Die rosa Orchidee ist ein Klassiker unter den Blumen, insbesondere innerhalb der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Viele Arten und Sorten tragen rosa Blütenblätter, die Phalaenopsis-Orchidee ist jedoch die am weitesten verbreitete. Die Pflege dieser Pflanze ist einfacher als gedacht, aber um eine neue rosa Orchidee zu erhalten, muss man wissen, wie man diese Unterart vermehrt.
Geschichte des Erscheinungsbildes
Die Orchidee erhielt ihren Namen „Orchis“ bereits im antiken Rom (300 v. Chr.) vom Philosophen Theophrast. Übersetzt bedeutet der Name nichts anderes als „Hoden“. Orchideen wuchsen auch in Japan und China, gelangten aber erst im 18. Jahrhundert nach Europa.
Weitere Merkmale:
- Orchideen wurden erst im 19. Jahrhundert nach Russland eingeführt. Die renommierte Gärtnerei Sandler lieferte die Blumen. Sie waren ursprünglich für die Zarenfamilie bestimmt, doch die Hoffloristen begannen, die Pflanze zu vermehren, was zu ihrer Verbreitung im ganzen Land führte.
- Die Beliebtheit von Orchideen ließ zeitweise nach, erholte sich aber nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Blumen wurden nach Russland zurückgebracht, diesmal aus Deutschland (aus Görings Gewächshaus). Die Orchidee wurde im Botanischen Garten Moskaus aufgestellt.
- Moskauer Botaniker begannen mit der Kreuzung der Pflanze, woraus zahlreiche neue Sorten entstanden. Die Blumen wurden fortan in Gärten und in Innenräumen kultiviert.
- In England wurde die Schiller-Nelke im Jahr 1958 gesichtet.
Sortenmerkmale von rosa Orchideen
Alle rosa Orchideen sind Hybriden, da die ursprüngliche Blüte schneeweiße Blütenblätter besaß. Diese Gattung epiphytischer Phalaenopsis-Orchideen wächst in der Natur auf Baumrinde, Steinen und anderen Oberflächen. In Innenräumen gedeihen sie gut in einem Wurzelballen – ihr Wurzelsystem breitet sich schnell über den gesamten Topf aus.
Es gibt unzählige Sorten von rosa Orchideen, aber sie alle haben gemeinsame Merkmale:
- Die Rosette besteht aus 2 bis 5 Blättern, die jeweils eine längliche Form aufweisen. Sie sind typischerweise 15 bis 20 cm lang und 4 bis 6 cm breit.
- Die Blütenstängel sind verkürzt – maximal 28-30 cm, aber die Anzahl der Knospen an einem Stängel variiert zwischen 15 und 20 Stück, wodurch der Strauch üppig aussieht.
- Die Blütezeit ist lang (2–6 Monate), was jedoch hauptsächlich auf das sukzessive Öffnen der Knospen zurückzuführen ist – eine Blüte verwelkt, und sofort erblüht eine neue. Die Blütezeit wiederholt sich zwei- bis dreimal im Jahr.
- Die Farbtöne reichen von hellstem Rosa bis zu tiefstem Violett. Manchmal vereint eine einzelne Knospe mehrere Farbtöne.
- Die Blüten haben in der Regel einen Durchmesser von etwa 3 cm. Die Blütenstände können einfach, verzweigt oder bogenförmig sein.
- Die Lippe ist klein und besteht aus drei Lappen.
- Sehr oft bilden sich weiße, vertikale Streifen auf den Kelchblättern.
Wenn die Blüten verwelken, entstehen an ihrer Stelle neue Blütenstände, wodurch eine natürliche Fortpflanzung stattfindet.
Beliebte Sorten
Trotz der Vielzahl an rosa Orchideenarten gibt es einige, die bei russischen Gärtnern besonders beliebt sind. Sie sind pflegeleicht und einfach zu vermehren und erfreuen ihre Besitzer im Gegenzug mit einer üppigen Blütenpracht.
| Name | Pflanzenhöhe (cm) | Blütendurchmesser (cm) |
|---|---|---|
| Manhattan | 28-30 | 3 |
| Phantom | 28-30 | 3 |
| Die Perle des Kaisers | 40 | 8 |
| Pretoria | 50 | 9 |
| Rom | 28-30 | 3 |
| Oktopus | 28-30 | 3 |
| Salinas | 28-30 | 5-7 |
| Orangelippiger Drache | 28-30 | 3 |
| Pink Girl | 28-30 | 3 |
| Romantik | 28-30 | 3 |
| Kosmopolitisch | 28-30 | 10 |
| Pulcherima | 40 | 3 |
| Cleveland | 28-30 | 9 |
| Pasadena | 28-30 | 3 |
| Töpfer | 28-30 | 3 |
| Angelina | 28-30 | 3 |
| Los Angeles | 28-30 | 3 |
| Dusty Belle | 28-30 | 3 |
| Süße Stechpalme | 28-30 | 3 |
| Engel | 28-30 | 10 |
| Rosea | 28-30 | 3,5 |
| Rosa Drache | 60 | 3 |
| Der rosarote Panther | 50-60 | 3 |
| Legato | 28-30 | 3 |
| Sacramento | 28-30 | 7-10 |
| Goldrausch | 28-30 | 3 |
Manhattan
Diese Sorte zeichnet sich durch rosafarbene Blütenblätter mit himbeerfarbenen Sprenkeln aus, die ein einfaches, marmorartiges Muster bilden. Im Aussehen ähnelt Manhattan den Sorten Pink Dragon und Philadelphia.
Phantom
Eine atemberaubende Blüte mit einem netzartigen Muster in Rosa-, Himbeer- und sogar Kirschtönen. Die Blütenblattbasis ist weiß, hellbeige oder cremefarben. Ein besonderes Merkmal ist die rote oder bordeauxrote Lippe. Die Blüte hat eine klassische, schmetterlingsförmige Gestalt.
Die Perle des Kaisers
Die zweite, gebräuchliche Bezeichnung ist Juwel. Es handelt sich um eine monopodiale Epiphyte, die bis zu 40 cm hoch wächst. Weitere Unterscheidungsmerkmale:
- Die Blattspreiten sind zweireihig angeordnet;
- Blattfarbe – dunkelgrün;
- Blattlänge – 25-30 cm;
- Die Plattenstruktur ist fleischig;
- Länge der Blütenstiele – 60-62 cm;
- Blütendurchmesser – etwa 8 cm;
- Die Farbe ist rosa-karmesinrot, der Kern jedoch hellrosa.
Pretoria
Diese Sorte zeichnet sich durch große Knospen (bis zu 9 cm Durchmesser), längliche Blätter (bis zu 20 cm lang) und ein dunkelgrünes Laub aus. Die Triebe erreichen eine Höhe von bis zu einem halben Meter, aber das auffälligste Merkmal von Pretoria ist ihr ungewöhnlicher Farbverlauf:
- Rand – fast weiß;
- Die Mitte der Blütenblätter ist purpurrot oder violett;
- Der Kern ist hellrosa.
Rom
Eine auffällige Phalaenopsis mit einem sehr intensiven Duft. Die Knospen sind mittelgroß und von einem klassischen, zarten Rosa. Die Lippe kann mitunter dunkelrosa sein.
Oktopus
Eine weitere Bezeichnung ist „Oktopus“. Diese einzigartige Sorte vereint zwei Farbtöne – ein cremiges Gelb und ein Rosa. Die Verteilung der Punkte nahe dem Kern erzeugt ein ungewöhnliches Muster. Die Punkte sind meist karmesinrot oder bordeauxrot.
Salinas
Diese Sorte zeichnet sich durch mittelgroße Blüten mit einem Durchmesser von 5 bis 7 cm und zartrosa Blütenblättern in verschiedenen Rosatönen aus. Das Zentrum ist karminrot gepunktet, die Lippe gelb.
Orangelippiger Drache
Dies ist die beliebteste rosa Phalaenopsis. Sie gehört zur Gruppe der gemischtblühenden Blüten. Ihr charakteristisches Merkmal ist deutlich ausgeprägt: Ein Mosaikmuster aus karminroten oder lilafarbenen Tönen erstreckt sich über die zartrosa Blütenblätter. Die Blütenmitte ist bogenförmig und dadurch gewölbt. Ihre Farbe ist entweder orange oder goldgelb.
Pink Girl
Eine weitere Sorte, die die meisten Hobbygärtner gerne zu Hause anbauen. Die Blütenblätter sind zartrosa mit einem weißen Rand. Die Blume wirkt sehr fein und anmutig. Ihr Duft ist angenehm und hält den ganzen Tag an.
Ein besonderes Merkmal ist, dass die dunkelgrünen Blattspreiten hellbraune Sprenkel aufweisen.
Romantik
Ein besonderes Merkmal dieser Sorte sind ihre großen, weißen Knospen. Romance gilt als rosa Orchidee, da ihre Blütenblätter dicht mit leuchtend rosa Punkten übersät sind, was der Blüte ihr rosa Aussehen verleiht. Die Lippe zeichnet sich durch ihren himbeerfarbenen oder dunkelrosa Farbton aus.
Kosmopolitisch
Eine weitere Phalaenopsis-Art mit großen Blüten (bis zu 10 cm Durchmesser). Die Blütenblätter sind hellrosa und von himbeerroten oder violetten Adern durchzogen. Die Lippe ist leuchtend rosa, das Zentrum weiß und gelb.
Pulcherima
Diese Orchideenart stammt aus Asien und gehört zur Gruppe der Midi-Orchideen mit pelorischen Knospen. Der Blütenstiel ist mit etwa 40 cm recht lang, die Blüten selbst hingegen mit etwa 3 cm Durchmesser recht klein. Die Farbe ist ein sattes Rosa mit einem Hauch von Lila. Die Lippe ist reinweiß oder hellrosa.
Cleveland
Diese Blume wird oft mit der Cosmopolitan verwechselt, doch im Gegensatz zu dieser hat sie helle Knospen mit leuchtend pinkfarbenen Adern, die sich über alle Blütenblätter erstrecken. Die Grundfarbe ist farbverlaufend – der Rand ist hell, das Zentrum dunkel.
Die Knospen sind recht groß – sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 9 cm, die Blütenstände hingegen sind klein – ihre Länge überschreitet nicht 22 cm.
Pasadena
Diese Sorte zeichnet sich durch große Knospen, anmutige und außergewöhnlich gerade Stängel sowie eine längliche Blattrosette aus. Die Blütenblätter leuchten in kräftigem Rosa, Lila oder Violett. 'Pasadena' ist bekannt für die lange Blütezeit einer einzelnen Knospe.
Töpfer
Die Potter-Phalaenopsis, die als seltenste rosa Phalaenopsis gilt, ist im Handel nur sehr schwer zu finden. Sie wird meist in Gärtnereien oder von Hobbygärtnern angeboten. Ihre Blütenblätter sind mit zahlreichen purpurroten Sprenkeln und Linien bedeckt. Der Rand ist ähnlich. Die Knospen sind mittelgroß, die Blätter hingegen groß.
Angelina
Diese 2018 neu eingeführte Hybride zeichnet sich durch eine große Lippe und mittelgroße, hellrosa Blütenknospen aus. Auch lilafarbene Exemplare sind erhältlich. Das Zentrum ist stets purpurrot mit einem Muster, die Lippe weiß-rosa und das Zentrum gelb.
Los Angeles
Diese Orchidee besticht durch ihren ungewöhnlichen rosavioletten Farbton. Ihre Blütenblätter sind mit zahlreichen purpurroten Punkten übersät. Die Blume ist äußerst robust und kommt mit widrigen Bedingungen gut zurecht.
Dusty Belle
Diese Sorte stammt von Schiller ab, daher sind die Knospen leuchtend rosa. Die Blütenblätter haben einen rötlich-violetten Schimmer und gelbe Ränder. Die Blüten verströmen einen sehr intensiven Duft.
Süße Stechpalme
Diese mittelgroße Orchidee ist rosa mit einem leuchtenden Purpurrot oder Violettton. Die Blütenstiele sind kurz, die Knospen mittelgroß und die Lippe lila oder lavendelfarben.
Engel
Diese großblumige Sorte (bis zu 10 cm Durchmesser) ist sehr pflegeintensiv und wird selten auf den Fensterbänken von Hobbygärtnern angepflanzt. Die Blütenfarbe variiert von Rosa bis zu anderen Farbtönen.
Rosea
Eine beliebte, schmetterlingsförmige Blume mit zahlreichen Knospen (etwa 50) an einem Stängel. Sie zeichnet sich durch einen sehr zarten Rosaton und sehr dunkelgrüne Blätter aus. Die Knospen sind klein – etwa 3,5 cm im Durchmesser – und die Blattspreite ist 30 cm lang.
Rosa Drache
Diese Sorte erreicht eine Höhe von bis zu 60 cm und besitzt einen schlanken, dunkelgrünen Stängel, der von den großen, langen Blättern verdeckt wird. Die Blätter sind hellgrün und leicht steif. Die Knospen sind zartrosa und haben die typische Orchideenform. Die Blütenblätter sind mit dunklen Sprenkeln bedeckt, die Lippe ist weiß-gelb mit dunklen Flecken.
Floristen empfehlen diese Sorte Anfängern, weil sie in der Pflege völlig anspruchslos ist.
Der rosarote Panther
Eine klassische Hybridsorte, entstanden durch gezielte Züchtung. Sie besitzt fünf schneeweiße Blütenblätter, die jedoch durch rosafarbene Sprenkel vollständig rosa erscheinen. Sie erreicht eine Höhe von 50–60 cm.
Legato
Diese Sorte zeichnet sich durch große Knospen mit seidigen Blütenblättern aus. Die Farbe ist zart, nicht reinrosa, sondern beige. Gelegentlich findet man Exemplare mit zitronengelben und goldenen Farbtönen.
Sacramento
Diese Sorte ist aufgrund ihrer Robustheit sehr beliebt. Die Knospen sind groß – 7 bis 10 cm im Durchmesser – und die Blütenblätter hellrosa. Ihr Hauptmerkmal ist die wiederholte und anhaltende Blüte, sodass die Ruhephase nur drei Monate dauert.
Goldrausch
Eine exotische Sorte, die sich durch ihre ungewöhnliche gelb-rosa Färbung auszeichnet. Die Blüten sind glänzend mit einem dunklen Zentrum – manchmal rot, orange, violett oder lila.
Rosa Phalaenopsis-Arten
Es gibt über 70 Phalaenopsis-Arten. Dabei handelt es sich nicht um Zuchtformen, sondern um Varietäten der Pflanze. Im Folgenden betrachten wir beliebte Arten mit natürlicher rosa Farbe. Diese werden häufig für die Hybridisierung verwendet.
Schiller
Diese Pflanze wächst hoch und erreicht eine Stängelhöhe von bis zu einem Meter. Ihr Wurzelsystem ist ausgedehnt, weshalb ein stabiler, großer Topf benötigt wird. Der Strauch ist so dicht belaubt, dass der Stängel kaum sichtbar ist. Die Blätter sind leuchtend grün, drahtig und groß – 8–10 cm breit und 50–60 cm lang.
Die Blütenblätter sind sehr zart, und ein einziger Blütenstand enthält viele Blüten. Ein bekanntes Exemplar sind 174.
Sanderiana
Diese rosa Phalaenopsis gilt als besonders wertvoll und selten, daher ihr hoher Preis. Die Blüten sind mittelgroß bis groß (5 bis 9 cm im Durchmesser), der Stiel hingegen kurz. Jede Blüte trägt etwa 50 Knospen, deren Farbe von Hellrosa bis Dunkelrosa und sogar Violett variieren kann. Die Lippe ist gelb, hellbraun, weiß oder rötlich.
Wie pflanzt man eine rosa Orchidee?
Der Anbau von rosa Orchideenarten ist Standard, aber es gibt einige Aspekte, die für einen Anfänger im Orchideenanbau wichtig zu wissen sind.
Unterkunft
Rosa Orchideen bevorzugen viel Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Stellen Sie den Topf daher am besten auf die West- oder Ostseite des Hauses. Sie können auch auf nach Süden ausgerichteten Fensterbänken platziert werden, allerdings sollten Sie die Fenster dann mit leichten, luftigen Vorhängen abschirmen. Achten Sie darauf, dass Blätter und Knospen nicht mit heißem Glas in Berührung kommen.
Einpflanzen einer fertigen Blume
Bereiten Sie vor dem Einpflanzen Ihrer Orchidee das geeignete Substrat vor. Es sollte möglichst locker und feuchtigkeitsabsorbierend sein und einen neutralen pH-Wert aufweisen. Beachten Sie, dass Sie keine Gartenerde verwenden können, da deren Zusammensetzung völlig anders ist.
- Rinde von Kiefern oder Fichten;
- Holzkohle;
- Torfmoos;
- Als Drainagematerial – Vermiculit, Perlit oder Blähton.
So bereiten Sie die Pflanzmischung zu:
- Reinigen Sie die Rinde von Schmutz und legen Sie sie für 3 Tage in eine große Schüssel mit Wasser. Damit die Rinde nicht aufschwimmt, beschweren Sie sie.
- Nehmen Sie das Pflanzmaterial aus der Flüssigkeit und legen Sie es an einen windigen Ort im Freien. Die Rinde trocknet innerhalb von 10–12 Stunden.
- Schneiden Sie die Rinde in 2-3 cm große Stücke.
- Weichen Sie das Torfmoos separat ein. Lassen Sie es anderthalb Stunden einweichen und lassen Sie es anschließend fünf Stunden im Freien trocknen.
- Zerkleinern Sie die Holzkohle in etwa 1 cm große Stücke.
- Alle Zutaten zu gleichen Teilen vermischen. Einige Sorten rosa Orchideen benötigen mehr Rinde.
Wählen Sie nun einen Topf aus. Er muss folgende Anforderungen erfüllen:
- Breite des Blumentopfs – 2-4 cm breiter als der Durchmesser des Wurzelsystems;
- Höhe – sollte der Länge der Wurzeln plus 10 cm für die Drainageschicht entsprechen;
- Material – Kunststoff, Ton, Keramik oder Glas.
Sie müssen nicht nur am Boden, sondern auch an den Seiten des Topfes Löcher bohren. Andernfalls staut sich das Wasser, was zu Wurzelfäule führt.
Unmittelbar nach dem Kauf sollte die Orchidee 2–4 Wochen lang nicht gestört werden. Pflanzen Sie sie daher erst nach dieser Zeit um. Bereiten Sie die Orchidee aber vorher wie folgt vor:
- Nehmen Sie die Blume nach dem gründlichen Wässern aus dem Topf.
- Spülen Sie das Wurzelsystem mit Wasser ab, um eventuelle Substratreste zu entfernen.
- Untersuchen Sie die Wurzeln und den oberirdischen Teil der Pflanze. Sie sollten frei von Krankheiten, Schädlingen, Beschädigungen oder anderen Anzeichen von Verletzungen sein. Falls Sie welche finden, schneiden Sie diese Teile ab und bestäuben Sie die Schnittstellen mit Holzasche oder Aktivkohle.
- Legen Sie Drainagematerial auf den Boden des Behälters.
- Die obere Hälfte mit Substrat füllen.
- Setzen Sie die Blume so ein, dass die Wurzelspitzen leicht begradigt werden.
- Füllen Sie das Substrat bis ganz nach oben ein.
- Mäßig befeuchten.
Bitte beachten Sie, dass Sie bei Orchideen mit Pseudobulben deren Zustand überprüfen sollten – sie sollten fest und nicht runzelig sein.
Umpflanzen eines Sämlings
Der Sämling wird nach der Bewurzelung, die sowohl im Substrat als auch im Wasser erfolgt, umgepflanzt. Das Wurzelsystem sollte dann bereits vollständig ausgebildet sein – die Triebe sind fest und kräftig.
Die Pflanzung erfolgt auf klassische Weise, jedoch mit einigen Besonderheiten:
- Da der Stängel des Sämlings noch nicht stark genug ist, stecken Sie einen Stützpflock daneben in den Topf und binden Sie die zukünftige Blüte leicht fest.
- In den ersten 15 Tagen sollte die Temperatur des Sämlings zwischen +18 und +22 Grad gehalten und alle 3 Tage gegossen werden.
Merkmale der Wachstumsbedingungen
Die Pflegeanforderungen variieren je nach Art und Sorte der rosa Orchidee, es gibt aber auch allgemeine Regeln, die nicht ignoriert werden sollten.
- ✓ Die optimale Temperatur für rosa Orchideen sollte tagsüber im Bereich von +18°C bis +27°C liegen und nachts nicht unter +16°C fallen.
- ✓ Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 70 % betragen, aber 90 % nicht überschreiten, um Fäulnis zu vermeiden.
Temperaturbedingungen
Exotische Pflanzen gelten als anspruchsvoll, da sie plötzliche Temperaturschwankungen überhaupt nicht vertragen. Die durchschnittliche Temperatur sollte zwischen 18 und 20 Grad Celsius liegen. Viele Sorten vertragen jedoch Temperaturen bis zu 10–12 Grad Celsius.
Optimale Werte:
- tagsüber – maximal +27 Grad;
- Nachts – mindestens +16-18 Grad.
Beleuchtung
Rosa Orchideen blühen nicht, wenn sie nicht genügend Licht erhalten. Ignorieren Sie diese Anforderung also nicht bei Phalaenopsis. Merkmale:
- Tageslichtstunden – 12 bis 16 Stunden pro Tag;
- Licht – diffus, nicht direkt und nicht hell.
Luftfeuchtigkeit
Da Orchideen tropische Pflanzen sind, bevorzugen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit, die in unseren Wohnungen nur schwer zu erreichen ist. Die optimale Luftfeuchtigkeit für Orchideen liegt bei etwa 70–90 %.
Diese Werte treten typischerweise beim Duschen im Badezimmer auf, sind aber in einem normalen Raum unzulässig. Daher müssen Sie die Luftfeuchtigkeit künstlich erhöhen, sodass diese Werte nur in der Nähe der Blüte auftreten.
So geht's – Methoden:
- Sprühen. Verwenden Sie Wasser aus einer Sprühflasche mit Zimmertemperatur oder ein paar Grad wärmer. Denken Sie jedoch daran, 20–30 Minuten nach der Intimdusche jedes Blatt, jede Rosette und jeden Stängel mit einem weichen Tuch abzuwischen. Andernfalls kann es zu Fäulnis kommen.
- Luftbefeuchter. Die beste Lösung. Das Gerät wird neben dem Topf installiert. Diese Methode hat keine Nachteile.
- Behälter mit Wasser. Diese Methode kommt zum Einsatz, wenn kein Luftbefeuchter verfügbar ist. Sie ist eine gute und kostenlose Alternative.
Pflege einer rosa Orchidee in Innenräumen
Die Pflege umfasst nur zwei einfache, aber wichtige Schritte: das Befeuchten des Substrats und das Düngen. Diese exotische, rosafarbene Pflanze erfordert besondere Sorgfalt und die Beachtung einiger Details.
Bewässerung
Obwohl Orchideen hohe Luftfeuchtigkeit lieben, verträgt ihr Wurzelsystem diese nicht. Überwässerung führt stets zu Wurzel-, Stängel- und Blattfäule.
Hauptanforderungen:
- Im Herbst, Frühling und Winter einmal wöchentlich gießen;
- während der aktiven Blütezeit – einmal alle 11-12 Tage;
- im Sommer bei heißem Wetter – alle 3 Tage;
- Wasserqualität – weich, warm, abgestanden;
- Am besten geeignet sind Regenwasser, Schmelzwasser oder gefiltertes Wasser.
Um festzustellen, ob Ihre Pflanze Wasser benötigt, prüfen Sie die oberste Schicht des Substrats – sie sollte trocken sein. Trockene Blattränder, ein Vergilben der grünen Pflanzenteile und eine Farbveränderung der Wurzeln von Weiß zu Graugrün deuten auf einen Feuchtigkeitsmangel im Substrat hin.
Topdressing
Blumenläden bieten eine große Auswahl an Orchideendüngern an. Das Produkt sollte wasserlöslich sein, da Orchideen ausschließlich mit Flüssigdüngung versorgt werden.
Experten empfehlen, Blumen alle 7–8 Tage zu düngen, während der Ruhephase jedoch alle zwei Wochen. Düngen Sie direkt nach dem Gießen.
Die besten Orchideenkomplexe:
- Stärke – wird während der Blütezeit verwendet;
- Dr. Foley – besteht aus Kalium und Stickstoff, daher wird es im Frühjahr verwendet;
- Herr Farbe – universeller Bio-Dünger.
Während der Blütezeit
Jetzt benötigt die Blüte besondere Aufmerksamkeit vom Gärtner. Die Pflanze verbraucht während der Knospenbildung viel Energie, daher ist es wichtig, diese durch die Zufuhr reichlicher Mineralien wieder aufzufüllen. Alle verblühten Knospen werden entfernt, damit die Pflanze neue Früchte bilden kann.
Vorbereitung auf den Winter
Im Herbst sollten Sie die Gießhäufigkeit reduzieren und auf Stickstoffdünger verzichten (stattdessen lieber Kalium, Kalzium und Magnesium verwenden). Ab Februar können Sie Ihre Orchidee wieder häufiger gießen, da sich dann die Blütenstängel bilden.
Krankheiten und Schädlinge
Rosa Orchideen sind bei richtiger Pflege äußerst selten anfällig für Krankheiten. Dieses Problem tritt am häufigsten bei Anfängern auf. Die meisten Krankheiten hängen mit falscher Bewässerung zusammen.
Die gefährlichsten Krankheiten für exotische Tiere:
- Echter Mehltau;
- Anthraknose;
- Blattflecken;
- Fusarium;
- Schwarzfäule;
- Grauschimmel;
- Wurzelfäule;
- Braunfäule.
Schädlinge befallen mitunter auch rosa Orchideen. Dies kann durch Befall von anderen Zimmerpflanzen oder durch unsachgemäße Pflege und Wartung verursacht werden. Schädlinge werden im Allgemeinen in drei große Gruppen eingeteilt:
- Die erste Gruppe besteht aus Blattläusen und anderen saftsaugenden Insekten;
- Die zweite Art sind Schnecken verschiedener Arten;
- die dritte Gruppe – Asseln, Silberfischchen, Fadenwürmer, Thripse.
Zur Schädlingsbekämpfung werden verschiedene Insektizide eingesetzt.
Wenn Sie eine Krankheit oder einen Schädlingsbefall feststellen, handeln Sie sofort. So gehen Sie vor:
- Schneiden Sie alle befallenen Pflanzenteile ab. Behandeln Sie die Schnittstellen mit Aktivkohle. Zerstoßen Sie dazu mehrere Tabletten zu feinem Pulver und bestreuen Sie die Schnittstellen damit. Alternativ können Sie Miramistin oder Holzasche verwenden.
- Verbrennen Sie die Orchideen-Schnittreste oder entsorgen Sie sie sofort im Müllschlucker. So schützen Sie alle anderen Pflanzen in Ihrer Wohnung vor einer Infektion.
- Besprühen Sie die gesamte grüne Masse bzw. die Wurzeln mit dem Präparat.
Um zu verhindern, dass solche Probleme erneut auftreten, sollten die Bedingungen und Pflegeregeln für Orchideen beachtet und vorsorglich Insektizide und Fungizide im Voraus besprüht werden.
Reproduktion
Rosa Orchideen lassen sich auf verschiedene Arten vermehren, nur nicht durch Samen. Bei der Vermehrung durch Samen bleiben die Sortenmerkmale nicht erhalten, daher bilden die Knospen möglicherweise keine rosa Blüten.
Kurz zu den Reproduktionsmethoden:
- Kinder. Dies ist die gebräuchlichste Methode. Sowohl Stamm- als auch Basalstecklinge können zur Vermehrung verwendet werden, im ersteren Fall ist jedoch die Bildung von Luftwurzeln unerlässlich.
Der Vorgang ist einfach:- Finde das Baby.
- Schneiden Sie es mit einem scharfen, desinfizierten Messer ab.
- Pflanze die Pflanze in Substrat oder Wasser, damit sie Wurzeln bildet.
- Indem man das Buschland teilt. Am besten geeignet für Orchideen mit Pseudobulben (diese sind sympodiale Sorten).
Die Vorgehensweise ist wie folgt:- Das Substrat im Topf anfeuchten.
- Nehmen Sie die Orchidee aus dem Topf.
- Entfernen Sie jegliche Erde gründlich vom Wurzelbereich. Falls dies nicht von Hand möglich ist, spülen Sie die Wurzeln mit Wasser ab, vorzugsweise mit abgestandenem Wasser.
- Schneiden Sie den Busch mit einem Messer in 2 oder 3 Teile, sodass jeder Teil eine Pseudobulbe hat.
- Alle Teilstücke in separate Töpfe pflanzen.
- Stecklinge, Blütenstängel. Eine ausgezeichnete Wahl für alle Arten von rosa Orchideen. Vermehrung wie folgt:
- Trennen Sie den Steckling oder Blütenstiel mit einem Messer und einem schrägen Schnitt vom Strauch ab.
- In 10 cm lange Stücke schneiden.
- Gießen Sie das Substrat in den Behälter und legen Sie die Stecklinge waagerecht hinein.
- Mit Plastikfolie abdecken.
- Sobald sich Wurzeln gebildet haben, pflanzen Sie die Pflanze ein.
Rosa Orchideen sind unter Gärtnern nicht ungewöhnlich, was sie aber nicht weniger attraktiv macht. Ihre Farben reichen von hell bis dunkel, mit Farbtupfern in ganz anderen Schattierungen, und diese Sorten sind recht pflegeleicht.
































Ich liebe Orchideen. Sie sind unglaublich schöne Blumen. Ich besitze momentan eine schneeweiße und eine violette Orchidee. Ich möchte mir unbedingt noch weitere in anderen Farben kaufen. Vielen Dank für die ausführlichen Informationen zu den Namen.