Zicklein dünn und schwach, erhalten sie bereits ab einem Monat Kraftfutter – etwa 20–30 Gramm pro Tag. Diese Menge sollte schrittweise erhöht werden, und mit drei Monaten sollten die Zicklein etwa 300 Gramm Kraftfutter pro Tag zu sich nehmen. Mit dreieinhalb Monaten werden die Tiere allmählich von der Mutter entwöhnt und auf die normale Ernährung ausgewachsener Tiere umgestellt.

Ohne Gebärmutter

Heutzutage ist die Handaufzucht von Ziegen weit verbreitet. Diese Methode eignet sich jedoch nur für Hochleistungsmilchziegen. Neugeborene Kitze werden unmittelbar nach der Geburt entwöhnt, in einen separaten Stall gebracht und mit warmer Milch aus einer Flasche mit Sauger gefüttert. In den ersten sieben Tagen sollten sie ausschließlich Kolostrum erhalten. Danach werden die Kitze von der Flasche entwöhnt und erhalten Milch aus Tränken. Dem Futter wird eine kleine Menge weiches Heu beigemischt.

Bis zum Alter von einem Monat erhält ein Zicklein mindestens 200 ml Milch pro Fütterung. Junge Ziegen werden mindestens fünfmal täglich gefüttert. Anschließend wird die Milch nach und nach mit Wasser verdünnt, Leinsamenmehl und Kleie werden hinzugefügt. Die Fütterungshäufigkeit wird auf viermal täglich reduziert. Zusätzlich zur Milchmischung kann den Zicklein in Wasser gekochter Haferbrei mit Zuckerzusatz gegeben werden. In dieser Zeit ist es vorteilhaft, gehackte Karotten und Steckrüben, Kleie und zerkleinerten Ölkuchen in den Speiseplan aufzunehmen. Sauberes, warmes Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

Sehen Sie sich unten das Video zum Thema Kinderernährung an:

Einen Monat nach der Geburt werden die Jungtiere auf die Weide gelassen. Mit sieben Monaten werden die Tiere in einen regulären Stall verlegt.

Wie bereitet man Heu richtig für den Winter vor?

Bei der Heuernte müssen Landwirte berücksichtigen, dass der Feuchtigkeitsgehalt der Pflanzen von 90 % auf 15 % sinkt. Dadurch gehen auch die Nährstoffe verloren. Sorgfältige Trocknung, Transport und Lagerung sind daher unerlässlich.

Frisch gemähtes Gras kann auf verschiedene Arten getrocknet werden:

  • Natürlich. Lassen Sie es eine Weile an der frischen Luft in der Sonne liegen und entfernen Sie es, wenn das Gras vollständig trocken ist.
  • Künstlich. Für diese Methode wird ein Backofen, eine Mikrowelle oder ein elektrischer Wäschetrockner verwendet.
  • Aktive Beatmung. Die Pflanzen werden gemäht und in Schwaden liegen gelassen, bis ihr Feuchtigkeitsgehalt auf 40–45 % gesunken ist. Um den Trocknungsprozess zu beschleunigen, wird das Gras beim Mähen gedünstet. Anschließend wird es zu Schwaden zusammengeharkt und zum Trocknen transportiert. Dies kann unter Schuppen, in Scheunen oder anderen Gebäuden mit leistungsstarken Ventilatoren erfolgen.
  • Natürlicher Trocknungsprozess. Die Lagerfähigkeit des Heus lässt sich an einem kleinen, verdrehten Bündel erkennen. Raschelt und knistert es, und tritt an den Bruchstellen keine Feuchtigkeit aus, ist der Feuchtigkeitsgehalt hoch. Brechen die Halme nicht und tritt an der Verdrehstelle Feuchtigkeit aus, liegt der Feuchtigkeitsgehalt über 23 % und das Heu muss weiter getrocknet werden. Legen Sie es dazu in die Sonne oder stellen Sie Ventilatoren auf.

Landwirte orientieren sich üblicherweise an den Wetterbedingungen und berücksichtigen dabei Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag.

Heu sollte immer gründlich getrocknet werden, wenn sein Feuchtigkeitsgehalt unter 25 % liegt. Andernfalls kann es nicht nur seinen Nährwert verlieren, sondern auch faulen und schimmeln. Dieser Feuchtigkeitsgehalt begünstigt das Wachstum von Pilzen und Schimmel. Es ist jedoch ebenso wichtig, Heu nicht zu übertrocknen, da Ernte und Transport die nährstoffreichsten Pflanzenteile – Blüten und Blätter – beschädigen können.

Der optimale Erntezeitpunkt für Leguminosenheu (Luzerne, Klee, Erbsen und Esparsette) ist während der aktiven Knospenbildung. Dieses Futter ist aufgrund seines Proteingehalts im Winter für Tiere unerlässlich. Besonders Milchziegen benötigen diese Futterart. Getreideheu (Hafer, Schwingel und Weizengras) wird am besten nach dem Ährenschieben geerntet.

Das Gras sollte im Morgengrauen vor 6 Uhr gemäht werden, da die Pflanzen dann den höchsten Carotingehalt aufweisen. Das gemähte Gras sollte über die Woche verteilt aufgesammelt werden.

Was sollte nicht verfüttert werden?

Die Fütterung von Ziegen mit minderwertigen Produkten kann zu einem Rückgang der Milchproduktion und zur Entwicklung von Krankheiten führen, die oft zum Tod führen.

Folgende Produkte sind strengstens verboten:

  • Kartoffeln wurden durch Sonneneinstrahlung grün;
  • Getreide, in dem Insekten begonnen haben;
  • verdorbenes Obst, Gemüse, Heu;
  • altes oder verdorbenes Silofutter.

Die Fütterung von Ziegen sollte abwechslungsreich, ausgewogen und nährstoffreich sein. Eine angemessene Fütterung in ausreichenden Portionen ist unerlässlich für die kontinuierliche Milchproduktion und die Gesundheit der Tiere. Befolgt ein Landwirt diese grundlegenden Richtlinien, wird die Ziegenhaltung zum Kinderspiel.

Häufig gestellte Fragen

Dürfen Ziegen Brot und Backwaren essen?

Wie führt man eine neue Lebensmittelgruppe richtig in den Speiseplan ein?

Welche Gemüsesorten sind für Ziegen strengstens verboten?

Wie wirkt sich eine Futterüberschuss auf die Milchproduktion aus?

Kann Heu durch Graspellets ersetzt werden?

Welches Futter erhöht den Fettgehalt der Milch?

Welche Gefahren birgt eine plötzliche Ernährungsumstellung?

Sollte man Ziegen Salz geben und wenn ja, in welcher Form?

Wie lagert man Silage, um Verderb zu vermeiden?

Ist es in Ordnung, Ziegen mit Küchenabfällen zu füttern?

Welche Baumzweige sind für Ziegen giftig?

Woran erkennt man, ob eine Ziege nicht genügend Nährstoffe erhält?

Muss man beim Füttern von Trockenfutter Wasser dazugeben?

Was kann man einer Ziege nach dem Lammen füttern, damit sie sich erholt?

Wie lässt sich Vitaminmangel im Winter vermeiden?

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