Die Lorelei-Pfingstrose ist eine reichblühende Pflanze und gehört zur Artkreuzung der Lactiflora. Sie zeichnet sich durch ihre einzigartige, chamäleonartige Färbung aus und gilt als pflegeleicht und frostbeständig. Ihr lateinischer Name ist Lorelei.
Schöpfungsgeschichte
Lorelei wurde 1996 im amerikanischen Zuchtzentrum „Hollingsworth“ entwickelt. Für die Hybridisierung wurden Good Chir und Lactiflora verwendet.
Beschreibung des Aussehens der Pflanze und der Blüten
Lorelei gehört zur Klasse der zweikeimblättrigen Pflanzen, zur Ordnung der Steinbrechgewächse, ist Teil der Gruppe der Halbzwerg-Pfingstrosen und zeichnet sich durch folgende charakteristische Merkmale aus:
- Busch. Höhe: ca. 70 cm, Zierpflanze. Die Krone besteht aus kräftigen Trieben mit jeweils einem Blütenstand; es gibt aber auch Exemplare mit 3–4 Blüten. Die Blätter sind klassisch grün mit zahlreichen hellgrünen Adern. Sie sind spitz zulaufend und aufrecht (die Blätter hängen nicht). Das Laub ist dicht.
- Knospen. Groß, 13-15 cm im Durchmesser. Bombenförmig, ohne Staubblätter oder Stempel.
- Farbe und Geruch. Der Duft ist süßlich. Die Grundfarbe ist ein sattes Tomatenorange. Die Blütenblätter sind an der Basis rosa. Mit der Zeit entwickelt sich der Farbton zu Orange-Aprikose, und bei voller Sonneneinstrahlung nimmt er einen Pfirsichton an.
Weitere Indikatoren:
- hohe Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge;
- Die Sträucher vertragen kurzfristige Trockenheit problemlos;
- Kann zum Schneiden verwendet werden - hält sich in einer Vase mit Wasser etwa 10 Tage;
- Die Blütenblätter verblassen in der Sonne;
- Erhaltung des dekorativen Erscheinungsbildes ohne Neubepflanzung für mindestens 6 Jahre, maximal 20 Jahre.
Lorelei ist gut frostbeständig – ohne Abdeckung frieren die Triebe bei Temperaturen von -34 bis -40 Grad nicht ein.
Zeitpunkt und Merkmale der Blüte
Die Knospenbildung beginnt früh – Anfang Mai und im frühen Frühling, nach dem 20. April. Die gefüllten Knospen öffnen sich bis zum 10. Juni, die Blütezeit ist jedoch kurz – 10 bis 15 Tage, oder 3 Wochen bei intensiver Pflege.
Die Blüte setzt langsam ein, doch schon im Knospenstadium sehen die Blütenknospen ungewöhnlich aus – die Blütenblätter sind ordentlich angeordnet und wellenförmig eingerollt. Die erste Blüte beginnt im zweiten Jahr nach der Pflanzung und erreicht ihren Höhepunkt spätestens im dritten Jahr.
Anwendung im Design
Lorelei ist vielseitig – Pfingstrosen werden nicht nur in der Floristik für wunderschöne, formale Sträuße verwendet, sondern auch in der Landschaftsgestaltung. Die Sträucher können einzeln oder in Kombination mit anderen Blumen und Pflanzen gesetzt werden. Die Kombinationsmöglichkeiten sind jedoch begrenzt. Sie harmonieren nur mit folgenden Pflanzen:
- Astern;
- Rosen;
- Tulpen;
- Lilien;
- Taglilien;
- Zinnien;
- Godets;
- Chrysanthemen.
Pulsatilla, Nieswurz, Anemone und Adonis sind absolut ungeeignet - sie entziehen dem Boden alle Nährstoffe.
Landeregeln
Im Gegensatz zu anderen Sorten, die typischerweise sonnige Standorte bevorzugen, gedeiht Lorelei am besten im Schatten oder Halbschatten; andernfalls verblassen die Blütenblätter stark und die Knospen sehen unansehnlich aus. Bei der Pflanzung sind weitere Sorteneigenschaften zu beachten:
- Die Hybride ist hinsichtlich der Bodenart überhaupt nicht wählerisch, solange der Boden nährstoffreich ist.
- Die Tiefe des Pflanzlochs beträgt 60 cm, ebenso der Durchmesser;
- Die Zusammensetzung des Substrats im Boden besteht zu gleichen Teilen aus Gartenerde, Torf und Humus. Für jedes Loch werden 500 g Holzasche (vorzugsweise aus Birke) und 200-250 g Superphosphat verwendet.
- Das Wurzelsystem des Sämlings muss mit Heteroauxin behandelt werden - 1 Tablette Biostimulans und 25 g Kupfersulfat pro 5 Liter Wasser.
Die Pflanzzeit ist entweder Herbst oder Frühling. Der Herbst ist jedoch vorzuziehen, da die Blüte dann im Frühling beginnt.
Nachbehandlung
Bei der Pflege der Lorelei-Pfingstrose sind neben den Standardmaßnahmen noch einige weitere Aspekte wichtig:
- Bei der Pflanzung im Herbst, vor dem ersten Frost, müssen die Sträucher dreimal gegossen werden.
- Zukünftig sollte reichlich gegossen werden – 20 Liter pro Busch, aber nicht zu häufig – einmal alle 9-10 Tage;
- Es genügt, einmal im Jahr Dünger auszubringen – Mitte August sollte man einen Mineraldünger für Pfingstrosen verwenden.
- Im frühen Frühling, wenn die Knospen anschwellen, werden die Sträucher mit Fitosporin behandelt.
Fütterungsplan
| Zeitraum | Dünger | Norm |
|---|---|---|
| Frühling | Ammoniumnitrat | 15 g/m² |
| Knospen | Nitrophoska | 20 g/m² |
| Nach der Blüte | Superphosphat + Kaliumsalz | 25+15 g/m² |
| August | Knochenmehl | 100 g/Busch |
| Einmal alle 3 Jahre | Verrotteter Mist | 5 kg/m² |
Was tun, wenn sie nicht blüht: mögliche Gründe
Die Hybride zeichnet sich durch üppige und reichhaltige Blüte aus, doch manchmal stellen Gärtner fest, dass sich keine Knospen bilden. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Unfruchtbarkeit;
- überschüssiger Stickstoff;
- falsche Landetechnik;
- zu trockener Boden.
Um das Problem zu lösen, muss zunächst die genaue Ursache ermittelt werden. Anschließend sollte die Bewässerung und Düngung wieder normalisiert werden; gegebenenfalls muss der Strauch an einen neuen Standort verpflanzt werden.
Was ist nach der Blüte zu tun?
Die Blüten verwelken allmählich – sie sollten mit einem 2–3 cm langen Stielansatz abgeschnitten werden. Was sollten Sie sonst noch tun?
- Zupfen Sie 2-3 Blattpaare der oberen Blätter ab;
- Die Häufigkeit und Menge des Gießens schrittweise reduzieren;
- füttern.
Vorbereitung auf den Winter
Schutzzeiten nach Region
| Region | Fristen | Schutzmaterial |
|---|---|---|
| Südliche Regionen | Bis zum 15. November | Torf + Fichtenzweige |
| Mittlere Zone | Ende Oktober | Agrotex 60 g/m² |
| Nordwest | Mitte Oktober | Doppelte Lage Spinnvlies |
| Ural, Sibirien | Anfang Oktober | Rahmenunterstand + Schaumstoff |
Obwohl Lorelei-Pfingstrosen frostresistent sind, benötigen sie vor dem Winter einige Vorbereitungsmaßnahmen. So gehen Sie vor:
- Ein paar Wochen vor dem erwarteten Frost sollten die Triebe gekürzt werden;
- Den Bereich um den Baumstamm mit Torf mulchen, Schichtdicke: 5 cm;
- Darauf eine bis zu 3 cm dicke Schicht Humus, vermischt mit Holzasche, geben und mit trockenem Gras noch höher bestreuen.
Schädlinge und Krankheiten
Die Hybride ist gegen alle Pilz- und Infektionskrankheiten resistent, mit einer Ausnahme: Grauschimmel. Dieser äußert sich durch Schimmelpilzflecken an den oberirdischen Pflanzenteilen und Stammfäule. Um dieser Krankheit vorzubeugen, sollten Sie auf die Hauptursachen achten:
- Stickstoffüberschuss im Boden;
- erhöhte Luftfeuchtigkeit bei anhaltenden Regenfällen;
- das Vorhandensein infizierter Pflanzen in der Nähe;
- Wasserstau aufgrund übermäßiger Bewässerung;
- Mangel an Phosphor, Kalium, Mangan und anderen Spurenelementen.
Zur Behandlung wird Kupfersulfat verwendet: 50 g des Präparats auf 10 Liter Wasser. Die Pflanze wird behandelt, nachdem die befallenen Teile entfernt wurden. Zu den Schädlingen, vor denen man sich in Acht nehmen sollte, gehören Bronzekäfer, Rasenameisen und Nematoden.
Schutzausrüstung
| Problem | Vorbereitung | Konzentration | Verarbeitung |
|---|---|---|---|
| Grauschimmel | Fundazol | 0,2 % | 2 Mal im Abstand von 10 Tagen |
| Bronzekäfer | Aktara | 4 g/10 l | 1 Mal beim Erscheinen |
| Ameisen | Ameisenbär | 1 ml/10 l | Ameisenhügel bewässern |
| Nematoden | Nematophagin | 100 ml/m² | Ausbringung auf den Boden im Frühjahr |
Reproduktionsmethoden
Vergleich der Reproduktionsmethoden
| Parameter | Das Buschland teilen | Stecklinge |
|---|---|---|
| Fristen | August-September | Juni-Juli |
| Pflanzenalter | Ab 4 Jahren | Ab 3 Jahren |
| Ertrag des Pflanzguts | 2-5 Divisionen | 10-20 Stecklinge |
| Beginn der Blüte | Zum zweiten Mal in Folge | Für 3-4 Jahre |
| Überlebensrate | 85-90% | 60-70% |
Lorelei-Pfingstrosensamen sind sehr teuer und im Handel selten erhältlich, weshalb sie sich nicht jeder Gärtner leisten kann. Das Sammeln eigener Samen ist sinnlos, da die Eigenschaften der Mutterpflanze (aufgrund ihrer Hybridherkunft) nicht erhalten bleiben. Daher werden zur Vermehrung nur zwei Methoden angewendet:
- Teilung des Pfingstrosenrhizoms. Dies ist die schnellste und effektivste Methode, da das Rhizom kräftige Fortsätze und zahlreiche Erneuerungsknospen besitzt. Die Teilungszeit der Wurzeln liegt zwischen dem 20. August und Ende September; bei anhaltend heißem Wetter sollte der Zeitpunkt jedoch etwas verschoben werden.
- Vermehrung durch Stecklinge. Eine weitere geeignete Methode, allerdings blüht die Pflanze nicht im ersten Jahr nach der Vermehrung, sondern erst im dritten oder vierten. Dafür erhält man aber gleichzeitig eine große Anzahl an Stecklingen.
Rezensionen
Die Lorelei-Pfingstrose gilt als beliebte und kostspielige Pflanze. Daher ist es ratsam, frühzeitig über eine Vermehrung der Sträucher im Vorgarten nachzudenken. Ihre Überlebensrate ist hoch; entscheidend ist die richtige Pflanzmethode. Blumen mit ungewöhnlichen Farben zu züchten ist recht einfach.





