Im Sommer, wenn es heiß und sonnig ist, sind Kakteen der Gefahr von Sonnenbrand ausgesetzt. Dieser Schaden kann die Pflanze ernsthaft beeinträchtigen und zu langsamerem Wachstum, einem weniger schönen Aussehen und erhöhter Krankheitsanfälligkeit führen. Es gibt jedoch einige einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Kakteen vor sommerlichem Sonnenbrand schützen können.
Warum bekommen Kakteen Verbrennungen?
Sonnenbrand entsteht, wenn die Pflanzenhaut über einen längeren Zeitraum direktem, hellem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Junge und kürzlich verpflanzte Pflanzen, die sich noch nicht an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt haben, sind besonders anfällig.
Schauen wir uns die Hauptgründe an, warum Kakteen verbrennen:
- Direkter Kontakt mit Sonnenstrahlung. Die Hauptursache für Sonnenbrand ist direkte Sonneneinstrahlung. Steht die Sonne hoch am Himmel und erhitzt den Boden intensiv, wird die Pflanzenoberfläche so heiß, dass die Epidermiszellen geschädigt werden. Je länger die Sonneneinstrahlung anhält, desto schwerwiegender ist der Schaden.
- Heißes Wetter und trockene Luft. Hohe Umgebungstemperaturen verstärken die negativen Auswirkungen der Sonne. Trockene, heiße Luft erhöht zudem das Risiko von Zellschäden an Pflanzen und beschleunigt Austrocknung und Alterungsprozesse.
- Änderung der Haftbedingungen. Manchmal tritt Sonnenbrand auf, nachdem eine Pflanze von einem Standort in einen anderen versetzt wurde. Stellt man beispielsweise einen Zimmerkaktus nach dem Winter zum ersten Mal ins Freie, ist seine empfindliche Haut möglicherweise nicht ausreichend an die neue UV-Strahlung angepasst.
- Kontakt mit Chemikalien. Die Verwendung von Düngemitteln oder Insektiziden kann ebenfalls Verbrennungen verursachen. Chemikalien, die mit der Pflanzenoberfläche in Kontakt kommen, erhöhen die Empfindlichkeit der Epidermis gegenüber UV-Strahlung.
- Boden von schlechter Qualität. Ein ungeeignetes Substrat oder eine schlechte Bodenqualität führen zu einer Verschlechterung des Wasserhaushalts, einer Verringerung der Nährstoffversorgung und zur Schaffung ungünstiger Bedingungen für die Wiederherstellung der Schäden.
Symptome von Kaktusverbrennungen
Sonnenbrand bei Kakteen äußert sich auf verschiedene Weise:
- Farbwechsel: Zunächst zeigt sich ein gelblicher Farbton, der sich in ein helles Braun oder Grau verwandelt.
- Erscheinungsbild der Flecken: Es bilden sich kleine, blasen- oder narbenähnliche Stellen auf der Haut.
- Elastizitätsverlust: Die Oberfläche des Kaktus wird hart und spröde und verliert ihre natürliche Flexibilität.
- Wachstumsverzögerung: Beschädigte Pflanzen haben Schwierigkeiten, ihre Energie wieder aufzutanken und leiden weiterhin unter schlechtem Wachstum.
Praktische Tipps zur Vermeidung von Verbrennungen
Am besten gewöhnt man Pflanzen schrittweise an das Licht, beginnend mit Morgen- oder Abendlicht. Steigern Sie die Sonneneinstrahlung allmählich, damit sich die Pflanze an direktes Sonnenlicht gewöhnen kann. Es gibt jedoch weitere wichtige Schritte und Empfehlungen:
- An heißen Tagen ist es wichtig, für gute Belüftung und Luftzirkulation im Raum, in dem die Kakteen stehen, zu sorgen. Öffnen Sie Fenster und Türen und stellen Sie einen Ventilator auf, um eine gleichmäßige Verteilung der warmen Luft zu gewährleisten und Staunässe an den Pflanzen zu vermeiden.
- Es empfiehlt sich, früh morgens mit leicht erwärmtem Wasser zu gießen. So hat die Pflanze genügend Zeit, die benötigte Feuchtigkeit aufzunehmen, und das restliche Wasser verdunstet in der Mittagssonne. Achten Sie auf gute Drainage, damit sich kein Wasser an den Wurzeln staut.
- Schattierungsnetze unterschiedlicher Maschenweite sind ein wirksames Mittel, um Überhitzung zu verhindern. Sie schützen Pflanzen vor zu viel Sonnenlicht und ultravioletten Strahlen und lassen gleichzeitig genügend Licht für die Photosynthese durch.
- Eine weitere Maßnahme besteht darin, die Töpfe direkt zu beschatten. Hierfür können Sie spezielle Untersetzer verwenden oder reflektierende PVC-Folie an der Außenseite der Reihen anbringen, die der Lichtquelle am nächsten liegen.
- Wenn der Kaktus im Freien steht, empfiehlt es sich, an besonders heißen Tagen ein leichtes Material wie Gaze oder Tüll als flexiblen Schattenspender zu verwenden. Vermeiden Sie dichte Materialien, da diese die Anpassung der Pflanze an die natürlichen Lichtverhältnisse behindern.
- Wenn Ihr Kaktus den ganzen Tag direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, versuchen Sie, ihn an einen halbschattigen Platz zu stellen, wo das Licht weich und gleichmäßig ist.
- Wählen Sie den richtigen Boden. Ein leichter, poröser Boden verbessert die Wurzelbelüftung und verringert das Risiko von Kondensation, die zu Verbrennungen führen kann.
- Untersuchen Sie die Pflanzen täglich auf Anzeichen von Hautschäden. Sollten Sie Auffälligkeiten feststellen, ergreifen Sie umgehend Maßnahmen, um die Ursache zu beheben.
Mit der richtigen Beleuchtung und Pflege können Sie unangenehme Situationen wie Sonnenbrand bei Ihrem Kaktus vermeiden. Vorbeugen ist immer besser als Heilen, daher sollten Sie Ihre Pflanzen gut beobachten und bei Anzeichen von Problemen umgehend reagieren.







