Der Satanspilz (lateinisch: Boletus satanas) trägt seinen klangvollen und unheilvollen Namen nicht ohne Grund. Seine Tücke liegt in seiner seltenen Fähigkeit, essbare Verwandte täuschend echt nachzuahmen. Ein erfahrener Pilzsammler würde den „Teufelspilz“ kaum mit einem gewöhnlichen Speisepilz verwechseln. essbarer Steinpilz, im Volksmund auch als „weißer Pilz“ bekannt. Man kann diesen Mimikry-Liebhaber vom „König der Pilze“ an der rötlichen Farbe seines Stiels unterscheiden.

Giftiger Steinpilz
| Eine Art Steinpilz | Toxizität | Lebensraum | Unterscheidungsmerkmal |
|---|---|---|---|
| satanisch | tödlich giftig | Südeuropa, Kaukasus | Rotes Bein mit Netz |
| Gefühlt | Bedingt essbar | Fernost | Orange Poren |
| rosafarben | Giftig | Mitteleuropa | Rosafarbenes Fleisch |
| Schön | tödlich giftig | Nordamerika | Brauner Hut |
| Frost | Bedingt essbar | Ostasien | Gelbe Tuben |
Äußerlich ähnelt dieser Pilz überhaupt nicht einem Giftpilz. Unerfahrene Pilzsammler verwechseln ihn oft mit einem essbaren Pilz. Er ist groß und dick und sieht aus wie ein Steinpilz – warum also nicht mitnehmen? Er gehört zu einer Gruppe roter Steinpilze aus der Familie der Röhrlingsgewächse (Boletaceae). Diese Steinpilze sind wenig erforscht. Neben dem Teufelspilz gibt es noch viele weitere. Seine ebenso giftigen Verwandten, die Steinpilze, sind:
- gefühlt;
- rosafarbene Haut
- lila;
- Schön;
- Frost;
- Burroughs und andere.
Merkmale des satanischen Pilzes
Ein typischer Vertreter der Steinpilzfamilie. Sein Aussehen:
- Hut. Sie zeichnet sich durch ihre enorme Größe aus. Ihr Durchmesser erreicht 20–30 cm. Der Hut ist matt und von gedeckter Farbe. Er ist kissenförmig und kann Beschädigungen oder Rauheit aufweisen. Der Hut ist mit einer samtigen, dichten Haut überzogen, die grau, oliv, beige oder cremefarben sein kann.
- RohrteilIhre Dicke beträgt maximal 2 cm. Sie zeichnet sich durch ein vielfältiges Farbspektrum aus. Die Röhrchen sind zunächst gelb, gehen dann in ein Blutrot über und werden schließlich olivgrün. Bei Beschädigung verfärben sie sich blau.
- Streitigkeiten. Die Farbe variiert von Grün bis Olivbraun. Größe: 10–16 × 5–7 µm. Sie haben eine spindel-ellipsoide Form.
- Bein. Wie der Hut ist auch der Stiel recht massiv. Ein ausgewachsenes Exemplar erreicht durchschnittlich eine Länge von 15–17 cm und eine Breite von 10 cm. Der Stiel ist oval oder fast kugelförmig und verjüngt sich deutlich am Hutansatz. Die Farbe kann sehr leuchtend sein – rot, rübenrot oder orange-karmesinrot. Ein charakteristisches Merkmal ist das netzartige Muster.
- Zellstoff. Gebrochen erscheint es gelb, cremefarben oder beige. Beim Brechen verfärbt es sich langsam blau. Es hat eine wässrige Konsistenz. Die Farbe hängt von den Wachstumsbedingungen ab. Exemplare, die im Schatten wachsen, weisen eher dunkle und matte Farbtöne auf. Sonnengewachsene Exemplare hingegen zeigen eine leuchtendere und sattere Farbpalette.
In diesem Video zeigt ein erfahrener Pilzsammler, wie ein Satanischer Steinpilz aussieht und wie er sich von einem essbaren Steinpilz unterscheidet:
Unterscheidungsmerkmale
Mit zunehmendem Alter entwickelt dieser Vertreter der Steinpilzfamilie einen charakteristischen Geruch, der an Aas oder verdorbene Lebensmittel erinnert. Junge Pilze hingegen verströmen ein deutlich angenehmeres Aroma – eine Mischung aus feinem Pilzduft und würzigen Noten.
Diese Steinpilzart zeichnet sich durch ihre erstaunliche Anpassungs-, Mutations- und Nachahmungsfähigkeit aus. Sie kann eine Vielzahl ihrer Verwandten imitieren – sowohl essbare als auch halbsüße. Da dieser Eindringling in unseren Wäldern selten ist, sind Vergiftungen durch ihn selten.
Wo wächst es?
Der Pilz bevorzugt lichte Laubwälder. Er gedeiht in Haselnussdickichten, unter Hainbuchen und Buchen sowie zwischen Linden und Kastanien. Er ist in Südrussland, im Kaukasus, im Nahen Osten und in Südeuropa verbreitet. Seine Wachstumsperiode erstreckt sich vom Frühsommer bis Oktober.
Aktivitätsperioden
- Juni-Juli: einzelne Exemplare
- August: Massives Wachstum
- September: Höhepunkt der Fruchtbildung
- Oktober: Ende der Saison
Bevorzugter Boden: Kalkstein.
Glücklicherweise ist der Satansröhrling ein seltener Bewohner russischer Wälder. Dies bestätigt sich auch durch die geringe Anzahl an Namen, die ihm gegeben wurden. Häufige Arten haben üblicherweise Dutzende von gebräuchlichen Namen. Einer der wenigen Namen für diesen Pilz ist Satansröhrling. Aus dem Lateinischen stammt „bolete“, was so viel wie „Steinpilz“ bedeutet.
Wie lassen sie sich von essbaren Eichenpilzen unterscheiden?
| Kriterium | satanisch | Dubovik |
|---|---|---|
| Geschwindigkeit des Blaufärbens | Langsam (5-10 Min.) | Sofort |
| Beinfarbe | Leuchtend rot | Gelbbraun |
| Der Geruch alter Pilze | Leiche | Pilz |
| Netzgewebe an einem Bein | Groß | Dünn |
Erfahrene Pilzsammler werden den Waldteufel niemals mit dem essbaren Steinpilz verwechseln, aber sie können ihn leicht mit seiner Unterart, dem olivbraunen Eichenpilz, verwechseln.
Unterschiede, die Ihnen helfen können, zwei ähnliche Pilze zu unterscheiden. Der olivbraune Eichenröhrling:
- HutSamtig. Farbe – dunkeloliv oder gelblich-braun.
- Zellstoff. Zitronengelb. Es färbt sich beim Brechen sofort blau, nicht allmählich wie der satanische Steinpilz.
Der Steinpilz ist essbar, kann aber roh verzehrt Verdauungsbeschwerden verursachen. In Verbindung mit Alkohol wird er giftig.
Essbar oder nicht?
In Russland gilt der Waldteufel unter Pilzsammlern als eindeutig giftig und wird gemieden. In Europa hingegen wird er bedenkenlos gesammelt. Gemäß der Pilzklassifizierung des letzten Jahrhunderts gilt er als bedingt essbar. Das bedeutet, dass er nach entsprechender Zubereitung verzehrt werden kann.
Um die Giftstoffe zu neutralisieren, ist ein zehnstündiges Einweichen erforderlich. Nach so langer Einweichzeit verliert das Pilzfleisch seinen Geschmack. Wird es jedoch nicht in kaltem Wasser eingeweicht, kann es zu einer Vergiftung kommen.
- Leber;
- Nervensystem;
- Milz.
Der Verzehr des rohen Fruchtfleisches des Satanspilzes ist strengstens verboten, da er schwere Vergiftungen verursachen kann. Um die Giftstoffe zu neutralisieren, muss der Pilz mindestens 10 Stunden lang gekocht werden.
In einigen mitteleuropäischen Ländern gilt der Steinpilz unter Feinschmeckern nicht nur als schmackhaft, sondern sogar als „teuflisch“ lecker. Am besten hört man jedoch auf Mykologen – Wissenschaftler, die sich mit dem Reich der Pilze befassen. Sie bestätigen, dass dieser Steinpilz zwar nicht tödlich, aber extrem giftig ist. Diese Einschätzung wird von Notfallmedizinern geteilt, deren Expertise man unbedingt berücksichtigen sollte.
In Tschechien und Frankreich wird dieser gefährliche Pilz geerntet. Die Debatte über seine Giftigkeit hält jedoch an.
Vergiftungsanzeichen
Der Verzehr des rohen Satanischen Pilzes führt zu schwerer Vergiftung. Symptome:
- Verwirrung;
- ständiger Brechreiz;
- blutiger Durchfall;
- Lähmung;
- Leberkolik;
- Krämpfe in der Wadenmuskulatur;
- starke Kopfschmerzen.
Neben den Hauptsymptomen können bei einer Vergiftung auch folgende Symptome auftreten:
- Das Sehvermögen wird beeinträchtigt sein;
- Druckabfall;
- Es kann zu starkem Tränenfluss kommen;
- Erröte dein Gesicht.
Die WHO ist zu dem Schluss gekommen, dass 10 Gramm rohes Fruchtfleisch des Steinpilzes (Boletus satanas) ausreichen, um einen Herzstillstand oder eine Lähmung des Nervensystems mit nachfolgendem Atemstillstand zu verursachen.
Der Teufelsknollen ist wenig erforscht, enthält aber bekanntermaßen Muskarin und Glykoprotein, die toxische Wirkungen hervorrufen können. Mykologen raten Pilzsammlern daher dringend davon ab, den Teufelsknollen zu verzehren, obwohl er relativ genießbar ist. Es ist unmöglich, die Giftigkeit eines einzelnen Exemplars zu Hause zu bestimmen. Auch die Folgen des Verzehrs sind unklar.
Wie leistet man Erste Hilfe?
Wenn Sie rechtzeitig eine Reihe einfacher Maßnahmen ergreifen, können Sie schwerwiegende Folgen durch den Verzehr des giftigen Satanspilzes vermeiden:
- Rufen Sie einen Arzt. Zwingen Sie sich nicht, ins Krankenhaus zu gehen. Legen Sie sich hin und warten Sie, bis die Ärzte eintreffen. Entspannen Sie sich und bleiben Sie im Bett.
- Während die Ärzte unterwegs sind, trinken Sie Aktivkohle.
- Trinken Sie mehr kalte Flüssigkeiten – gefiltertes Wasser und starken Tee.
Während Sie auf ärztliche Hilfe warten, können Sie Ihren Magen mit einer Natronlösung spülen. Verwenden Sie 2 Teelöffel Natron pro Liter Wasser.
Bei korrekter Anwendung aller Erste-Hilfe-Maßnahmen und angemessener Behandlung sind Sie innerhalb von 24 Stunden wieder auf den Beinen. Der Schweregrad der Vergiftung hängt von der Giftigkeit des jeweiligen Erregers ab – bei einer hohen Giftmenge kann die Behandlung Wochen dauern.
Praktische Vorteile
Der giftige Steinpilz, der unter seinen bevorzugten Bäumen wächst, bildet ein besonderes Gewebe – eine Pilzwurzel. Wissenschaftlich wird dieses Gewebe Mykorrhiza genannt. Eine bestimmte Form der Mykorrhiza kann das Wurzelsystem von Bäumen umhüllen und eine Art Hülle bilden. Der giftige Steinpilz, der sich in den Baumwurzeln verfängt, dringt in das Innere des Holzes ein. Er kann mit dem Baum verschmelzen und sich in den Wurzeln entwickeln und wachsen.
Mykorrhiza ist von wirtschaftlicher Bedeutung. Wissenschaftler haben gelernt, mikrobiologische Impfstoffe aus ihr zu isolieren. Diese werden in der Landwirtschaft eingesetzt, um die Ernteerträge zu steigern. Dank der Mykorrhiza können Pflanzen dem Boden mehr Nährstoffe und Feuchtigkeit entziehen.
In unserem Land herrscht Einigkeit über den Teufelspilz: Er ist giftig und daher weder zum Sammeln noch zum Anbau geeignet. Seine Verwendung in der Mikrobiologie beschränkt sich auf Labore und ist nicht weit verbreitet.


