Sternkakteen (Astrophytum) sind eine Gattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Ihren Namen verdanken sie der einzigartigen Form ihrer Stängel, die einem aus mehreren gerippten Segmenten bestehenden Stern ähneln. Aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens und ihrer leuchtenden Blüten sind sie bei Kakteensammlern sehr beliebt.
Was ist ein Sternkaktus?
Sternkaktus ist die gebräuchliche Bezeichnung für eine Gruppe von Zierkakteen der Gattung Astrophytum, die vor allem für ihr ungewöhnliches Aussehen bekannt sind. Ihren Namen verdanken sie der charakteristischen Form ihrer Stängel, die fünf bis sechs gleichmäßig verteilte Rippen aufweisen und einem Stern ähneln.
Die Oberfläche des Stängels ist mit kurzen weißen Borsten oder Punkten bedeckt, was der Pflanze einen einzigartigen seidigen Glanz verleiht.
Zu den wichtigsten Merkmalen des Sternkaktus gehören:
- Symmetrie der Formen: Die gleichmäßige Verteilung der Strahlen und die klare geometrische Form machen diesen Kaktus optisch attraktiv.
- Kleine Abmessungen: Die meisten Vertreter dieser Gattung sind kompakt und erreichen selten eine Höhe von mehr als 10-30 cm.
- Strahlende Blüte: Im frühen Frühling erscheinen große Blüten, die mit einer leuchtenden Farbpalette aus Gelb-, Orange- und Rottönen begeistern.
- Langsame Entwicklung: Diese Pflanzen wachsen recht langsam und nehmen jährlich nur um 0,6 bis 1 mm zu.
- Seltenheit: Viele Arten sind durch den Klimawandel und den Verlust ihres natürlichen Lebensraums vom Aussterben bedroht.
- Einzigartigkeit der Farbgebung: Die verschiedenen Sorten weisen Variationen in den Grün- und Grautönen auf, wodurch die dekorativen Qualitäten jeder einzelnen Pflanze hervorgehoben werden.
Merkmale von Sternkakteen
Sternkakteen sind bezaubernde und exotische Pflanzen, die besondere Pflege (aber nicht allzu komplizierte) und Aufmerksamkeit von Sukkulentenliebhabern benötigen.
Form und Struktur
Sternkakteen besitzen einzigartige Merkmale, die sie von anderen Arten unterscheiden:
- Stängel: Sie ist mit weichen, weißen oder silbernen Härchen oder kleinen, weißlichen Schuppen bedeckt, was ihr ein samtiges Aussehen verleiht. Diese Härchen schützen die Pflanze vor der Sonne und helfen ihr, Feuchtigkeit zu speichern.
- Rippchen: Die Rippen sind deutlich ausgeprägt und radiär um die Mitte der Pflanze angeordnet, wodurch ein sternförmiges Aussehen mit fünf oder sechs Zacken entsteht. Auf der Oberfläche der Rippen sind oft kleine Höcker oder Papillen sichtbar.
- Größe: Die Größen reichen von winzigen Exemplaren mit einer Größe von etwa 5-7 cm bis hin zu großen Individuen mit einem Durchmesser von bis zu 30 cm.
- Wurzelsystem: oberflächlich und verzweigt, wodurch die effektive Aufnahme von Feuchtigkeit auch aus flachen Bodenschichten gefördert wird.
Blühen
Diese Pflanzen sind berühmt für ihre leuchtenden Knospen, die zu ihren wichtigsten Dekorationen gehören:
- Farbe: Die Farbtöne variieren von einem tiefen Zitronengelb bis zu einem Goldgelb, Exemplare mit roten oder rosa Blütenblättern sind seltener.
- Blütendurchmesser: Die Länge variiert üblicherweise zwischen 5 und 8 cm und erreicht ein Maximum von etwa 10 cm.
- Blütezeit: Die Blütezeit dauert vom Frühling bis zum Frühsommer, wobei die einzelnen Knospen nur wenige Stunden bis zu ein paar Tagen halten.
- Aroma: Manche Arten verströmen einen dezenten, angenehmen Duft, der besonders morgens und abends wahrnehmbar ist.
Herkunft und Heimatland
Sternkakteen (Gattung Astrophytum) sind in Mexiko und im Südwesten der Vereinigten Staaten beheimatet. Zu ihren Hauptverbreitungsgebieten zählen Texas, New Mexico, Arizona und Chihuahua, wo sie in trockenen Wüsten und Halbwüsten, an felsigen Hängen und auf Kalkböden gedeihen.
Weitere Aspekte:
- Der Name leitet sich vom Aussehen der Pflanze ab: Das Wort Astrophytum stammt von den griechischen Wörtern Aster (Stern) und Phyton (Pflanze), da der Stamm einem mehrstrahligen Stern ähnelt. Dieses Merkmal führte zur Namensgebung dieser Kakteengruppe.
- In der Natur gibt es verschiedene Sternkaktusarten, darunter *A. asterias* (Seestern), *A. myriostigma* (Kahlkaktus) und *A. capricorne* (Ziegenhornkaktus). Jede Art zeichnet sich durch eine einzigartige Struktur und Wuchsform aus, die die Bedingungen ihres natürlichen Lebensraums widerspiegeln.
- Sie bewohnen trockene, felsige Gebiete mit wenig Niederschlag.
Die häufigsten Sternkaktusarten
Die häufigsten Sternkaktusarten unterscheiden sich in Form, Größe und Stammstruktur.
Astrophytum asterias
Astrophytum asterias (Sternkaktus) ist ein kleiner, kugelförmiger Kaktus, der in Mexiko beheimatet ist. Sein charakteristisches Merkmal sind die breiten weißen Streifen auf seinem grünen Körper, die einen sternförmigen Effekt erzeugen.
Die Pflanze ist mit feinen, weichen Härchen und wenigen Stacheln bedeckt. Astrophytum asterias erreicht einen Durchmesser von 8–10 cm und bildet gelbe Blüten mit einem Durchmesser von etwa 5 cm. Der Kaktus bevorzugt helles Sonnenlicht, gut durchlässigen Boden und sparsames Gießen.
Astrophytum myriostigma
Astrophytum myriostigma, auch Polychyphae genannt, gehört zur Gattung Astrophytum. Es handelt sich um einen kleinen Säulenkaktus, der eine Höhe von etwa 30–40 cm erreicht. Diese Art zeichnet sich durch das Fehlen von Rippen und einen glatten, grünlich-grauen Stamm aus, der mit weißen Punkten und kleinen Borsten bedeckt ist.
Sie blüht mit großen gelben Blüten. Diese Polychyphae ist pflegeleicht und eignet sich für die Zimmerkultur. Sie bevorzugt helles Licht, regelmäßiges, aber mäßiges Gießen und gute Drainage.
Astrophytum ornatum
Astrophytum ornatum, oder verziert, zeichnet sich unter den anderen Arten der Gattung durch sein dekoratives Aussehen aus. Wie die meisten Astrophyten besitzt es einen kugelförmigen oder zylindrischen Körper, der mit tiefen Rillen verziert ist, die sich über den gesamten Stamm erstrecken.
Diese Furchen sind mit schneeweißen Streifen und Sprenkeln bedeckt, die ein einzigartiges, an Marmor erinnerndes Muster bilden. Der Name „Ornatum“ bedeutet wörtlich „verziert“ und unterstreicht die besondere Schönheit dieser Pflanze.
Sie blüht mit großen, leuchtend gelben Blüten mit rotem Zentrum, die einen Durchmesser von bis zu 8 cm erreichen. Sie besitzt keine Blätter und ihr Körper ist mit wenigen, dünnen Stacheln und kleinen, flauschigen Härchen bedeckt. Astrophytum ornatum ist bei Sammlern aufgrund ihres einzigartigen Aussehens und ihrer relativen Pflegeleichtigkeit sehr begehrt.
Astrophytum asterias
Astrophytum asterias, auch bekannt als Seestern, ist ein Miniaturkaktus, der in Nordamerika (Texas und Mexiko) heimisch ist. Er zeichnet sich durch seine runde Form aus, die mit markanten, radial verlaufenden weißen Streifen und feinen weißen Härchen bedeckt ist, was der Pflanze einen ungewöhnlichen, wildlederartigen Glanz verleiht.
Ausgewachsene Exemplare haben typischerweise einen Durchmesser von 5 bis 10 cm. Ausgewachsene Exemplare können kleine, verzweigte Köpfe (Puppen) bilden, die sich schließlich zu ganzen Gruppen kleiner, sternförmiger Kakteen entwickeln.
Die Pflanze ist besonders trockenheits- und hitzebeständig und bevorzugt helles Sonnenlicht und leichten, sandigen Boden. Sie benötigt nur wenig Wasser, vor allem im Winter, wenn die Ruhephase am wichtigsten ist. Asterias blüht im Frühling und bildet große, leuchtend gelbe Blüten, die oft größer sind als der Kaktus selbst.
Astrophytum coahuilense
Astrophytum coahuilense ist ein weiteres interessantes Mitglied der Gattung Astrophytum. Dieser Kaktus wächst hauptsächlich im mexikanischen Bundesstaat Coahuila, von dem er auch seinen Namen hat. Die Pflanze zeichnet sich durch einen länglich-ovalen oder kurz-säulenförmigen Körper aus, der bis zu 20–30 cm hoch und 10–15 cm breit wird.
Besonderheiten:
- Die Oberfläche des Stängels ist dicht mit kurzen, gräulichen Haaren und kleinen Dornen bedeckt.
- Sie blüht mit großen goldgelben Blüten mit einem Durchmesser von etwa 5-7 cm.
- Kann Seitentriebe (Ableger) bilden und so die Pflanzengruppe vergrößern.
Im Gegensatz zu vielen anderen Astrophytum-Arten bevorzugt A. coahuilense Halbschatten und höhere Luftfeuchtigkeit, benötigt aber auch im Winter ausreichend Licht und trockene Bedingungen. Für ein optimales Wachstum ist ein hochwertiges, lockeres und gut durchlässiges Substrat erforderlich.
Astrophytum Kabuto oder Super Kabuto
Astrophytum Kabuto gehört zu einer Gruppe von Astrophytum-Hybriden, die von japanischen Züchtern entwickelt wurden. Der Name „Kabuto“ leitet sich vom japanischen Wort für Samurai-Helm ab, da die Form dieser Kakteen an antike Militärhelme erinnert.
Hauptmerkmale von Astrophytum Kabuto:
- Pflanzenform: kompakt, manchmal kugelförmig oder länglich, manchmal von bizarrer Form.
- Färbung: meist einfarbig, von Hellgrün bis Dunkelgrün variierend.
- Oberflächenmerkmale: Das Fehlen von Stacheln und Haaren, stattdessen gibt es ungewöhnliche, hervorstehende Strukturen, die ihnen ein einzigartiges Aussehen verleihen.
- Abmessungen: gewöhnlich klein, von 2-3 bis 10-15 cm hoch.
Super Kabuto ist eine einzigartige Gruppe von Sorten, die sich durch extreme Verformungen und das Fehlen bekannter Merkmale wie Haare und Nadeln auszeichnet. Ihr Anbau erfordert Erfahrung und sorgfältige Pflege, einschließlich streng kontrollierter Bedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenbeschaffenheit.
Kopf der Medusa
Astrophytum Medusa Head ist eine Kaktusart, die für ihre markante Form und ihren einzigartigen Namen bekannt ist. Zu dieser Gruppe gehören verschiedene Sorten und Hybriden von Astrophytum, die durch gezielte Züchtung und Kreuzung entwickelt wurden.
Die Form der Pflanze ähnelt dem Kopf der mythischen Gorgone Medusa – ein kompakter Stamm, der sanft in zahlreiche lange, geschwungene Triebe übergeht, die an Schlangenköpfe erinnern. Diese Kombination macht diese Sorte einzigartig und zu einem begehrten Sammlerstück.
Hauptmerkmale:
- Miniaturgröße (meist unter 10 cm), passt problemlos in kleine Töpfe.
- Klassische Dornen oder lange Nadeln gibt es nicht, nur kleine Warzen oder weiche Härchen an der Oberfläche.
Astrophytum myriostigma
Astrophytum myriostigma, auch bekannt als rippenloser Kaktus, ist eine der beliebtesten Arten der Gattung Astrophytum. Dieser Kaktus zeichnet sich durch seine ungewöhnliche Form und das Fehlen der für viele andere Kakteen typischen, deutlich ausgeprägten Rippen aus.
Hauptmerkmale:
- Kompakte Körperform, die einem Zylinder oder einer kurzen Säule ähnelt.
- Glatte Oberfläche mit kleinen Unebenheiten und weißen Punkten.
- Sehr kurze Stacheln oder gar keine Stacheln.
- Die Körpergröße eines Erwachsenen variiert zwischen 10 und 30 cm.
- Sie blüht mit großen gelben Blüten, die einen Durchmesser von bis zu 5-7 cm erreichen.
Astrophytum capricorne
Astrophytum capricornum ist ein kleiner Kaktus mit markanten Ringen am Stamm und großen, hakenförmigen Stacheln, die an Ziegenhörner erinnern (daher der Name Capricorne). Die Pflanze ist in Nordmexiko und im Südwesten der USA heimisch.
Hauptmerkmale:
- Kugelförmige oder leicht längliche Körperform.
- Der Stamm ist mit anmutigen weißen Flecken und kleinen Ausbuchtungen bedeckt.
- Große, gebogene Stacheln von bis zu 2 cm Länge, die in Büscheln angeordnet sind.
- Die Größe einer ausgewachsenen Pflanze variiert im Durchmesser zwischen 10 und 15 cm.
- Sie blüht mit großen gelben Blüten mit einem Durchmesser von etwa 5-7 cm.
Astrophytum senile
Astrophytum senile ist eine eher seltene und bezaubernde Art der Gattung Astrophytum. Ihren Namen verdankt sie dem lateinischen Wort „senilis“, was „alt“ bedeutet, aufgrund ihres unverwechselbaren Aussehens: Die Spitze der Pflanze ist mit zahlreichen feinen weißen Fasern bedeckt, die grauem Haar ähneln.
Hauptmerkmale:
- Ovale oder nahezu kugelförmige Körperform.
- Die Länge der Faserfäden an der Spitze kann mehrere Zentimeter erreichen.
- Es besitzt eine geringe Anzahl schwach ausgeprägter Rippen.
- Die klassischen Nadeln fehlen und wurden durch weichen Filz ersetzt.
- An der Spitze der Pflanze erscheinen gelbe Blüten mit einem Durchmesser von etwa 5-6 cm.
Nudum
Astrophytum nudum ist eine relativ seltene und wenig bekannte Art der Gattung Astrophytum. Ihr Hauptmerkmal ist die fast haarlose, stachellose Oberfläche. Daher der Name „nudum“, was im Lateinischen „nackt“ bedeutet.
Hauptmerkmale:
- Kugelförmige oder leicht längliche Körperform.
- Der Stiel ist glänzend grün und hat keine behaarte Oberfläche.
- Kleine Stacheln fehlen oder sind nur als wenige rudimentäre Strukturen vorhanden.
- Die Pflanze ist klein und erreicht maximal einen Durchmesser von 10-15 cm.
- Sie beginnt spät zu blühen und bringt große gelbe Blüten mit roter Mitte hervor.
Onzuka-Sorte
Astrophytum Onzuka ist eine der besonderen Hybridformen der Gattung Astrophytum, die durch gezielte Selektion japanischer Spezialisten entstanden ist. Diese Sorten zeichnen sich durch ihre unverwechselbare dekorative Wirkung und ungewöhnliche Morphologie aus und sind daher bei Sammlern sehr beliebt.
Hauptmerkmale:
- Einzigartige geometrische Formen, die einer perfekten Kugel oder einem Würfel ähneln.
- Ausdrucksstarke Farbgebung mit kontrastierenden weißen Linien und Flecken, die komplexe Muster bilden.
- Klein, selten größer als 10-15 cm im Durchmesser.
- Die klassische Haarbedeckung fehlt oft, wodurch der Kaktus einen lackierten Glanz erhält.
- Bildet einzigartige Ableger – zusätzliche kleine Rosetten an der Seite des Hauptstamms.
Regeln für den Anbau von Sternkakteen
Für die richtige Kultivierung von Sternkakteen sind bestimmte Bedingungen erforderlich, wobei der Wahl des Substrats und der Erde besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist. Es gibt aber noch weitere wichtige Aspekte.
Substrat und Boden
Für das erfolgreiche Anpflanzen von Sternkakteen ist die Wahl der richtigen Substratzusammensetzung wichtig. Das Substrat sollte durchlässig sein und die benötigte Feuchtigkeit speichern. Anforderungen:
- Gute Drainage: Kakteen benötigen leichte, luftige Erde, die schnell entwässert und den Wurzeln Luft zum Atmen gibt. Schwere Lehmböden sollten vermieden werden, da sie Feuchtigkeit lange speichern.
- Mindestnährstoffgehalt: Diese Kakteen sind an das Wachstum unter nährstoffarmen Bedingungen gewöhnt, daher kann ein Überschuss an Mineralien zu Krankheiten und zum Tod der Pflanze führen.
- Lockerheit und Porosität: Der Boden sollte Feuchtigkeit leicht aufnehmen und abgeben können, um Staunässe in der Nähe der Wurzeln zu vermeiden.
- Alkalische Reaktion: Der optimale pH-Wert für die meisten Sorten liegt im leicht alkalischen Bereich (pH 7,0-8,0).
- Inerte Additive: Die Verwendung von grobem Sand, feinem Schotter oder vulkanischem Schlackengestein verbessert die Bodenstruktur und sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung der Wurzeln.
- Begrenzte Torfnutzung: Torfhaltige Substrate sind für Sternkakteen ungeeignet, da sie die Feuchtigkeit zu lange speichern.
Das ideale Substrat umfasst folgende Komponenten:
- Feiner Kies, Perlit, Vermiculit oder Blähton fördern den schnellen Abfluss von überschüssigem Wasser und verhindern so Wurzelfäule.
- Kompost, Laubhumus oder Kokosfasern verbessern die Bodenstruktur und gewährleisten so die Lockerung des Bodens und seine Fähigkeit, die notwendige Feuchtigkeit zu speichern.
- Sand: verbessert die Belüftung und verhindert Bodenverdichtung.
- Kleine Gaben von Mineraldüngern (zum Beispiel spezielle Mischungen für Kakteen) versorgen die Pflanze mit zusätzlichen Nährstoffen.
Beispiel für die Zusammensetzung einer idealen Pflanzmischung:
- grober Sand oder Lavagestein – 40 %;
- Perlit/Vermiculit – 30%;
- organischer Anteil (Blatthumus, Humus) – 20%;
- fein zerkleinerte Muschelschalen oder Dolomitsplitter – 10%.
Regelmäßiges Erneuern des Substrats trägt zur Pflanzengesundheit bei und fördert ein kräftiges Wachstum. Beim Umtopfen ist darauf zu achten, die Wurzeln vorsichtig zu entfernen, um Beschädigungen zu vermeiden.
Beleuchtung
Astrophytum hat besondere Lichtansprüche, da die Beleuchtung eine Schlüsselrolle für normales Wachstum und die Blüte spielt. Es ist wichtig zu wissen, dass unzureichendes Licht die Entwicklung der Pflanze negativ beeinflusst, ihr Wachstum verlangsamt und die Knospenbildung verhindert.
Grundregeln und Standards für die Beleuchtung von Sternkakteen:
- Helles, diffuses Licht: Der beste Standort ist ein nach Süden ausgerichtetes Fensterbrett, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Bei einem nach Norden ausgerichteten Fenster kann eine zusätzliche Beleuchtung mit speziellen Pflanzenlampen erforderlich sein.
- Natürliches Licht: Vermeiden Sie dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung, da diese die empfindliche Pflanzenhaut verbrennen kann. Dieser Hinweis ist besonders wichtig für Gartenneulinge.
- Lichtintensität: Die empfohlene Beleuchtungsstärke beträgt etwa 10.000 Lux für 12–14 Stunden täglich. Dieser Wert kann mit einem Luxmeter gemessen werden.
- Künstliche Beleuchtung: Wenn das natürliche Licht nicht ausreicht, verwenden Sie Tageslichtlampen mit einer Farbtemperatur von etwa 6500 K. Diese Lampen liefern den für die Photosynthese notwendigen Lichtstrom.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Sternkakteen benötigen besondere Wachstumsbedingungen, die mit der Aufrechterhaltung optimaler Temperatur- und Feuchtigkeitswerte in der Umgebung zusammenhängen.
Temperatur:
- Im Sommer: Im Bereich von +20…+28°C. Kurzfristige Temperaturerhöhungen bis zu +35°C vertragen die Pflanzen gut, eine längere Einwirkung hoher Temperaturen ist jedoch unerwünscht.
- Im Winter: Es empfiehlt sich, die Temperatur auf +10…+15°C zu senken. Dies fördert die Bildung von Blütenknospen und bereitet die Pflanzen auf die nächste Blütezeit vor.
- Temperaturschwankungen: Änderungen sind zulässig, plötzliche Änderungen sollten jedoch vermieden werden.
In freier Natur gedeihen Sternkakteen in trockenen Gebieten, daher ist hohe Luftfeuchtigkeit schädlich für sie. Die empfohlene Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 30–40 %.
Bewässerung und Düngung
Diese Kakteen haben einen geringen Nährstoffbedarf, daher sollten Spezialdünger sparsam und vorsichtig eingesetzt werden. Es ist wichtig, die spezifischen Düngerichtlinien zu befolgen, um Schäden an den Pflanzen zu vermeiden.
Grundprinzipien der Fütterung:
- Verwenden Sie spezielle Mineraldünger für Kakteen und Sukkulenten mit reduziertem Stickstoff- und Phosphorgehalt. Es empfiehlt sich, flüssige Lösungen für die Bewässerung mit niedriger Nährstoffkonzentration zu wählen.
- Dünger wird ausschließlich in den Frühlings- und Sommermonaten der aktiven Wachstumsphase ausgebracht, etwa ein- bis zweimal im Monat. Eine Düngung im Herbst und Winter wird nicht empfohlen.
- Verwenden Sie die Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Dosierung. Konzentriertere Lösungen können empfindliche Wurzeln und Blätter schädigen.
- Düngen darf nur auf feuchtem Boden erfolgen, nachdem dieser zuvor mit sauberem Wasser befeuchtet wurde.
Anzeichen für Überdüngung sind gelbe Blätter, Flecken und Verformungen am Stamm. In diesem Fall sollte die Düngung sofort eingestellt und die Bewässerungshäufigkeit erhöht werden, um überschüssige Salze auszuspülen.
Sternkakteen sind Sukkulenten und benötigen daher eine besondere Bewässerung. Grundlegende Empfehlungen:
- Gewässert werden sollte nur selten, dafür aber reichlich, wobei der Boden zwischen den Bewässerungen vollständig austrocknen sollte.
- Im Sommer häufiger gießen – etwa einmal pro Woche, im Winter viel seltener – einmal im Monat oder alle anderthalb Monate.
- Vermeiden Sie es, Wasser an die Stängel der Pflanze zu bekommen, da dies zu Fäulnis führen kann.
- Verwenden Sie weiches Wasser bei Zimmertemperatur.
- Es ist besser, die Pflanze etwas zu wenig zu gießen als sie zu übergießen, da Sternkakteen Trockenheit besser vertragen als eine Überwässerung des Bodens.
Überweisen
Das Umtopfen erfolgt alle drei bis vier Jahre im Frühjahr. Schauen wir uns die wichtigsten Aspekte des Umtopfvorgangs und die Wahl des Pflanzgefäßes an.
Auswahl eines Topfes und des Pflanzmaterials:
- Pot: Der Behälter sollte über Abflusslöcher verfügen und eine gute Drainage gewährleisten. Keramik- oder Terrakottabehälter sind vorzuziehen, da sie überschüssige Feuchtigkeit verdunsten lassen.
- Bodenmischung: Leichter, sandiger Boden mit Perlit- oder feinem Kieszusatz ist geeignet. Eine gute Alternative ist eine fertige Kakteenerde, angereichert mit etwas Holzkohle.
Der Transplantationsprozess:
- Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass die Pflanze trocken und ausgeruht ist. Am besten topft man sie im Spätwinter oder Frühling um, wenn sie sich in ihrer aktiven Wachstumsphase befindet.
- Nehmen Sie den Kaktus vorsichtig aus dem alten Topf und achten Sie darauf, die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen.
- Alte Erde abtragen und alte Erdklumpen entfernen.
- Füllen Sie den neuen Topf mit frischer Blumenerde, setzen Sie die Pflanze in der gewünschten Tiefe ein und bedecken Sie sie vorsichtig mit Erde. Drücken Sie die Erde anschließend leicht mit den Händen an.
Nach dem Umtopfen sollten Sie in der ersten Woche nicht gießen und dann allmählich wieder zu Ihrem normalen Gießrhythmus zurückkehren.
Regelmäßiges Umtopfen ist unerlässlich für die Pflanzengesundheit und beugt Wurzelerkrankungen vor. Setzen Sie die Pflanze vorsichtig mitsamt Wurzelballen um und achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen.
Reproduktion
Sternkakteen lassen sich auf verschiedene Weise vermehren: durch Samen, Stecklinge und Teilung. Detaillierte Anleitungen für jede Methode:
- Vermehrung durch Samen:
- Sammeln Sie Samen aus reifen Früchten oder kaufen Sie fertige Samen im Geschäft.
- Bereiten Sie den Untergrund vor: Mischen Sie gleiche Teile Sand und Torf oder Perlit.
- Die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche des feuchten Substrats verteilen und leicht mit einer dünnen Sandschicht bestreuen.
- Schaffen Sie Gewächshausbedingungen: Decken Sie den Behälter mit Folie oder Glas ab und sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit.
- Die Pflanzen sollten regelmäßig belüftet, die Temperatur bei etwa +20°C gehalten und der Boden mäßig befeuchtet werden.
- Sobald die Sämlinge aufgegangen sind, sollten die jungen Pflanzen durch Entfernen der Abdeckung allmählich an die freie Luft gewöhnt werden.
- Sobald die Sämlinge kräftiger sind, sollten sie in separate Töpfe umgepflanzt werden.
- Stecklinge:
- Wählen Sie einen gesunden Trieb oder eine Jungpflanze von einer ausgewachsenen Pflanze.
- Lassen Sie das Schnittende des Stecklings mehrere Tage trocknen, damit sich eine schützende Kruste bildet.
- Den Steckling in das vorbereitete Substrat (eine Mischung aus Sand und Torf) pflanzen.
- Halten Sie die Erde mäßig feucht und sorgen Sie für indirektes Licht. Nach einiger Zeit bilden sich Wurzeln, und der Steckling beginnt von selbst zu wachsen.
- Den Busch teilen:
- Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt: Der Frühling ist die beste Zeit, um Sträucher zu teilen.
- Nehmen Sie die Mutterpflanze vorsichtig mitsamt dem Wurzelballen aus dem Topf.
- Trennen Sie die Tochtertriebe vorsichtig mit einem scharfen, sterilen Instrument.
- Lassen Sie es trocknen: Lassen Sie die abgetrennten Teile ein paar Tage lang liegen, damit die Schnittstelle trocknen kann.
- Pflanzen Sie die entstandenen Pflanzenteile in frisches Substrat, befeuchten Sie die Erde und stellen Sie das Substrat an einen warmen, hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Rezensionen
Sternkakteen sind eine wunderbare Bereicherung für jede Pflanzensammlung. Ihre Pflegeleichtigkeit und ihr attraktives Aussehen machen sie bei vielen Gärtnern beliebt. Mit diesen Tipps können Sie sich lange an der Schönheit dieser faszinierenden Pflanzen erfreuen.






















