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Wie kann man Champignons zu Hause anbauen?

Champignons zu Hause anzubauen ist nicht schwer, wenn man den richtigen Platz und die richtigen Zutaten kennt, um eine gleichmäßige und qualitativ hochwertige Ernte zu erzielen. Es gibt verschiedene gängige Methoden für den Champignonanbau zu Hause.

Champignons

Auswahl und Vorbereitung der Räumlichkeiten

Für den Anbau von Pilzen sind keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten erforderlich. Am besten eignet sich dafür ein Keller oder Souterrain in einem Privathaus. Pilze gedeihen nicht bei hohen Temperaturen und benötigen kein ständiges Licht. Steht kein Keller zur Verfügung, kann man auch ein Gewächshaus oder einen Schuppen nutzen.

Kritische Parameter eines Raumes für den Anbau von Champignons
  • ✓ Für ein optimales Pilzwachstum sollte der CO2-Gehalt im Raum nicht mehr als 600-800 ppm betragen.
  • ✓ Die Temperatur des Substrats beim Anpflanzen des Myzels sollte 24-27°C betragen, und nicht nur die der Luft.

Der Raum muss Betonwände, Zementböden und eine gute Belüftung haben. Das Abdecken der Lüftungsöffnungen mit Gittern beugt Schädlingsbefall vor. Wände und Decke müssen mit Kalk gestrichen werden.

Welche Art von Myzel wird benötigt?

Myzel, auch Myzel genannt, ist der vegetative Körper von Pilzen – ein System aus feinen, verzweigten Fäden oder Hyphen.

Das Myzel erfüllt wichtige Funktionen, ohne es würde der Pilzwachstumsprozess nicht stattfinden:

  • beteiligt sich an der Sporulation und ist für die Erhaltung der entstehenden Sporen verantwortlich;
  • hilft Organismen, sich an Nährstoffsubstrate anzuheften;
  • passt sich gut an die Umgebung an;
  • Mithilfe von Enzymen verarbeitet es Zellulose und gewinnt daraus Substanzen, die für Wachstum und Entwicklung zur Verfügung stehen.

Das Myzel ist ein wichtiges Organ, das für die vegetative Vermehrung von Organismen verantwortlich ist.

Name Myzeltyp Reifezeit Produktivität
Getreidemyzel Getreide 3-4 Monate Hoch
Kompostmyzel Kompost 4-5 Monate Durchschnitt

Kauf eines fertigen Produkts

Für den Anbau von Champignons zu Hause wird folgende Verwendung empfohlen: GetreidemyzelDa es nicht nur einfach auszusäen ist, sondern auch keine weitere Verarbeitung erfordert, ist es besonders geeignet. Achten Sie beim Kauf von Myzel auf dessen Aussehen: Die Körner sollten gelb mit einem leichten Orangestich sein.

Vom Kauf von Myzel mit dunklen Flecken wird abgeraten, da diese auf Schimmelbildung hindeuten. Die Qualität der Pilze lässt sich auch am Geruch erkennen: Sie sollten ein deutliches Aroma frischer Pilze verströmen. Riecht es nach Ammoniak, wurde das Produkt unsachgemäß gelagert und ist verdorben.

Achten Sie unbedingt auf den Hersteller. Am besten wählen Sie Myzel von einem renommierten und großen Anbieter. Kaufen Sie nicht gleich eine große Menge Myzel, sondern testen Sie es zunächst. Wenn die Keimung erfolgreich ist und sich das Myzel gut entwickelt, können Sie eine größere Menge bestellen.

Myzel selbst züchten

Viele Hobbygärtner ziehen vor dem Anpflanzen von Pilzen ihr eigenes Myzel heran, in der Annahme, dadurch ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erhalten. Das selbst gezüchtete Myzel kann entweder auf Kompost- oder Getreidebasis hergestellt werden.

Vorbereitung Getreidemyzel geschieht nach folgendem Schema:

  1. Man gibt 10 kg Getreide in einen Behälter und fügt 15 Liter Wasser hinzu.
  2. Bei schwacher Hitze zum Kochen bringen und eine halbe bis eine Stunde köcheln lassen. Die Körner sollten nicht verkocht, aber weich sein.
  3. Das Wasser abgießen, das Getreide trocknen und das fertige Produkt anschließend in Ein-Liter-Gläser füllen. Löcher in die Deckel und in das Getreide stechen.
  4. Verschließen Sie die Löcher in den Deckeln mit Wattestäbchen. Stellen Sie die Gläser für 30 Minuten bei 1,5 atm Druck in einen Autoklaven.
  5. Das Myzel wird in das abgekühlte Getreide, genauer gesagt in dessen Poren, eingebracht.
  6. Stellen Sie die Gläser in ein Thermostat mit einer Temperatur von 24 Grad und nehmen Sie sie erst wieder heraus, wenn das Myzel das gesamte Nährmedium vollständig durchwachsen hat.

Um zu erhalten Kompostmyzel Führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Nehmen Sie 3-Liter-Gläser und füllen Sie diese zu 2/3 mit Pilzsubstrat. Drücken Sie es fest an.
  2. Die Gläser mit Deckeln zusammenrollen, dabei 3 Zentimeter große Löcher hineinstechen und sie mit Wattestäbchen bedecken.
  3. Erhitzen Sie den Kompost auf 24 Grad und geben Sie das Myzel hinein.
  4. Durch das dichte Verschließen der Löcher in den Deckeln kann eine Kontamination mit Myzel verhindert werden.

Myzel

Substratvorbereitung (Kompost): Selbermachen

Pilze benötigen naturnahe Bedingungen, daher ist ein speziell zubereiteter Kompost erforderlich, dessen Zusammensetzung locker und nährstoffreich sein sollte.

Um den Ertrag zu maximieren, bereiten Sie das Substrat gemäß der Anleitung vor. Da sich Pilzstämme und -sorten unterscheiden, können die Zubereitungsmethode und die Substratzusammensetzung leicht variieren. Es gibt jedoch allgemeine Grundsätze für die Kompostherstellung zur Pilzzucht.

Zur Herstellung von Kompost mischen Sie die Zutaten in folgenden Verhältnissen:

Erste Option Zweite Option
  • Pferdemist mit hohem Strohanteil (Feuchtigkeitsgehalt 40-45%) – 850 kg;
  • Gips – 18 kg;
  • Harnstoff – 3 kg;
  • Ammoniumnitrat – 8 kg;
  • Superphosphat – 13 kg.
  • Pferdemist – 2 tausend kg;
  • Kreide – 7,5 kg;
  • Stroh – 50 kg;
  • Superphosphat – 5 kg;
  • Harnstoff – 5 kg;
  • Ammoniumsulfat – 8 kg.

Es ist zulässig, Pferdemist durch Geflügel- oder Kuhmist zu ersetzen, allerdings fällt der Ertrag in diesem Fall geringer aus.

Dann folgen Sie diesem Schema:

  1. Das Stroh 24 Stunden lang in warmem Wasser in einem geeigneten Behälter einweichen. Anschließend schichtweise mit Mist vermischen (6–8 Schichten). Jede Schicht mit warmem Wasser befeuchten.
  2. Nach 3-4 Tagen den Kompost gut durchmischen und Harnstoff und Superphosphat hinzufügen.
  3. Nach weiteren 3–4 Tagen den Kompost erneut umrühren und nach und nach die restlichen Mineralien hinzufügen. Gips beim letzten Umrühren dazugeben.

Im Durchschnitt dauert die Kompostierung 24 bis 28 Tage. Das Substrat ist fertig, wenn der Ammoniakgeruch verschwunden ist und der Kompost eine hellbraune Farbe angenommen hat. Anschließend wird das fertige Substrat in den Keller gebracht und in die Behälter gefüllt, in denen die Pilze gezüchtet werden.

Erfahrene Pilzzüchter empfehlen für die Erstbepflanzung eine weniger anspruchsvolle Komposterde, die widerstandsfähiger gegenüber wechselnden Wachstumsbedingungen ist. Der Ertrag mit Kompostmyzel ist zwar geringer, aber der Einstieg wird dadurch deutlich einfacher. Vor der Bepflanzung sollte das Substrat sorgfältig geprüft werden: Es sollte leicht federnd, nicht hart und nicht krümelig sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger

Beim Anpflanzen und Züchten von Pilzen zu Hause gibt es einige grundlegende Regeln, die Schritt für Schritt befolgt werden sollten. Bei korrekter Anwendung können Sie regelmäßig reiche Ernten einfahren.

Landung

Nachdem das Substrat vorbereitet und in Kisten oder Säcke gefüllt wurde, wird es mit Myzel bepflanzt, das 5 cm tief eingegraben wird. Zwischen den einzelnen Vertiefungen sollte ein Abstand von 20 cm eingehalten werden. Eine versetzte Bepflanzung wird empfohlen. Nach der Bepflanzung wird das Myzel mit Erde bestreut.

Warnhinweise bei der Auswahl von Myzel
  • × Vermeiden Sie Myzel, das Anzeichen von Austrocknung aufweist oder zu feucht ist, da dies auf eine unsachgemäße Lagerung hinweisen kann.
  • × Verwenden Sie kein Myzel, das länger als 48 Stunden bei Temperaturen über 4°C gelagert wurde.

Bei der Anzucht von Pilzsporen werden diese auf die Bodenoberfläche gestreut. Nach der Aussaat ist kein Bedecken mit Erde oder Befeuchten nötig. Die Erde wird mit einem Tuch abgedeckt und regelmäßig befeuchtet. Das Myzel wächst fünf Tage lang. Während dieser Zeit sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum zwischen 80 und 95 % und die Temperatur zwischen 22 und 27 Grad Celsius liegen. Nach zwölf Tagen wird die Oberfläche mit einem Gemisch aus einem Teil Kalkstein, vier Teilen Erde und fünf Teilen Torf bedeckt. Die Schicht sollte mindestens 3 cm dick sein. Anschließend vergehen weitere fünf Tage, in denen die Erde regelmäßig befeuchtet wird. Nach weiteren fünf Tagen wird die Temperatur auf 13 bis 16 Grad Celsius gesenkt.

Champignons pflanzen

Anbau und Pflege

Obwohl Pilze keiner ständigen Pflege bedürfen, muss der Raum im Voraus vorbereitet und besondere Bedingungen geschaffen werden:

  • Ausrüstung für den Anbau. Es kommt auf die Anbaumethode an. Der Anbau in Säcken gilt als die beste Methode. Hierfür werden spezielle Halterungen mit Aufhängern verwendet, um die mit Substrat gefüllten Säcke aufzuhängen. Kunststoffzubehör ist empfehlenswert – es verzieht sich nicht, korrodiert nicht und ist deutlich günstiger.
  • Optimale Temperatur. Pilze benötigen keine hohen Temperaturen, daher werden keine Gewächshausbedingungen geschaffen. Es genügt, den Raum zu isolieren und eine Wärmedämmung anzubringen, die die Feuchtigkeit im Boden hält. Heizgeräte sind ebenfalls unerlässlich – die Temperatur sollte nicht unter 13 Grad Celsius fallen. Höhere Temperaturen werden nur zu Beginn angewendet. Infrarotlampen sind zur zusätzlichen Beheizung zulässig.
  • Luftfeuchtigkeit. Pilze gedeihen am besten in feuchter Umgebung, daher sollte die Raumluft stets befeuchtet sein. Das geht ganz einfach: Verwenden Sie Vernebler oder spezielle elektronische Luftbefeuchter. Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 70–90 % betragen.
  • Belüftung und Beleuchtung. Sorgen Sie für regelmäßiges Lüften. Am besten verwenden Sie Dunstabzugshauben, um für Frischluft zu sorgen. Wenn Sie jedoch keine großen Mengen anbauen, ist manuelle Belüftung ausreichend. Installieren Sie mehrere Gartenlampen zur Beleuchtung.
Optimale Bedingungen für die Fruchtbildung von Champignons
  • ✓ Die Luftfeuchtigkeit sollte während der Fruchtbildungsperiode bei 85-90% gehalten werden.
  • ✓ Die Raumtemperatur sollte nach dem Erscheinen der ersten Pilze auf 15-17°C gesenkt werden.

Die Düngung ist ebenso wichtig. Während das Myzel wächst, dringt es allmählich an die Oberfläche und ist innerhalb weniger Wochen vollständig über dem Boden. Um zu verhindern, dass das noch fruchtbare Myzel austrocknet und verrottet, hilft es, ein nährstoffreiches Substrat darüber zu streuen. Zusätzlich wird dem Boden ein Dünger aus 9 Teilen Torf und 1 Teil Kalk beigemischt. Pro Quadratmeter werden 40–50 g dieser Mischung gleichmäßig verteilt.

Ernteregeln

Vom Aussäen bis zur ersten Ernte vergehen drei bis vier Monate. Geerntet werden junge, mittelgroße Pilze, bei denen die Membran zwischen Stiel und Hut noch intakt ist. Es empfiehlt sich, auch Pilze mit weit geöffneten Hüten zu ernten, da diese ihre wertvollen Eigenschaften verlieren.

Das Sammeln von Pilzen mit dunkelbraunen Hüten ist verboten, da diese zu Vergiftungen führen können.

Pilze werden nicht wie Wildpilze abgeschnitten, sondern gedreht. Das nach der Ernte entstehende Loch wird leicht mit Kompost bedeckt. An dieser Stelle wachsen weitere Pilze. Die aktive Fruchtkörperbildung dauert 8–14 Wochen. In dieser Zeit kann bis zu siebenmal geerntet werden. Danach nimmt der Ertrag ab, sodass das Myzel entfernt und das Substrat entsorgt wird.

Nachdem die Fruchtkörperbildung abgeschlossen ist, wird das Myzel entfernt und als Nährboden für die nächste Generation verwendet. Das verbleibende Substrat wird nicht wiederverwendet, da es seine Fruchtbarkeit verliert. Pro Quadratmeter können bis zu 60 kg Pilze geerntet werden.

Arten des Pilzanbaus

Pilze lassen sich auf verschiedene Weise anbauen: drinnen oder draußen. Jede Methode hat ihre spezifischen Anforderungen, die, wenn sie befolgt werden, eine reiche und qualitativ hochwertige Ernte gewährleisten.

Im Keller (in Säcken)

Erfahrene Pilzzüchter empfehlen die Verwendung großer Plastiksäcke für den Pilzanbau. Diese Methode ist zunächst attraktiv, da die Säcke so überallhin mitgenommen werden können.

Wie wird der Anbauprozess durchgeführt?

  1. Es wird ein Nährsubstrat hergestellt, das zu 70 % aus Pferdemist und zu 25 % aus Kompost besteht.
  2. Das Substrat wird durch Erhitzen auf 25 Grad desinfiziert.
  3. Die Mischung wird in 25-30 cm dicke Beutel gefüllt und das Myzel wird darauf gepflanzt.
  4. Lassen Sie es drei Tage lang auf dem Rost liegen, schneiden Sie danach 5-6 Mal in den Beutel und lassen Sie ihn im Dunkeln bei einer Temperatur von 18-20 Grad stehen.
  5. Nach zwei bis drei Wochen beginnen in den Schlitzen Pilze zu wachsen. Die Beutel werden in einen gut belüfteten und ständig beleuchteten Raum gebracht.
  6. Pilze erreichen ihr marktfähiges Gewicht in etwa 3-4 Wochen.
  7. Nach der Ernte werden die Säcke wieder zurückgestellt, woraufhin der Pilz erneut zu wachsen beginnt.

Während der Fruchtbildung ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit zu überwachen – sie sollte zwischen 70 und 95 % liegen. Achten Sie außerdem auf die Substrattemperatur – 20–27 Grad.

Champignons in Tüten

Im Gartenbeet

Für die Pilzzucht wird das Beet im Herbst vorbereitet: Die oberste Bodenschicht – etwa 30 cm – wird abgetragen. Das Beet sollte mindestens 1 Meter breit sein. Der Reihenabstand beträgt 55 cm. Eine 9 cm dicke Schicht Blähton wird als Drainageschicht auf den Boden gegeben. Unkraut wird darauf verteilt, mit Königskerzenlösung bewässert und mit Erde bedeckt.

Vor dem Einbringen des Substrats in die Beete wird der Boden mit einer Karbonatlösung desinfiziert. Anschließend werden mindestens 5 cm tiefe Löcher in das Substrat gestochen. Das Myzel wird einige Zentimeter tief in die Löcher gegeben und mit Substrat bedeckt. Bei Verwendung von Getreidebrut wird diese auf der Bodenoberfläche verteilt und angedrückt. Entlang der Beetränder werden Drainagerinnen angelegt, um überschüssige Feuchtigkeit abfließen zu lassen.

Bei einer Bodentemperatur von 25 °C wächst das Myzel innerhalb von 14 Tagen. Unter 30 °C kann es absterben. Zur einfacheren Pflanzung wird das Myzel versetzt im Abstand von 25 cm ausgesät. Nach der Pflanzung werden die Beete mit Stroh abgedeckt, um die Verdunstung zu fördern. Sobald sich das Myzel etabliert hat, wird das Stroh entfernt und eine Deckschicht aus Torf und Kalk im Verhältnis 9:1 aufgebracht.

Auf dem Balkon (zu Hause im Regal)

Der Anbau auf dem Balkon ist eine der bequemsten Methoden und eignet sich besonders für Wohnungsbewohner. Er erfordert weder viel körperliche Anstrengung noch viel Geld. Die Vorgehensweise ist ganz einfach:

  1. Den Balkon verglasen und isolieren.
  2. Baue einen kleinen Schrank mit Regalböden und 20 cm hohen Schubladen.
  3. Installieren Sie ein Belüftungsrohr mit einer Klappe im Schrank und stellen Sie darunter einen Luftbefeuchter auf, um die erforderliche Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.
  4. Für das Substrat 10 kg Stroh, 15 kg Vogelkot und 8 kg Alabaster vermischen. Die Zugabe von 200 g Superphosphat und Harnstoff erhöht den Ertrag. Alles in warmem Wasser verrühren. Die Behälter mit Moos auslegen.
  5. Das Substrat reift drei Wochen lang. Anschließend wird Myzel, vorzugsweise Getreidemyzel, hinzugegeben. Es wird gleichmäßig auf der Substratoberfläche verteilt und mit einer 4–5 cm dicken Schicht abgedeckt. Pro Quadratmeter Substratfläche werden 350 g Myzel verwendet.
  6. Zehn Tage nach dem Austreiben des Myzels wird dieses mit einem Gemisch aus Kreide und Torf im Verhältnis 1:10 bedeckt. Die Schichtdicke sollte 4–5 cm nicht überschreiten.
  7. Fünf Tage nach dem Aufbringen der Deckschicht wird die Lufttemperatur auf 17 Grad Celsius gesenkt. Die Oberfläche des Bodens wird regelmäßig mit Wasser befeuchtet.

Die Fruchtbildung beginnt nach 50-60 Tagen, und die Ernte kann das ganze Jahr über erfolgen.

Containermethode

Eine einfache Methode, um Pilze drinnen und draußen zu züchten. Die mit Substrat gefüllten Behälter können überall platziert werden, wo es praktisch ist. So geht's:

  1. Bereiten Sie den Behälter vor und achten Sie darauf, nicht nur den Behälter, sondern auch den Deckel und die Schale mitzunehmen.
  2. Der Behälter wird desinfiziert und das Substrat eingefüllt.
  3. Das Myzel aussäen und 4-5 cm tief einpflanzen.
  4. Den Boden mit Myzel befeuchten.

Besonderes Augenmerk wird auf die Bewässerung gelegt. Die Temperatur ist zweitrangig, sollte aber 30 Grad Celsius nicht überschreiten. Diese Methode ist vorteilhaft, da 3–4 Behälter für den Eigenbedarf ausreichen und somit nur eine geringe Investition erforderlich ist.

Sehen Sie sich ein Video über den Anbau von Pilzen in einem Behälter zu Hause an:

Blockmethode

Viele Pilzzüchter bevorzugen heutzutage vorgefertigte Pilzzuchtblöcke aus gepresstem Substrat. In großen Produktionsanlagen werden Mist, Torf, Sägemehl und Sonnenblumenkernschalen zu Briketts verpresst. Für die Pilzzucht werden keine großen Flächen benötigt. Da die Blöcke bereits fertig vorbereitet sind, muss kein Pilzmyzel mehr angepflanzt werden, da dieses bereits vorhanden ist. Ein Block wiegt zwischen 2,5 und 20 kg.

Die Blöcke werden waagerecht auf Regalen und Tabletts platziert, in deren Oberfläche Löcher gestanzt wurden. Durch Abdecken mit Jute, Folie oder Papier wird ein Austrocknen verhindert. Sobald der Block mit Myzel bewachsen ist, wird er mit Deckerde bedeckt und die Belüftung eingestellt. Es empfiehlt sich, die Blöcke durch Besprühen zu befeuchten. Die erste Pilzernte erfolgt nach 60–75 Tagen.

Welche Krankheiten und Schädlinge können voraussichtlich Schäden verursachen?

Eine grundlegende Desinfektion der Räumlichkeiten mit Rauchbomben, Sprühen und Kalken hilft, Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen. Pilze sind jedoch gelegentlich anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge. Zu den häufigsten gehören:

Name Gründe Kontrollmethoden
Pilzmilbe Ein kleiner gelber Parasit, der die Stiele von Pilzen frisst. Das Problem lässt sich durch Besprühen der Pilze und des Komposts mit einer 0,1%igen Metaphos-Lösung beheben.
Mumien Eine durch Lichtmangel verursachte Krankheit. Die Pilzhüte verfärben sich dunkelgrau, das Fleisch braun. Das infizierte Myzel wird zusammen mit dem Substrat entfernt.
Trauermücke Die Fliegenlarven, die zusammen mit dem Mist im Kompost landen, befallen schließlich das Myzel, was zum Ausbleiben der Fruchtbildung und zum Absterben der Pflanze führt. Der Kompost wird mit 0,5% Chlorophyll behandelt.
Pilzfäule Die Krankheit entsteht, wenn Feuchtigkeit direkt in das bereits gebildete Myzel eindringt. Dies führt zur sofortigen Infektion anderer Pilze. Verdorbene Myzelien werden entfernt, die verbleibenden werden mit einer Formalinlösung der Konzentration 0,2% behandelt.
Schimmel Auf der Oberfläche der Pilze bilden sich feuchte, braune Flecken, die an Größe zunehmen. Kranke Pilze werden entfernt, das Substrat wird mit Superphosphat und Kochsalz bestreut.

Rentabilität eines Heimunternehmens

Um die Rentabilität des Pilzanbaus zu Hause zu bestimmen, muss man klar definieren, was für eine vollständige Entwicklung notwendig ist:

  • Räumlichkeiten anmieten oder neue bauen;
  • Kauf von Myzel und der notwendigen Ausrüstung (Gestelle, Behälter usw.);
  • Anschaffung von Mitteln zur Behandlung von Räumlichkeiten;
  • Anschaffung von Geräten zur Belüftung und Luftreinigung;
  • Durchführung von Hygieneprüfungen an Fertigprodukten.

Die Kostenberechnung ist einfach. Der Kauf von 5 Tonnen Kompost kostet 5.000 Rubel, Myzel 2.500 Rubel. Die Heizkosten für die Räumlichkeiten belaufen sich auf etwa 25.500 Rubel. Personalkosten sind ebenfalls obligatorisch – die Gehälter für zwei Personen können bis zu 30.000 Rubel betragen. Die Gesamtkosten betragen somit rund 63.000 Rubel.

Die Gewinnberechnung ist genauso einfach. Fünf Tonnen Kompost ergeben bis zu einer Tonne Fertigprodukt. Der Durchschnittspreis für Champignons liegt bei 200 Rubel. Der Verkauf einer Tonne bringt 200.000 Rubel ein. Der Nettogewinn beträgt 137.000 Rubel.

Solche Berechnungen berücksichtigen jedoch keine Investitionen in Ausrüstung, Räumlichkeiten und sonstige Kosten, die während des Anbauprozesses anfallen können. Daher kann ein Pilzzüchter frühestens ein Jahr nach Erfüllung aller Voraussetzungen damit rechnen, die Gewinnschwelle zu erreichen und den ersten Gewinn zu erzielen.

Das folgende Video erklärt die Feinheiten des Pilzanbaus für kommerzielle Zwecke:

Pilze in der eigenen Wohnung anzubauen ist recht einfach, wenn man die nötigen Kenntnisse besitzt. Die Einhaltung aller Anforderungen und Bedingungen trägt zu einer reiche und qualitativ hochwertigen Ernte bei. Mit bestimmten Methoden lassen sich Pilze nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für den Verkauf ernten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Art der Belüftung ist für einen Keller effektiver: künstliche oder natürliche Belüftung?

Kann das Substrat nach der Ernte wiederverwendet werden?

Welche Vorkulturen im Innenbereich erhöhen das Risiko eines Pilzbefalls?

Wie kann man die Qualität von Getreidemyzel ohne Labor testen?

Welche Gefahr besteht bei einer Überhitzung des Substrats über 27 °C während der Myzelanpflanzung?

Welches Material eignet sich besser zur Abdeckung des Untergrunds: Torf oder Erdgemisch?

Warum kann man kein chloriertes Wasser zur Bewässerung verwenden?

Welche Insektenschädlinge befallen am häufigsten Champignons?

Welcher Zeitpunkt im Jahr ist optimal für den Beginn des Anbaus ohne zusätzliche Heizung?

Kann man Getreide und Kompostbrut mischen, um den Ertrag zu steigern?

Wie lange ist unbenutztes Getreidebrutmaterial haltbar?

Wie behandelt man Kellerwände, wenn kein Kalk vorhanden ist?

Wie lässt sich gesundes Myzel während der Keimung von infiziertem Myzel unterscheiden?

Warum fällt die erste Ernte geringer aus als die nachfolgenden?

Welche Mindestdeckenhöhe ist in einem Raum zulässig?

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