Kalanchoe daigremoniana ist eine beliebte Sukkulente und eine der trockenheitsresistentesten Zimmerpflanzen. Ihre Beliebtheit verdankt sie jedoch nicht ihrer Pflegeleichtigkeit, sondern ihren vielfältigen heilenden Eigenschaften, die sie zu einem wahren „Hausmittel“ machen.
Beschreibung
Kalanchoe daigremontiana gehört zu den krautigen Sukkulenten der Gattung Kalanchoe aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Kurze botanische Beschreibung:
- Blätter. Fleischige, längliche Blätter mit zahlreichen Seitentrieben an den Rändern. Die Farbe ist bläulich-grün mit violetten Flecken auf der Unterseite. Die Blattränder sind leicht nach innen gebogen. Die Blätter sind 12–15 cm lang und haben gesägte Ränder.
- Stängel. Gerade, schwach verzweigt.
- Blumen. Dolden an aufrechten Blütenstielen. Sie ähneln hängenden Glocken und sind hellrosa oder blasslila gefärbt.
- Wurzeln. Verzweigt und gut entwickelt, oberflächlich.
Die Pflanze erreicht eine Höhe von 40-100 cm. Die Brutknospen oder Ableger besitzen kleine Wurzeln, die, wenn sie auf feuchte Erde fallen gelassen werden, sofort zu wurzeln beginnen.
Merkmale der Blüte
In freier Natur blüht die Degremona einmal im Jahr. Sie in Innenräumen zum Blühen zu bringen, ist nicht so einfach. Die Pflanze benötigt besondere Bedingungen.
Damit Kalanchoe blüht, müssen Sie Folgendes beachten:
- die Tageslichtstunden auf 4-5 Stunden verkürzen;
- Die restliche Zeit sollte die Pflanze in einem dunklen Schrank aufbewahrt oder mit einer lichtundurchlässigen Kappe abgedeckt werden;
- Bewässerung und Düngung wurden vollständig eingestellt.
Nach einem Monat dieser Pflege sollten Sie zur Standardpflege übergehen. Die Sukkulente sollte nun Blütenstängel bilden. Blüht die Kalanchoe dann noch nicht, ist sie zu jung und noch nicht bereit. Versuchen Sie es frühestens sechs Monate bis ein Jahr später erneut.
Was Sie über die Blüte von Dergemona wissen müssen:
- blüht im Frühling, aber in Innenräumen ist eine Blüte äußerst selten zu beobachten;
- Blütezeit - 2 Wochen;
- Im Winter beginnt eine Ruhephase - die Pflanze benötigt eine gewisse Temperaturreduzierung;
Es kommt vor, dass eine Pflanze blüht, obwohl sie schlecht gepflegt wird, und oft nach der Blüte abstirbt.
Herkunft
Kalanchoe daigremontiana wurde erstmals im Südwesten Madagaskars entdeckt. Weitere Namen sind Kalanchoe daigremontiana, Teufelsrücken, Alligatorginseng und Mutter der Tausend. Diese Kalanchoe-Art wird in Europa seit dem frühen 20. Jahrhundert kultiviert.
Die Pflanze wurde erstmals 1914 von dem deutschen Gärtner und Botaniker Alwin Berger beschrieben. Diese medizinische Sukkulente tauchte in den 1930er und 1940er Jahren in der UdSSR auf und erfreute sich schnell großer Beliebtheit – sie wuchs auf fast jeder Fensterbank.
Vorteilhafte Eigenschaften
Die Heilwirkungen der Kalanchoe sind medizinisch anerkannt. Aus ihr werden zahlreiche Arzneimittel hergestellt. Nicht nur die Blätter und der daraus gewonnene Saft sind wohltuend, sondern auch die Pflanze selbst – sie reinigt die Luft von krankheitserregenden Mikroorganismen.
Degremona hat folgende heilende Wirkungen:
- hämostatisch;
- entzündungshemmend;
- Wundheilung;
- Antiallergikum;
- bakterizid;
- immunmodulatorisch.
Kalanchoe-Saft und selbst hergestellte Tinktur sind wirksam gegen Dermatitis, Atemwegsinfektionen, Wunden und Verbrennungen. Vor der Anwendung von Kalanchoe-haltigen Produkten sollten Sie jedoch einen Arzt konsultieren.
Präparate auf Kalanchoe-Basis enthalten Glykoside, Flavonoide und Lipide, darunter solche, die gegen verschiedene Krebszelltypen wirksam sind. Heute werden Kalanchoe-Extrakte in nanoverkapselter und anderer Form in der Tumortherapie eingesetzt.
Wachstumsbedingungen
Kalanchoe daigremonii gilt als anspruchslose Zimmerpflanze. Auch Anfänger können sie problemlos kultivieren. Für ein optimales Wachstum und eine gesunde Entwicklung benötigt sie jedoch bestimmte Bedingungen, die unbedingt beachtet werden sollten.
Beleuchtung
Die Pflanze liebt volle Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten. Optimal sind 12 Stunden Tageslicht. Im Sommer sollte die Kalanchoe nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, da dies die Blätter schädigen kann.
Kalanchoe gedeiht am besten auf einer Fensterbank mit West- oder Ostausrichtung. Im Winter empfiehlt es sich, die Pflanze an ein Südfenster zu stellen. Bei zu wenig Licht sollte zusätzliches Licht bereitgestellt werden.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Kalanchoe degremona stammt aus den heißen Tropen und verträgt daher keine Kälte. Die optimale Wachstumstemperatur für Kalanchoe degremona liegt bei +20 °C. Im Winter sinkt die Temperatur auf +15 °C.
Die Pflanze verträgt keine extreme Kälte in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit, da sie unter solchen Bedingungen zu faulen beginnt. Im Allgemeinen ist Degremona bezüglich der Luftfeuchtigkeit anspruchslos und gedeiht daher in der warmen Heizperiode prächtig.
Grundierung
Um sicherzustellen, dass der Boden hinsichtlich Struktur und chemischer Zusammensetzung optimal für Kalanchoe geeignet ist, verwendet man am besten ein spezielles Substrat für Sukkulenten, das in jedem Blumengeschäft erhältlich ist, anstatt Gartenerde.
Im Notfall können Sie den Boden selbst vorbereiten, indem Sie zwei Teile Kompost und Laubhumus mit einem Teil Sand vermischen. Um den Boden aufzulockern, empfiehlt sich die Zugabe von Vermiculit oder Holzkohlebruch.
Töpfe
Der Topf für die Kalanchoe Degremona wird anhand der Größe ihres Wurzelsystems ausgewählt. Da das Wurzelsystem flach ist, werden keine tiefen Töpfe verwendet. Flache, breite und stabile Keramiktöpfe sind ideal. Sie müssen Abflusslöcher haben.
Pflege
Kalanchoe daigremoniana ist sehr pflegeleicht. Diese Pflanze ist ideal für vielbeschäftigte Menschen oder solche, die längere Zeit abwesend sind. Kalanchoe benötigt gelegentliches Gießen, Düngen, Schneiden und gegebenenfalls Umtopfen.
Trimmen
Mit der Zeit wird der Hauptstamm der Degremona zu lang, daher wird er eingekürzt. Dies verhindert, dass die Pflanze zu lang wird und eine unansehnliche Form annimmt.
Abgeschnittene Triebspitzen eignen sich hervorragend zur Vermehrung. Aus diesen Stecklingen wachsen später neue, ausgewachsene Pflanzen. Kalanchoe ist eine sehr empfindliche Pflanze, daher sollte man die Triebspitzen mit einer scharfen Schere oder Gartenschere abschneiden.
Bewässerung
Die Kalanchoe (Kalanchoe degremona) ist eine Sukkulente und bevorzugt daher trockene Erde. Regelmäßiges Gießen ist nicht notwendig; gelegentliches Gießen genügt, wenn die Erde zu trocken ist. Gießen Sie bis zu einem Drittel der Topfhöhe. Im Winter sollte die Kalanchoe einmal im Monat gegossen werden, nicht öfter.
Die sukkulenten Blätter der Kalanchoe speichern Wasser, wodurch sie trockene Luft gut verträgt. Zu viel Feuchtigkeit hingegen kann schädlich sein und zu Pilzkrankheiten und verschiedenen Fäulnisarten führen. Selbst längere Zeit in völlig trockener Erde stirbt eine Kalanchoe nicht ab, aber übermäßige Pflege, wie beispielsweise häufiges Gießen, kann leicht zu Krankheiten und schließlich zum Tod führen.
Topdressing
Um große, saftige Blätter zu erhalten, die sich ideal für medizinische Zwecke eignen, empfiehlt es sich, Kalanchoe zu düngen. Dünger kann zu jeder Jahreszeit außer im Winter ausgebracht werden. Kalanchoe sollte nicht öfter als zwei- bis dreimal pro Saison gedüngt werden.
Als Dünger werden spezielle flüssige Mineralkomplexe für Sukkulenten verwendet. Die Dosierung richtet sich nach den Anweisungen auf der Verpackung.
Überweisen
Eine ausgewachsene Kalanchoe wird alle zwei bis drei Jahre umgetopft. Grund dafür ist das ständige Wurzelwachstum. Der Topf muss regelmäßig durch einen größeren ersetzt werden. Wird die Kalanchoe nicht rechtzeitig umgetopft, stirbt sie ab.
Das Umtopfen erfolgt nach dem Standardverfahren für alle Zimmerpflanzen: Topf, Erde und Pflanzmaterial vorbereiten. Beachten Sie, dass jeder Topf 2 cm höher und breiter als der vorherige sein sollte.
Verfahren:
- Legen Sie eine Drainageschicht aus Blähton oder feinem Kies auf den Boden des Topfes.
- Füllen Sie den Topf anschließend mit gekaufter Blumenerde oder selbstgemischter Blumenerde auf. Füllen Sie den Topf zunächst zu etwa einem Drittel.
- Nehmen Sie die umzutopfende Pflanze aus ihrem alten Topf. Schütteln Sie die restliche Erde von den Wurzeln ab.
- Setzen Sie die Pflanze in den Topf und füllen Sie den verbleibenden Raum mit dem vorbereiteten Substrat auf, das Sie anschließend vorsichtig andrücken.
- Gießen Sie die Pflanze gründlich, aber nicht übermäßig, mit abgestandenem, zimmerwarmem Wasser.
Reproduktion
Kalanchoe lässt sich recht einfach und auf vielfältige Weise vermehren – durch im Handel erhältliche Samen oder vegetative Methoden.
Wie man Kalanchoe durch Knospen vermehrt:
- Bereiten Sie einen Topf mit einem Substrat vor, das Torf und Sand enthalten muss.
- Pflanzen Sie die abgefallenen Jungpflanzen in einen vorbereiteten Topf.
- Decken Sie die Pflanzstellen mit Folie oder Glas ab, um die Bewurzelung der Knospen zu beschleunigen.
- Die Pflanzen sollten regelmäßig gelüftet werden – zweimal täglich.
Die Vermehrung durch Triebe, die an den Blatträndern wachsen, gilt als einfachste Vermehrungsmethode. Es gibt aber auch eine schnellere Möglichkeit, eine ausgewachsene Pflanze zu erhalten – Stecklinge.
Vorgehensweise zur Vermehrung von Kalanchoe durch Stecklinge vom Stamm:
- Nimm ein Stück von der Oberseite, etwa 5 cm lang.
- Stecken Sie den Steckling tief in die vorbereitete Erde.
- Besprühen Sie den eingepflanzten Steckling mit abgestandenem Wasser bei Zimmertemperatur aus einer Sprühflasche.
Neben Stammstecklingen können auch Blattstecklinge verwendet werden.
Vermehrung durch Blattstecklinge:
- Schneide ein Blatt von der Mutterpflanze ab.
- Platzieren Sie es in einem Nährsubstrat aus Torf und Sand.
- Decken Sie das Blatt mit einem Glasgefäß ab.
- Sobald die ersten Wurzeln sichtbar sind, entfernen Sie das Glas.
Schädlinge und Krankheiten
Kalanchoe ist eine robuste Pflanze, die nicht anfällig für Krankheiten ist, aber auch sie kann von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden, die sich in der Regel von benachbarten Pflanzen auf die Blüte ausbreiten.
Die häufigsten Insekten, die Kalanchoe befallen, sind:
- Blattlaus. Sobald sie auftreten, bildet sich ein klebriger Belag auf den Blättern. Diese Insekten sind sehr klein und grünlich, wodurch sie schwer zu entdecken sind. Blattläuse lassen sich mit Hausmitteln (wie Seifen- oder Tabaklösung) oder Insektiziden bekämpfen.
- Schildlaus. Diese Insekten ernähren sich, ähnlich wie Blattläuse, vom Pflanzensaft und töten die Pflanzen dadurch langsam ab. Dank ihres harten Panzers sind Schildläuse gegen viele Insektizide resistent. Daher empfiehlt es sich, sie zunächst von Hand abzusammeln und erst dann mit Insektiziden zu besprühen.
- Spinnmilbe. Ihr Befall lässt sich an gelben Flecken und feinen Gespinsten erkennen. Die Zecke lässt sich leicht entfernen; selbst ein einfacher Aufguss aus Holzasche kann helfen.
- Wurzelwurm. Der Befall mit diesem Schädling führt dazu, dass die Kalanchoe langsam austrocknet und abstirbt. Wird der Befall nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, stirbt die Pflanze.
- ✓ Blattläuse hinterlassen einen klebrigen Rückstand, der Ameisen anlocken kann.
- ✓ Schildläuse bilden braune Beulen an Blättern und Stängeln, die sich nur schwer von der Pflanze lösen lassen.
- ✓ Spinnmilben hinterlassen ein feines Gespinst hauptsächlich auf der Blattunterseite.
- ✓ Wurzelwürmer verursachen das Welken der Pflanze ohne erkennbaren Grund, während der Boden feucht bleibt.
Bei leichtem Befall ist eine einmalige Anwendung von Insektiziden meist ausreichend. Von einer Überdosierung wird abgeraten, da Insektizide nicht nur Insekten schädigen, sondern auch die Pflanzen- und die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Tragen Sie beim Besprühen der Pflanzen eine Maske und Handschuhe.
Kalanchoe signalisiert die meisten Krankheiten durch äußere Symptome oder andere Merkmale:
- Starker Laubfall deutet auf einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen hin;
- Vergilbende und abfallende Blätter sind ein Zeichen für unzureichendes Licht;
- Dunkle Flecken auf den Blättern deuten auf übermäßige Kälteeinwirkung hin (der Topf muss an einen wärmeren Ort gestellt werden).
Um Krankheiten und Insektenbefall vorzubeugen, ist es wichtig, den Raum, in dem die Kalanchoe daigremonii steht, regelmäßig zu lüften. Außerdem sollte er sauber und ordentlich gehalten werden.
Kalanchoe daigremontiana ist eine echte Sukkulente, die selbst bei einem Besitzer, der sich kaum um sie kümmert, gut gedeiht. Diese robuste Pflanze mit ihren unzähligen Ablegern ist nicht nur schön, sondern auch sehr nützlich – sie hat ihren Besitzern schon oft bei verschiedensten Beschwerden geholfen.







