Frettchen sind beliebte Haustiere und werden auch zur Zucht auf Bauernhöfen gehalten. Oftmals werden die einst aktiven und agilen Tiere schwächer und sterben schließlich. Viele Züchter führen dies auf den natürlichen Lebenszyklus zurück. Diese Denkweise ist jedoch weitgehend irreführend. Die Lebenserwartung domestizierter Frettchen hängt maßgeblich vom menschlichen Einfluss ab.
Lebensdauer eines Frettchens
Die Lebenserwartung eines Frettchens hängt direkt mit seinem Lebensraum zusammen. Haustiere leben deutlich länger als ihre wildlebenden Artgenossen.
| Name | Lebenserwartung (Jahre) | Lebensraum | Grundnahrungsmittel |
|---|---|---|---|
| Frettchen in freier Wildbahn | 5 | Europäisches und Nordrussland | Kleine Vertreter der Fauna |
| Frettchen zu Hause | 8-15 | Wohnbedingungen | Ausgewogene Ernährung |
| Kastrierte und sterilisierte Frettchen | Hängt von der Pflege ab | Wohnbedingungen | Ausgewogene Ernährung |
in freier Wildbahn
Das Frettchen zählt zu den agilsten Tieren. Es lebt in Europa und im nördlichen Russland. Ein Gewässer ist für diesen Marderartigen unerlässlich. Ein kleiner Bach genügt.
Bei strengem Frost suchen Frettchen bevorzugt die Nähe menschlicher Behausungen auf. Dort ist es für die Tiere schwierig, regelmäßig Wasser zu finden. Folglich beeinträchtigen Wassermangel und die Nähe zu Menschen ihre Lebenserwartung (Austrocknung, Angriffe von Haustieren).
In seinem natürlichen Lebensraum ernährt sich das Tier von kleinen Vertretern der Fauna:
- Mäuse;
- Hamster;
- Maulwürfe;
- Wasserratten;
- kleine Vögel.
Sie sind nicht immer gesund, und infolgedessen können sich die Tiere Infektionen zuziehen. Gleichzeitig fallen Frettchen selbst oft Eulen, Füchsen, Wölfen und, seltener, Schlangen zum Opfer.
Alle diese Faktoren beeinflussen die Lebensspanne. In freier Wildbahn lebt ein Tier nicht älter als 5 Jahre.
Zu Hause
Es ist unmöglich, die genaue Lebenserwartung von Frettchen in Gefangenschaft vorherzusagen. Sie hängt zu 80 % von der verantwortungsvollen Pflege durch den Besitzer ab. Die restlichen 20 % sind auf Krankheit und Vererbung zurückzuführen.
Wählt man das richtige Futter für sein Haustier und beachtet alle Pflege- und Haltungsvorschriften, beträgt die Lebenserwartung des Tieres etwa 8 Jahre. Besonders sorgfältige Besitzer können die Lebenserwartung auf bis zu 15 Jahre verlängern, solche Fälle sind jedoch äußerst selten.
Sterilisierte und kastrierte Tiere
Besitzer, die nicht planen, Frettchen in großem Umfang zu züchten, sterilisieren und kastrieren Dies trägt dazu bei, ihr Leben zu verlängern und ihre allgemeine Gesundheit zu verbessern.
Im Alter von sechs bis acht Monaten treten alle Mitglieder dieser Art (Männchen und Weibchen) in die Brunftzeit ein. Zu dieser Zeit verändern sich die Hormonspiegel, und die Frettchen beginnen sich fortzupflanzen.
Wenn eine Paarung nicht möglich ist, wird das Tier nervös und aggressiv. Es treten gesundheitliche Probleme auf:
- Kahlheit;
- Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt;
- Erkrankungen der inneren Organe.
Infolgedessen magert das Haustier ab und stirbt kurz darauf. Durch die Kastration oder Sterilisation wird dem Tier der instinktive Fortpflanzungstrieb genommen; d. h. ohne Fortpflanzungsorgane besteht kein Bedarf an Paarung.
Die Kastration hat jedoch auch einen Nachteil: Sie kann zu einer verkürzten Lebenserwartung beitragen. Kastrierte Tiere nehmen schnell an Gewicht zu. Unkontrollierte Fütterung führt bei Frettchen zu Fettleibigkeit und damit zu einer verkürzten Lebenserwartung.
Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen
Pflege und Sicherheit sind entscheidende Faktoren für die Langlebigkeit eines Frettchens. Es gibt jedoch noch einige weitere Aspekte zu berücksichtigen:
- Genetik. Frettchen, deren Vorfahren an schweren Krankheiten litten, haben eine deutlich kürzere Lebenserwartung. Es besteht ein hohes Risiko, an einer genetisch bedingten Krankheit zu sterben. Der Besitzer hat keinen Einfluss auf die Lebenserwartung. Vor dem Kauf eines Frettchens empfiehlt es sich, sich nach dem Gesundheitszustand der Elterntiere zu erkundigen.
- Impfung. Hausmarder werden im jungen Alter gegen Staupe und Tollwut geimpft. Dies ist eine Pflichtvorschrift für Zoohandlungen und Züchter. Ohne Impfung kann ein Tier innerhalb weniger Tage erkranken und sterben.
- DiätFrettchen sind Fleischfresser. Ihr Verdauungssystem ist nur bedingt an pflanzliche Nahrung angepasst (obwohl diese auch notwendig ist). Frettchen benötigen eine ausgewogene Ernährung. Es ist strengstens verboten, sie mit Tischresten zu füttern.
- Freizügigkeit. Frettchen sind aktive Tiere. Diese Eigenschaft ist unabhängig von ihrem Lebensraum (Wildnis oder Innenhaltung). Für ein gesundes Wachstum und Überleben benötigen sie die Möglichkeit, sich frei zu bewegen.
Gleichzeitig bevorzugt das Tier aber einen eigenen Ruheplatz. Für einen erholsamen Schlaf braucht ein Frettchen eine Hängematte und eine Decke.
- ✓ Regelmäßige Impfungen gegen Staupe und Tollwut sind obligatorisch, auch wenn das Frettchen nicht ins Freie geht.
- ✓ Die ständige Verfügbarkeit von sauberem Wasser beugt Austrocknung und damit verbundenen Krankheiten vor.
Krankheiten, die das Leben von Haustieren verkürzen können
Im Gegensatz zu ihren wilden Artgenossen sind Hausfrettchen anfälliger für Krankheiten. Fast alle diese Krankheiten werden durch unsachgemäße Haltung verursacht. Jede der unten aufgeführten Krankheiten kann tödlich verlaufen.
Die wichtigsten Krankheiten, die den Körper von Frettchen befallen:
- Leptospirose oder infektiöse Gelbsucht. Die Todesursache ist Nierenversagen oder Herzversagen.
- Aleutenkrankheit. Die Erkrankung ist noch nicht vollständig erforscht. Sie beeinträchtigt das Immunsystem des Frettchens. Besitzer erfahren meist erst nach einer Autopsie von der Krankheit ihres Tieres.
- PestEs handelt sich um eine ansteckende Krankheit. Sie verläuft in 97 % der Fälle tödlich. Tiere sterben innerhalb von 12 bis 35 Tagen an Staupe.
- Tollwut. Eine durch Viren verursachte Krankheit. Der primäre Angriff betrifft das Nervensystem des Frettchens.
- Hepatitis. Die Krankheit tritt bei dieser Tierart selten auf, doch wenn ein Tier erkrankt, ist das Sterberisiko hoch. Die Krankheit schädigt den Magen-Darm-Trakt, die Leber und das zentrale Nervensystem.
- Parvovirus-Enteritis. Es handelt sich um eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts. Lebt ein Frettchen bereits seit fünf Tagen mit dieser Krankheit, so steigen die Überlebenschancen um ein Vielfaches.
- ✓ Strahlende, klare Augen ohne Ausfluss.
- ✓ Dichtes, glänzendes Fell ohne kahle Stellen.
- ✓ Aktives Verhalten und Interesse an der Umwelt.
Wie kann man das Leben eines Frettchens verlängern?
Tierhalter können die Lebensdauer ihrer Tiere verlängern. Die genaue Einhaltung der Lebensbedingungen ist dabei entscheidend. Nachfolgend finden Sie Empfehlungen erfahrener Züchter zu Fütterung und Pflege.

