Die Vermehrung von Kakteen durch Stecklinge ist eine beliebte Methode unter Gärtnern und Zimmerpflanzenliebhabern. Stecklinge ermöglichen es, die Anzahl der Lieblingsarten schnell zu erhöhen, ohne neue Pflanzen kaufen zu müssen. Der Erfolg dieser Methode hängt jedoch von der Wahl des richtigen Zeitpunkts und der passenden Bedingungen ab.
Vor- und Nachteile von Stecklingen
Diese Methode hat ihre Vor- und Nachteile, die vor Beginn des Zuchtprozesses berücksichtigt werden sollten.
Wann vermehrt man Kakteen durch Stecklinge?
Die beste Zeit, um Kakteen durch Stecklinge zu vermehren, ist Frühling und Frühsommer. In dieser Zeit wachsen die Pflanzen aktiv und passen sich leicht an neue Bedingungen an. Da das Wurzelwachstum im Frühling beginnt, steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Bewurzelung deutlich.
Herbst und Winter gelten als ungünstige Jahreszeiten für Stecklinge, da die Pflanze in der Ruhephase ist und ihr Wachstum verlangsamt wird.
Wann lohnt es sich, Kaktusstecklinge zu nehmen?
Stecklinge sind eine effektive Methode zur Vermehrung von Kakteen, da sie es ermöglichen, Sortenmerkmale zu erhalten und zusätzliche Exemplare zu gewinnen. Betrachten wir Situationen, in denen diese Methode empfehlenswert ist:
- Falls es sich um einen langen einzelnen Stängel handelt:
- Es wurde übermäßig lang und verlor seine dekorative Wirkung;
- birgt die Gefahr, dass der Topf umfällt.
- Es wurde übermäßig lang und verlor seine dekorative Wirkung;
- Die Pflanze ist auf den Platz eines Regals oder einer Fensterbank beschränkt, wo sie nirgendwo anders Platz findet.
- Der untere Teil des Stammes hat begonnen zu verholzen, oder es sind Probleme mit Fäulnis an den Wurzeln und am Stammfuß aufgetreten.
Üblicherweise besteht das Verfahren darin, den oberen Teil des Stängels abzuschneiden und neu zu bewurzeln. Ist der Stängel lang genug, können mehrere Abschnitte für die spätere Vermehrung abgeschnitten werden.
Fachgerecht durchgeführte Stecklinge helfen, ästhetische und praktische Probleme zu lösen und tragen außerdem zur Erhaltung seltener und wertvoller Kakteenarten bei.
Werkzeuge, Erde, Töpfe
Um sicherzustellen, dass der Prozess für die Anlage so reibungslos und sicher wie möglich abläuft, benötigen Sie eine Reihe von Werkzeugen und Materialien:
- Scharfes Instrument. Verwenden Sie ein dünnes, gerades Universalmesser oder eine Rasierklinge. Wichtig ist, dass das Werkzeug scharf genug ist, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten.
- Antiseptikum. Vor dem Eingriff muss die Schnittfläche unbedingt mit Alkohol desinfiziert werden. Dadurch wird verhindert, dass Infektionen in das Pflanzengewebe eindringen.
- Holzkohle. Zerkleinerte Holzkohle wird vor dem Pflanzen zum Bestäuben von Schnittstellen verwendet. Sie wirkt antiseptisch und beschleunigt die Wundheilung.
- Pflanzgefäß. Wählen Sie einen kleinen Topf oder ein spezielles Gefäß (Teller) mit ausreichend Abflusslöchern. So kann überschüssige Feuchtigkeit gut abfließen.
- Boden. Bereiten Sie ein spezielles Substrat für Kakteen vor, das gute Belüftungseigenschaften und eine geringe Wasserspeicherkapazität aufweist.
- Kieselsteine. Um eine Drainageschicht am Boden des Topfes zu schaffen und so Wasseransammlungen in der Nähe der Wurzeln zu verhindern, werden mehrere kleine Steine benötigt.
- Pinzette oder Pinzette. Eine große Kunststoffpinzette oder eine spezielle Küchenzange mit weichen Spitzen eignet sich gut, um die stacheligen Pflanzenteile vorsichtig zu bewegen und so Verletzungen an den Händen zu vermeiden.
Mit diesen einfachen Hilfsmitteln können Sie den Schneidevorgang korrekt und sorgfältig durchführen und so eine erfolgreiche Bewurzelung Ihrer Kakteen gewährleisten.
Ideale Bodenzusammensetzung für Sukkulenten und Kakteen:
- Gewöhnlicher Boden. Verwenden Sie einen Teil normale Garten-, Gemüse- oder Walderde. Sie liefert die notwendige mineralische Grundlage und verbessert die Struktur des Gemisches.
- Gekaufte Erde oder schwarzer Torf. Geben Sie die gleiche Menge handelsüblicher, fertig gemischter Blumenerde oder schwarzen Torf hinzu. Diese Zutaten enthalten organische Substanz und verbessern die Pflanzenernährung.
- Backtriebmittel. Grober Sand oder ein beliebiges Lockerungsmittel trägt dazu bei, eine gute Luftdurchlässigkeit und Wasserableitung zu gewährleisten: Perlit, Vermiculit, feiner Blähton, Ziegelbruch, zerkleinerter Schaumstoff oder sogar kleine dekorative Perlen.
Auch die Topfgröße ist wichtig: Mehrere kleine Gefäße mit einem Durchmesser von etwa 5–6 cm genügen. Es ist nicht nötig, das Gefäß mit einem Deckel zu verschließen oder die Stecklinge häufig zu gießen – das schadet der Pflanze nur.
Wie gelingt ein korrekter Schnitt?
Vor dem Schneiden ist es wichtig, sicherzustellen, dass die ausgewählte Pflanze gesund und voll entwickelt ist. Wählen Sie dazu einen kräftigen Trieb oder Seitenzweig und trennen Sie ihn vorsichtig mit einem scharfen Messer oder einer Klinge ab. Lassen Sie die Schnittstelle anschließend einige Tage trocknen, um Pilzbefall vorzubeugen.
Die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Stecklings ist entscheidend für die erfolgreiche Anwachsung und Weiterentwicklung einer neuen Pflanze. Beachten Sie folgende Empfehlungen:
- Form ausschneiden. Die Unterkante des Stecklings sollte leicht abgeschrägt („verjüngt“) werden. Diese Form fördert die Entwicklung eines dichten und verzweigten Wurzelsystems.
- Die Stecklinge trocknen. Legen Sie den Steckling für einige Zeit in einen warmen, dunklen Raum. Dieser Schritt ist notwendig, damit der frische Steckling vollständig trocknet und möglichen Krankheiten vorgebeugt wird.
- Verwendung eines Antiseptikums. Es ist hilfreich, größere Schnittstellen an größeren Exemplaren mit Aktivkohlepulver zu behandeln. Dies schützt die Pflanze vor Krankheitserregern.
- Schneidwerkzeug. Verwenden Sie ein Universalmesser und eine mit Alkohol abgewischte Klinge. Die richtige Handhabung gewährleistet einen sauberen Schnitt und schont die Mutterpflanze.
Wenn Sie diese einfachen Regeln befolgen, können Sie einen hochwertigen Steckling herstellen, der eine erfolgreiche Bewurzelung und das Wohlbefinden Ihres jungen Kaktus garantiert.
Wie vermehrt man Pflanzen je nach Art durch Stecklinge?
Es gibt viele Kakteenarten, und nicht alle eignen sich zur Vermehrung durch Stecklinge. Um Anfängern in der Kakteenzucht zu helfen, die Vermehrung von kugelförmigen und flachen Kakteen zu verstehen, lohnt es sich, dieses Thema genauer zu betrachten.
Kann man die Spitze eines Kaktus abschneiden, um ihn zu vermehren?
Kugelkakteen gehören aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form und Farbvielfalt zu den beliebtesten Vertretern der Kakteenfamilie. Viele Zimmerpflanzenliebhaber fragen sich, wie man diese Pflanzen richtig vermehrt und eine erfolgreiche Bewurzelung gewährleistet. Eine der effektivsten Methoden ist die Vermehrung durch Stecklinge von der Spitze der Pflanze.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Reinigen und desinfizieren Sie das Messer oder die Klinge mit Reinigungsalkohol, um das Risiko einer Kontamination beim nächsten Schneiden zu vermeiden.
- Bestimmen Sie die Stelle, an der Sie die Krone entfernen werden. Wählen Sie möglichst einen Bereich direkt unterhalb der Krone, der frei von Beschädigungen und Anzeichen von Erkrankungen ist.
- Halten Sie den Kaktus mit den Fingern durch das Tuch oder mit einer Pinzette fest und achten Sie dabei darauf, die Stacheln (oder Ihre Finger) nicht zu beschädigen. Aufgrund der dichten Struktur kugelförmiger Kakteen sollte das Festhalten relativ schmerzlos sein.
- Führen Sie den Schnitt vorsichtig aus und halten Sie Ihre Hand ruhig und waagerecht. Je präziser und gleichmäßiger der Schnitt, desto schneller verläuft der Heilungsprozess.
- Legen Sie die Krone auf ein sauberes Blatt Papier und lassen Sie sie einige Tage an einem trockenen, gut belüfteten Ort trocknen. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Es empfiehlt sich, die frische Schnittstelle mit etwas Holzkohlepulver oder Schwefel zu behandeln, um das Risiko von Bakterien- und Pilzbefall zu verringern.
- Füllen Sie ein kleines Gefäß mit speziell zubereiteter Kakteenerde. Legen Sie den Steckling so auf die Oberfläche, dass die Schnittkante etwa 10 mm über der obersten Erdschicht liegt.
- Drücken Sie die Krone leicht in den Boden und stützen Sie sie mit Steinen oder Holzstöcken ab, falls sie nicht stabil genug steht.
- Stellen Sie den Behälter an einen warmen, trockenen Ort, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Beginnen Sie ein bis zwei Wochen nach dem Einpflanzen allmählich mit dem Gießen und achten Sie dabei auf den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens. Vermeiden Sie Staunässe, da diese zu Fäulnis führt.
Die Bewurzelung dauert je nach Kaktusart und Umgebungsbedingungen unterschiedlich lange. Haben Sie Geduld und beobachten Sie den Fortschritt Ihres stacheligen Freundes aufmerksam.
Reproduktion durch „Ohren“
Der Opuntienkaktus, auch bekannt als Hasenohrenkaktus, eignet sich hervorragend zur vegetativen Vermehrung, wobei die charakteristischen flachen Segmente der Pflanze genutzt werden.
Stadien der Opuntia-Vermehrung durch Segmente:
- Einen Sendeplatz erhalten. Suchen Sie eine ausgewachsene Pflanze und brechen oder schneiden Sie vorsichtig ein grünes Blatt ab, das frei von Krankheiten und Schädlingen ist.
- Trocknen. Lassen Sie das entstandene Segment drei Tage lang im Schatten bei Zimmertemperatur trocknen. Dadurch wird das Risiko von Fäulnis und Infektionen verringert.
- Landung. Stecken Sie das getrocknete Blatt senkrecht in ein lockeres und mäßig feuchtes Erdgemisch und vertiefen Sie es nur 3 cm tief.
- Entstehung eines Treibhauseffekts. Decken Sie das bepflanzte Segment mit einem durchsichtigen Beutel oder einem Glasgefäß ab, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen.
- Regelmäßige Pflege. Die Abdeckung sollte regelmäßig entfernt werden, um für Belüftung zu sorgen und das Substrat leicht anzufeuchten. Dabei ist Überwässerung zu vermeiden.
- Entwicklungsbeobachtung. Die ersten Anzeichen der Wurzelbildung zeigen sich am Austrieb neuer Triebe. Nun können Sie die Schutzhülle entfernen und mit dem vorsichtigen, regelmäßigen Gießen beginnen.
Mit dieser Methode können Sie Ihre Opuntiensammlung einfach und schnell erweitern oder Pflanzen mit anderen Sukkulentenliebhabern teilen.
Wie und wo kann man einen Kaktus bewurzeln?
Kakteen gelten als vielseitig, wenn es um die Bewurzelung von Stecklingen geht. Man kann sie in Wasser stellen, in Erde eingraben oder sogar auf einen Stein setzen.
Im Boden
Das Bewurzeln von Kaktusstecklingen in einem Substrat ist eine der gängigsten und zuverlässigsten Methoden, um diese Pflanzen zu etablieren. Die Schritte sind einfach.
Vorbereitung der Stecklinge
Wählen Sie den passenden Steckling von der Mutterpflanze. Ein gesunder, ausgewachsener und gut entwickelter Seitentrieb ist ideal. Gehen Sie dann wie folgt vor:
- Führen Sie mit sauberen Werkzeugen einen Schnitt direkt am Ansatz der Schnittfläche durch. Der Schnitt sollte absolut gerade sein.
- Lassen Sie den Steckling nach dem Abschneiden trocknen. Die Trocknungszeit variiert je nach Größe und Art des Kaktus zwischen einem und fünf Tagen. Kleine Stecklinge trocknen schneller, größere benötigen mehr Zeit.
- Den Trocknungsprozess an einem dunklen Ort durchführen, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Steckling pflanzen
Der Landevorgang ist ganz einfach:
- Füllen Sie den Topf mit einer speziellen Kakteenerde oder stellen Sie Ihre eigene Mischung aus gleichen Teilen Universalerde und grobem Sand her.
- Sorgen Sie unbedingt für eine gute Drainage, beispielsweise durch Kieselsteine oder Blähton am Boden des Topfes.
- Wir setzen den Steckling in die vorbereitete Erde und drücken die Erde um ihn herum leicht an.
Pflege der Stecklinge
Gießen Sie die Stecklinge zunächst nicht, da zu viel Feuchtigkeit zu Schimmel und Fäulnis führen kann. Nach zwei bis drei Wochen können Sie mit seltenem, sparsamem Gießen mit warmem, abgestandenem Wasser beginnen. Halten Sie die Raumtemperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius und sorgen Sie für ausreichend Licht, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
Überprüfen Sie nach einem Monat, ob der Steckling fest im Boden sitzt. Wenn er gut hält und Seitentriebe gebildet hat, haben sich die Wurzeln entwickelt.
Vorteile der Methode
Nachteile der Methode
Das Bewurzeln von Kaktusstecklingen in Erde ist eine effektive und zuverlässige Vermehrungsmethode, die die Einhaltung grundlegender landwirtschaftlicher Praktiken und die Beachtung des Zustands der Pflanzen erfordert.
Im Wasser
Obwohl die klassische Methode der Bewurzelung von Kakteen in Wasser als unerwünscht gilt, bieten einige Enthusiasten eine interessante Alternative an: Stecklinge oder Triebe werden über die Wasseroberfläche gelegt, wodurch ein direkter Kontakt mit Feuchtigkeit vermieden wird.
Besonderheiten
So wird es gemacht:
- Gießen Sie eine kleine Menge abgekochtes Wasser in ein geeignetes Gefäß.
- Platzieren Sie den Steckling oder die Pflanze so, dass der Abstand zwischen ihrer Basis und der Oberfläche der Flüssigkeit etwa 0,5-0,7 cm beträgt.
Die Wurzelbildung beginnt allmählich und wird durch den Wasserdampf beim Verdunsten beschleunigt. Kontrollieren Sie regelmäßig den Wasserstand und füllen Sie bei Bedarf Wasser nach.
Vor- und Nachteile
Die Bewurzelung von Kaktusstecklingen über Wasser ist eine ungewöhnliche Methode und erfordert ein besonderes Vorgehen. Trotz ihrer exotischen Natur weckt sie das Interesse vieler Anfänger und erfahrener Kaktuszüchter.
Auf den Steinen
Das Bewurzeln von Kakteen auf Steinen ist eine recht spezielle Methode und wird seltener angewendet als traditionelle Methoden wie das Bewurzeln in Erde oder Wasser. Sie ist jedoch interessant, da sie das Risiko von Fäulnis minimiert, das bei Feuchtigkeit auftreten kann.
Nuancen
Das Verfahren gilt als Standard. Es gibt jedoch einige Aspekte, die beachtet werden sollten:
- Auswahl eines Stecklings:
- Den gewünschten Steckling mit einem scharfen Werkzeug von der Mutterpflanze abtrennen und dabei die Hygieneregeln beachten (die Klinge mit Alkohol desinfizieren).
- Überprüfen Sie den Steckling auf Anzeichen von Fäulnis oder Beschädigung.
- Die Stecklinge trocknen. Lassen Sie den Schnitt mehrere Tage (ca. 35 Tage) in einem trockenen und gut belüfteten Raum trocknen.
- Vorbereitung der Basis:
- Legen Sie den ausgewählten Stein oder Kiesel auf den Boden des Topfes oder Tellers.
- Fügen Sie eine etwa 12 cm dicke Schicht aus sauberem Kies oder Sand hinzu.
- Einsetzen der Stecklinge:
- Drehe das Schneidwerkzeug um und setze es mit der Spitze nach unten auf den Stein.
- Befestigen Sie den Stein mit dem Finger oder einem kleinen Stück Moos. Der Abstand zwischen dem Stein und dem Boden des Einschnitts sollte etwa 0,5–1 cm betragen.
- Schaffung einer feuchten Umgebung. Stellen Sie einen Behälter mit Wasser neben den eingesetzten Steckling, damit durch die Verdunstung eine feuchte Atmosphäre entsteht.
Empfehlungen:
- Sorgen Sie für eine gleichbleibende Temperatur und Beleuchtung und kontrollieren Sie den Zustand des Stecklings täglich.
- Nach etwa zwei bis drei Wochen sollten die ersten Anzeichen der Wurzelbildung auftreten.
- Nach der Bewurzelung den jungen Kaktus vorsichtig in einen kleinen Topf mit geeignetem Substrat umsetzen.
Für und Wider
Obwohl die Bewurzelung mit Steinen ihre Herausforderungen birgt, bietet sie eine interessante Lösung für Fachleute, die die mit der traditionellen Bewurzelung im Boden verbundenen Risiken minimieren möchten.
Pflege von Stecklingen
Das Einpflanzen von Kaktusstecklingen ist ein wichtiger Schritt bei der Vermehrung dieser Pflanzen. Die richtige Pflege spielt eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Bewurzelung und das weitere Wachstum. Im Folgenden finden Sie einige grundlegende Pflegeempfehlungen für eingepflanzte Kaktusstecklinge:
- Die Bewässerung ist ein wichtiger Aspekt der Pflege. Nach dem Einpflanzen benötigen Stecklinge mäßige Feuchtigkeit. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. In den ersten zwei bis drei Wochen sollte sehr sparsam und nur mit kleinen Wassermengen gegossen werden.
- Sobald die ersten Anzeichen von Wachstum sichtbar werden (nach etwa einem Monat), kann die Häufigkeit des Gießens erhöht werden. Achten Sie jedoch stets darauf, dass die Erde zwischen den Wassergaben Zeit zum Abtrocknen hat.
- Kakteen lieben helles Licht, daher sollten Ihre Pflanzen ausreichend Licht erhalten. Bei der Kultivierung im Winter oder frühen Frühling empfiehlt sich die Verwendung von zusätzlicher künstlicher Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren oder Pflanzenlampen.
- Die optimale Temperatur für die Bewurzelung liegt bei etwa +20…+25°C. Vermeiden Sie plötzliche Temperaturschwankungen und Zugluft, insbesondere in den ersten Lebensmonaten der Jungpflanzen.
- Junge Kakteen sollten im ersten Jahr nach dem Einpflanzen nicht gedüngt werden, da sie noch nicht vollständig entwickelt sind und unter einem Nährstoffüberschuss leiden können. Ab dem zweiten Jahr können Sie spezielle Sukkulentendünger verwenden und dabei die Dosierungsanleitung genau beachten.
Wenn Sie diese einfachen Richtlinien befolgen, können Sie Ihren jungen Kakteen die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen bieten und ihnen beim allmählichen Wachsen und Gedeihen zusehen.
Trotz einiger Schwierigkeiten zählen Stecklinge aufgrund ihrer Einfachheit und Effektivität nach wie vor zu den beliebtesten Methoden der Kakteenvermehrung. Mit der richtigen Vorgehensweise lassen sich so gesunde und schöne Pflanzen erfolgreich ziehen.





























