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Wie baut man ein Gewächshaus für den Anbau von Pilzen?

Pilze lassen sich ganzjährig anbauen und benötigen dafür nur minimalen Zeit- und Arbeitsaufwand, wenn man ein zuvor für die Anzucht von Setzlingen genutztes Gewächshaus entsprechend umbaut oder ein speziell für diese Kulturpflanze konzipiertes Gewächshaus errichtet. Wir erklären Ihnen die Anforderungen an diese Konstruktion und wie Sie sie selbst bauen können.

Anforderungen an das Gewächshaus

Pilze können in einem Gewächshaus aus beliebigem Material – Polycarbonat, Folie oder Glas – angebaut werden. Es muss jedoch folgende Anforderungen erfüllen:

  • Haben Sie eine Heizungsanlage?Ein wasserführendes Heizsystem ist vorzuziehen, da es die Luft weniger austrocknet als andere Heizmethoden. Diese Bauweise gewährleistet in der Regel frische Luft im Gewächshaus, was für das Pilzwachstum unerlässlich ist.
  • Hochwertige Abdichtung und Isolierung werden vorausgesetzt.Ohne sie ist es unmöglich, ein stabiles Mikroklima in Innenräumen sowie optimale Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte aufrechtzuerhalten.
  • Sorgen Sie für ein Belüftungssystem oder eine Zu- und AbluftanlageEs versorgt die Pilze mit der frischen Luft, die sie für eine schnelle und optimale Entwicklung benötigen.
  • Besitzen Sie ein Bewässerungssystem?Das Myzel benötigt regelmäßige Bewässerung, daher ist ein einfacher Zugang zu Wasser wichtig. Besprühen ist optimal. In kleinen Gewächshäusern können alle Arbeiten manuell durchgeführt werden, in größeren empfiehlt sich jedoch ein spezielles Sprühsystem.
  • Vor direkter Sonneneinstrahlung schützenZu diesem Zweck kann das Dach des Gebäudes mit Vorhängen aus weniger transparenter (matter) Folie bedeckt oder mit Kalk weiß getüncht werden.
  • Die richtige Ausrüstung habenEin Gewächshaus für den Pilzanbau muss außerdem mit Regalen oder Tischen zur Ablage von Behältern ausgestattet sein. Spezielle Gestelle zum Aufhängen von Blöcken oder Behältern können ebenfalls zu diesem Zweck verwendet werden.

Gewächshaus für Pilze

Keller von Wohnhäusern sollten nicht für den Anbau von Pilzen genutzt werden, da übermäßige Feuchtigkeit zur Zerstörung des Fundaments und zum Einsturz des Gebäudes führen kann.

Ein Gewächshaus organisieren

Pilze werden typischerweise in der kühlen Jahreszeit – von Oktober bis April – angebaut. Daher wird oft ein herkömmliches Kunststoffgewächshaus, das zuvor für den Gemüseanbau genutzt wurde, dafür verwendet. Die Umrüstung eines Standard-Polycarbonatgewächshauses für den Pilzanbau erfordert jedoch einige bauliche Veränderungen. Das umgebaute Gewächshaus kann anschließend auch für die Anzucht von Setzlingen und Gemüse genutzt werden.

Abdichtung und Isolierung

Bei fachgerechter Montage des Gewächshauses entstehen keine Wärmeverluste. In diesem Fall ist eine Abdichtung nicht erforderlich. Wurde das Gewächshaus jedoch unsachgemäß montiert oder durch fahrlässige Nutzung beschädigt, sind Risse oder Spalten im Gewächshaus selbst oder zwischen Gewächshaus und Rahmen entstanden, muss es abgedichtet werden. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Alle Beschädigungen der Folie oder des Polycarbonats feststellen und sorgfältig mit Klebeband abkleben.
  2. Falls Lücken zwischen Rahmen und Sockel vorhanden sind, müssen diese mit einem hochwertigen Dichtmittel abgedichtet werden.
  3. Tür und Lüftungsöffnungen mit einer Gummidichtung abdichten und zusätzlich Schlösser anbringen.
  4. Bedecken Sie den Boden mit metallisiertem Polyethylenschaum, um eine Wärmedämmung gegen den kalten Boden zu gewährleisten.

Um Heizkosten zu sparen, wird empfohlen, das Innere des Gewächshauses zusätzlich durch einen zweiten Schutzkreislauf zu isolieren:

  1. Installieren Sie im Gewächshaus Bögen aus PVC-Rohren oder Fiberglas-Armierungsstahl. Diese sollten hoch genug sein, um die Pilzgestelle aufzunehmen und dem Züchter Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.
  2. Spannen Sie ein dickes Abdeckmaterial über die installierten Materialien.

Es ist zu beachten, dass eine doppelte Gewächshausabdeckung viele Vorteile bietet:

  • verbessert die Wärmedämmung;
  • reduziert die Auswirkungen direkter Sonneneinstrahlung auf Pilze und schützt vor weiteren Verbrennungen;
  • hilft dabei, ein gleichmäßigeres und stabileres Mikroklima aufrechtzuerhalten, selbst bei plötzlichen Temperaturänderungen außerhalb des Gewächshauses.

Ein Gewächshaus mit doppelter Abdeckung sieht so aus:

Gewächshaus mit Doppelabdeckung

Für zusätzliche Isolierung kann man auch einen Polycarbonatrahmen an der Innenseite des Gewächshauses anbringen. Der so entstehende Luftspalt zwischen den äußeren und inneren Platten sorgt für eine hervorragende Wärmedämmung.

Um Pilze vor Sonnenbrand zu schützen, empfiehlt es sich, farbiges oder durchscheinendes Polycarbonat zu verwenden.

Vorhänge

Ist das Gewächshaus mit farbigem Polycarbonat oder Agrofaser isoliert, sind keine Vorhänge nötig, da diese Materialien das Sonnenlicht hervorragend streuen und die Lichtintensität reduzieren. Andernfalls sind Vorhänge erforderlich, die auf zwei Arten angebracht werden können:

  • Unter dem Dach des Gewächshauses sollten Vorhänge aus dickem Stoff angebracht werden;
  • Das Gebäude mit Kalkmörtel überstreichen.

Erfahrene Landwirte empfehlen die zweite Methode, da das Weißeln mit Kalk nicht nur die Pilze vor Sonneneinstrahlung schützt, sondern auch die Wände des Gebäudes wirksam desinfiziert.

Belüftung

Pilze benötigen eine ständige Frischluftzufuhr, insbesondere während des aktiven Wachstums. Daher sollte das Gewächshaus mit einem Belüftungssystem ausgestattet sein. Dieses kann wie folgt eingerichtet werden:

  1. Installieren Sie eine Standardlüftungsöffnung über den Türen oder im Dach des Gewächshauses. Die Installation von Lüftungsöffnungen an den Wänden wird nicht empfohlen, da dadurch Zugluft durch das Myzel selbst dringen kann.
  2. Installieren Sie eine Belüftungsanlage, da das Fenster nicht bei jedem Wetter geöffnet bleiben kann. Bei Doppelverglasung kann der Zugang zudem erschwert sein. Daher sollten Zu- und Abluftrohre im Gewächshaus verlegt und durch das Dach oder die Giebelwand geführt werden.

    Damit die Zu- und Abluftanlage auf natürliche Weise, also nach den Gesetzen des Luftaustauschs und ohne künstliche Belüftung, funktioniert, sollte das untere Ende des Zuluftrohrs 15–30 cm über dem Boden liegen. Dadurch saugt das Abluftrohr warme Luft von der Decke an.

  3. Installieren Sie einen Ventilator, da Luftstrom und -abfuhr eingeschränkt sein können. Beachten Sie außerdem, dass einige Pilzarten (wie z. B. Austernpilze) während bestimmter Wachstumsphasen sehr hohe Luftmengen benötigen, was ohne ein Belüftungssystem praktisch unmöglich zu erreichen ist.

Die natürliche Belüftung eines Gewächshauses kann folgendermaßen organisiert werden:

Heizsystem mit elektrischem Heizkessel

Wasserversorgung

Um das Substrat zu bewässern und die gewünschte Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, sollte im Pilzgarten eine feine Wassersprühdüse installiert werden. Für eine optimale Wasserreinigung ist außerdem ein Filter erforderlich. Dies ist unerlässlich, wenn das Wasser aus der Kanalisation stammt.

Kritische Wasserparameter für die Bewässerung von Champignons
  • ✓ Die Wassertemperatur sollte für ein optimales Myzelwachstum zwischen 18 und 22 °C liegen.
  • ✓ Der pH-Wert des Wassers sollte neutral (6,5-7,5) sein, um eine Versauerung des Substrats zu verhindern.

Bei der Auswahl eines Bewässerungssystems müssen die Raumabmessungen berücksichtigt werden:

  • Bei kleinen Gewächshäusern können Handsprühgeräte verwendet werden. Bewässern Sie die Pflanzen einfach mit einem Handsprühgerät. Experten empfehlen außerdem, bei der manuellen Bewässerung Wasserbehälter direkt unter das Myzel zu stellen, um eine ausreichende Wasserversorgung und eine geeignete Temperatur zu gewährleisten sowie die Luftfeuchtigkeit im Myzel zu erhöhen.
  • Bei großen Gewächshäusern oder wenn Sie keine Zeit mit dem Gießen verschwenden möchten, empfiehlt sich die Installation eines kompletten Befeuchtungssystems mit automatischer Bewässerung. Um das Myzel mit weichem, verflüssigtem Wasser zu bewässern, wird ein Schlauchsystem mit angeschlossener Pumpe im Boden verlegt. Für größere Anlagen kann ein automatisch in Führungen gleitender Schlauch installiert werden, der den nötigen Druck erzeugt, um die Pilzgestelle gleichmäßig mit Wasser zu besprühen. Dadurch werden Luftfeuchtigkeit und Substratfeuchtigkeit gleichzeitig aufrechterhalten.

Die besten Indikatoren für Säuregrad (pH) und Härte (dGH) sind Schmelz-, Regen- oder Flusswasser, die zum Besprühen des Substrats und des Myzels verwendet werden sollten.

Heizsystem

Um im Winter die optimale Temperatur für Pilze im Gewächshaus aufrechtzuerhalten, ist ein Heizsystem erforderlich. Dies lässt sich am einfachsten realisieren, indem das Gewächshaus über ein Regelventil an die Warmwasserheizung des Hauses angeschlossen wird. So kann die Temperatur problemlos im gewünschten Bereich reguliert werden.

Ist ein Anschluss an ein Warmwassersystem nicht möglich, benötigen Sie ein separates Heizgerät. In diesem Fall ist ein elektrischer Boiler mit automatischer Steuerung und Sicherheitssystem die beste Wahl. Bei einem kleinen Gewächshaus können Sie ein energiesparendes und kostengünstiges Gerät wählen. Dieses bietet folgende Vorteile:

  • ermöglicht es Ihnen, die Temperatur während des Wachstums der Pilze einfach zu regulieren;
  • Hält die eingestellte Lufttemperatur automatisch aufrecht;
  • benötigt wenig Platz;
  • Einfache Installation und Anschluss gemäß dem beigefügten Diagramm;
  • Der Einbau eines Schornsteins ist nicht erforderlich.

Das Heizsystem mit einem elektrischen Heizkessel sieht folgendermaßen aus:

Heizsystem mit elektrischem Heizkessel

Es ist zu beachten, dass moderne Kesselmodelle mit einem eingebauten Ausdehnungsgefäß und einer Umwälzpumpe ausgestattet sind, die einen sicheren Betrieb und eine gleichmäßige Beheizung des gesamten Gewächshauses gewährleisten.

Die einzigen nennenswerten Nachteile von Elektroheizkesseln sind die hohen Stromkosten. Um diese zu minimieren, ist eine fachgerechte Isolierung und Abdichtung des Raumes unerlässlich, sodass keine Risse oder Spalten entstehen. Dadurch bleiben die Kosten moderat, insbesondere da Pilze keine besonders hohen Lufttemperaturen benötigen.

Als Heizgeräte eignen sich auch Heizkörper oder Heizregister aus Rohren mit großem Durchmesser, die in geringer Höhe rund um den Raum angebracht werden.

Um die Heizkosten zu senken, sollten Heizkörper und Temperatursensoren im Inneren des zusätzlichen Unterstands angebracht werden.

Beleuchtung

Dieser Faktor hängt hauptsächlich von der Pilzsorte ab. Austernpilze beispielsweise benötigen keine Beleuchtung, sodass Sie im Gewächshaus einfach Lampen aufstellen können. Wenn Sie jedoch Champignons und bestimmte andere Pilzarten anbauen möchten, muss dieser Punkt sorgfältig bedacht werden.

Im zweiten Fall empfiehlt es sich, im Gewächshaus Leuchtstofflampen mit einer Lichtleistung von 100–180 Lux/h zu installieren. Lampen mit der Bezeichnung DRL und DRLF sind von höherer Qualität, da sie ein für Pilze ideales Rot-Blau-Spektrum abgeben. Diese Strahlen sind für das menschliche Auge unsichtbar, Pflanzen reagieren jedoch besonders empfindlich darauf.

Die ausgewählten Lampen sollten gleichmäßig im gesamten Gewächshaus verteilt werden, vorzugsweise an der Decke aufgehängt. Ist dies nicht möglich, können die Leuchten an den Wänden montiert werden.

An bewölkten Tagen und während der Reifezeit der Pilzhüte ist zusätzliche Beleuchtung erforderlich.

Welche Art von Regalen sollte ich in meinem Gewächshaus aufstellen?

Im Gewächshaus müssen je nach Technologie Gestelle oder Ständer installiert werden. Myzelkultivierung und die Pilzart. Möbel können aus Holz oder Metall gefertigt sein, wobei Metall vorzuziehen ist. Metallkonstruktionen sind leicht zu reinigen und zu desinfizieren und verrotten auch bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht. Außerdem lassen sich Ständer problemlos aus Altmetall, beispielsweise aus Armierungsstahl, herstellen.

Risiken der Verwendung von Holzkonstruktionen
  • × Holzkonstruktionen sind anfällig für Fäulnis und können zu einer Quelle pathogener Mikroorganismen werden.
  • × Bestimmte Pilzarten können Holz zerstören und dadurch die Lebensdauer des Bauwerks verkürzen.

Bestimmte Pilzarten können Holz besiedeln und so einen schnellen Verfall verursachen, weshalb Holzregale wahrscheinlich nur eine kurze Lebensdauer haben.

Die Gestaltung des Gestells sollte sich nach der Pilzzuchtmethode richten. Plant man beispielsweise die Pilzzucht auf Paletten, sollte das Gewächshaus mit Gestellen mit mehreren breiten Ablagen ausgestattet sein. Zur einfacheren Handhabung können diese leicht schräg angebracht werden.

Wer Pilze in Briketts mit Substrat züchten möchte, sollte im Gewächshaus schmalere Gestelle oder Stangen zum Aufhängen der Briketts anbringen. Manche bevorzugen es jedoch, die Briketts direkt auf den Gewächshausboden zu legen.

Gestelle zum Aufhängen von Beuteln mit Myzel

Gestelle zum Aufhängen von Beuteln mit Substrat

Wie baut man ein Gewächshaus für den ganzjährigen Anbau von Pilzen?

Für die ganzjährige Pilzernte empfiehlt sich die Installation eines speziellen Gewächshauses, das praktisch kein natürliches Licht erhält und über eine hohe Wärmedämmung verfügt. Dies wird dadurch erreicht, dass das Gewächshaus im Boden vergraben und das Dach mit einer biologisch abbaubaren Schicht, beispielsweise Mist, bedeckt wird.

Die Bauweisen von Gewächshäusern unterscheiden sich je nach verwendetem Material – Holz, Folie oder Polycarbonat. Schauen wir uns alle drei Optionen genauer an.

Holzkonstruktionen

Gewächshäuser aus Holz eignen sich für den Anbau verschiedener Pilzarten. Sie können aus Elementen wie beispielsweise folgenden gebaut werden:

  • Holzwände (Bretter oder Baumstämme);
  • verdichteter Lehmboden;
  • Gartenbeet;
  • Gestelle;
  • Dach;
  • Wärmedämmschicht aus Dung;
  • Drosselklappe mit Ventil.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Holzkonstruktion selbst in verschiedenen Ausführungen montiert werden kann. Folgende Gewächshäuser sind beliebt:

  • Doppeltstufiger 4-FlanschEs wird 500–600 mm tief in den Boden eingegraben und mit einem Gemisch aus Mist und Lehm isoliert. Die Länge einer solchen Konstruktion beträgt 25 bis 30 Meter. Im Durchschnitt nimmt sie eine Fläche von 200–230 Quadratmetern ein. Beheizt werden kann das Gewächshaus elektrisch, mit Gas oder mit einem Ofen. Natürliches Licht dringt im Inneren nur schwach oder gar nicht ein. Das Aussehen einer solchen Konstruktion ist in der Abbildung (Abb. A) dargestellt.
  • Grachevskaya 7-Flanke, Modell 1861Das Grachev-Gewächshaus gilt als besonders geeignet für die Myzelzucht. Es ist in Längen von 4, 8, 15 oder 25,2 Metern erhältlich und kann eine Fläche von 100, 200 oder 300 Quadratmetern bedecken. Dieses Gewächshaus ähnelt einem zweistöckigen Vier-Kammer-Gewächshaus, wurde jedoch leicht modifiziert, um das Pilzwachstum zu beschleunigen. Seine Bauweise ist in Abbildung B dargestellt.
  • Kombinierter zweistufiger 4-FlanschEs ist 20 m lang und hat eine Nutzfläche von 123 m². Dieses Gewächshaus unterscheidet sich von einer Standard-4-Flansch-Konstruktion nur in seinen Abmessungen und internen Komponenten, wie aus dem folgenden Diagramm (Abb. B) hervorgeht.
Gewächshauskonstruktionen für den Anbau von Pilzen

1 - Holzwand; 2 - Flanke oder Bett; 3 - verdichteter Lehmboden; 4 - Holzpfosten mit Querbalken; 5 - hölzernes Satteldach; 6 - Wärmedämmung in Form einer Schicht Pferdemist, die im Winter mit Schnee bedeckt wird; 7 - Lüftungsöffnung in Form eines Holzkastens mit einer mit Filz überzogenen Klappe.

Interessanterweise nutzen Moskauer Gärtner oft kombinierte, vierseitig beheizte Gewächshäuser, um von September bis Februar Pilze anzubauen. Nach Abschluss dieser Fruchtfolge verwenden sie das Frühbeet, um frühes Gemüse vorzutreiben, wobei sie das Holzdach durch Gewächshausrahmen ersetzen.

Foliengewächshaus

Die Basis dieser Konstruktion bildet ein Metall- oder Holzrahmen, der dicht mit dicker Folie bespannt ist. Diese Variante eignet sich ideal für den ganzjährigen Anbau von Wildpilzen.

Um dem Gewächshaus die erforderliche Wärmedämmung zu verleihen und zu verhindern, dass übermäßige Sonneneinstrahlung die Wände erreicht, empfiehlt es sich, die Konstruktion doppelt auszuführen – mit einem Luftpolster und einem leeren, abgedichteten Raum.

Polycarbonat-Gewächshaus

Wie das vorherige Modell besteht auch dieses Gewächshaus aus einem Metall- oder Holzrahmen, der jedoch anstelle von Folie mit lichtdurchlässigen Polycarbonatplatten bespannt ist. Der Rahmen kann rechteckig oder halbzylindrisch sein. Um in diesem Gewächshaus zwölf Monate lang Pilze anzubauen, sollte es zudem doppelwandig konstruiert sein und einen Luftspalt aufweisen.

Hilfreiche Tipps

Um ein Gewächshaus zu bauen und darin erfolgreich Pilze zu züchten, lohnt es sich, einige Empfehlungen von Experten zu berücksichtigen:

  • Aluminium ist das beste Material für das Gerüst der Struktur, da es leicht und langlebig ist. Außerdem ist es korrosionsbeständig und schimmelt auch bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht. Aus denselben Gründen werden Aluminiumgestelle und -ständer für die Verwendung im Myzel empfohlen.
  • Zur Verbesserung der Wärmedämmung sollte der Boden mit Polyethylenschaum oder einem anderen Material mit ähnlichen Eigenschaften bedeckt werden. Es ist außerdem wichtig, das Gewächshaus sorgfältig abzudichten, da Risse oder Löcher in der Abdeckung die Wärmeleistung verringern und somit die Heizkosten erhöhen.
  • Ein Gewächshaus, das für den Pilzanbau vorgesehen ist, darf kein lichtdurchlässiges oder transparentes Dach haben. Es muss so konstruiert oder umgebaut werden, dass das einfallende Licht gedämpft wird. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:
    • Die lichtdurchlässige Decke mit Kreide bestreichen;
    • Dach und Wände mit speziellem Klebeband oder Gewebe tönen;
    • Vorhang aus synthetischem, lichtdurchlässigem Stoff.
  • Myzel ist immer feucht und nass, daher ist es wichtig, es regelmäßig zu desinfizieren, um Schimmel- und Parasitenbefall vorzubeugen.

Falls im Gewächshaus zusätzliche Beleuchtung benötigt wird, können Leuchtstofflampen installiert werden.

Welche Pilze eignen sich für den Anbau im Gewächshaus?

Name Wachstumstemperatur (°C) Luftfeuchtigkeit (%) Reifezeit (Tage)
Austernpilze 20-25 85-90 14-21
Champignons 15-20 80-85 35-42
Shiitake 12-18 80-85 60-90
Steinpilze 18-22 85-90 90-120

In einem entsprechend ausgestatteten Gewächshaus lassen sich fast alle Pilzarten anbauen, am beliebtesten sind jedoch:

Einzigartige Stressanzeichen bei Pilzen
  • ✓ Das Auftreten gelber Flecken auf den Pilzhüten deutet auf übermäßige Lichteinwirkung hin.
  • ✓ Langsames Myzelwachstum kann durch unzureichende Luftfeuchtigkeit verursacht werden.

Um sie in großen Mengen zu züchten, sollte man das Gewächshaus in mehrere voneinander getrennte Räume unterteilen und eine spezielle Ausrüstung – einen Dampfgenerator – installieren.

In einem gut geplanten Gewächshaus lassen sich selbst bei strengstem Frost große Mengen an Pilzen züchten. Dafür ist es wichtig, für die richtige Luftfeuchtigkeit und Beleuchtungsstärke sowie für eine gute Abdichtung und Isolierung zu sorgen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Heizart eignet sich am besten für ein Pilzgewächshaus und warum?

Können Infrarotheizungen anstelle von Warmwasserheizungen verwendet werden?

Wie kann man Pilze im Sommer vor Überhitzung schützen, wenn das Gewächshaus aus Polycarbonat besteht?

Welche Mindesthöhe muss ein Gewächshaus haben, um Regale bequem anbringen zu können?

Ist es möglich, Pilze und Gemüse im selben Gewächshaus anzubauen?

Wie oft sollte ein Pilzgewächshaus im Winter belüftet werden?

Warum ist hohe Luftfeuchtigkeit im Keller gefährlich für den Pilzanbau?

Welches Material eignet sich am besten zur Isolierung eines Gewächshauses?

Ist es möglich, die Bewässerung in einem kleinen Pilzgewächshaus zu automatisieren?

Wie lässt sich Kondensation an den Wänden eines Gewächshauses bei hoher Luftfeuchtigkeit vermeiden?

Welcher Abstand zwischen den Regalböden ist optimal für den Anbau von Champignons?

Warum kann man für Pilzblöcke keine Metallbehälter verwenden?

Wie desinfiziert man ein Gewächshaus vor der Myzelbepflanzung?

Kann man Pilze in einem Gewächshaus ohne Regale züchten?

Welche Temperaturbedingungen sind für das Absterben des Myzels kritisch?

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