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Grüne Eberesche (Grünfink): Wie sieht sie aus, wo wächst sie und wie wird sie angebaut?

Einer der Champignons verdankt seinen Namen der markanten olivgrünen Farbe seines Fruchtkörpers – der Grüne Rjadowka oder Grüne Eberesche. Dieser Pilz zählt zu den Sandsteinpilzen, das heißt, er wächst im Sand.

Grüne Eberesche

Beschreibung des Pilzes

Der fleischige, grünlich-gelbe Hut mit gelblich-brauner Mitte hat gewellte Ränder. Seine Oberfläche ist sehr klebrig, weshalb er ständig mit Sand und Schmutz bedeckt ist. Genau deshalb zögern viele Pilzsammler, sie zu sammeln. Den ganzen Sand abzuwaschen, ohne dass er zwischen den Zähnen knirscht, ist gar nicht so einfach.

Der Hut hat einen Durchmesser von 3–15 cm. Er ist anfangs gewölbt und flacht dann ab. Das Fleisch ist fest, weiß, unter der Huthaut gelblich, stärkehaltig und angenehm im Geschmack. Wächst der Pilz in der Nähe einer Kiefer, duftet er nach frischem Mehl oder Gurken. Die Lamellen stehen dicht beieinander, sind relativ breit, gekerbt und grünlich-gelb. Das Sporenpulver ist weiß. Der Stiel ist kräftig und kurz – 4–6 cm lang und 1–2 cm dick. Er hat die gleiche Farbe wie der Hut und ist vollständig im Sand verborgen.

Nährwert von Grünfink

Der Pilz ist essbar und gehört zur 4. Kategorie des Nährwertes.

Chemische Zusammensetzung von Grünfink (100 g des Produkts enthalten):

  • Proteine ​​- 3,09 g;
  • Kohlenhydrate - 3,26 g;
  • Fette - 0,34 g;
  • Wasser - 92,45 g;
  • Asche - 0,85 g.

Es ist reich an B-Vitaminen, enthält die Vitamine C, D, E, K und PP, eine Reihe von Aminosäuren und Mineralstoffen – Kalzium, Selen, Magnesium, Kalium, Eisen, Mangan, Phosphor, Kupfer, Zink und Natrium – sowie Ballaststoffe.

Der Nährwert von 100 g frischen Champignons beträgt 28 kcal.

Gerichte mit diesem Pilz sind für Menschen mit Blutgerinnungsstörungen ungeeignet, da er giftige Substanzen enthält, die ihm seine grüne Farbe verleihen. Auch Menschen mit Pilzallergien, Nierenerkrankungen, Schwangere und Stillende, Hypervitaminose sowie Kinder unter 12 Jahren sollten diesen Pilz nicht verzehren.

Wo und wann wachsen sie?

Grünfinken sind in der nördlichen Waldzone anzutreffen. Sie bevorzugen trockene Kiefernwälder auf sandigen und sandig-lehmigen Böden. In Laubwäldern sind sie selten zu finden. Sie suchen dort im Spätsommer nach Nahrung, wenn die Niederschläge zunehmen. Der Sand wird feucht, und das Myzel erwacht.

Kriterien für die Auswahl eines Ortes zum Sammeln von Grünfinken
  • ✓ Stellen Sie sicher, dass der Bereich in den letzten 5 Jahren nicht chemisch behandelt wurde.
  • ✓ Prüfen Sie, ob sich in einem Umkreis von 1 km keine Industriegebiete oder Autobahnen in der Nähe befinden.

Die ersten Grünfinken sind bereits Anfang August zu finden, die letzten Mitte September. Hält der Altweibersommer jedoch länger an, kann man einzelne Pilze noch bis in den November hinein entdecken. Sie wachsen einzeln oder in kleinen Gruppen von 5–8 Stück. Die Pilze sind fast nie von Würmern befallen.

Grünfinkenpilz

Sorten

Der Grünfink ist einzigartig, weist aber Ähnlichkeiten mit ungenießbaren Pilzen auf – dem schwefelgelben Riesen-Scheinpilz und dem tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilz.

Wie erkennt man essbare Grünfinken?

Es ist möglich, den essbaren Grünfink von seinen giftigen oder einfach ungenießbaren Verwandten zu unterscheiden. Man muss lediglich die feinen Unterschiede im Aussehen und die charakteristischen Merkmale jedes Pilzes kennen:

  • Schwefelgelbe Reihe. Man kann sie vom Grünfink an der Farbe ihrer Fruchtkörper unterscheiden. Diese sind gelb. Ihr Fruchtfleisch duftet unangenehm; es hat einen starken, teerartigen Geruch und schmeckt bitter. Sie erscheinen jedoch zur gleichen Zeit wie der Grünfink und siedeln sich bevorzugt an denselben Orten an.
  • Heiße oder Fichten-Eberesche. Dieser Pilz ist kleiner, hat einen scharfen Geschmack und einen unangenehmen Geruch. Er wächst oft in denselben Wäldern wie der Grünfink. Es lohnt sich, den Hut genauer zu betrachten. Obwohl sie sich in der Farbe ähneln – der Hut der Eberesche ist hellgelb mit olivgrünen Einschlüssen –, ist die Form deutlich unterschiedlich. Der Hut des ungenießbaren Exemplars ähnelt einer Glocke mit einer Vertiefung in der Mitte.
  • TodeshaubeDer Grüne Knollenblätterpilz besitzt einen Ring und eine Volva – eine Hülle, die den jungen Pilzkörper schützt – am Stiel. Lamellen und Stiel sind weiß, der Hut hat glatte Ränder.
  • Spinnennetz. Unerfahrene Pilzsammler verwechseln den Grünfinkenpilz leicht mit dem Kugelpilz. Sie sehen sich zwar ähnlich, aber der Kugelpilz wächst an ganz anderen Orten – er kommt nicht in Kiefern- oder Fichtenwäldern vor. Außerdem bildet sich an der Hutunterseite viel Schleim.

Der Pilz ähnelt dem Grünen Täubling, einem unter bestimmten Bedingungen essbaren Pilz. Er verursacht keine Vergiftung, aber die Zubereitungsmethoden sind unterschiedlich.

Nutzen und Risiken von Pilzen

Die positiven Eigenschaften von Grünfinken lassen sich leicht durch ihr beeindruckendes Nährstoffprofil erklären. Dennoch ist Mäßigung beim Verzehr wichtig. Sie enthalten Substanzen, die pathogene Mikroorganismen, insbesondere Staphylokokken, unterdrücken, das Blut verdünnen und reinigen sowie die Herz-Kreislauf-Funktion normalisieren. Grünfinken stärken zudem das Knochengewebe und das Verdauungssystem und verbessern die Darmtätigkeit.

Obwohl der Pilz essbar ist, wurden mehrere tödliche Vergiftungsfälle gemeldet. Ursache war der übermäßige Verzehr von Grünfinken. Es ist wichtig zu wissen, dass sie ein Toxin enthalten, das Muskelgewebe zerstört. Langfristiger Verzehr der Pilze kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

  • Es wird eine Muskelschwäche beobachtet, die sich in schnellen, unwillkürlichen Kontraktionen der Gliedmaßen äußert;
  • Es treten Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf;
  • Leberzellen werden zerstört;
  • Es liegt eine Funktionsstörung der Nieren vor.
Vorsichtsmaßnahmen beim Verzehr von Grünfinken
  • × Verzehren Sie nicht mehr als 200 g Grünfinken pro Woche, da diese Toxine enthalten, die das Muskelgewebe beeinträchtigen.
  • × Kinder, Schwangere und Menschen mit Nierenerkrankungen sollten auf den Verzehr von Pilzen verzichten.

Das Hauptsymptom einer Vergiftung ist eine Veränderung der Urinfarbe. Der Urin verfärbt sich dunkelbraun. Sie sollten umgehend einen Arzt aufsuchen und das betreffende Produkt von Ihrem Speiseplan streichen.

Grünfinken findet man häufig in der Nähe von Autobahnen oder in Industriegebieten. Diese Pilze nehmen giftige Substanzen und Schwermetalle aus der Umwelt auf. Der Verzehr dieser Pilze kann schwere Vergiftungen verursachen. Vergiftungsanzeichen sind unter anderem Nierenprobleme, Nierenversagen und Reizungen der Blasenschleimhaut. Daher sollten Pilze nur in ökologisch sauberen Gebieten gesammelt werden.

Grünfinkenpilz

Wie kann man sammeln?

Grünfinken sind nicht leicht zu finden. Das liegt daran, dass sie sich im Boden so gut verstecken. Ihre Stiele sind vollständig vergraben, und ihre klebrigen grünen Hüte tarnen natürliche Ablagerungen und Sandkörner. Um sie zu finden, müssen Pilzsammler daher tief im Sand graben.

Pilze sammeln gelingt am besten bei trockenem Wetter. Bei anhaltendem Regen überzieht sich der Hut mit einem schleimigen Belag, der sich mit Sand vermischt und die Suche nach den Pilzen erschwert. Pflücken Sie feste, junge Pilze; ältere sollten Sie besser liegen lassen, da ihr Fleisch zäh und geschmacklos ist.

Kann man diese Pilzart selbst züchten?

Grünfinken werden normalerweise nicht in Heimkultur gehalten, weil:

  • Hinsichtlich des Ertrags sind sie Austernpilzen unterlegen;
  • Sie sind schwer zu reinigen, nicht jede Hausfrau möchte sich damit abgeben;
  • Das Vorhandensein eines Toxins in ihrer Zusammensetzung macht sie bei Pilzzüchtern nicht beliebter.

Es gibt aber auch Liebhaber dieser Pilzart, die sie auf ihren eigenen Grundstücken anbauen. Samen sind zwar im Handel erhältlich, aber selten.

Vor der Aussaat das Myzel mit Sand oder trockener Erde vermischen. Den Boden unter dem Baum auflockern und je nach Wurzellage 5–15 cm tiefe Löcher ausheben. Das Myzel gleichmäßig verteilen und mit Walderde bedecken, der Humus im Verhältnis 1:1 beigemischt wurde. Gründlich mit einer Gießkanne wässern und mit der restlichen Erde bedecken.

Vorbereitung der Aussaat von Grünfinkenmyzel
  1. Wählen Sie einen Standort unter jungen Kiefern oder Fichten mit sandigem Boden.
  2. Überprüfen Sie den Säuregrad des Bodens (optimaler pH-Wert 5,5-6,5).
  3. Zwei Wochen vor der Aussaat Humus im Verhältnis 1:1 mit Waldboden mischen.

Pflanzen Sie die Grünfinken im Frühjahr oder Sommer unter Nadelbäumen, vorzugsweise jungen Kiefern oder Fichten. Bewässern Sie die Pflanzen bei heißem Wetter regelmäßig. Das Myzel der Grünfinken ist langlebig und wächst bis zum Absterben des Baumes weiter.

Obwohl Grünfinkenpilze bei Pilzsammlern nicht sehr beliebt sind, werden sie in der Küche verwendet. Vor der Weiterverarbeitung sollten sie gründlich von Verunreinigungen und Sand befreit und anschließend gekocht werden. Die Pilze eignen sich auch zum Einmachen. Beim Einlegen färben sich die Hüte braun oder olivgrün. Beim Kochen wird das Fruchtfleisch grüner.

Häufig gestellte Fragen

Wie entfernt man Sand richtig von Grünfinken vor dem Kochen?

Kann man Grünfinken einfrieren, ohne sie vorher zu erwärmen?

Welche Gewürze passen am besten zu diesem Pilz?

Wie kann man beim Sammeln einen alten von einem jungen Pilz unterscheiden?

Kann man Grünfinken in einem elektrischen Dörrgerät trocknen?

Warum schmecken Pilze nach dem Kochen bitter?

Welche Gerichte außer Frittiertem eignen sich für diese Art von Zubereitung?

Wie lange vor dem Braten kochen?

Was ist das Mindestalter, ab dem Kinder diesen Konsum unbedenklich begehen können?

Kann man Grünfinken mit der Kaltmethode einlegen?

Welche Pilze werden am häufigsten mit dem Grünfinkenpilz verwechselt und wie lässt sich dieser Fehler vermeiden?

Wie lange sind frische Champignons im Kühlschrank haltbar?

Warum fehlt bei der Ernte von Pilzen oft der Stiel?

Kann man Grünfinken künstlich züchten?

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