Die Pfingstrose 'Top Brass' besticht durch ihre einzigartige Blütenfarbe: Zartrosa Blütenblätter vereinen sich mit einer leuchtend gelben Krone in der Mitte. Diese Sorte ist attraktiv wegen ihrer Krankheitsresistenz, ihres kompakten und dennoch kräftigen Wuchses sowie ihrer langen Blütezeit. Dank ihrer Pflegeleichtigkeit und ihres unverwechselbaren Duftes ist sie eine ausgezeichnete Wahl für Gärtner, die Wert auf Schönheit und Zuverlässigkeit legen.
Merkmale der Top Brass Pfingstrose
Die Pfingstrose wurde 1968 von Charles Clem in den USA durch Kreuzung verschiedener Pfingstrosen mit der Sorte „Charlie White“ entwickelt. Sie wurde erst 2001 in das russische Sortenregister aufgenommen und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit bei russischen Gärtnern.

In Russland wird üblicherweise der russische Name für die Sorte verwendet, und die englische Version Top Brass dient als Synonym.
Beschreibung der Pflanze und der Blüten
Diese milchig blühende Staudenpfingstrose wird oft in Blumenbeeten neben Blumen in kontrastierenden Farbtönen gepflanzt. Sie wird auch als Schnittblume angebaut, da die Blüten in Sträußen wunderschön aussehen und bei richtiger Pflege lange frisch bleiben.

Unterscheidungsmerkmale:
- Büsche – kompakt, aber leistungsstark, mit einer mittleren Höhe von etwa 80-90 cm;
- Schießstände – aufrecht;
- Stängel – stark, elastisch und dicht beblättert;
- Blätter - dunkelgrün, fiederteilig mit breiten Lappen;
- Blumen – Frottee, kronenförmig, groß – bis zu 16-18 cm Durchmesser;
- Ausmalen – Die äußeren Blütenblätter sind hellrosa, in der Mitte befindet sich eine leuchtend gelbe „Krone“ aus Blütenblättern, und in der Mitte bildet sich eine originelle rosa Kugel;
- Blütenblätter – Zart, Staubblätter hellgelb.
Merkmale der Blüte
Top Brass blüht einmalig, aber dafür sehr üppig, 2–3 Wochen lang in der zweiten Junihälfte. Die Blüten halten lange und fallen nicht ab. Ihr Duft ist dezent und kaum wahrnehmbar.
Nach der Blütezeit und dem Abfallen der Blütenblätter empfiehlt es sich, die verblühten Blütenstände zu entfernen, damit die Pflanze ihre Stärke behält und das Krankheitsrisiko verringert wird.
Anwendung im Design
Top Brass Pfingstrosen werden oft neben farbenprächtigen Blumen sowie in der Nähe von Zäunen und mit Grün bewachsenen Lauben gepflanzt. Sie sehen sowohl als Solitärpflanzen als auch als Akzent in der Gartengestaltung wunderschön aus.
Diese Sorte wird häufig in Steingärten und Steingärten verwendet und entlang von Gartenwegen und in der Nähe von Teichen gepflanzt. Die Sträucher bleiben bis in den späten Herbst hinein dekorativ und bilden einen hervorragenden Hintergrund für andere Pflanzen.
Gute Nachbarn für Top Brass sind:
- Miniatur-Nadelhölzer (Zwergkiefern, Zwergfichten, Zwergtannen);
- Rosen;
- Malve;
- Tulpen;
- Kapuzinerkresse;
- Phlox;
- Stauden mit dekorativem Laub: Funkie, Berberitze, Thymian.
Reproduktionsmethoden
Top Brass kann Samen bilden, wird aber häufiger vegetativ vermehrt, da die Samen nicht immer ihre sortentypischen Eigenschaften behalten und erst 4–5 Jahre nach der Aussaat blühen. Die gängigste Methode ist die Teilung. Hierfür verwendet man am besten eine mindestens 4 Jahre alte, besser noch 5–6 Jahre alte Pflanze.
Teilungsphasen:
- Graben Sie vorsichtig um die Pfingstrose herum und heben Sie sie aus der Erde, wobei Sie darauf achten, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Schütteln Sie anschließend die Erde ab.
- Teilen Sie das Rhizom mit einem scharfen Messer in Stücke mit mehreren Knospen und jungen Wurzeln von mindestens 10-15 cm Länge.
- Beschädigte und alte Teile entfernen.
- Die Stecklinge 30 Minuten lang in eine Kaliumpermanganatlösung tauchen und die Schnittstellen anschließend mit Fungiziden behandeln.
Die beste Zeit zur Teilung von Top Brass ist von Ende August bis Mitte September. Weniger gebräuchliche Vermehrungsmethoden sind Stecklinge und Absenker.
Wachstumsregeln
Pfingstrosen werden von August bis Oktober gepflanzt, in kälteren Regionen bis Ende September. Zwischen der Pflanzung und dem ersten Frost sollten mindestens sechs Wochen liegen.
Bodenvorbereitung und Auswahl eines Pflanzstandorts
Für ein erfolgreiches Wachstum der Pfingstrosensorte „Top Brass“ ist eine sorgfältige Bodenvorbereitung wichtig. Die Pflanzen bevorzugen lockeren, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden. Es wird empfohlen, vor dem Pflanzen Kompost oder Humus einzuarbeiten, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern.
Die Pflanze verträgt weder hohe Grundwasserstände noch tiefliegende Gebiete, da ihr Rhizom empfindlich auf Staunässe reagiert und leicht faulen kann. Sie bevorzugt sonnige Standorte mit hellem Mittagslicht.
Landung
Achten Sie beim Kauf eines Stecklings aus einer Baumschule auf das Fehlen von Fäulnis und knotigen Verdickungen. Das Rhizom sollte mehrere Adventivtriebe und Knospen aufweisen, um ein erfolgreiches Anwachsen zu gewährleisten.
Schrittweiser Landealgorithmus:
- Bereiten Sie das Pflanzloch im Voraus vor. Seine Tiefe und sein Durchmesser sollten mindestens 50 cm betragen, bei größeren Teilstücken etwa 60 cm.
- Bringen Sie am Boden eine Drainageschicht aus Blähton, Kieselsteinen, Ziegelbruch, Schotter oder Kies an. Geben Sie anschließend eine Nährstoffschicht hinzu – eine Mischung aus Gartenerde, Kompost, Sand und Dünger wie Superphosphat oder Holzasche.
- Die Pflanze verträgt keine tiefe Pflanzung – pflanzen Sie die Teilstücke nicht tiefer als 7 cm.
- Füllen Sie das Loch mit einer Mischung aus Erde und Kompost, befeuchten Sie diese gut und verdichten Sie sie sorgfältig mit den Händen.
- Bei der Pflanzung in heißen Tagen sollte die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Kompost oder verrottetem Mist abgedeckt werden, um ein Austrocknen der Wurzeln zu verhindern.
Eine Woche nach dem Pflanzen kann man Kornevin ins Gießwasser geben, um die Wurzelbildung anzuregen. Beim Pflanzen in Gruppen ist zu beachten, dass sich die Sträucher ausbreiten. Daher sollte man einen Abstand von etwa 1,5 Metern zwischen den Pflanzen einhalten.
Nachbehandlung
Für die erfolgreiche Entwicklung der Pfingstrose 'Top Brass' ist eine umfassende Pflege unerlässlich, die einige wichtige Anbaumaßnahmen umfasst. Die Befolgung dieser Empfehlungen stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanze und gewährleistet eine üppige Blüte.
Bewässerung
Bei der Pflege von Pfingstrosen sind einige wichtige Punkte zu beachten. Die wichtigsten Anforderungen sind:
- Die Pflanze benötigt regelmäßiges Gießen, stehendes Wasser ist jedoch unzulässig;
- Besonders wichtig ist die Bewässerung während der Wachstums-, Blüte- und Knospenbildungsphasen im Frühjahr sowie bei Trockenheit.
- Im Sommer sollten die Sträucher großzügig bewässert werden – etwa 20 Liter Wasser pro Strauch und Woche;
- Vermeiden Sie, dass Wasser auf Blätter, Stängel und Blüten gelangt;
- Die Wurzeln dringen tief in den Boden ein, daher ist oberflächliches Bewässern wirkungslos.
Wenn der Herbst naht und sich die Blätter gelb färben, sollten Sie seltener gießen. Lockern Sie nach dem Gießen den Boden vorsichtig auf, um die Feuchtigkeit zu erhalten, und entfernen Sie Unkraut, ohne den Wurzelhals zu beschädigen. Verwenden Sie verrotteten Mist, Rinde oder Kies als Mulch.
Topdressing
Unter den mehrjährigen Stauden zählen Pfingstrosen zu den robustesten und pflegeleichtesten Pflanzen. Die Sorte „Top Brass“ benötigt in fruchtbarem Boden in den ersten zwei bis drei Jahren keine Düngung.
Befolgen Sie diese Empfehlungen:
- Ausgewachsene Pflanzen benötigen zu Beginn des Wachstums Stickstoff und Kalium sowie während der Knospenbildung und der gesamten Wachstumsperiode Kalium und Phosphor. Ein Stickstoffüberschuss ist unerwünscht, da er das Risiko von Grauschimmel erhöht.
- Düngen Sie abends oder an bewölkten Tagen, damit die Pflanzen nicht austrocknen.
- Blattdüngung – Besprühen der Blätter mit einer Lösung aus Borsäure (1 g pro 1 Liter Wasser) – führt zu guten Ergebnissen.
Bildung
Im ersten Wachstumsjahr der Pfingstrose empfehlen Experten, alle Knospen zu entfernen. In den Folgejahren sollte man an jedem Trieb eine Knospe belassen, um eine große Blütenpracht zu gewährleisten.
Vorbereitung auf den Winter
Im Herbst sollten die Stängel der Pfingstrosen mit einer Gartenschere bodennah zurückgeschnitten oder kleine Stummel stehen gelassen werden. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, sollte der Boden mit einem Fungizid wie Fitosporin behandelt werden. Anschließend wird der Boden mit Knochenmehl und Asche (etwa 10 kg pro Pflanze) bestreut und mit Erde bedeckt.
Sobald der Boden gefroren ist, streuen Sie verrotteten Pferdemist darüber. Dieser nährt die Wurzeln und fördert die Bildung großer Knospen und eine üppige Blüte. Die Pflanze übersteht den Winter gut unter Schnee, in kalten Regionen oder bei fehlender Schneedecke empfiehlt es sich jedoch, sie mit geeignetem Material abzudecken.
Schädlinge und Krankheiten
Die Sorte „Top Brass“ ist sehr widerstandsfähig und gegen viele Krankheiten immun. Die größten Bedrohungen für Pfingstrosen sind Pilzinfektionen und Insektenschädlinge, die in stehendem Wasser, zu nassem Boden und bei plötzlichen Temperaturschwankungen ideale Bedingungen vorfinden.
Am häufigsten werden Pfingstrosen von folgenden Krankheiten befallen:
- Grauschimmel (Botrytis paeonia). Es verursacht Knospenfäule, Dunkelfärbung und das Auftreten brauner Flecken auf Blättern und Stängeln und führt schnell dazu, dass die Pflanze welkt und abfällt.
- Rost (Cronartium flaccidum). Bildet braune Flecken auf den Blättern, wodurch diese austrocknen.
- Echter Mehltau (Erysiphales). Überzieht die Blätter mit einem weißen Belag, wodurch die Photosynthese verringert und die Pflanze geschwächt wird.
- Septoria-Blattfleckenkrankheit (Septoria Macrospora). Verursacht Fleckenbildung und Abfallen von Blättern und Trieben.
- Ringmosaik (Pfingstrosen-Ringfleckenvirus). Es zeigt sich als helle Flecken mit einem charakteristischen Muster. Es handelt sich um ein unheilbares Virus; infizierte Pflanzen müssen vernichtet werden.
Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, behandeln Sie die Pflanze mit einer Kupfersulfatlösung (50 g auf 10 Liter Wasser) und gießen Sie damit die Pflanze und die Erde um die Wurzeln. Weitere wichtige Pflegemaßnahmen sind: rechtzeitiger Rückschnitt, mäßiges Gießen und die Begrenzung der Stickstoffdüngung.
Die gefährlichsten Schädlinge sind Ameisen, Weiße Fliegen und Blattläuse – setzen Sie Insektizide zu deren Bekämpfung ein. Nematoden, kleine Würmer, die Bodenverdichtung verursachen und die Pflanze schwächen, können die Wurzeln von Pfingstrosen schädigen. Zur Bekämpfung eignen sich Pestizide wie Phosphamid.
Für und Wider
Rezensionen
Die Pfingstrose 'Top Brass' ist robust und blüht zuverlässig, selbst unter schwierigen Bedingungen. Ihre großen, gefüllten Blüten bleiben lange frisch, sowohl am Strauch als auch nach dem Schneiden. Sie ist pflegeleicht und daher ideal für erfahrene Gärtner und Anfänger. Ihr anmutiges Aussehen und ihr zarter Duft schaffen eine behagliche Atmosphäre.


















