Die Pfingstrose 'Sorbet', auch bekannt als Sherbet, ist eine gefüllte Sorte, die sich durch ihre einfache Pflege, ihre ungewöhnliche Färbung und ihren hohen Zierwert auszeichnet. Bei Einhaltung aller Pflegehinweise bleiben Schädlinge und Krankheiten fern.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Niederländische Züchter entwickelten die Sorte, woraus 1987 die hochfrostresistente Sorte Sorbet entstand. Für die Kreuzung wurden Stauden- und Strauchpfingstrosen verwendet, doch fehlen Informationen zu den genauen Sorten. Luc Klinkhammer gilt als deren Begründer.
Beschreibung des milchig blühenden Pfingstrosensorbets
Die Pfingstrose 'Sherbet' ist wunderschön blühende Pfingstrose, deren Name an das berühmte orientalische Dessert erinnert. Sie wird nicht nur von Gärtnern, sondern auch von Landschaftsarchitekten und Floristen geschätzt, da ihr dekoratives und markantes Aussehen auch nach der Blütezeit erhalten bleibt.
Größe und Form
Die besondere Färbung und Knospenstruktur dieser Sorte – sie gilt als dreischichtig – ergibt eine einzigartige Kombination aus drei Farbtönen: milchig-weiß, cremefarben und zartrosa. Weitere charakteristische Merkmale sind:
- Größe – groß, Durchmesser variiert zwischen 16 und 20 cm;
- Die Blütenblätter sind groß und leicht konkav;
- Farbintensität – gesättigt;
- Stempel und Staubblätter sind immer gelb;
- Merkmale der Blütenblätter: Im mittleren Teil der Knospe und an den Rändern sind sie groß und abgerundet, in der Mitte sind sie kleiner, spitz und dünn;
- Blütenblattstruktur – gefranst und zart;
- Blütenform – schalenförmig;
- Aroma – anziehend, intensiv;
- Die Früchte sind sternförmig;
- Samen – schwarz, oval, glänzend.
Wurzelsystem
Die Pfingstrose 'Sorbet' besitzt ein sehr kräftiges und dichtes Wurzelsystem, das bis zu 5 Meter tief reicht. Daher ist eine Pflanzung in Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel nicht möglich – ein Mindestabstand von 6 Metern über der Erdoberfläche ist erforderlich.
Blätter, Stängel
Der Strauch zeichnet sich durch seinen ausladenden Wuchs aus und ist 80 bis 90 cm breit. Die Stämme erreichen ähnliche Höhen. Weitere äußere Merkmale des Strauchs:
- verzweigt - dicht;
- Blätter – spitz zulaufend, netzartig, groß, 10 bis 15 cm lang;
- Die oberirdische Pflanzenteil ist dunkelgrün, nimmt aber im Herbst purpurrote Farbtöne an;
- Die Triebe sind aufrecht und haben eine starre Struktur.
Gärtner verzichten meist auf Stützen, doch wenn die Blüten sehr üppig sind und die Knospen ihre maximale Größe erreichen, können die kräftigen Stängel nach unten hängen. Daher ist es ratsam, im Voraus eine Ringkonstruktion anzubringen.
Blütenmerkmale
Sorbet ist ein Eukaryot aus der Klasse der Zweikeimblättrigen (Dicotyledonen) und der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Beachten Sie die wichtigsten Merkmale:
- Die Frostresistenz ist hoch, da Triebe und Wurzeln bei Temperaturen von -40 Grad nicht einfrieren;
- Anbaugebiete - absolut alles, vom Süden bis zum Norden;
- Die Sträucher können bis zu 20 Jahre lang an einem Standort wachsen, doch ihr Zierwert nimmt mit der Zeit ab. Experten empfehlen daher, die Sträucher alle 6 bis 8 Jahre neu zu pflanzen.
- Die Trockenresistenz ist gut, der Strauch wird ohne Bewässerung nicht eingehen, aber die Blüte wird spärlich sein;
- Schnittblumen – halten in einer Vase mit Wasser 15-20 Tage;
- Die Anforderungen an den Boden sind hoch, er muss so fruchtbar wie möglich sein;
- Die Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten ist durchschnittlich, daher sind vorbeugende Behandlungen notwendig.
Merkmale der Blüte
Die Blütezeit der Sorte Sorbet beginnt Anfang Juni und dauert 15 Tage. Während dieser Zeit verströmen die Blütenblätter einen intensiven Duft, der sich über mehrere Meter ausbreitet. Die Knospen sind kräftig und sitzen fest an den Stängeln, sodass sie niemals hängen, sondern stets nach oben gerichtet sind, als wollten sie sich der Sonne entgegenstrecken.
Anwendung im Design
Landschaftsarchitekten schätzen diese Sorte wegen ihrer einzigartigen Färbung, die sich harmonisch mit anderen Pflanzen kombinieren lässt. Besonders eindrucksvoll wirkt sie in Kombination mit Geißblatt, Taglilie, Salbei, Astern, Nelken, Phlox, Berberitzen und anderen Pflanzen mit üppigem Laub.
Dreischichtige Pfingstrosen werden verwendet als:
- Hintergrund: ein langes Blumenbeet;
- Element in einem mehrstufigen Blumengarten;
- zentraler Blickfang in einem runden Blumenbeet;
- Hecken zur Raumaufteilung;
- Rahmenmauern, Zäune, Pavillons, Bänke usw.
Reproduktionsmethoden
Da es sich bei Sorbet um eine Zuchtsorte und nicht um eine Hybride handelt, kann sie mit jeder Methode vermehrt werden, und selbst bei der Vermehrung aus Samen behalten die Nachkommen die mütterlichen Merkmale. Kurzinformation:
- Samen. Sie werden Ende Februar ausgesät und bis zum Herbst im Haus vorgezogen. Im Frühjahr werden sie vorübergehend ins Beet umgepflanzt und im darauffolgenden Jahr an ihren endgültigen Standort gesetzt. Die Anzucht ist langwierig und mühsam, aber man kann bis zu hundert Sämlinge auf einmal ziehen.
- Stecklinge. Sie werden im Herbst geschnitten und im Frühjahr an ihrem endgültigen Standort eingepflanzt. Die Blütezeit beträgt etwa ein Jahr.
- Durch Teilung des Rhizoms. Der Strauch sollte mindestens 3 Jahre alt sein. Wichtig ist, dass die Sträucher im Frühjahr blühen, wenn sie im Herbst vermehrt wurden.
| Reproduktionsmethode | Zeit bis zur ersten Blüte | Prozentsatz erfolgreicher Wurzelung |
|---|---|---|
| Samen | 3-4 Jahre | 60-70% |
| Stecklinge | 1-2 Jahre | 80-90% |
| Durch Teilung des Rhizoms | 1 Jahr | 95-100% |
Landeregeln
Wie bei allen Pfingstrosen erfolgt die Pflanzung nach dem Standardverfahren. Beachten Sie jedoch die sortenspezifischen Eigenschaften:
- Dank ihres kräftigen und sehr tiefen Wurzelsystems ist Umtopfen selten nötig, wählen Sie daher gleich den richtigen Standort. Diese Sorte bevorzugt sonnige Plätze. Halbschatten verträgt sie nur wenige Stunden am Tag.
- Die optimale Pflanzzeit ist der Herbst, jedoch einige Monate vor dem ersten Frost. In rauen Klimazonen kann die Pflanzung sogar noch Ende oder Mitte August erfolgen.
- Die Pflanzlöcher haben eine Größe von 50 x 50 cm. Der Abstand zwischen den Pflanzen beträgt mindestens 2–2,5 m.
- Die oberste Knospe sollte sich 5 cm unter der Erde befinden.
- ✓ Für optimales Wachstum sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,5 und 7,5 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe an den Wurzeln zu vermeiden.
Nachbehandlung
Wie beim Pflanzen sollten Sie auch hier einige sortenspezifische Unterschiede berücksichtigen:
- Die Büsche gießen. Diese Sorte verträgt keine häufige Bewässerung; gießen Sie höchstens einmal alle 7–10 Tage. Ein Strauch benötigt 30 Liter Wasser.
- Topping. Sorbet gedeiht auch ohne Dünger, aber Nährstoffe verlängern die Blütezeit und verbessern die Knospenbildung. Diagramm:
- Zu Beginn der Triebbildung (Frühling) Ammoniumsulfat oder Harnstoff zugeben:
- Während der Knospenbildung wird Nitrophosphat oder Superphosphat benötigt (kann durch eine Mischung aus Phosphor und Kalium ersetzt werden);
- Während der aktiven Blütezeit kann ein beliebiger Mineralstoffkomplex verwendet werden;
- Im Herbst, unmittelbar nach der Blüte, werden nur Kalium und etwas Phosphor verbraucht, wodurch die Frühjahrsblüte früher beginnt.
Vorbereitung auf den Winter
Die Vorbereitungsarbeiten sollten unmittelbar nach der Blütezeit beginnen. Reduzieren Sie dazu die Gießhäufigkeit schrittweise, indem Sie jeweils weniger Wasser verwenden. Schneiden Sie anschließend alle verblühten Blüten ab und führen Sie 2–3 Wochen vor dem zu erwartenden Frost folgende Maßnahmen durch:
- Dünger ausbringen.
- Nach einer Woche den Boden auflockern und je nach Klima eine 10-20 cm dicke Mulchschicht ausbringen.
- Kürzen Sie alle Triebe so, dass die Stecklinge 3-4 cm über dem Boden stehen.
Schädlinge und Krankheiten
Sorbet ist zwar nicht besonders resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, aber auch nicht anfällig für alle. Die häufigsten sind:
- Echter Mehltau. Zu den Symptomen gehört ein leichter, pudriger Belag auf den Blättern. Die Krankheit kann mit Bordeauxbrühe oder anderen Fungiziden behandelt werden.
- Graufäule. Die Krankheit äußert sich durch schwarze Flecken an den oberirdischen Pflanzenteilen, woraufhin der Stängel Staunässe erleidet und abstirbt. Zur Behandlung Kupfersulfat verwenden.
- Rost. Auf den Blättern bilden sich rostfarbene, dann bräunliche Flecken. Fundazol wird angewendet.
Septoria-Blattflecken, Wurzelfäule und Cladosporiose sind äußerst selten. Zur Behandlung werden gezielte Medikamente eingesetzt.
Zu den Schädlingen, die Probleme verursachen können, gehören Rosenkäfer, Blattläuse, Ameisen und Nematoden. Diese sollten mit Insektiziden bekämpft werden. Um Probleme zu vermeiden, führen Sie ab dem Frühherbst dreimal pro Saison vorbeugende Behandlungen durch. Beachten Sie unbedingt alle landwirtschaftlichen Richtlinien, insbesondere hinsichtlich der Luftfeuchtigkeit.
Rezensionen zu Pfingstrosensorbet
Die Pfingstrose 'Sorbet' ist eine pflegeleichte und anspruchslose Sorte, benötigt aber aufgrund ihres ausgedehnten Wurzelsystems einen hohen Wassergehalt im Boden. Aus demselben Grund ist das Umpflanzen ausgewachsener Sträucher schwierig. Im Sommer jedoch bietet die Pflanze ihrem Gärtner ein unvergessliches Erlebnis: Sie besticht durch ihre Schönheit und einen intensiven Duft, der den gesamten Garten erfüllt.






