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Oreocereus: Der Kletterkaktus. Wie kann man ihn zu Hause anbauen?

Oreocereuses sind Kakteen, die sich durch ihre außergewöhnliche Flaumigkeit von anderen Kakteen unterscheiden. Sie sind buchstäblich mit feinen Härchen bedeckt, was ihnen ein einzigartiges und unverwechselbares Aussehen verleiht. In freier Natur wachsen sie in großen Höhen, aber ihre Haltung in Innenräumen ist nicht schwieriger als die anderer Kakteen.

Oreocereus

Allgemeine Informationen über Oreocereus

Oreocereus (lateinisch: Oreocereus) ist eine Gattung sukkulenter Pflanzen aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Diese Kakteen verdanken ihren Namen ihrem Lebensraum – sie wachsen in den Hochgebirgsregionen der Kordillere. „Oreios“ bedeutet „zum Berg gehörig“, und „cereus“ ist Latein für „Wachs“ oder „Wachskerze“.

Oreocereus-Kakteen wachsen im Hochland Südamerikas. Man findet sie im nördlichen Argentinien, Bolivien, Chile und Peru. Je nach Art können sie bis zu 3 Meter hoch werden.

Oreocereus-Korallen wachsen in großen Kolonien an Felshängen. Man findet sie in Höhenlagen von 3.500 bis 4.200 Metern über dem Meeresspiegel. Sie müssen in extremen Klimazonen und auf kargen Böden, die hauptsächlich aus Gesteinsschutt bestehen, überleben.

Oreocereus in freier Wildbahn

Über diesen Link erfahren Sie mehr über andere interessante Vertreter der Kakteenfamilie, die Sie zu Hause anbauen können. LinkDie

Botanische Beschreibung

Oreocereus-Arten sind leicht an ihren zotteligen, säulenförmigen und manchmal verzweigten Stängeln zu erkennen. Sie fügen sich harmonisch in die Umgebung von niedrig wachsenden Kakteen und Sukkulenten ein.

Die Vertreter der Gattung unterscheiden sich voneinander in Stammhöhe, Stachellänge, Blütenfarbe und anderen Details, aber sie alle haben eine Reihe von Merkmalen, die allen Oreocereus gemeinsam sind.

Botanische Beschreibung von Oreocereus:

  • Stängel. Der Baum wächst aufrecht, säulenförmig und buschig und verzweigt sich von der Basis aus. Einige Arten erreichen in Innenräumen eine Höhe von bis zu 1,5 m, während Oreocereus in freier Natur 8–10 m hoch werden kann. Der Stamm weist zahlreiche, abgerundete und warzige Rippen auf, deren Anzahl zwischen 10 und 25 variiert.
  • DornenDer Stängel ist mit zentralen und radialen Stacheln besetzt, die aus breiten Areolen entspringen. Ihre Länge, Anzahl und Färbung variieren je nach Art. Ein charakteristisches Merkmal aller Oreocereus-Arten ist das Vorhandensein dünner, langer, borstenartiger Haare. Diese sind meist weiß, seltener schwarz oder braun. Sie umhüllen den Stängel wie ein Spinnennetz und verleihen der Pflanze ein unverwechselbares Aussehen.
  • Blumen. Sie sind röhren- oder trichterförmig. Sie sehen sehr schön aus und können rot, karmesinrot, rosa, orange, rosaviolett oder purpurbraun sein.
    Blüten und Früchte von Oreocereus
  • Obst. Sie haben eine glatte Oberfläche und sind gelb. Die Form der Früchte variiert je nach Oreocereus-Art – sie können kugelförmig, eiförmig, länglich oder birnenförmig sein. Im Inneren der Früchte befinden sich kleine schwarze Samen, die entweder matt oder glänzend sind.

Typen

Die Gattung Oreocereus umfasst etwa zehn Arten. Darunter befinden sich sowohl reguläre als auch cristate (mit einem abnormalen Stammwachstumspunkt). Nachfolgend sind die beliebtesten Oreocereus-Kakteen mit Beschreibungen und Fotos aufgeführt.

Celsus

Dieser wollige Kaktus wächst in den Bergregionen Südamerikas und verträgt daher Temperaturschwankungen gut. Sein säulenförmiger Stamm kann bis zu 2–3 Meter hoch und 10–12 cm im Durchmesser werden. Der gesamte Stamm ist mit langen, feinen weißen Haaren bedeckt. Der Kaktus kann sich an der Basis verzweigen, wobei neue Triebe sowohl vertikal als auch seitlich wachsen.

Oreocereus Celsus

Der Stamm von Celsus ist gerippt, die Rippen gerade und knorrig, die Stacheln gerade und spitz, gelblich oder rotbraun. Die Areolen sind groß und weiß und tragen neben den Stacheln feine, bis zu 5 cm lange Haare.

Der Celsian-Kaktus blüht von Januar bis Dezember. Seine Blüten sind zart oder purpurrosa und erreichen einen Durchmesser von bis zu 3 cm. Sie sind lang, röhrenförmig und bis zu 10 cm lang. Nach der Blüte bilden sich kugelförmige Früchte. Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge im Frühsommer und durch Samen im Frühjahr. Lateinischer Name: Oreocereus celsianus.

Die wichtigste Voraussetzung für den erfolgreichen Anbau von Celsus ist reichlich helles Sonnenlicht.

Trolle

Dieser „Pelzmantel“-Kaktus ist in Argentinien und Bolivien beheimatet und wächst in trockenen Bergregionen. Man findet ihn in Höhenlagen von 3.000 bis 4.000 Metern über dem Meeresspiegel. Bei der Haltung in Innenräumen ist mäßiges Gießen entscheidend; zu viel Wasser führt schnell zu Stamm- und Wurzelfäule.

Die Pflanze ähnelt einem Strauch und erreicht in freier Natur eine Höhe von bis zu 60 cm, im Haus bleibt sie etwas kleiner. Der Stammdurchmesser beträgt bis zu 10 cm, bei Topfpflanzen sind es meist 4–5 cm. Die Stammoberfläche weist 15 bis 25 Rippen auf. Die aus den Areolen entspringenden Dornen sind 5 cm lang und können gelb, rötlich oder braun sein.

Troll

Die Blüten sind rosa oder purpurrot und bis zu 4 cm lang. Der Kaktus blüht im Sommer und vermehrt sich durch Samen und Ausläufer. Oreocereus trollii gibt es auch in einer cristaten Form (f. cristata), die sich durch einen verzweigten, fächerförmigen Stamm und ein sehr ungewöhnliches Aussehen auszeichnet. Beide Formen – die reguläre und die cristate – eignen sich ideal für Innenräume; die zotteligen Kakteen fügen sich auch wunderbar in Sukkulentengärten ein. Lateinischer Name: Oreocereus trollii.

Geschäftsmann

Dieser Filzkaktus gilt als selten und ist im peruanischen Hochland weit verbreitet. Er wächst in Höhenlagen von 2.500 bis 3.000 Metern. Seine verzweigten und gerippten Stämme erreichen eine Höhe von einem Meter und einen Durchmesser von acht Zentimetern. Sie sind mit zahlreichen Areolen besetzt, aus denen nadelartige Stacheln hervortreten, die unter dünnen, weißen Borsten verborgen sind, welche den gesamten Kaktus umhüllen.

Geschäftsmann

Die Blüten sind lila oder karminrot und erscheinen an den Triebspitzen. Sie erreichen einen Durchmesser von 3 cm und eine Länge von 10 cm. Der Doelzian-Kaktus blüht erst im Alter von 8–10 Jahren. Die Blüte in Innenräumen ist schwierig zu erreichen. Die Pflanze benötigt zudem viel Licht, was die Dichte der Behaarung beeinflusst. Die Vermehrung erfolgt vegetativ oder durch Samen. Lateinischer Name: Oreocereus doelzianus.

Der Deltsi Oreocereus eignet sich dank seines dekorativen Aussehens und seiner Pflegeleichtigkeit ideal für die Inneneinrichtung. Dieser flauschige Kaktus kann im Wohnzimmer, in der Küche, im Büro oder in jedem anderen Raum platziert werden.

Hempelianus

Dieser Kaktus besitzt einen dicken, zylindrischen, graugrünen Stamm, der an der Basis gerippt und verzweigt ist. Die Pflanze kann eine Höhe von 30–40 cm erreichen. Sie wächst natürlich im Hochland von Peru und Chile.

Hempeleanus

Die Stacheln des Kaktus sind gelblich, rot oder grau. Jede Areole trägt ein bis sechs zentrale Stacheln von 2–5 cm Länge. Hinzu kommen 10–15 flexible, abstehende Randstacheln. Dieser Oreocereus blüht vom Spätwinter bis zum Frühling. Seine roten Blüten erscheinen an den Triebspitzen und erreichen eine Länge von 6–7 cm.

Die Pflanze lässt sich gut durch Samen und Stecklinge vermehren. Sie bevorzugt nach Süden ausgerichtete Fensterbänke, da sie viel Licht benötigt. Lateinischer Name: Oreocereus hempelianus.

Hendricksen

Dieser Säulen-Oreocereus kann fast anderthalb Meter hoch werden. Sein Stamm ist anfangs keulenförmig und wird später zylindrisch. Die Stacheln sind gelblich, orange oder dunkelbraun, sehr spitz und lang. Sie sind hinter den weißen oder goldenen Haaren, die den Stamm umhüllen, kaum zu erkennen.

Hendricksen

Der Hendricksen-Kaktus trägt karminrote, röhrenförmige Blüten von 5–7 cm Länge. Sie öffnen sich nur tagsüber und blühen im Frühling und Sommer. Dieser außergewöhnliche Kaktus eignet sich ideal für Arrangements in Wohnungen und Büros sowie zur Gestaltung von Steingärten.

In der Natur wächst diese Pflanze in den Gebirgsregionen Südamerikas. Man findet sie typischerweise in den Anden in Höhenlagen von 3.500 bis 4.200 Metern über dem Meeresspiegel. Sie vermehrt sich durch Samen und Stecklinge. Lateinischer Name: Oreocereus hendriksenianus.

In der Kultur wird dieser Kaktus als Zierpflanze in Gärten und Wohnräumen kultiviert.

Weißhaarig

Dieser Kaktus besitzt einen säulenförmigen Stamm, der sich verzweigt und dichte Dickichte bildet. Der Stamm ist grün oder gräulich, gerippt und erreicht einen Durchmesser von 10–12 cm. Die Pflanze kann bis zu 2 m hoch werden. Aus den Areolen wachsen lange, seidig-weiße Haare, die scharfe Stacheln verbergen.

Weißhaarig

Dieser Kaktus blüht ab einem Alter von 10 Jahren. Die Blütezeit erstreckt sich über die wärmeren Monate, ist aber bei Zimmerkultur selten. Die Blüten sind dunkelrot, purpurrot oder violett, röhrenförmig und haben einen Durchmesser von etwa 5 cm.

Dieser Kaktus benötigt mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag zum Wachsen und Blühen. Er vermehrt sich durch Samen und Stecklinge. Sein lateinischer Name lautet Oreocereus leucotrichus.

Falsche Nut

Dieser langsam wachsende, niedrig verzweigende Kaktus erreicht eine Höhe von bis zu 2 m. Sein hellgrüner Stamm, der einen Durchmesser von bis zu 8 cm erreicht, weist ein Dutzend zylindrischer, knollenartiger Rippen mit Haaren und strohgelben oder leicht rötlichen Stacheln auf.

Falsche Dachrinne

Die Blüten sind rosarot, grünlich-rosa oder bläulich-rot und erscheinen im Sommer an den Stängelspitzen. Sie sind röhrenförmig mit gebogenen Rändern und erreichen eine Länge von 9–10 cm. Nach der Blüte entwickeln sich ovale, fleischige Früchte, deren Farbe von grünlich-gelb bis bräunlich-rot variiert.

Es ist schwierig, die Blüte unter Zimmerbedingungen zu erreichen, aber wenn man günstige Bedingungen für diese Oreocereus schafft, blüht sie normalerweise nach 10 Jahren.

Dieser Kaktus wächst in freier Natur in den bolivianischen Anden. Dort findet man ihn in Höhenlagen zwischen 1800 und 3800 Metern. Junge Kakteen blühen selten. Der Oreocereus pseudofossulatus lässt sich durch Samen oder Stecklinge vermehren. Lateinischer Name: Oreocereus pseudofossulatus.

Ritteri

Der Ritteri-Kaktus wächst als verzweigter Strauch. In freier Natur kann er große Gruppen bilden, die einen Durchmesser von 2–4 Metern erreichen. Die Kakteen werden 1–1,5 Meter hoch. Der Stamm ist gerippt, graugrün und mit Areolen besetzt, aus denen zahlreiche weiße Haare wachsen, sowie mit ein oder zwei leuchtend gelben oder orange-gelben Mittelstacheln.

Ritteri

Die Blütezeit fällt in die warme Jahreszeit. Die roten, gebogenen Blüten erscheinen an der Spitze des Stängels und öffnen sich nur tagsüber. Sie erreichen eine Länge von 10–11 cm und einen Durchmesser von 5 cm. Nach der Blüte bilden sich kugelförmige, gelblich-grüne Früchte. Oreocereus ritteri vermehrt sich durch Samen, Ausläufer oder Stecklinge. Lateinischer Name: Oreocereus ritteri.

Tacnaensis

Dieser Kaktus besitzt einen verzweigten Stamm mit aufrechten oder ausgebreiteten Trieben, die von der Basis abzweigen. Die Triebe sind gerippt, blau- bis graugrün gefärbt und können eine Höhe von 3 m und einen Durchmesser von 4–8 cm erreichen. Die Rippen sind mit Areolen bedeckt, aus denen Stacheln hervortreten, deren Farbe von rötlich-braun bis bräunlich-gelb variiert.

Tacnaensis

Die Mittelstacheln sind gerade oder leicht gebogen und 3–6 cm lang. Die Blüten sind leuchtend gefärbt – bräunlich oder blutrot – und 8–11 cm lang sowie 3–4 cm im Durchmesser. Der Tacnaensis-Kaktus vermehrt sich durch Samen und Nachkommen. Lateinischer Name: Oreocereus tacnaensis.

Was ist für ein gesundes Wachstum notwendig?

Oreocereus-Kakteen lassen sich gut in Innenräumen kultivieren, benötigen aber ein angenehmes Klima. Natürliche Wüstenbedingungen müssen nicht nachgebildet werden; leichte Anpassungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit genügen. Diese Kakteen benötigen außerdem ein spezielles Substrat und geeignete Töpfe.

Bedingungen für ein gesundes Wachstum:

  • Temperatur. Dank ihrer dichten Behaarung vertragen Oreocereus-Kakteen Kälte und Temperaturschwankungen gut. Im Sommer liegt die ideale Temperatur für diese Kakteen zwischen 18 und 30 °C, optimal sind 25 °C. Im Winter empfiehlt es sich, die Pflanzen in einen kühleren Raum zu stellen; die Wintertemperaturen sollten zwischen 7 und 12 °C liegen.
  • Beleuchtung. Oreocereus-Kakteen benötigen viel Licht, sonst blühen sie nicht und bilden keine Haare. Am besten gedeihen sie auf Fensterbänken an Süd- und Südwestfenstern. Im Sommer empfiehlt es sich, Kakteen an Südfenstern mittags zu beschatten. Im Sommer sollte der Raum außerdem regelmäßig gelüftet werden, oder noch besser, die Kakteen sollten ins Freie oder auf einen Balkon gestellt werden.
    Oreocereus braucht viel Sonne
  • Boden. Der Boden sollte nicht zu nährstoffreich sein. In der Natur wachsen Oreocereus-Pflanzen auf nährstoffarmen Böden, daher schadet ihnen Überdüngung. Wichtig ist vor allem, dass der Boden locker und gut durchlässig ist. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,1 und 7,8.
    Für die Anzucht von Oreocereus können Sie handelsübliche Kakteenerde verwenden oder Ihre eigene Mischung herstellen. Beispielsweise können Sie Gartenerde und Sand zu gleichen Teilen mischen. Perlit oder Blähton wird beigemischt, um die Mischung aufzulockern. Anschließend wird sie mit kochendem Wasser oder einer Kaliumpermanganatlösung desinfiziert.
  • Pot. Oreocereus-Kakteen haben ein flaches, gut verzweigtes Wurzelsystem und benötigen daher keine tiefen Töpfe. Der Pflanzkaktus sollte breit sein und niedrige Seitenwände haben. Atmungsaktive Töpfe aus Ton oder Keramik ohne Glasur sind empfehlenswert.
    Für junge Pflanzen, die jährlich umgetopft werden müssen, eignen sich Plastiktöpfe. Der Boden des Topfes sollte mehrere Abflusslöcher haben, um ein gleichmäßiges Abfließen überschüssiger Feuchtigkeit zu gewährleisten.

Pflege und Kultivierung

Oreocereus-Kakteen sind anspruchslos, aber in Bezug auf die Wachstumsbedingungen anspruchsvoll. Entscheidend für ihr Gedeihen ist die Schaffung optimaler Bedingungen, der Pflegeaufwand selbst ist minimal. Kakteen benötigen nur gelegentliches Gießen und noch seltener Düngen oder Umtopfen.

Hier erfahren Sie, wie Sie diese Kakteen zum Blühen bringen, wenn sie in Innenräumen gezogen werden. HierDie

Bewässerung

Oreocereus-Kakteen benötigen mäßiges bis seltenes Gießen. Staunässe sollte vermieden werden. Gießen Sie die Kakteen erst, wenn das Substrat vollständig ausgetrocknet ist. Wassermenge und -häufigkeit hängen von der Jahreszeit, der Bodenbeschaffenheit und dem Standort ab. Weitere Informationen zum richtigen Gießen finden Sie hier. HierDie

Einen Kaktus gießen

Merkmale der Bewässerung von Oreocereus:

  • Im Frühling und Sommer 2-3 Mal im Monat gießen. Im Winter wird auf einmal im Monat reduziert.
  • Verwenden Sie zum Bewässern warmes, abgestandenes Wasser. Leitungswasser ist nicht geeignet.
  • Nach jedem Gießen muss das Wasser aus dem Untersetzer abgelassen werden, um das Risiko von Wurzelfäule zu beseitigen.
Um Staunässe bei Ihren Kakteen zu vermeiden, können Sie einen Feuchtigkeitssensor oder einen einfachen Holzstab in das Substrat stecken, knapp unter den Boden. Ist der Stab feucht, benötigt die Pflanze kein Wasser.

Topdressing

Oreocereus benötigt aufgrund seiner biologischen Eigenschaften geringe Mengen an mineralischen Düngemitteln, hauptsächlich Kalium und Phosphor, und sehr wenig Stickstoff. Dünger wird nur während der Wachstumsphase ausgebracht.

Merkmale der Nahrungsaufnahme von Oreocereus:

  • Dünger wird höchstens einmal im Monat ausgebracht. Kakteen werden im Winter nicht gedüngt.
  • Kakteen, die umgetopft werden sollen oder gerade erst umgetopft wurden, müssen nicht gedüngt werden.
  • Wenn der Kaktus im Herbst oder Winter geblüht hat, braucht er trotzdem nicht gedüngt zu werden; es genügt, die Wassergabe etwas zu erhöhen.
    Dünger für Oreocereus-Kakteen
  • Verwenden Sie ausschließlich Spezialdünger für Kakteen. Herkömmlicher Zimmerpflanzendünger ist ungeeignet. Die Verpackung muss mit „Für Kakteen“ gekennzeichnet sein.

Überweisen

Oreocereus-Kakteen werden nur bei Bedarf umgetopft, da jeder Umzug Stress für sie bedeutet. Diese Kakteen wachsen langsam, daher besteht keine besondere Notwendigkeit zum Umtopfen.

Merkmale der Wiederanpflanzung von Oreocereus:

  • Es wird empfohlen, das Umtopfen im Frühjahr durchzuführen. Junge Pflanzen werden einmal jährlich umgetopft, während ältere Pflanzen zwei- bis dreimal seltener umgetopft werden müssen.
  • Der Kaktus wird in einen größeren Topf umgepflanzt; dieser sollte 2-3 cm größer sein als der vorherige.
  • Gießen Sie die Pflanze vor dem Umtopfen nicht. Nehmen Sie sie zusammen mit der trockenen Erde heraus und setzen Sie sie vorsichtig in den neuen Topf.

Nach dem Umtopfen sollte die Oreocereus nicht gegossen werden. Die erste Bewässerung sollte erst nach zwei Wochen erfolgen. Weitere nützliche Informationen zur korrekten Durchführung dieses Vorgangs finden Sie hier. HierDie

Überwinterung

Im Winter wird der Oreocereus in einen kühleren Raum gestellt. Etwa im Oktober kommt er in einen Raum mit einer Temperatur von 10 bis 15 °C. Dort sollte er bis zum Frühjahr bleiben. Während des Winters benötigt er ausreichend Licht, aber nur minimal Wasser; Düngen ist nicht nötig.

Nach dem Überwintern Hauskaktus Gewöhnen Sie die Pflanze allmählich an die neuen Bedingungen. Wichtig ist, sie im Frühling nicht direkt an ein Südfenster zu stellen, da dies zu Sonnenbrand führen kann.

Trimmen

Ein Rückschnitt ist bei Oreocereus nicht zwingend erforderlich; er wird nur bei Bedarf durchgeführt, beispielsweise im Falle von Fäulnis, die sich durch dunkle, trockene oder feuchte Flecken zeigt.

Beschneiden von Oreocereus

Merkmale der Beschneidung von Oreocereus:

  • Wenn die Pflanze Stängelfäule entwickelt hat, wird sie oben abgeschnitten; wenn sie Wurzelfäule entwickelt hat, wird sie unten abgeschnitten und anschließend wieder eingepflanzt.
  • Zum Beschneiden ein desinfiziertes und geschärftes Werkzeug verwenden.
  • Es ist bequemer, einen großen Kaktus zuerst aus dem Topf zu nehmen und ihn dann zu beschneiden, bevor man ihn auf eine ebene Fläche legt.
  • Wenn die Pflanze verfault, muss sie zurückgeschnitten werden, wobei gesundes Gewebe mitgenommen werden muss, um ein erneutes Ausbreiten der Fäulnis zu verhindern.
  • Wenn ein Rückschnitt aufgrund von Dehnung oder Verformung erforderlich ist, erfolgt dieser so, dass nur noch ein gerader, nicht gekrümmter Teil übrig bleibt.
  • Alle Schnittwunden werden zur Desinfektion und schnellen Wundheilung mit zerstoßener Holzkohle bestreut.
  • Nach dem Rückschnitt werden Kakteen 2-3 Tage lang nicht gegossen.
Wenn die Wurzeln von Fäulnis befallen sind, ist es am besten, den Kaktus neu zu bewurzeln. Schneiden Sie die Spitze ab und lassen Sie den Steckling ein paar Tage trocknen. Pflanzen Sie ihn dann in frische Erde. Wenn er Wurzeln schlägt – normalerweise innerhalb einer Woche nach dem Einpflanzen –, kann der Kaktus gerettet werden.

Reproduktion

Oreocereus lässt sich durch Samen oder vegetativ – durch Stecklinge oder Triebe – vermehren. Die Samenvermehrung verhindert die Degeneration, während die vegetative Vermehrung eine schnellere Produktion neuer Pflanzen ermöglicht.

Merkmale der Vermehrung von Oreocereus durch Samen:

  • Vor der Aussaat werden die Samen 24 Stunden lang in Wasser eingeweicht und anschließend getrocknet.
  • Die Aussaat erfolgt im frühen Frühling. Die Samen werden in ein flaches Gefäß gesät, das mit einem lockeren Substrat aus Rasensoden, Sand und Holzkohle gefüllt ist.
    Aussaat von Oreocereus-Kaktussamen
  • Die Samen werden 1,5 cm tief in das Substrat gesät. Sie werden leicht angefeuchtet und der Behälter mit transparenter Folie abgedeckt.
  • Bis die Sämlinge keimen, wird das Mini-Gewächshaus regelmäßig belüftet. Sobald sie keimen, wird die Abdeckung sofort entfernt und der Behälter näher ans Licht gestellt.

Sobald die kleinen Kakteen ihre ersten Stacheln entwickeln, werden sie in einzelne Töpfe gepflanzt.

Merkmale der Vermehrung von Oreocereus durch Stecklinge:

  • Das Verfahren wird im Frühjahr durchgeführt. Junge Triebe einer gesunden Pflanze werden mit einem scharfen, desinfizierten Instrument abgeschnitten und mehrere Tage lang an einem gut belüfteten Ort gelassen.
  • Der Steckling wird in einen mit losem Substrat gefüllten Behälter gegeben.
  • Zunächst werden die Stecklinge nicht gegossen; die erste Bewässerung erfolgt nach 2-3 Wochen.
Die beste Zeit für Stecklinge ist Frühling oder Sommer. Im Winter sollte Oreocereus nur in Ausnahmefällen vermehrt werden, beispielsweise wenn die Pflanze vom Absterben bedroht ist.

Krankheiten und Schädlinge

Oreocereus-Kakteen besitzen eine gute Immunität, können aber bei unsachgemäßer Pflege von verschiedenen, vorwiegend pilzbedingten Krankheiten befallen werden. Insbesondere können sie an Kaktusfäule (Nassfäule) oder Braunfleckenkrankheit (Anthraknose) erkranken. Zur Bekämpfung dieser und anderer Pilzinfektionen werden Fungizide wie „Bayleton“ sowie biologische Präparate wie „Fitosporin-M“, „Alirin-B“ oder vergleichbare Produkte eingesetzt.

Fitosporin M für Kakteen in Innenräumen

Die gefährlichsten Insektenschädlinge für Oreocereus sind Wollläuse, Wurzelwanzen und Spinnmilben. Gegen sie werden Insektizide wie Actellic und Fitoverm eingesetzt. Auch Hausmittel wie das Besprühen mit Tabak- oder Knoblauchaufguss, einer Seifenlauge oder Ringelblumentinktur können wirksam sein.

Was ist nach dem Kauf eines Oreocereus zu tun?

Untersuchen Sie eine Oreocereus-Pflanze nach dem Kauf gründlich – am besten noch im Geschäft. Es empfiehlt sich jedoch, sie zu Hause noch einmal zu kontrollieren, um eventuelle Krankheitsanzeichen zu erkennen. Aufgrund der dichten Behaarung am Stängel ist eine sorgfältige Untersuchung besonders wichtig, da Flecken oder andere Mängel dadurch schwer zu entdecken sind.

Achten Sie besonders auf den Wurzelbereich; selbst kleinste Schäden können auf eine Krankheit hindeuten. Am wichtigsten ist es, die neue Pflanze 2–3 Wochen lang in Quarantäne zu halten, bevor Sie sie zu Ihrer Sukkulentensammlung hinzufügen.

Wählen Sie veredelte Pflanzen; sie wachsen schneller, haben eine üppigere Behaarung und leuchtend gefärbte Stacheln.

Hilfreiche Tipps

Die Aufzucht von Oreocereus mag zwar einfach erscheinen, birgt aber viele Tücken. Werden diese Tücken nicht beachtet, kann dies zu Fehlern in der Pflege und zu Problemen führen, die Krankheiten und schließlich den Tod der Kakteen zur Folge haben.

Tipps von erfahrenen Kakteenzüchtern:

  • Stellen Sie den Oreocereus auf die Fensterbank, ohne ihn zu bewegen; es ist nicht nötig, ihn in verschiedene Richtungen zum Licht zu drehen.
  • Wenn der Kaktus gut wächst, gesunde Härchen hat und üppig blüht, ist Düngen nicht nötig. Und ganz wichtig: Geben Sie niemals Kompost oder andere organische Düngemittel hinzu.
  • Schützen Sie die feinen Härchen, die den Stängel umhüllen, vor Wasser und Verunreinigungen.
  • Streuen Sie dunkle Kieselsteine ​​oder kleinen Kies auf das Substrat – diese Schicht speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts an den Kaktus ab.

Ähnliche Pflanzen

Oreocereus unterscheidet sich durch seine ungewöhnliche Behaarung deutlich von anderen Kakteen. Dieses ungewöhnliche Aussehen macht die Mitglieder dieser Gattung leicht erkennbar. Sie sind jedoch nicht die einzigen mit dieser „Behaarung“.

Unerfahrene Kakteenzüchter könnten Oreocereus beispielsweise mit folgenden Kakteen verwechseln:
Cephalocereus senilis

  • Cephalocereus Senilis. Eine Art der Gattung Cephalocereus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Auch bekannt als Cephalocereus senilis, ist der Stamm dieses Kaktus mit einem dicken, hellen „Fell“ bedeckt, das bei jungen Pflanzen besonders schneeweiß ist.
    Epostoa wollig
  • Espostoa Woolly. Eine Kaktusart der Gattung Espostoa. In freier Natur erreicht diese baumartige Pflanze eine Höhe von 5 m, in Kultur 1 m. Ihr charakteristisches Merkmal ist die dichte Behaarung, durch die die Stacheln kaum sichtbar sind.

Oreocereus-Kakteen sind etwas für Kenner und unterscheiden sich deutlich von anderen Vertretern der Familie. Ihre dichten, wollartigen Haare verleihen diesen Andenbewohnern ein einzigartiges Aussehen. Bei richtiger Pflege gedeihen diese Pflanzen prächtig in Innenräumen und bringen einen Hauch von Exotik in jedes Ambiente.

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