Spathiphyllum wächst wild in tropischen Wäldern und benötigt daher besondere Bedingungen, darunter hohe Luftfeuchtigkeit und nährstoffreichen Boden. Für die normale Entwicklung dieser Pflanze ist neben der Bodenbeschaffenheit auch die Bodenstruktur entscheidend. Das Substrat kann im Handel gekauft oder selbst hergestellt werden, wofür es viele Möglichkeiten gibt.
Grundvoraussetzungen für Land
Spathiphyllum benötigt einen Boden, der dem seines natürlichen Lebensraums möglichst nahekommt. In sauren oder zu trockenen Böden gedeiht die Pflanze nicht, bevorzugt aber Erde mit verrotteten Pflanzenresten und Holzkohle. Die Luftfeuchtigkeit sollte mäßig bis leicht feucht sein.
Leichtigkeit, Lockerheit, Luft- und Wasserdurchlässigkeit
Leichter, lockerer Boden sorgt für Luftigkeit und Durchlässigkeit, sodass das Wurzelsystem und die gesamte Pflanze ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Gleichzeitig staut sich das Wasser in einem solchen Substrat nicht, sondern sickert bis zum Boden. Dadurch erhalten die Wurzeln die benötigte Feuchtigkeit und sind nicht anfällig für Fäulnis.

Ist das Erdgemisch schwer und verdichtet, faulen die Wurzeln nicht nur, sondern trocknen auch aus oder verkümmern. Um solche Böden im Garten zu verbessern, verwenden Sie spezielle Auflockerungsmittel. Dazu gehören beispielsweise:
- Flusssand;
- Vermiculit;
- Perlit;
- Torf;
- Wurmkompost;
- Holzkohle;
- Nadeln;
- Zerkleinerte Rinde von Kiefern oder Fichten.
Fruchtbarkeit
Feucht-tropische Bedingungen schaffen einen einzigartigen Kompost im Boden, reich an Makro- und Mikroelementen, Vitaminen und Mineralien. Dies ist die optimale Umgebung für das Wachstum von Spathiphyllum. Daher ist es auch in Innenräumen wichtig, die Bodenfruchtbarkeit zu maximieren.
Verwendet man ausgelaugten Boden, entwickelt und wächst die Pflanze langsam, blüht spärlich und trägt mitunter gar keine Früchte. Auch eine unsachgemäße Bodenvorbereitung mit anschließender Düngung führt nicht zu einer Verbesserung, da der Boden eine fruchtbare Zusammensetzung aufweisen muss.
Dazu fügt man Laub- oder Rasensodenerde, Humus, Torf und Düngemittel hinzu, die sich in allen Schichten verteilen und nicht nur an der Oberfläche.
Säure
Spathiphyllum benötigt ein leicht saures oder neutrales Substrat, daher sollten Sie diese Werte beachten. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 5,0 und 5,5, maximal jedoch bei 6,5.
Welche Fertigerde eignet sich für Spathiphyllum?
Heute bieten Blumenläden eine gute Auswahl an Fertigerden speziell für Spathiphyllum an, die alle notwendigen Nährstoffe enthalten. Auch andere handelsübliche Blumenerden sind für diese Pflanze geeignet.
- Universelle Mischungen oder für Aronstabgewächse. Sie enthalten immer Torf, daher ist bei solchen Substraten aufgrund ihres hohen Säuregehalts Vorsicht geboten. Sie enthalten jedoch in der Regel verschiedene Mineralstoffe. Trotzdem müssen die Pflanzen regelmäßig – zweimal im Monat – gedüngt werden.
- Erde für Palmen. Diese Erden sind identisch mit denen, die für Einblatt (Friedenslilien) vorgesehen sind. Beachten Sie jedoch, dass Sie am besten Sorten mit Hochmoortorf kaufen sollten, da Niedermoortorf für Einblatt nicht empfehlenswert ist. Außerdem müssen Sie Perlit oder ein anderes Bewurzelungsmittel hinzufügen.
Unter den vorgefertigten Substraten gelten folgende als die beliebtesten:
- Die Macht von Suzdal. Ein Spezialboden, der Erde, Hochmoortorf, Perlit und Flusssand enthält.
- Grüne Stadt. Das Substrat basiert auf organischen Nährstoffen (Biohumus).
- BioMaster. Es gilt als universeller Dünger für Aronstabgewächse und enthält fruchtbaren Boden, Flusssand, verschiedene Torfarten, Torfmoos und Holzkohle.
- Sie schnurren. Dieser Hersteller produziert verschiedene Mischungen für Spathiphyllum auf Basis von Wiesenerde, Wurmkompost, Torf und Humus.
- UltraEffect Plus. Ein Spezialsubstrat auf Basis von Hydrokultur, Torfmoos, Torf, Agroperlit, Holzkohle und Kiefernrinde.
- Gärten von Aurica. Dies ist eine preisgünstige Variante. Sie besteht aus Flusssand, Kiefernnadeln, Kiefernrinde und Rasensoden.
Bei der Auswahl eines Fertigsubstrats sollten Sie nicht nur auf die Inhaltsstoffe, sondern auch auf das Verfallsdatum, den Zustand der Verpackung und weitere Parameter achten. Kaufen Sie möglichst nur Substrate von renommierten Herstellern.
Wie bereitet man selbst eine Erdmischung zu?
Fertigmischungen bieten viele Vorteile, haben aber auch einen entscheidenden Nachteil: die hohen Kosten. Deshalb mischen viele ihr Substrat lieber selbst. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Prüfen Sie jede einzelne sorgfältig und wählen Sie diejenige, die am besten zu Ihnen passt.
Zum Anpflanzen junger Pflanzen
Solange die Einblattpflanze noch jung ist, konzentriert sie ihre gesamte Energie auf die Entwicklung ihres Wurzelsystems, ihres Laubs und ihrer Rosetten. Daher benötigt diese Pflanze ein etwas anderes Substrat. Folgendes gilt als optimal:
- Jeweils 2 Teile Laub- und Rasenerde;
- je 1 Teil grober Sand und Torf;
- Jeweils 0,5 Teile feine Holzkohle, Kiefernrinde und Ziegelbruch.
Für die Transplantation
Umtopfen ist in verschiedenen Situationen notwendig: alle zwei bis drei Jahre im Erwachsenenalter, nach dem Kauf der Pflanze oder im Krankheitsfall. Eine gute Option hierfür ist folgende Mischung:
- je 1 Teil grober Sand, Torf und Lauberde;
- 2 Teile Rasenerde;
- 0,5 Teile Holzasche und Perlit oder ein anderes Treibmittel.
Für Blumen, die zusammen mit Anthurien im selben Topf wachsen
Viele Gärtner pflanzen Friedenslilien und Anthurien gerne zusammen in einen großen Topf. Obwohl die Pflanzen verwandt sind, haben sie leicht unterschiedliche Ansprüche an den Boden. Wählen Sie daher folgende Erde:
- grobkörniger Flusssand;
- Kokosfaser;
- Holzkohle;
- Torf im Tiefland und im Hochmoor;
- Kiefern- oder Fichtenrinde;
- Agroperlit.
Alle Komponenten müssen in einem Stück entnommen werden.
Andere Kompositionen
Es gibt auch andere Varianten, die sich ideal für ausgewachsene Spathiphyllum eignen:
- je 1 Teil Lauberde und Torf, je 0,5 Teile Flusssand und Rasenerde;
- je 2 Teile Laubhumus, normaler Humus und Torf, je 1 Teil Rinde, Sand, Holzasche und Ziegelbruch;
- 2 Teile Rasenerde, je 1 Teil grober Sand, Lauberde und Torf, je 0,5 Teile Ziegel- oder Lehmbruchstücke und Holzkohle;
- 3 Teile Hochmoortorf und Fertigsubstrat für Orchideen, 2 Teile Perlit und Gartenerde;
- je 1 Teil Torf und Laubhumus, je 0,5 Teile Sand und Tonschotter;
- 1 Teil Kokossubstrat für Orchideen und Hochmoortorf, 2 Teile normales Universalsubstrat;
- in gleichen Anteilen - Torfmoos, Vermiculit und Universalerde.
Wenn einige Komponenten in Form von Briketts verkauft werden, ist es besser, diese vor Gebrauch einzuweichen.
Woran erkennt man, wann der Boden ausgetauscht werden muss?
Neben dem planmäßigen Umtopfen kann es in manchen Fällen dringend notwendig sein, das Substrat auszutauschen. Dies ist in folgenden Fällen erforderlich:
- wenn Wurzeln in den Abflusslöchern erscheinen;
- keine Blüte;
- Kauf einer Topfblume;
- Die Blätter sind abgefallen;
- Die Blume ist krank;
- Schädlinge wurden entdeckt.
- ✓ Das Auftreten einer weißen Schicht auf der Bodenoberfläche deutet auf einen Überschuss an Salzen und die Notwendigkeit hin, den Boden auszutauschen.
- ✓ Langsames Wachstum neuer Blätter, selbst unter optimalen Pflegebedingungen, kann auf eine Bodenverarmung hinweisen.
Was ist besser: ein fertiges Substrat oder ein selbstgemachtes?
Die Entscheidung zwischen gekaufter und selbst hergestellter Blumenerde kann schwierig sein. Um die Entscheidung zu erleichtern, sollten Sie sich mit den Vor- und Nachteilen beider Optionen vertraut machen.
Erfahrene Gärtner mischen ihre Erden immer selbst.
Richtige Auswahl der Entwässerung
Für ein erfolgreiches Wachstum von Spathiphyllum ist eine Drainageschicht unerlässlich, damit überschüssiges Wasser nach dem Gießen abfließen kann. Welche Materialien eignen sich am besten für diese Pflanze?
- Kieselsteine;
- Schotter;
- Blähton;
- zerbrochene rote Ziegelsteine;
- Granit;
- Kieselsteine;
- Schaumstoff.
Folgen der Pflanzung in einem ungeeigneten Substrat
Wird Spathiphyllum in ungeeignetem Boden gepflanzt, ist die Pflanze folgenden Problemen ausgesetzt:
- Es wächst zwar grünes Material, aber es kommt nicht zu Blüten, was auf einen Überschuss an Stickstoff und einen Mangel an Kalium und Phosphor im Boden hindeutet;
- Das Welken setzt ein – der Boden ist zu stark verdichtet;
- Die Wurzeln verfaulen – es handelt sich um schweren Boden, der kein Wasser durchlässt; es ist wichtig, den Boden auszutauschen.
- Die Bildung schwarzer Flecken auf den Blättern ist auf einen erhöhten Säuregehalt zurückzuführen;
- Die Blätter vergilben – das Problem entsteht durch mangelnde Nährstoffversorgung;
- langsames Wachstum – Mangel an Mineralien;
- Die Blätter werden kleiner – das Substrat ist zu locker und zu leicht;
- Die Blätter glänzen nicht – der Boden ist zu dicht, zu sauer oder zu alkalisch;
- Es wachsen keine neuen Blätter – der Boden ist zu schwer.
Um Probleme beim Anbau von Einblatt zu vermeiden, sollten Sie lernen, das richtige Substrat auszuwählen. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt die spezifischen Eigenschaften Ihrer jeweiligen Sorte. Die wichtigste Regel lautet: Der Boden sollte luft- und wasserdurchlässig, leicht, nährstoffreich und mäßig feucht sein.













