Pfingstrosen sind für ihre Schönheit und Pflegeleichtigkeit bekannt. In den letzten Jahren erfreuen sich Hybrid-Sorten, die sich durch ihr exotisches Aussehen auszeichnen, zunehmender Beliebtheit. Eine beliebte Sorte ist die Julia Rose, die mit ihren ungewöhnlich gefärbten Knospen und großen Blüten besticht.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Die in den 1990er Jahren von einem amerikanischen Züchter entwickelte Sorte erfreute sich schnell großer Beliebtheit und verbreitete sich weltweit. Heute ist sie nicht nur im Ausland, sondern auch in heimischen Gärten hoch geschätzt.
Beschreibung der Itoh-Pfingstrose Julia Rose
Dieser kompakte und wohlproportionierte Strauch mit aufrechten Trieben und kräftigen Stämmen erreicht eine Höhe von 80 cm. Seine dunkelgrünen Blätter weisen eine elegante, zarte Struktur auf. Eine einzelne Pflanze produziert eine beeindruckende Anzahl von Knospen – 40 bis 50.
Die großen, halbgefüllten Blüten mit einem Durchmesser von 18 cm öffnen sich in einem satten Dunkelrosa, das allmählich in ein Rosa-Orange übergeht. Später nehmen sie eine cremefarbene Gelbfärbung mit zarten rosa Reflexen an. Auch üppige Blüten in verschiedenen Farbtönen sind vorhanden.
Die Blütenblätter sind gebogen und fühlen sich seidig an. Goldene Staubblätter und hellgrüne Stempel mit cremefarbenen Narben befinden sich im Zentrum. Die Blüte verströmt einen angenehmen, leichten Duft.
- ✓ Das Vorhandensein goldener Staubblätter und hellgrüner Stempel mit cremefarbenen Narben.
- ✓ Die Blütenfarbe ändert sich von Dunkelrosa zu Cremegelb mit rosa Nuancen.
Eigenschaften
Julia Rose erbt die besten Eigenschaften ihrer Eltern. Ihre Frostresistenz, wie sie auch bei Staudenpfingstrosen vorkommt, ermöglicht es ihr, den Winter ohne Schutz zu überstehen. Die Blütenform und -farbe von Strauchpfingstrosen verleihen ihr eine dekorative Note.
Merkmale der Blüte
Die üppige Blüte beginnt Mitte Mai und dauert bis Mitte Juli, in manchen Fällen sogar noch länger.
Anwendung im Design
Üppige Sträucher können als Solitärpflanzen eine schöne Gartendekoration sein, doch geschickte Kombinationen mit anderen Pflanzen ermöglichen die Gestaltung einer einzigartigen Gartenlandschaft. Nachfolgend finden Sie einige geeignete Optionen:
- Kleinblättrige Pflanzen werden neben Ito-Hybriden gepflanzt, um ein reizvolles Kontrastspiel zu erzeugen. Sie werden oft neben größeren Bäumen platziert.
- Die zarten Knospen in Pastellfarben werden durch das satte Grün des Wacholders besonders hervorgehoben.
- Pfingstrosen sind eine malerische Bereicherung für Rasenflächen entlang von Wegen. Niedrig wachsende Pflanzen werden an den Rändern gepflanzt und entweder in einer zweiten Reihe oder in separaten Gruppen von 3-4 Sträuchern angeordnet.
- Das Laub der Hybride behält während der gesamten Saison einen satten grünen Farbton, was sie bei Landschaftsarchitekten beliebt macht.
Reproduktionsmethoden
Da es sich bei der Pfingstrose 'Julia Rose' um eine Hybride handelt, wird sie ausschließlich vegetativ vermehrt, um die einzigartigen Eigenschaften der Sorte zu erhalten. Verwenden Sie dazu folgende Methoden:
- Stecklinge. Verwenden Sie einen kräftigen Trieb mit einer noch geschlossenen Knospe von einem gesunden, mindestens 3–4 Jahre alten Strauch. Schneiden Sie die oberen Blätter um die Hälfte zurück und entfernen Sie die unteren vollständig. Tauchen Sie den Steckling in ein Wachstumsförderungsmittel und pflanzen Sie ihn schräg in lockere, feuchte Erde.
Decken Sie die Pflanze mit einer abgeschnittenen Flasche oder Folie ab, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen. Lüften Sie sie regelmäßig. An den Stellen, an denen die Blätter entfernt wurden, bilden sich Wurzeln und Knospen. - Schichten. Harken Sie fruchtbare Erde um die jungen Triebe und häufeln Sie diese auf eine Höhe von 30 cm an. Gießen Sie die Triebe zusammen mit der Hauptpflanze den ganzen Sommer über. Im Herbst graben Sie die angehäuften Triebe aus und schneiden Sie sie ab, falls sich am unteren Ende Wurzeln gebildet haben.
Pflanzen Sie die so entstandenen Exemplare an einem neuen Standort ein. Entfernen Sie die Knospen an den ausgewählten Trieben, um die Blüte zu verhindern und die Nährstoffe in die Wurzelentwicklung zu lenken. - Das Buschland teilen. Schneiden Sie den oberirdischen Teil Anfang September auf 10 cm zurück. Nehmen Sie den Strauch aus der Erde und teilen Sie ihn in mehrere Teilstücke mit jeweils 3–4 Knospen. Behandeln Sie die Teilstücke mit einer Kaliumpermanganat- oder Holzaschelösung, um Fäulnis vorzubeugen. Pflanzen Sie sie anschließend in neue Pflanzlöcher.
- ✓ Für eine optimale Wurzelbildung sollte die Bodentemperatur mindestens +15°C betragen.
- ✓ Die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus sollte bei 85-90% gehalten werden.
Die beliebteste Methode ist die Teilung des Rhizoms.
Landeregeln
Die optimale Pflanzzeit ist Ende August bis Anfang September. Wählen Sie Pflanzen, die mindestens 4–5 Jahre alt sind und 6–7 Triebe haben.
Hilfreiche Tipps:
- Entfernen Sie verfaulte Teile und Blattreste von den Stecklingen. Behandeln Sie die Schnittstellen mit Fitosporin-M oder HOM, um sie vor Krankheiten zu schützen.
- Wählen Sie einen erhöhten, gut durchlässigen Standort mit neutralem oder leicht alkalischem Boden. Der Boden sollte frostfrei sein, damit die Pflanzen genügend Zeit zum Anwachsen haben.
- Bereiten Sie Pflanzlöcher von etwa 80 x 80 cm Größe vor. Füllen Sie die Löcher zu zwei Dritteln mit Gartenerde und geben Sie jeweils 200 g Humus, Mist, Holzasche, Knochenmehl und Doppelsuperphosphat hinzu. Bei lehmigem Boden etwas Sand untermischen.
- Behandeln Sie die Wurzeln des Sämlings mit Wurzelstimulanzien. Setzen Sie das Rhizom mittig in das Pflanzloch und bestreuen Sie es leicht mit einem Sand-Asche-Gemisch, um Fäulnis vorzubeugen. Bedecken Sie die Teilung mit einer 3–7 cm dicken Erdschicht.
Nachbehandlung
Die Pflanzen gedeihen prächtig, wenn sie richtig gepflegt werden. Beachten Sie diese grundlegenden landwirtschaftlichen Praktiken:
- Bewässerung. Verwenden Sie weiches, warmes Wasser. Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe, um die Pflanze nicht zu schädigen.
- Topping. Düngen Sie dreimal pro Saison. Die erste Düngung erfolgt im zeitigen Frühjahr vor der Blüte mit einer Mischung aus mineralischen und organischen Düngemitteln. Die zweite Düngung erfolgt während der Knospenbildung und die dritte zwei Wochen nach dem vollständigen Aufblühen der Knospen.
- Mulchen und Auflockern. Dies ist unerlässlich für die langfristige Speicherung der Bodenfeuchtigkeit. Lockern Sie den Boden nach jedem Gießen gründlich auf, damit Sauerstoff und Feuchtigkeit die Wurzeln erreichen.
- Trimmen. Im Herbst sollten die Stängel zurückgeschnitten und die Blätter vollständig entfernt werden. Die Schnittstellen werden mit Holzkohle bestreut. Diese Maßnahme erfolgt nach dem ersten Frost.
Eine Verpflanzung an einen neuen Standort ist nur dann ratsam, wenn sie unbedingt notwendig ist; in der Regel wird dieser Vorgang mit der Teilung des Strauchs kombiniert.
Vorbereitung auf den Winter
Sie ist frosthart und kann auch in nördlichen Regionen angebaut werden. Um sie vor extremen Temperaturen zu schützen, empfiehlt sich ein einfacher Überdachungsschutz. Bei Kälteeinbruch häufeln Sie die verbleibenden Stängel mit Erde an. Füllen Sie das Beet anschließend mit trockenem Laub oder anderem organischen Material bis zu einer Tiefe von mindestens 10 cm. Decken Sie es mit einem Vlies ab und befestigen Sie dieses an den Seiten.
Schädlinge und Krankheiten
Die Julia-Rose gilt als krankheitsresistente Sorte und wird selten von Schädlingen befallen. Bei starkem Temperatursturz oder hoher Luftfeuchtigkeit können die Sträucher jedoch anfällig für Grauschimmel werden.
Um den Schutz der Pflanzen zu gewährleisten, wird empfohlen, die Zusammensetzung des Düngers regelmäßig zu ändern und die Feuchtigkeitsmenge beim Gießen unter Berücksichtigung der sich ändernden Wetter- und Klimabedingungen anzupassen.
Zu den Schädlingen zählen folgende zu den gefährlichsten:
- Weiße Fliegen;
- Ameisen;
- Blattlaus;
- Schildläuse.
Entdecken Sie Insekten im Frühstadium, können Sie auf Hausmittel zurückgreifen. Wirksame Methoden sind beispielsweise eine Lösung aus fein gemahlener Waschseife und ein Sud aus Kamille und Löwenzahn. Bei geringem Schädlingsbefall hilft ein Sud aus Holzasche.
Wenn Hausmittel nicht helfen, sollten Sie Ihre Pflanzen mit Insektiziden besprühen. Wirksame Mittel sind beispielsweise:
- Confidor Extra.
- Diazinon.
- Imidacloprid.
- Bioshield.
Rezensionen zur Pfingstrose Julia Rose
Die Pfingstrose 'Julia Rose' ist ein wahres Schmuckstück im Garten. Ihre Blüten gehören zu den ersten, die sich öffnen und mehrere Wochen lang mit ihrer Pracht erfreuen. Die Pflanze ist sehr robust und resistent gegen Frost und Trockenheit. Sie benötigt nur wenig Pflege – Gießen, Düngen und das Entfernen verblühter Knospen. Sie eignet sich sowohl für erfahrene als auch für unerfahrene Gärtner.






