Mammillaria ist eine große Kakteengattung, die besonders bei Kakteenliebhabern und Zimmerpflanzenfreunden beliebt ist. Diese auffälligen und pflegeleichten Pflanzen fügen sich nahtlos in moderne Einrichtungen ein und lassen sich gut mit einer Vielzahl von Sukkulenten kombinieren.

Allgemeine Informationen über Mammillaria
Mammillaria (lateinisch: Mammillaria) ist eine der größten Gattungen innerhalb der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Ein charakteristisches Merkmal dieser Kakteen sind die papillären Stängel. Daher auch der Name: Das lateinische Wort „mamilla“ bedeutet „Zapfen“.
Die meisten Mammillaria-Arten wachsen in Mexiko, einige Arten kommen aber auch im Süden der USA und in mehreren lateinamerikanischen Ländern vor. Tatsächlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet dieser Kakteen von Argentinien bis ins südliche Kanada.
Mammillaria-Kakteen sind an den unterschiedlichsten Orten anzutreffen und wachsen auf felsigen Hügeln und in trockenen Ebenen. Sie gedeihen typischerweise in Höhenlagen von 1500 bis 2000 Metern über dem Meeresspiegel. Sie sind nicht nur ein fester Bestandteil von Wüstenlandschaften, sondern auch wahre Oasen für eine Vielzahl von Tierarten.
Sie können auch andere ungewöhnliche und schöne Pflanzen kennenlernen, die zur Familie der stacheligen Kakteen gehören. HierDie
Botanische Beschreibung
Mammillaria-Arten unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe, sondern auch in ihrer Form. In freier Natur können diese Kakteen mehrere Meter hoch werden. In Innenräumen bleiben sie jedoch meist klein. Trotz ihrer Vielfalt weisen Mammillaria-Arten eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf.
Botanische Merkmale der Mammillaria:
- Aussehen. Mammillarien sind typischerweise klein, können verzweigen oder auch nicht, wachsen einzeln oder bilden ausladende Polster mit einem Durchmesser von bis zu 1 m. Die Stängel sind kompakt und weisen eine deutliche Rippung auf.
- Stängel. Je nach Art kann der Stamm kugelförmig, zylindrisch, kurzzylindrisch oder säulenförmig sein. Die Stammhöhe variiert zwischen 5 und 40 cm, der Durchmesser zwischen 5 und 20–30 cm. Der gesamte Stamm ist mit spiralförmig angeordneten Papillen bedeckt. Die Papillen können zylindrisch, kegelförmig, pyramidenförmig oder eiförmig sein.
- Dornen. Sie können sich in Anzahl, Farbe, Dicke und Struktur zwischen verschiedenen Mammillaria-Arten unterscheiden. Die meisten Kakteen besitzen zwei Arten von Stacheln. Die Zentralstacheln sind dicker und länger und können gerade oder gebogen sein, während die Randstacheln dünner und kürzer sind.
- Blumen. Klein, weiß, weißlich-grün, bräunlich und in verschiedenen Gelb- und Rosatönen. Die Blüten sind glocken- oder trichterförmig. Ihr Durchmesser beträgt 1–2 cm, bei manchen Arten 3–4 cm. Die Blütenblätter sind schmal und glänzend.
- Obst. Sie ähneln Beeren und sind länglich oder keulenförmig. Ihre Farbe ist meist rot, sie können aber auch weißlich, gelblich, grünlich oder bräunlich sein. Die Früchte sind 5–50 mm lang und 2–10 mm im Durchmesser.
Unter den Säugetieren gibt es Arten, die völlig anspruchslos sind, und solche, die extrem hohe Ansprüche an die Wachstumsbedingungen stellen.
Merkmale der Blüte
Mammillarien blühen meist im Frühling, seltener im Sommer. Ihre kleinen Blüten stehen oft in dichten Blütenständen, die einen schönen Kontrast zu den grünen Stängeln bilden. Zylindrische Mammillarien entwickeln typischerweise eine Blütenkrone an der Spitze, während kugelförmige Kakteen vollständig mit Knospen bedeckt sein können. Die Bestäubung erfolgt durch Wind oder Insekten.
Die Blütezeit selbst kann mehrere Wochen oder Monate dauern. Ihre Dauer hängt von den Lichtverhältnissen und der Pflege ab. Auch Zeitpunkt und Häufigkeit der Blüte variieren je nach Mammillaria-Art. Manche blühen nur im Sommer, andere vom frühen Frühling bis zum Herbst.
Hier finden Sie weitere nützliche Informationen darüber, wie Sie zu Hause eine üppige Blüte der Mammillaria erzielen können. HierDie
Beliebte Arten von Säugetieren
Mammillaria faszinieren selbst erfahrene Kakteenliebhaber mit ihrer Formen- und Farbvielfalt. Es gibt etwa zweihundert Mammillaria-Arten in freier Natur, von denen viele erfolgreich in Innenräumen kultiviert werden. Nachfolgend finden Sie die beliebtesten Mammillaria-Sorten mit kurzen Beschreibungen und Fotos.
Verlängert
Diese mexikanische Mammillaria zählt zu Recht zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Ihr verzweigter, länglicher, zylindrischer Stamm ist mit scharfen Stacheln besetzt. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 15 cm und einen Stammdurchmesser von bis zu 3 cm. Die Stacheln sind sternförmig angeordnet, goldfarben und bis zu 1 cm lang; typischerweise befinden sich 15–25 Stacheln pro Warze. Diese Mammillaria besitzt keine oder nur sehr wenige Mittelstacheln.
Die Blüten sind hellgelb oder rosa, glockenförmig, erreichen einen Durchmesser von bis zu 1,5 cm und erscheinen an der Spitze oder etwas darunter. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni. Mammillaria elongata vermehrt sich durch Puppen und Samen. Ihre goldenen Nadeln, ihr elegantes Aussehen und ihre Pflegeleichtigkeit machen diesen Kaktus ideal für Sukkulentenarrangements. Lateinischer Name: Mammillaria elongata.
Die stacheligsten
Diese Mammillaria besitzt einen kugelförmigen oder länglichen Stamm, der mit langen, dünnen, weißen oder braunen Stacheln bedeckt ist. Zwischen den kegelförmigen Papillen befindet sich eine wattebauschartige Behaarung. Der mattgrüne Stamm wird mit zunehmendem Alter säulenförmig und erreicht eine Höhe von bis zu 25 cm. Sein Durchmesser beträgt bis zu 10 cm.
Aus jeder Papille wachsen bis zu 15 Nadeln. Sie sind gerade und biegsam, wobei einer der zentralen Stacheln hakenförmig endet. Zusätzlich gibt es weitere, weiße, borstige, etwa 1 cm lange Randnadeln. In freier Natur wächst dieser Kaktus in trockenen Wüsten und ist in den beiden mexikanischen Bundesstaaten Guerrero und Morelos endemisch.
Die Stachelige Mammillarie blüht vom Spätwinter bis zum Frühling. Ihre Blüten sind hell- oder leuchtend rosa oder violett. Die Pflanze benötigt viel Licht und Wärme zum Wachsen und Blühen. Dieser Kaktus eignet sich ideal als Zimmerpflanze und fügt sich harmonisch in jede Einrichtung ein. Er vermehrt sich durch Samen oder durch Ableger, die leicht Wurzeln schlagen. Sein lateinischer Name lautet Mammillaria spinosissima.
Wilda
Diese Mammillaria zählt nicht nur zu den häufigsten Kakteen, sondern ist auch recht pflegeleicht. Sie besitzt einen dicken, zylindrischen Stamm mit dünnen, länglichen Papillen, aus denen feine, goldene, haarähnliche Stacheln wachsen. Im Gegensatz zu vielen anderen Mammillarien verzweigt sich diese Art stark und hat hakenförmig gebogene Mittelstacheln.
Die Blüten des Wilda-Kaktus sind strohgelb und recht groß. Nach der Blütezeit bilden sich Früchte. Die Blütezeit erstreckt sich über Frühling und Sommer. Die Blüten sitzen nahe der Spitze des Kaktus und bilden einen auffälligen Ring. Sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 2 cm. In freier Natur findet man diesen wunderschönen Kaktus in den Wüsten Mexikos, im Süden der USA und auf den Karibikinseln.
Die Pflanze lässt sich durch Kindel und Samen vermehren. Diese Art bildet zahlreiche Kindel, die nicht von selbst abfallen, was zu einer starken Verzweigung führt. Der Kaktus mit seiner ungewöhnlich flauschigen Oberfläche wird in jedem Raum zum Blickfang. Lateinischer Name: Mammillaria wildii.
Zeilman
Mammillaria zeilmannii, eine in Mexiko endemische Pflanze (die nur in Guanajuato vorkommt), ist bei Gärtnern wegen ihres attraktiven Aussehens, ihrer prächtigen Blütenpracht und ihrer Robustheit sehr beliebt – sie verträgt Temperaturen bis zu -7 °C problemlos. Die Pflanze hat einen relativ kurzen, dunkelgrünen, zylindrischen Stängel und dichte, leicht gebogene Stacheln.
Die Pflanze blüht typischerweise vom Spätwinter bis zum Frühsommer. Die Blütezeit dauert bei guter Pflege bis zu sechs Monate. Die Blüten sind tiefrosa, glockenförmig und bis zu 2 cm im Durchmesser. Sie erscheinen an der Spitze des Kaktus und können eine Krone bilden; jede Blüte hält fast eine Woche.
Der Zeilmann-Kaktus bildet Ausläufer, die sich zur Vermehrung eignen – eine gute Alternative zu Samen. Dichte Stacheln, makellose Form und prächtige Blüten machen diese Mammillaria zu einem hervorragenden Dekorationselement für moderne Interieurs. Lateinischer Name: Mammillaria zeilmanniana.
Exzellent
Dieser in Mexiko heimische Kaktus, der natürlich an Kalksteinhängen wächst, hat seinen beeindruckenden Namen nicht umsonst – er ist wahrlich ein atemberaubender Anblick. Seine Schönheit wird durch die Blütezeit noch verstärkt. Der Kaktus ist eine kleine Kugel mit einem Durchmesser von 6–7 cm.
Der gesamte Stamm ist mit so vielen kleinen weißen Stacheln bedeckt, dass sie wie eine Schneedecke wirken. Die Pflanze beginnt nach 3–4 Jahren zu blühen. Die Blüten sind rosa oder violett. Die Blütezeit ist im Spätherbst oder späten Frühling. Der Kaktus bildet zahlreiche Ableger und lässt sich daher nicht nur durch Samen, sondern auch durch Stecklinge vermehren.
Um die Blüte anzuregen, werden die wechselnden Wachstumszyklen des Kaktus simuliert. Während der Blütezeit wird die Beleuchtung eingeschaltet – mindestens 16 Stunden Tageslicht sind erforderlich. Die Pflanze ist bei Sammlern sehr begehrt und wird häufig als Zierpflanze verwendet. Lateinischer Name: Mammillaria perbella.
Ghana
Mammillaria hana (oder Mammillaria hana) ist eine sehr schöne und beliebte Zimmerpflanze. Dieser kugelförmige Kaktus besticht durch seine regelmäßige geometrische Form: Der abgerundete Stamm ist mit kegelförmigen Papillen bedeckt, aus denen weiße, haarähnliche Stacheln wachsen, die feinen Borsten ähneln.
Der kugelförmige Stängel nimmt mit der Zeit eine zylindrische Form an, ist hellgrün oder graugrün, und die ihn bedeckenden weißen Stacheln erreichen eine Länge von 4 cm. Ihre rötlichen Spitzen verleihen dieser auffälligen Pflanze einen Hauch von Eleganz. Diese Mammillaria blüht vom Spätwinter bis zum Frühling.
Die Blüten sind klein und erreichen einen Durchmesser von 1,5 cm. Ihre Farbe variiert von Rosa bis Purpurrot. Die Pflanze bevorzugt helles Licht, verträgt aber keine direkte Sonneneinstrahlung, obwohl sie natürlicherweise in den trockenen Wüsten Mexikos vorkommt. Sie vermehrt sich durch Samen und Ausläufer. Sie eignet sich ideal für Sukkulenten-Arrangements. Lateinischer Name: Mammillaria hahniana.
Bokasanskaya
Das charakteristische Merkmal dieser mexikanischen Endemitenpflanze sind ihre Stacheln. Sie sind so zahlreich, dass der kugelförmige Stamm wie mit feinen Härchen bedeckt wirkt. Jeder Stachel ist einzigartig: Es gibt einen zentralen, hakenförmigen Stachel, mehrere dünne, nadelartige Stacheln und viele lange, haarähnliche Stacheln. Der Stamm erreicht eine Höhe von bis zu 10 cm und verändert sich dabei von einer Kugel zu einem Zylinder. Seine Farbe ist bläulich-grün.
Die Bokasan-Mammillarie lässt sich leicht in Innenräumen kultivieren und blühen. Die Blütezeit beginnt im Frühling und dauert bis zum Spätsommer. Die kleinen, trichterförmigen Blüten variieren in der Farbe von cremeweiß bis rosa und erreichen einen Durchmesser von bis zu 2 cm. Nach der Blüte bilden sich ovale, rote oder rosafarbene Früchte.
Junge Pflanzen wachsen einzeln; ab einem Alter von 3–4 Jahren verbuschen sie und bilden große Polster. Die Vermehrung erfolgt durch Samen und vegetativ. Dank ihrer dichten Behaarung leuchtet die Bocasana-Mammillaria in der Sonne und erzeugt so einen strahlenden Effekt. Lateinischer Name: Mammillaria bocasana.
Triebtragend (wachsend)
Der Name dieser Mammillaria leitet sich von den lateinischen Wörtern „proles“ (Nachkomme) und „fero“ (ich trage) ab und bezieht sich auf die große Anzahl an Nachkommen, die diese Pflanze hervorbringt. Der Kaktus besitzt einen kugelförmigen oder länglichen Stamm, der bis zu 6 cm hoch und 4 cm im Durchmesser wird. Er verzweigt sich stark an der Basis und seitlich, wobei benachbarte Triebe regelrecht aneinanderhaften.
Die den Stängel bedeckenden Papillen sind weich und abgerundet, ihre Achseln spärlich mit weißen Borsten besetzt. Die Mitteldornen sind gelb und glänzend und bis zu 1 cm lang. Die Randdornen sind um ein Vielfaches zahlreicher, dünn und weiß. Die Blütezeit dauert 2–3 Monate, meist im Frühling. Die Blüten sind cremefarben mit einem rosabraunen Streifen in der Mitte.
Nach der Blüte bilden sich essbare, orange-rote Früchte. Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und kompakt und lässt sich problemlos in einem Topf mit Sukkulenten platzieren, ohne benachbarte Pflanzen zu überwuchern. Diese Mammillaria lässt sich gut durch Samen und Stecklinge vermehren. Lateinischer Name: Mammillaria prolifera.
Was ist für ein gesundes Wachstum notwendig?
Mammillaria gehört zu den Kakteen, die sich gut in Innenräumen kultivieren lassen. Für ein erfolgreiches Wachstum benötigt sie jedoch bestimmte Bedingungen. Unsachgemäße Pflege und Fehler bei der Haltung führen schnell zu Krankheiten und zum Absterben der Pflanze.
Bedingungen für ein komfortables Wachstum von Mammillaria:
- TemperaturMammillaria gedeiht am besten bei Tagestemperaturen zwischen +20 °C und +25 °C. Die Nachttemperaturen sollten nicht unter +10 °C fallen.
- BeleuchtungDie Pflanze benötigt viel helles Licht. Es empfiehlt sich, sie an Ost- oder Südfenstern zu platzieren. Bei unzureichendem Licht können die Kakteen mit Pflanzenlampen oder anderer künstlicher Beleuchtung versorgt werden.
- LuftfeuchtigkeitIn der Natur wächst die Mammillaria vorwiegend in trockenen Gebieten, ist daher anspruchslos in Bezug auf die Luftfeuchtigkeit und kann problemlos in normalen Wohnräumen gedeihen. Außerdem vertragen diese Pflanzen, wie die meisten Kakteen, keine Staunässe.
Im Sommer ist jedoch ein leichter Regenschauer für die Pflanzen empfehlenswert. Große Tropfen sollten nicht auf die Stängel fallen.
Anbau und Pflege
Die Pflege von Mammillarien ist nicht schwierig, aber es gibt ein paar Dinge zu beachten. Behandelt man sie wie gewöhnliche Zimmerpflanzen, verwelken sie schnell und sterben ab.
Bodenanforderungen
Sie können ein handelsübliches (fertiges) Substrat für die Anzucht von Mammillaria verwenden, achten Sie aber darauf, dass es als „für Kakteen“ gekennzeichnet ist. Sie können es auch selbst herstellen, befolgen Sie dabei aber die Anweisungen und desinfizieren Sie die Mischung unbedingt.
Für Jungpflanzen eignet sich eine Mischung aus gleichen Teilen Laubkompost und Rasenerde. Geben Sie je einen Teil Torf und Sand hinzu. Ziegel- oder Kiesspäne können zur Bodenlockerung beigemischt werden. Auch Muschelkalk oder Kalkstein eignen sich zur Zugabe, Holzkohle ist jedoch unerlässlich.
Die Zusammensetzung des Substrats wird durch die Art der Mammillaria, genauer gesagt durch die Art ihrer Wurzeln, beeinflusst:
- Für Kakteen, die in Ebenen wachsen und faserige Wurzeln haben, eignen sich leichte und fruchtbare Böden, vorzugsweise mit Lauberde.
- Für Arten mit knollenartigen Wurzeln sind schwerere Mischungen mit einem überwiegenden Anteil an Rasenerde erforderlich.
- Mammillaria, die in Bergregionen wächst, gedeiht gut in einem Substrat mit Zusatz von Kalk, fein zerkleinertem Muschelkalk oder Marmor- (Ziegel-)Splittern.
Auswahl eines Topfes
Da sich Mammillarias stark ausbreiten, empfiehlt es sich, sie in breite Töpfe zu pflanzen. Der Durchmesser sollte 2 cm größer sein als der des Kaktus. Ein unglasierter Ton- oder Keramiktopf ist am besten geeignet. Glasierte Töpfe sind weniger geeignet, da die Glasur die Luftzirkulation beeinträchtigt.
Sie können auch Plastiktöpfe verwenden. Da diese wasserundurchlässig sind, verdunstet die Feuchtigkeit langsamer aus der Erde – Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Die optimale Form ist trapezförmig, mit schmalem Boden und weitem Hals. Dies ermöglicht eine gleichmäßigere Wurzelverteilung. Hohe Töpfe sind ungeeignet, da sie zu dauerhafter Staunässe führen.
Bewässerung
Bei der Zimmerkultur sollten Mammillarien mäßig gegossen werden, wobei auf die Beschaffenheit des Substrats zu achten ist. Diese Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe und vertragen diese nicht, da sie Wurzel- und Stängelfäule entwickeln.
Die Bewässerungshäufigkeit hängt von der Jahreszeit ab. Mammillaria benötigt im Frühling und Sommer Feuchtigkeit. Gießen Sie die Kakteen in dieser Zeit, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Im Herbst wird weniger gegossen, und im Winter, wenn die Ruhephase beginnt, wird die Bewässerung praktisch eingestellt.
Besonderheiten der Bewässerung von Mammillaria:
- Es ist besser, Pflanzen morgens zu gießen, damit die Erde bis zum Abend gut abtrocknen kann.
- Es sollte reichlich gegossen werden, das Wasser sollte durch den Wurzelballen hindurchfließen und durch die Abflusslöcher abfließen – so erhalten die Wurzeln die benötigte Feuchtigkeit.
- Es sollte kein Wasser an den Stängel gelangen, da sonst die Gefahr von Fäulnis steigt.
- Zum Gießen sollten Sie destilliertes Wasser oder Regenwasser verwenden, da Leitungswasser Chemikalien enthalten kann, die für Kakteen schädlich sind.
Die meisten nützlichen Informationen zur richtigen Bewässerung eines Zimmerkaktus finden Sie unter diesem Link. LinkDie
Topdressing
Mammillaria-Kakteen benötigen Nährstoffe zum Wachsen und Blühen. Sie können zwar ohne Dünger überleben, werden ihre Besitzer dann aber kaum mit üppiger Blütenpracht erfreuen. Düngen Sie etwa einmal im Monat oder seltener; im Herbst und Winter ist keine Düngung nötig.
Mammillarias werden mit speziellem Kakteendünger versorgt, der reich an Kalium und Phosphor und deutlich arm an Stickstoff ist. Geeignete Dünger sind beispielsweise Florise, Agricola, Flower Paradise und Bona Forte. Die Verpackung sollte mit „Für Kakteen“ gekennzeichnet sein.
Am besten wendet man Dünger als Flüssigdünger an. Wichtig ist, dass der Dünger nicht an die Stängel gelangt, da dies bei starker Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen führen kann.
Trimmen
Mammillarien müssen nicht beschnitten werden; ein Rückschnitt ist nur bei Bedarf nötig. Beispielsweise, um einer zu groß gewordenen Pflanze eine ordentliche Form zu geben oder um von Pilzbefall befallene Stellen zu entfernen. Der Kaktus wird auch beschnitten, wenn die Stämme verformt sind, was durch unsachgemäße Pflege oder übermäßiges Längenwachstum verursacht werden kann.
Merkmale des Beschneidens von Mammillaria:
- Der empfohlene Zeitraum für den Rückschnitt liegt zwischen April und Anfang September. In dieser Zeit wächst die Pflanze aktiv und erholt sich schnell. Im Winter sollte man Kakteen nicht beschneiden, da ihre Widerstandsfähigkeit geschwächt ist und die Schnittstellen langsam verheilen. Ein Rückschnitt ist in dieser Zeit nur in Ausnahmefällen zulässig.
- Der Rückschnitt erfolgt mit scharfen, desinfizierten Instrumenten. Beschädigtes Gewebe muss vollständig entfernt und die Schnittstellen mit zerstoßener Holzkohle bestreut werden, um Infektionen vorzubeugen.
- Große Kakteen können direkt im Topf zurückgeschnitten werden, kleinere sollten jedoch besser aus dem Topf genommen werden. Tragen Sie beim Umgang mit Kakteen Handschuhe, um Verletzungen durch die Dornen zu vermeiden.
Nach dem Rückschnitt den Kaktus nicht gießen; stellen Sie ihn an einen trockenen, warmen Ort, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Nach einer Woche sollten die Schnittstellen austrocknen und leicht schrumpfen.
Überweisen
Ausgewachsene Mammillarien werden etwa alle zwei Jahre im Frühling oder Sommer umgetopft; junge Mammillarien einmal jährlich. Verwenden Sie einen Topf, der 2–3 cm breiter ist als der vorherige.
Merkmale des Transplantats:
- Gießen Sie den Kaktus vor dem Umtopfen nicht. Nehmen Sie ihn zusammen mit der trockenen Erde aus dem Topf.
- Die Wurzeln des Kaktus werden auf faule Stellen untersucht. Beschädigte oder faule Wurzeln werden mit einem desinfizierten Werkzeug abgeschnitten.
- Geben Sie etwas frische Blumenerde in den Boden des neuen Topfes, setzen Sie die Pflanze mittig hinein und füllen Sie den restlichen Raum mit Erde auf. Der Erdstand sollte etwas unter dem Topfrand liegen, damit Sie die Pflanze gut gießen können.
Nach dem Umtopfen den Topf leicht schütteln, um die Erde zu verdichten, und anschließend sparsam gießen. Die Pflanze sollte einige Wochen an einem hellen, aber nicht direkt besonnten Platz stehen; direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden.
Überwinterung
Im Winter geht die Mammillaria in eine Ruhephase über. Die Wachstumsbedingungen ändern sich. Die Temperaturen sinken auf 7–10 °C. Für behaarte Sorten gelten andere Anforderungen: Die Temperaturen sollten nicht unter 15 °C fallen.
Merkmale der Überwinterung von Säugetieren:
- Kakteen sollten nicht in der Nähe von Heizkörpern oder Lüftungsöffnungen aufgestellt werden, da plötzliche Temperaturschwankungen Stress für die Pflanze bedeuten können.
- Die Luftfeuchtigkeit sollte niedrig sein, idealerweise bei 30–40 %. Luftbefeuchter werden nicht empfohlen. Pflanzen benötigen Belüftung, Zugluft sollte jedoch vermieden werden.
- Im Winter wird die Bewässerung deutlich reduziert und die Düngung vollständig eingestellt.
Reproduktion
Der Mammillaria-Kaktus lässt sich leicht sowohl durch Samen als auch durch Ausläufer (Seitentriebe) vermehren. Die Wahl der Vermehrungsmethode hängt in erster Linie von den Anbauzielen ab. Samen werden verwendet, um Degeneration zu verhindern und viele Jungpflanzen gleichzeitig zu erhalten.
Mammillaria wird am häufigsten über Ausläufer vermehrt. Zum einen bildet diese Pflanze viele Seitentriebe, zum anderen ermöglicht dies ein schnelleres Wachstum zu einer ausgewachsenen Pflanze. Die vegetative Vermehrung ist jedoch nicht dauerhaft anwendbar – werden ausgewachsene Pflanzen ständig durch junge Triebe derselben Pflanze ersetzt, verschlechtert sich die Qualität der Kakteen mit der Zeit.
Krankheiten und Schädlinge
Mammillaria-Kakteen können wie andere Kakteenarten von verschiedenen Krankheitserregern befallen werden. Am häufigsten tritt Fäulnis auf, die durch unsachgemäße Pflege verursacht wird. Zur Bekämpfung dieser Krankheiten werden Fungizide wie Hom, Topaz und Fundazol eingesetzt.
Die Pflanze kann von Spinnmilben, Kaktus-Schildläusen und Nematoden befallen werden. Schädlinge werden mit systemischen Insektiziden wie Aktara, Actellic, Fitoverm und Vertimek bekämpft.
Verwendung im Innendesign
Mammillaria, oft auch Schneekakteen genannt, werden in der Inneneinrichtung als markante Akzente eingesetzt. Diese Pflanzen verleihen Räumen eine frische und exotische Note. Sie sind kompakt, schön und fügen sich nahtlos in Stadtwohnungen ein.
Mammillarien mit ihren zahlreichen Nadeln und ihrer flauschigen Textur harmonieren gut mit anderen Zimmerpflanzen. Es wird jedoch empfohlen, einen Abstand von 30–40 cm zu anderen Kakteen einzuhalten.
Interessante Fakten
Mammillaria-Blumen sind weltweit sehr beliebt. Viele interessante Ereignisse und Fakten sind mit ihnen verbunden. Die meisten davon beziehen sich auf den amerikanischen Kontinent und seine indigenen Völker. Die Ureinwohner Amerikas sammelten die Früchte der Mammillaria, aßen sie und nutzten sie für verschiedene Zwecke.
Die Ureinwohner Nordamerikas nutzten gebackene Stängel der Mammillaria zu medizinischen Zwecken. Schamanen verwendeten bestimmte Mammillaria-Arten in ihren Ritualen. Man glaubte, dass der Verzehr dieses Kaktus (seines Fruchtfleisches) Wahnsinn verursachen könne.
Mammillarien nehmen unter den Zimmerkakteen einen Ehrenplatz ein. Sie sind äußerst attraktiv, erfreuen ihre Besitzer mit regelmäßiger Blüte und sind zudem pflegeleicht. Diese Kakteen sind wahrlich vielseitig und fügen sich wunderbar in Wohn- und Büroräume ein.

















