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Wie pflegt man Rotes Spathiphyllum richtig?

Die rote Einblatt (Spathiphyllum) ist eine auffällige Blume aus der Familie der Einblattgewächse, die im Volksmund als „Frauenglück“ bekannt sind und ein Produkt des Blumenmarketings darstellen. Diese Blume hebt sich deutlich von ihren schneeweißen Artgenossen ab und ist dadurch ein echter Blickfang und eine perfekte Ergänzung für moderne Interieurs.

Was ist rotes Spathiphyllum?

Rote oder rosa Einblatt-Arten sind in vielen Blumenläden üblich. Die rote Farbe des Einblatts ist keine natürliche oder sortentypische Eigenschaft, sondern lediglich das Ergebnis gärtnerischer Eingriffe.

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Die rote Farbe der Spatha entsteht durch einen Farbstoff, der in die Blütenstängel injiziert wird. Rote Spathiphyllum kommen in der Natur nicht vor; sie sind üblicherweise weiß, cremefarben oder grünlich. Auch rote Sorten und durch Züchtung entstandene Hybriden existieren nicht.

Wo wächst es?

Friedenslilien wachsen vorwiegend in den Dschungeln Amerikas. Diese Pflanze ist in feuchten und warmen Tropengebieten wie den Philippinen, Mexiko, Brasilien und Neuguinea verbreitet. Man findet sie am häufigsten in sumpfigen Wäldern, an Küsten und in Fluss- und Seetälern.

Beschreibung und Blüte

Die Rote Friedenslilie ist eine immergrüne, mehrjährige Pflanze, die je nach Sorte eine Höhe von 40–50 cm oder mehr erreicht. Sie hat dunkelgrüne, glänzende, längliche Blätter, die oft leicht gewellt sind und eine zugespitzte Spitze aufweisen.

rotes Spathiphyllum

Die Blätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Ein Stängel ist praktisch nicht vorhanden. Die Blattstiele sind lang. Die Blüten besitzen einen länglichen, zugespitzten Schleier, der einen cremefarbenen oder hellgelben Blütenkolben umhüllt.

Spathiphyllum kann zweimal pro Saison blühen. Die erste Blüte beginnt im Mai und dauert etwa einen Monat. Die zweite Blütezeit beginnt im Herbst oder Winter und bildet dann Blütenstängel.

Mit welcher Blume wird sie verwechselt?

Hinsichtlich Größe, Aussehen und Blütenstruktur ähnelt die Einblattblume (Spathiphyllum) sehr der Anthurie, die im Volksmund als „männliches Glück“ bekannt ist. Im Gegensatz zur Einblattblume ist die Farbvielfalt der Anthurien nicht begrenzt. Sie müssen auch nicht gefärbt werden; es gibt zahlreiche Anthurie-Sorten in den unterschiedlichsten Farben – Rot, Burgunderrot, Gelb, Rosa und Grün.

Anthurie

Anthurien verströmen, anders als Einblatt, einen deutlich intensiveren Duft. Dieser kann leicht und dezent oder aber auch stechend und kopfschmerzauslösend sein. Anthurien besitzen zudem dichtere und steifere Blütenstände als Einblatt.

Eine weitere Blume, die mit künstlich gefärbten Einblatt-Arten verwechselt werden kann, ist die Calla. Auch ihre Blüten besitzen große Hüllblätter, die nicht nur weiß oder rot, sondern auch rosa, violett, lila und gelb sein können. Nur ein unerfahrener Gärtner könnte Einblatt-Arten mit Calla-Arten und Anthurien verwechseln; ein erfahrener Gärtner kann sie anhand der Form ihrer Blätter und Blüten leicht unterscheiden.

Calla

Kann man sich selbst eine rote Blume besorgen?

Prinzipiell ist das Färben von Einblatt zu Hause möglich, der Prozess ist jedoch recht aufwendig. Zudem ist die in der Blumenindustrie angewandte Technologie wenig bekannt; das Färben wird von Fachleuten durchgeführt.

Warnhinweise zu Farbstoffen
  • Die Verwendung von Farbstoffen, die nicht für Pflanzen bestimmt sind, kann zu deren Tod führen.
  • × Zu ​​starke Färbung schwächt die Pflanze und macht sie anfälliger für Krankheiten.

Wer mit roten Blumen experimentieren und „weibliches Glück“ erreichen möchte, kann auf die Technologie zurückgreifen, die zum Färben anderer Blumen – Rosen, Chrysanthemen, Dahlien – verwendet wird.

Was Sie zum Malen benötigen:

  • eine spezielle Farbstoffmischung - die kann man in jedem Blumengeschäft kaufen;
  • ein mit Wasser bei Raumtemperatur gefüllter Behälter;
  • ein paar Löffel Kristallzucker.
Kriterien für die Auswahl eines Farbstoffs
  • ✓ Der Farbstoff muss speziell für Pflanzen entwickelt worden sein.
  • ✓ Die Farbstoffkonzentration muss den Empfehlungen des Herstellers entsprechen.

Alle Einblattarten mit weißen Blüten können zum Färben verwendet werden.

Verfahren:

  1. Die Farbe in Wasser auflösen.
  2. Entfernen Sie die Blume samt Wurzelballen aus der Erde.
  3. Trennen Sie die Pflanze so vorsichtig wie möglich von der Erde.
  4. Die Wurzeln für 8 Stunden in ein Gefäß mit aufgelöstem Farbstoff tauchen.

Es gibt eine einfachere Färbemethode. Sie ist zwar nicht so effektiv, aber man muss die Pflanze dafür nicht aus dem Topf nehmen, was für sie immer Stress bedeutet. Um die Spatha rot zu färben, gießt man die Pflanze mit Wasser, dem roter Farbstoff zugesetzt wurde. Die Farbe wird nicht besonders leuchtend sein, aber ein gewisser Effekt ist erkennbar.

Tipps zur Nachsorge nach dem Färben
  • • Erhöhen Sie in den ersten Wochen nach der Färbung die Gießhäufigkeit, um der Pflanze bei der Erholung zu helfen.
  • • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, um ein Ausbleichen der Farbe zu verhindern.

Schadet künstliche Farbstoffgebung Blumen?

Eine endgültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Sicher ist jedoch: Zahlreiche Experimente mit dem Färben verschiedener Friedenslilienarten haben keine negativen Auswirkungen oder Beeinträchtigungen des Immunsystems der Pflanze gezeigt.

Gemalte Blumen

Farbige Spathiphyllumblüten sind genauso robust und gesund wie ihre weißen und cremefarbenen Pendants. Verwenden Sie jedoch unbedingt keine Emaille-, Öl- oder andere Farben, die nicht zum Färben von Blumen bestimmt sind.

Wachstumsbedingungen

Spathiphyllum ist anspruchslos und benötigt keine besonderen Bedingungen seitens des Besitzers.

Empfohlene Bedingungen:

  • Temperatur. Der optimale Temperaturbereich liegt zwischen 18 °C und 25 °C, mit einem Maximum von 30 °C. Niedrigere Temperaturen können dazu führen, dass die Pflanze erkrankt oder sogar abstirbt.
  • Beleuchtung. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Stellen Sie die Pflanze in die Nähe eines Fensters mit Ausrichtung nach Osten, Südosten oder Südwesten. Bei unzureichendem Licht können Sie Pflanzenlampen verwenden. Schatten ist zu vermeiden, da die Blätter sonst blass und klein werden.
  • Zustand der Umwelt. Die Blume benötigt saubere, gut belüftete Luft. Zugluft ist unbedingt zu vermeiden. Die Luftfeuchtigkeit sollte normal bis hoch sein; trockene Luft beeinträchtigt Zustand und Aussehen der Pflanze.
  • Boden. Rotes Spathiphyllum gedeiht am besten in lockerem, leicht saurem Boden. Schwere oder staunasse Böden sind absolut ungeeignet.

Blumenpflege

Damit die Pflanze ihre Attraktivität behält, gut gedeiht, wächst, blüht und sich entwickelt, ist eine rechtzeitige Pflege wichtig. Spathiphyllum ist pflegeleicht; diese Blume benötigt nur minimale Pflege, die sich im Wesentlichen auf Gießen und Düngen beschränkt.

Bewässerung

Die Einblatt-Art Spathiphyllum bevorzugt, wie es sich für eine tropische Pflanze gehört, feuchte, aber nicht nasse Erde. Es empfiehlt sich, die rote Einblatt-Art in einen speziellen Topf mit integriertem Untersetzer zu pflanzen. Füllen Sie den Untersetzer mit Wasser, das in die unteren Erdschichten sickert und die Wurzeln nährt. So vermeiden Sie Staunässe und Überwässerung.

Bewässerung

Die Pflanze verträgt Blattdüngung gut. Verwenden Sie hierfür eine Sprühflasche. Verwenden Sie ausschließlich abgestandenes oder gefiltertes Wasser mit Zimmertemperatur. Im Sommer und während der Blütezeit benötigt die Pflanze mehr Wasser.

Topdressing

Rote Spathiphyllum sollte alle 2–3 Wochen mit Mineraldünger versorgt werden. Dosierung: 1–2 g in 1 Liter Wasser auflösen. Ausgewachsene Pflanzen benötigen weniger häufiges Düngen. Im Winter sollte die Düngehäufigkeit reduziert oder ganz ausgesetzt werden.

Flüssige Nährlösungen eignen sich auch zum Besprühen. Komplexe Dünger mit niedrigem Stickstoffgehalt sind empfehlenswert. Kalium-Phosphor-Dünger fördern eine dichtere und kräftigere Blüte. Organische Dünger, wie beispielsweise verdünnter Vogelkot, können ebenfalls zur Oberflächenbehandlung verwendet werden.

Trimmen

Spathiphyllum benötigt keinen zusätzlichen Rückschnitt. Seitentriebe werden beim Umtopfen entfernt – dies fördert große Blätter und regelmäßige Blüte. Trockene oder kranke Blätter sollten umgehend entfernt werden. Verblühte Blütenstängel sollten ebenfalls bis zum Ansatz zurückgeschnitten werden, damit neue Knospen Platz haben.

Krankheiten und Schädlinge

Die richtige Pflege der Pflanze beugt Krankheiten vor. Zusätzlich zur Standardpflege empfiehlt es sich, die Blätter regelmäßig mit lauwarmem Wasser abzuwischen.

Probleme mit dieser Pflanze entstehen meist durch falsche Pflege. Typischerweise signalisiert die Pflanze diese Probleme durch den Zustand ihrer Blätter. Verfärben sich die Blätter gelb, erhält sie möglicherweise nicht genügend Licht; treten Flecken auf, besteht die Gefahr von Wurzelfäule. Zur Vorbeugung empfiehlt sich das Besprühen der Pflanze mit Fungiziden.

Am häufigsten wird die Blume von Insektenschädlingen befallen:

  • Blattlaus;
  • Schildlaus;
  • Thripse;
  • Spinnmilben.

Das Abwischen mit einer Seifenlauge hilft gegen diese Schädlinge. Bei starkem Befall empfiehlt sich die Behandlung der Pflanze mit einem Breitbandinsektizid.

Beim Behandeln der Pflanze mit Pflanzenschutzmitteln die Erde mit Frischhaltefolie abdecken. Nach 12 Stunden die Blätter abduschen. Die Pflanze wird 2-3 Mal behandelt.

Überweisen

Junge Pflanzen werden einmal jährlich umgetopft. Der neue Topf sollte 1–2 cm breiter und höher sein als der vorherige, nicht mehr. In zu großen Töpfen blüht die Pflanze nicht. Ausgewachsene Pflanzen können alle drei Jahre umgetopft werden.

überweisen

Ein Topf aus beliebigem Material ist geeignet – Plastik, Keramik, sogar Asbestzementrohre. Beim Umtopfen muss die Erde ausgetauscht werden. Sie können fertiges Pflanzsubstrat aus dem Handel oder eine selbstgemischte Blumenerde verwenden.

Ein Beispiel für eine Erdmischung für Spathiphyllum:

  • Rasenerde - 1 Teil;
  • Lauberde - 1 Teil;
  • Sauertorf - 1 Teil;
  • grober Sand - 1 Teil;
  • eine Handvoll zerstoßener Holzkohle;
  • einige Ziegelsplitter;
  • 2 oder 3 Körnchen Mineraldünger;
  • zerbrochene Kiefernrinde.

Legen Sie eine 2–3 cm dicke Schicht Drainagematerial auf den Boden des Topfes. Dies gewährleistet die Luftdurchlässigkeit und verhindert Wasserstau im Topf.

Spathiphyllum wird 2–3 Wochen nach der Blüte umgetopft. Am einfachsten und sichersten ist es, die Pflanze von einem Topf in einen anderen zu setzen.

Verfahren:

  1. Wässer die Pflanze vorher, um die Erde aufzulockern. Dadurch lässt sich die Pflanze samt Erde leichter aus dem Topf nehmen.
  2. Entfernen Sie die Blume vorsichtig.
  3. Setzen Sie die Pflanze in einen neuen Topf um, der zu 2/3 mit Blumenerde gefüllt ist. Bedecken Sie die Wurzeln mit Erde und drücken Sie diese leicht an.
  4. Gießen Sie die umgepflanzte Pflanze großzügig. Vermeiden Sie in den nächsten 2-3 Tagen weiteres Gießen und besprühen Sie die Blätter nur leicht.

Wie verbreitet man es?

Spathiphyllum wird am häufigsten durch Stecklinge und Seitentriebe vermehrt. In Gewächshäusern ist auch die Vermehrung aus Samen möglich; diese Methode ist jedoch zeitaufwendig und mühsam und daher bei Zimmergärtnern nicht sehr beliebt.

Wie man Spathiphyllum durch Stecklinge vermehrt:

  1. Im Frühjahr werden die gebildeten Triebe von der Pflanze getrennt.
  2. Stecken Sie die Stecklinge in angefeuchteten Sand. Decken Sie sie mit transparenter Folie ab. Lüften Sie das Mini-Gewächshaus regelmäßig.
  3. Die bewurzelten Stecklinge in separate Töpfe pflanzen.

Ist die Pflanze groß genug, kann sie durch Teilung vermehrt werden, indem man die Seitentriebe abtrennt.

Wie man Spathiphyllum durch Teilung vermehrt:

  1. Gießen Sie die Blume einen Tag vor dem Wiedereinpflanzen.
  2. Entfernen Sie die Pflanze samt Wurzelballen. Schütteln Sie die Erde von den Wurzeln und spülen Sie diese gegebenenfalls unter fließendem Wasser ab.
  3. Trennen Sie die Seitentriebe samt Blättern und einem Teil des Rhizoms vom Strauch ab. Schneiden Sie die Wurzeln mit einem scharfen, desinfizierten Werkzeug ab. Bestreuen Sie alle Schnittstellen mit zerstoßener Holzkohle.
  4. Die abgetrennten Triebe in neue, mit Substrat gefüllte Töpfe umpflanzen.

Das Färben von Blumen ist in der Floristik weit verbreitet. So entsteht die leuchtend rote Spathiphyllum, die ihren Besitzern gute Laune und positive Gefühle schenkt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange hält die rote Farbe nach dem Färben?

Kann man eine Pflanze zu Hause nachfärben?

Beeinflusst die Färbung die Lebensdauer einer Blume?

Wie kann man ein farbiges Spathiphyllum von einer Anthurie ohne Etikett unterscheiden?

Welche Risiken birgt die künstliche Färbung von Pflanzen?

Wie pflegt man eine farbige Pflanze, um die Blütezeit zu verlängern?

Warum verfärben sich die Blätter der farbigen Einblattpflanze häufiger gelb?

Ist es möglich, ein farbiges Exemplar zu vermehren und dabei die rote Farbe zu erhalten?

Welche Düngemittel sind für farbige Spathiphyllum-Arten kontraindiziert?

Wie oft sollte ich die Pflanze nach dem Kauf gießen, wenn sie gefärbt ist?

Stimmt es, dass farbige Exemplare nicht erneut blühen?

Welche Schädlinge befallen am häufigsten farbige Einblattpflanzen?

Kann ich so eine Blume im Schlafzimmer aufstellen?

Welche Erde eignet sich am besten zum Umpflanzen nach dem Kauf?

Warum verfärben sich die Blattspitzen einer farbigen Pflanze schwarz?

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