Die Pelargonie benötigt das ganze Jahr über ausreichend Nährstoffe, um gesund zu bleiben und üppig zu blühen. Indem Sie die empfohlenen Düngepläne befolgen und die saisonalen Bedürfnisse der Pflanze berücksichtigen, schaffen Sie optimale Bedingungen für Wachstum und Entwicklung. Mit der richtigen Pflege und etwas Aufmerksamkeit wird die Pflanze zu einem attraktiven Blütenschmuck.
Warum blüht die Pelargonie nicht?
Pelargonien zählen zu den beliebtesten Pflanzen für die Zimmerkultur und Gartenbeete. Sie werden wegen ihrer Pflegeleichtigkeit, Trockenheitsverträglichkeit, langen Blütezeit und der großen Vielfalt an Sorten und Farben geschätzt.
Doch selbst eine so robuste Blume kann Schwierigkeiten haben – meistens blüht die Pflanze einfach nicht. In diesem Fall kann der richtige Dünger ihre dekorative Schönheit wiederherstellen.
Häufige Gründe für ausbleibende Blüte:
- Lichtmangel. Diese sonnenliebende Pflanze verträgt Schatten nicht gut. Bei unzureichender Lichtintensität, insbesondere im Winter, ist zusätzliche Beleuchtung erforderlich.
- Bodenauslaugung. Wenn eine Pflanze zu lange im selben Topf wächst, werden die Nährstoffe im Boden aufgebraucht. Ohne regelmäßige Düngung wächst die Pflanze schlecht und blüht nicht.
- Stress nach der Transplantation. Das Umtopfen der Pflanze in einen neuen Topf führt oft zum Abfallen der Knospen. Um die Pflanze zu stützen, besprühen Sie die Blätter mit einer Epin- oder Zircon-Lösung und gießen Sie die Wurzeln mit Kornevin.
- Das Altern des Busches. Mit zunehmendem Alter benötigen Pelargonien eine Verjüngung. Schneiden Sie die alte Pflanze fast bis zum Boden zurück, lassen Sie die Triebe bewurzeln und düngen Sie die verbleibenden Wurzeln mit Kaliummonophosphat, Calciumnitrat und einem mineralischen Komplexdünger wie Plantafol 20-20-20.
- Der Topf ist zu geräumig. Solange die Wurzeln der Pflanze den Boden nicht vollständig umschlossen haben, wird sie nicht blühen. Wählen Sie einen Topf, der der Größe des Wurzelsystems entspricht.
Welche Substanzen sind für eine lange und üppige Blüte notwendig?
Pelargonien benötigen besonders während der Blütezeit Nährstoffe. Diese Phase fällt mit dem aktiven Wachstum zusammen, in dem die Pflanze nicht nur Blütenstängel, sondern auch Laub bildet. Wichtig ist jedoch ein ausgewogenes Verhältnis: Zu viel Stickstoff, der für das Blatt- und Triebwachstum verantwortlich ist, kann die Blüte beeinträchtigen.
Bei Überdüngung mit Stickstoff bildet die Pflanze kräftige, üppige Sträucher mit leuchtend grünem Laub, blüht aber selten. Um die Knospenbildung zu gewährleisten, benötigt die Pflanze weitere Nährstoffe:
- Kalium;
- Phosphor;
- Bor;
- Zink;
- Eisen;
- Mangan.
Diese Substanzen regen die Bildung von Blütenknospen an, verlängern die Blütezeit und verbessern den allgemeinen Zustand der Pflanze.
Hilfreiche Tipps:
- Eine gute Option ist der Flüssigdünger „Dobraya Sila“ für Zierblumen. Er enthält neben essentiellen Nährstoffen auch Humate, Bernsteinsäure und B-Vitamine.
Es nährt die Wurzeln, stärkt die Abwehrkräfte und verbessert die Bodenqualität. Bereiten Sie eine Düngelösung mit 10 ml pro Liter Wasser zu. Wenden Sie diese von März bis Oktober alle 7–10 Tage an. - Eine üppig blühende Pelargonie verbraucht viele Ressourcen. Neue Blütenstängel ersetzen sich rasch, manchmal sogar die ganze Saison über. Bei Nährstoffmangel bleiben die Knospen kleiner, die Blütenzahl nimmt ab und die Blütezeit verkürzt sich.
- Vor dem Düngen empfiehlt es sich, die Pflanze 3–6 Stunden (oder 24 Stunden, wenn der Boden langsam austrocknet) vorzuwässern. Dadurch verteilen sich die Nährstoffe gleichmäßig im Boden und können von den Wurzeln leichter aufgenommen werden.
Für eine üppige und langanhaltende Blüte benötigen Pelargonien einen ausgewogenen Dünger mit Kalium, Phosphor und Spurenelementen. Regelmäßiges, aber sachgemäßes Düngen trägt zur Gesundheit der Pflanze bei und sorgt für beeindruckende Ergebnisse – üppige, langanhaltende Blüten, ohne die Pflanze zu schädigen.
Düngemittelarten
Nährstoffe können in verschiedenen Formen ausgebracht werden, von mineralischen Granulaten bis hin zu flüssigen organischen Lösungen. Nachfolgend sind die wichtigsten Düngemittelarten aufgeführt, die für Zimmerpelargonien geeignet sind.
Was benötigt man für die Blüte? Effektive Mineraldünger
Phosphor und Kalium sind die Schlüsselelemente für die Knospenbildung und die verlängerte Blütezeit von Pflanzen. Deshalb werden mineralische Düngemittel mit einem hohen Gehalt an diesen Substanzen oft als „Blühbeschleuniger“ oder „Knospenstimulatoren“ bezeichnet.
Düngemittel mit erhöhtem Phosphor- und Kaliumgehalt:
- Meister 13-40-13;
- Plantafol 10-54-10;
- Kaliummonophosphat;
- Florist Bud;
- Aquarin für die Blüte.
Komplexe Mineralzusammensetzungen für Blütenpflanzen:
- Bona Forte für blühende Pflanzen;
- Bona Forte für Petunien.
Diese Präparate eignen sich zur regelmäßigen Düngung von Nutzpflanzen und tragen dazu bei, die Bildung neuer Knospen anzuregen, die Blütenfarbe zu verbessern und die Blütezeit zu verlängern.
Bio-Dünger für Zuhause
Pelargonien lassen sich gut mit organischen Düngemitteln versorgen, besonders wenn Sie eine natürliche Pflege bevorzugen. Hier ist eine Liste sicherer und wirksamer organischer Düngemittel für diese Pflanze:
- Aufguss aus Königskerzen oder Pferdemist. Im Verhältnis 1:10 verdünnen (1 Teil Mist auf 10 Teile Wasser) und 2-3 Tage stehen lassen.
Geeignet zur Fütterung während der aktiven Wachstumsphase. Nicht öfter als einmal alle zwei Wochen anwenden. - Hühnermist (verdünnt). Ein hochwirksamer Dünger – mit Vorsicht verwenden. 1:15 verdünnen und 3–5 Tage einwirken lassen.
Geeignet zur Fütterung im Frühling und Sommer, höchstens einmal alle 3 Wochen. - Ascheaufguss. 200 g Holzasche in 2 Liter heißes Wasser geben, 24 Stunden warten, dann abseihen.
Der Aufguss ist reich an Kalium, Kalzium und Spurenelementen und fördert die Blüte. Anwendung: alle 10–14 Tage. - Kräuteraufguss (Gründünger). Gehackte Unkräuter (Brennnessel, Wegerich, Giersch usw.) in Wasser einweichen und 5–7 Tage gären lassen. Anschließend 1:10 verdünnen und die Pelargonie damit gießen. Dies ist ein allgemeiner Stärkungsdünger, der sich für den Hochsommer eignet.
Volksheilmittel
Natürliche Düngemittel werden von Gärtnern wegen ihrer Erschwinglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit geschätzt. Viele von ihnen verursachen keine zusätzlichen Kosten und tragen bei richtiger Anwendung zu gesundem Pflanzenwachstum und üppiger Blüte bei.
Beliebte Volksheilmittel:
- Borsäure. Stimuliert die Knospenbildung und fördert die Blüte. Zubereitung: 0,2 g des Produkts in 1 Liter warmes Wasser geben und gründlich umrühren, bis es sich vollständig aufgelöst hat.
Vor dem Einpflanzen die Pflanzen gründlich mit sauberem Wasser befeuchten, anschließend die Düngerlösung (maximal 50–70 ml pro Pflanze) auftragen. Einmal im Monat düngen. - Zucker. Zucker ist eine Quelle für Glukose, die für Stoffwechselprozesse unerlässlich ist. Zu viel Zucker kann jedoch zu Bodenversauerung und Schädlingsbefall (z. B. durch Ameisen) führen. Anwendung: 1 Teelöffel Zucker in 1 Liter Wasser auflösen und unter die Wurzeln der Pflanze gießen.
Nicht öfter als 2-3 Mal im Monat anwenden. - Bananenschale. Eine natürliche Quelle für Kalium und Magnesium. Die Schalen von 2–3 Bananen klein schneiden, mit 1 Liter warmem Wasser übergießen und 1–2 Tage an einem dunklen Ort ziehen lassen. Anschließend den Sud abseihen, 1:20 verdünnen und zum Gießen verwenden. Der Dünger kann alle 10–14 Tage angewendet werden.
- Hefe. Sie fördern das Wachstum und erhöhen die Aktivität der Bodenmikroflora. Lösen Sie 10 g Hefe in 1 Liter warmem Wasser auf, geben Sie 1 Esslöffel Zucker hinzu und lassen Sie die Mischung 2–3 Stunden ziehen. Füllen Sie anschließend weitere 2 Liter Wasser auf. Gießen Sie die Pflanze 1–2 Mal im Monat mit dieser Lösung.
- Jod. Wird häufig zur Krankheitsvorbeugung eingesetzt. Lösen Sie 1 Tropfen Jodlösung aus der Apotheke in 1 Liter Wasser auf. Die empfohlene Dosierung ist unbedingt einzuhalten: Gießen Sie ausschließlich an den Wurzeln – maximal 30 ml pro Pflanze. Düngen Sie maximal einmal im Monat.
- Wasserstoffperoxid. Verbessert den Sauerstoffaustausch und beugt Wurzelfäule vor. Verwenden Sie 3%iges Wasserstoffperoxid, verdünnt mit 1 Teelöffel auf 0,5 Liter Wasser. Düngen Sie die Pflanze alle 5 Tage an den Wurzeln.
Fütterung je nach Jahreszeit
Für eine optimale Nährstoffversorgung von Pelargonien ist es wichtig, die saisonalen Bedürfnisse der Pflanze zu berücksichtigen. Zu verschiedenen Jahreszeiten werden unterschiedliche Nährstoffe benötigt, was wiederum unterschiedliche Düngemittelformulierungen erfordert. Auch Häufigkeit und Dosierung der Anwendung variieren.
Düngepläne für Geranien zur Winterblüte
Düngen Sie die Pflanze im Winter nicht – auch nicht in südlichen Regionen mit milden Wintern und seltenem Schnee. In kälteren Gebieten ist die Pflanze meist bedeckt, und das aus gutem Grund: Sie befindet sich in dieser Zeit in der Ruhephase.
Düngen im Winter ist bei Zimmerpelargonien nur gegen Ende der Saison, im Februar, sinnvoll, wenn die Pflanze austreibt und sich auf den Frühling vorbereitet. Im restlichen Jahr sollte die Pflanze ruhen und nur selten und mäßig gegossen werden.
Herbstdüngung
Im Herbst blühen Pelargonien im Garten zwar weiter, aber weniger üppig – die Pflanze bereitet sich allmählich auf die Ruhephase vor. In dieser Zeit ist Düngen weniger wichtig. Herbstdünger sollte nur ein- bis zweimal ausgebracht werden; im Vordergrund steht die Gesunderhaltung der Pflanze.
Hauptmerkmale:
- Es ist sehr wichtig, dass die Ernte ohne Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall in den Winter geht. Führen Sie daher im Herbst vorbeugende Behandlungen durch.
- Bei Düngemitteln sollte im Herbst auf stickstoffhaltige Verbindungen vollständig verzichtet werden, da sie ein Wachstum anregen, das nicht mehr benötigt wird. Stattdessen sollte der Fokus auf Kalium gelegt werden, beispielsweise durch die Verwendung von Kaliumnitrat oder Kaliummagnesiumsulfat.
Kalium stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanze und hilft ihr, den Winter erfolgreich zu überstehen.
Pelargonien im Frühjahr düngen, damit sie blühen
Im Frühling, nach der Winterruhe, benötigen Pelargonien besonders viel Unterstützung. Damit die Pflanze schneller in die Wachstumsphase eintritt und Knospen bildet, ist neben regelmäßigem Gießen auch eine ausreichende Nährstoffversorgung wichtig.
Hilfreiche Tipps:
- Optimalerweise düngt man einmal alle zwei Wochen mit einem speziellen Dünger für blühende Pflanzen, der in Gartencentern leicht erhältlich ist.
- Im Frühjahr ist auch die Verwendung von organischem Material geeignet: Eine Lösung aus Vogelkot (1:20) oder verrottetem Mist (1:10) ist ausreichend. Sie können dem Boden auch Humus oder Kompost hinzufügen – diese verbessern die Bodenstruktur und reichern ihn mit Nährstoffen an.
- Holzasche ist eine gute Ergänzung, besonders wenn sie beim Umgraben des Bodens eingearbeitet wird. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen und das Wachstum sanft anzuregen, können verdünnte Jod- oder Kaliumpermanganatlösungen sowohl zum Gießen als auch zum Besprühen verwendet werden.
- Im Frühjahr sind stickstoffhaltige Düngemittel angebracht – dieses Element regt das Wachstum der grünen Masse an und fördert das aktive Triebwachstum.
- Vor dem Düngen die Pflanze vorbereiten: Beschädigte und erfrorene Triebe abschneiden, alte Mulchschicht entfernen, die Erde um die Wurzeln anfeuchten und auflockern und anschließend das Abdeckmaterial erneuern. Erst dann den ersten Dünger ausbringen.
Der Zeitpunkt der ersten Frühjahrsfütterung hängt vom Klima ab:
- im Süden – bereits Anfang April;
- in den zentralen Regionen – in der ersten Maihälfte;
- in kalten Zonen – näher ans Monatsende.
Wie düngt man Geranien im Sommer?
Im Sommer sollten Pelargonien mit phosphorreichen Düngemitteln versorgt werden – diese fördern eine üppige Blüte. Beliebte Düngemittel sind beispielsweise:
- Fertika Lux;
- Agricola für die Blüte;
- Pokon für Geranien und Hortensien;
- Bona Forte für die Blüte;
- Monokaliumphosphat;
- Plantafol 10:54:10.
Es ist außerdem wichtig, Makro- und Mikronährstoffe zu berücksichtigen, um die Pflanzengesundheit zu erhalten. Hierfür eignen sich Chelate.
- Aquamix;
- Cytovit;
- Zinkchelat;
- Eisenchelat.
Hilfreiche Tipps
Damit Ihre Pelargonien üppig und langanhaltend blühen, befolgen Sie einfach ein paar einfache, aber wirksame Düngehinweise. So fördern Sie gesundes Wachstum und eine reiche Blütenpracht.
Wichtigste Empfehlungen:
- Beginnen Sie mit der Fütterung zum richtigen Zeitpunkt. Düngen Sie die Pflanze nicht sofort nach dem Umtopfen. Geben Sie ihr 2-3 Wochen Zeit, sich an ihren neuen Standort zu gewöhnen.
- Regelmäßigkeit ist wichtig. Während der Wachstumsphase (Frühling-Sommer) sollten Pelargonien regelmäßig alle zwei bis drei Wochen gedüngt werden. In der Ruhephase (Herbst-Winter) sollte die Düngung auf einmal im Monat reduziert oder ganz eingestellt werden.
- Wählen Sie die richtigen Düngemittel. Verwenden Sie komplexe Mineraldünger, die speziell für Blühpflanzen entwickelt wurden. Achten Sie auf die Zusammensetzung: Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K).
- Die Dosierung kontrollieren. Überdüngen Sie die Pflanze nicht. Zu viel Dünger kann schädlich sein. Beachten Sie die Anweisungen auf der Verpackung genau.
- Den Boden vor dem Düngen anfeuchten. Dies beugt Wurzelschäden vor. Nährstoffe in flüssiger Form ausbringen.
- Entfernen Sie verblühte Knospen und vergilbte Blätter. Dies regt die Bildung neuer Knospen an und verhindert die Ausbreitung von Krankheiten.
- Pflanzen regelmäßig kontrollieren. Auf diese Weise können Sie Anzeichen von Nährstoffmangel oder Schädlingsbefall frühzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen.
Pelargonien gehören zu den beliebtesten Pflanzen und werden für ihre Pflegeleichtigkeit und ihr üppiges Aussehen geschätzt. Doch selbst diese robuste Pflanze benötigt regelmäßige Düngung, um gesund zu bleiben und reichlich zu blühen. Es ist wichtig, den richtigen Dünger zu wählen und einen gleichmäßigen Düngeplan über das ganze Jahr hinweg einzuhalten, um optimale Bedingungen für die Knospenbildung zu schaffen.





































