Ferocactus ist eine große Gattung amerikanischer Kakteen mit einer Vielfalt an Formen, Größen, Blütenfarben und Nadeln. Sie blühen zwar nicht häufig, was ihrer Beliebtheit bei Gärtnern jedoch keinen Abbruch tut – die gerippten Kakteen mit ihren langen Nadeln sehen in Innenräumen und Blumenarrangements wunderschön aus. Je nach Art können sie von sehr klein bis zu einem Meter hoch werden.
Allgemeine Informationen über die Gattung Ferocactus
Ferocactus (Ferocactus) gehört zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae) und ist in Nordamerika beheimatet. Sie zählen zu den größten Kakteen und erreichen eine Höhe von 3–4 Metern und einen Durchmesser von 1 Meter oder mehr.
Einige Ferocactus-Arten können in Gewächshäusern und Wohnräumen kultiviert werden. Entscheidend dafür sind intensive Sonneneinstrahlung und ein völlig trockener Winter.
Ursprung des Namens und kurze Geschichte
Der Ferocactus verdankt seinen Namen seinen enormen Stacheln, die seiner gigantischen Größe entsprechen – sie können bis zu 20 cm lang werden. Er leitet sich vom lateinischen Wort „ferus“ ab, was so viel wie wild oder grausam bedeutet.
Der erste Vertreter der Gattung war Ferocactus recurvus, der 1773 als Cactus recurvus Mill. entdeckt und beschrieben wurde. 1922 führten die amerikanischen Botaniker N. Britton und J. Rose den Namen Ferocactus erstmals in die botanische Nomenklatur ein.
Biologische Merkmale
Ferocactus-Arten unterscheiden sich in Größe, Blütenfarbe, Rippenstruktur und anderen Merkmalen. Sie weisen jedoch alle gemeinsame Merkmale auf.
Wachstumsformen und Größen
Die Wuchsform von Ferocactus variiert je nach Art. Die Pflanzen können rund, seitlich abgeflacht oder zylindrisch sein. Die Triebe können einzeln oder mehrfach verzweigt sein. Die Größe ist unterschiedlich: Höhe von 0,2 bis 4 m, Durchmesser bis zu 1 m.
Stiel- und Rippenstruktur
Die Stängel des Ferocactus sind fleischig, mit einer dicken, glänzenden Haut von dunkelgrüner oder bläulicher Farbe. Die Rippen verlaufen vertikal, sind deutlich ausgeprägt, im Querschnitt dreieckig und können recht dick sein.
Flache Areolen mit leichter Behaarung und einem Büschel spitzer Stacheln sind gleichmäßig entlang jeder Rippe verteilt. Je nach Ferocactus-Art können die Rippen gerade oder geschwungen sein.
Wurzeln
Die meisten Ferocactus-Arten haben Wurzeln, die in die Breite wachsen und etwa 3 cm tief in die Erde eindringen. Dies ist auf die Bodenbedingungen zurückzuführen, in denen diese Pflanzen wachsen.
Gleichzeitig gibt es Ferocakut-Sorten, deren Wurzeln 15-20 cm tief in den Boden reichen.
Dornen
Die Stacheln des Ferocactus sind lang und kräftig und wirken wahrlich bedrohlich. Die längsten Stacheln findet man beim aufrecht stacheligen Ferocactus, die bis zu 25 cm lang werden können. Manche Arten haben hakenförmige und/oder leuchtend gefärbte Stacheln. Sie können flach oder pfriemenförmig sein.
Blüten- und Fruchtmerkmale
In freier Natur blühen Ferocactus im Sommer. In Innenräumen ist eine Blüte selten zu beobachten. Kakteen blühen typischerweise, sobald sie eine Höhe von mindestens 25 cm erreicht haben. Die Blüten bilden sich meist an der Spitze der Pflanze, seltener an den Seiten des Stammes.
Die Blüten des Ferocactus ähneln Glocken oder länglichen Röhren. Ihre Farbe variiert von Rosa bis zu einem tiefen Gelb. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von 3–6 cm. Die Blütezeit ist je nach Ferocactus-Art unterschiedlich und kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern.
Wenn die Blüten des Ferocactus verblühen, bilden sich an ihrer Stelle Früchte. Diese sind länglich und von einer dicken, glatten Haut umgeben. Im Inneren befindet sich ein saftiges Fruchtfleisch mit mehreren glänzenden schwarzen Samen. Die Früchte sind meist gelb und tragen an ihrer Spitze die Überreste einer vertrockneten Blüte.
Lebensraum und ökologische Bedingungen
Ferocactus sind wärmeliebend und gedeihen in bestimmten Klimazonen. Man findet sie in Gebieten mit spärlicher Vegetation und anspruchsvollen klimatischen Bedingungen.
Natürlicher Lebensraum
Ferocactus-Kakteen wachsen natürlicherweise auf felsigen und kalkhaltigen Böden. Sie gedeihen in heißen und trockenen Gebieten. Man findet diese Kakteen im Süden der Vereinigten Staaten und in den Wüstenregionen Mexikos.
Ferocactus-Kakteen wachsen typischerweise einzeln. Einige Arten wachsen jedoch in Gruppen und bilden sogar ganze Kolonien oder Dickichte, die aus Hunderten von Kakteen bestehen.
Klimapräferenzen
Ferocactus wächst in der subtropischen Klimazone. Optimale Temperaturen liegen im Sommer bei +20 bis +35 °C und im Winter bei +10 bis +15 °C.
Fällt das Thermometer unter +10°C, sterben Kakteen sehr wahrscheinlich ab – dies hängt von der Dauer des Temperaturabfalls, der Umgebung und dem Alter der Pflanze ab.
Typische Lebensräume
Ferocactus wächst in Wüsten, Vorgebirgen, offenen Berghängen und flachen Halbwüsten. Man findet ihn in Höhenlagen von 500 bis 3000 Metern über dem Meeresspiegel. Einige Ferocactus-Arten wachsen sogar am Grund des Grand Canyon in den Vereinigten Staaten.
Merkmale des Lebensraums:
- Reichlich helles Sonnenlicht das ganze Jahr über. Einige Ferocactus-Arten gedeihen jedoch besser an Standorten mit etwas Mittagsschatten.
- Ein unregelmäßiger Wasserlauf oder eine Senke, in der sich Wasser innerhalb kurzer Zeit ansammeln kann.
- Auf Hügelrücken, wo sich Vertiefungen bilden, sowie in der Nähe von Erosionsrinnen, erfahren Kaktussamen durch die Wasserbewegung eine natürliche Skarifizierung.
Besonderheiten des Hausanbaus
Ferocactus gelten als pflegeleichte Pflanzen, insbesondere wenn sie aus Samen gezogen werden. Mit zunehmendem Alter werden diese Kakteen jedoch anspruchsvoller in Bezug auf Pflege und Wachstumsbedingungen.
Die meisten Ferocactus-Arten, die in Innenräumen gehalten werden, blühen nicht. Gärtner schätzen sie jedoch wegen ihrer markanten Rippen und langen Stacheln.
Während die zentralen Stacheln wachsen, tritt aus der Mitte der Areole ein süßlicher Sirup aus, der zu Zuckerkristallen erstarrt. Diese süße Flüssigkeit sollte abgewaschen werden, beispielsweise mit einem in Alkohol getauchten Pinsel. Dadurch wird die Bildung von Rußtaupilzen verhindert, die nicht nur das Aussehen des Kaktus beeinträchtigen, sondern oft auch zu seinem Absterben führen.
Haupttypen und Sorten
Die Gattung Ferocactus umfasst etwa 35 Arten. Obwohl sie viele Gemeinsamkeiten aufweisen, unterscheiden sich die Ferocactus-Arten in Form, Größe, Farbe und Stachellänge. Nachfolgend sind die beliebtesten Ferocactus-Arten aufgeführt, die sich gut für die Zimmerkultur eignen.
Breitstachelig
Dieser Ferocactus ist auch als „Teufelszunge“ bekannt. Er gilt als einer der attraktivsten Vertreter seiner Gattung. Sein Stamm ist kugelförmig und abgeflacht und grünlich-blau gefärbt. Seine Oberfläche ist gerippt, mit 15 bis 25 relativ hohen Rippen an einem einzelnen Stamm.
Dieser Ferocactus besitzt große Areolen mit 2–4 rubinroten Stacheln von 5–8 cm Länge und 6–12 radialen Stacheln von weiß-rosa Färbung und einer Länge von etwa 2 cm. Der größte Stachel ist nach unten gebogen und ähnelt einer herausgestreckten Zunge – daher der ungewöhnliche Name.
Die Blüten sind rot und glockenförmig und erreichen eine Länge von 5 cm. Dieser Ferocactus gehört zu den kleinsten Arten und erreicht eine Höhe und einen Durchmesser von etwa 40 cm. Er wächst in trockenen Wüstenregionen Nord- und Zentralmexikos. Lateinischer Name: Ferocactus latispinus.
Ferocactus fordii
Diese auf der mexikanischen Halbinsel Baja California heimische Pflanze ist auch als Fasskaktus bekannt. Sie erreicht typischerweise eine Höhe von maximal 40 cm. Ihr Stamm ist kugelförmig, abgeflacht und graugrün. Ihre Blüten variieren in der Farbe von Gelbrot über Violett bis hin zu Hellrosa und erreichen einen Durchmesser von 6 cm und eine Länge von 4 cm.
Jede Areole besitzt vier zentrale Stacheln von 2–4 cm Länge. Diese sind flach, nach unten gebogen und variieren in der Farbe von graurot bis braun. Die Früchte sind oval; ihre Farbe ist artspezifisch und kann rosa, gelb oder andersfarbig sein. Lateinischer Name: (Ferocactus fordii).
Kraftvoll
Diese Art zeichnet sich durch ihre markanten, kugelförmigen oder zylindrischen Stämme aus, die mit zahlreichen großen, je nach Art hellen oder leuchtenden Stacheln besetzt sind. Die Stämme sind klein, dunkelgrün und oft rötlich-grau gefärbt. Dieser Kaktus bildet zahlreiche Ausläufer, die riesige Polster von bis zu 1 m Höhe und 5 m Breite bilden.
Die Oberfläche ist gerippt, die Areolen sind groß, anfangs weiß, später grau. Es gibt 4–6 Mittelstacheln und 10–14 Randstacheln. Die Blüten sind gelb-orange und haben einen Durchmesser von etwa 4 cm. In freier Natur ist Ferocactus robustus in den mexikanischen Bundesstaaten Puebla und Veracruz in Höhenlagen von 700–1000 m verbreitet. Lateinischer Name: (Ferocactus robustus).
Geradspin
Dieser Kaktus besitzt einen kugelförmigen oder leicht länglichen Stamm mit deutlich ausgeprägten Rippen und kräftigen Stacheln. Die Mittelstacheln erreichen eine Länge von 25 cm. Sie sind leuchtend rot oder gelb-orange und hellen mit zunehmendem Alter auf. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 40–60 cm.
Die Blüten dieses Kaktus sind gelb und breit trichterförmig. Sie befinden sich an der Spitze. Die Blütenblätter sind an der Basis rötlich. Ferocactus rectispinus kommt in den Trockengebieten Nord- und Mittelamerikas vor.
Zylindrisch
Der Stamm ist zylindrisch mit dicken, hohen Rippen. Die Dornen sind gut entwickelt, können gerade oder hakenförmig sein und sind oft leuchtend rot oder gelb gefärbt. Am Stamm wachsen häufig Seitentriebe, die kleine Kolonien bilden.
Die Blüten sind orange-gelb und erreichen einen Durchmesser von 5 cm. Ferocactus cylindrica wächst im Südwesten Nordamerikas sowie in ariden und Wüstenregionen Mexikos. Lateinischer Name: (Ferocactus acanthodes).
Agrartechnologie und Anbau
Ferocactus zu kultivieren ist unkompliziert – diese robusten Sukkulenten benötigen weder häufiges Gießen noch Düngen. Wichtig ist, die Pflegebedürfnisse zu kennen, denn Kakteen brauchen, anders als gewöhnliche Zimmerpflanzen, spezielle Wachstumsbedingungen.
Auswahl von Erde und Gefäß
In der Natur wächst der Ferocactus auf kargen Böden – steinig oder kalkhaltig. Für die Zimmerkultur dieser Kakteen ist ein Substrat mit ähnlichen Eigenschaften erforderlich. Die Erde sollte porös, locker, gut durchlässig und leicht sauer (pH-Wert 7–8) sein.
Für die Anzucht von Ferocactus können Sie fertige Mischungen verwenden – diese sind in Blumengeschäften erhältlich – es wird jedoch empfohlen, zusätzlich feinen Kies oder groben Sand hinzuzufügen.
Sie können Ihre eigene Blumenerde herstellen, indem Sie zu gleichen Teilen Rasensoden, Laubkompost, feinen Kies (oder Ziegelbruch) und Sand mischen. Es empfiehlt sich außerdem, der Mischung etwas Holzerde beizufügen.
Kriterien bei der Auswahl eines Pflanzgefäßes für Ferocactus:
- Der Pflanzbehälter für Ferocactus sollte breit und nicht zu tief sein, da diese Pflanzen ein flaches Wurzelsystem haben.
- Der Topf muss am Boden Abflusslöcher haben, da sich sonst Feuchtigkeit ansammelt und die Wurzeln faulen.
- Es wird empfohlen, Keramiktöpfe zu bevorzugen; Plastiktöpfe werden nur für Jungpflanzen verwendet.
- Keramik ist sehr atmungsaktiv. Wenn sie keine glänzende Oberfläche hat, können die Kaktuswurzeln „atmen“.
- Der Topf sollte größer als das Volumen des Kaktus sein, jedoch nicht mehr als 20 % davon.
Bewässerungsregeln
Ferocactus-Pflanzen werden gegossen, sobald der gesamte Erdballen trocken ist. Es sollte kein Wasser im Untersetzer zurückbleiben, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Im Sommer hängt die Wassergabe von den Bodenverhältnissen ab und kann recht häufig erfolgen – bis zu einmal wöchentlich. Im Winter, wenn die Pflanzen ruhen, wird die Wassergabe deutlich reduziert.
Verwenden Sie zum Gießen abgestandenes Wasser bei Zimmertemperatur. Achten Sie darauf, dass beim Gießen kein Wasser auf der Oberfläche des Substrats stehen bleibt. Umgeben Sie den Kaktus daher mit Drainagematerial wie kleinen Steinen oder Kies.
Von November bis März benötigen Kakteen kein Wasser, solange der Raum kühl ist. Kann die Pflanze den Winter jedoch nicht ausreichend überstehen, muss sie gegossen werden. Je größer die Kakteen und Töpfe sind, desto seltener müssen sie gegossen werden.
Beleuchtungsmodus
Ferocactus benötigen viel Sonne, daher ist ein Südfenster der ideale Standort. Bekommen sie nicht genügend Licht, werden ihre Nadeln blass, kleiner und fallen teilweise ab. Im Sommer empfiehlt es sich, sie ins Freie zu stellen – in den Garten oder auf einen offenen Balkon.
Die Pflanze benötigt mindestens 12–14 Stunden Licht. Junge Kakteen auf nach Süden ausgerichteten Fensterbänken brauchen im Sommer möglicherweise etwas Schatten. Im Winter sollte bei unzureichendem Licht künstliches Licht eingeschaltet werden. Stand der Ferocactus längere Zeit im Halbschatten, sollte er langsam an die volle Sonne gewöhnt werden, um Sonnenbrand zu vermeiden.
Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit
Ferocactus gedeiht am besten in Wärme. Im Sommer bevorzugt er Temperaturen zwischen +20 °C und +35 °C, im Winter zwischen +10 °C und +15 °C. Die Temperaturen sollten nicht unter +10 °C fallen, da die Pflanze sonst unterkühlt und absterben kann. Ferocactus ist in trockenem Boden widerstandsfähiger und übersteht Temperaturen bis zu +5 °C.
Ferocactus gedeihen in trockener Luft und eignen sich daher gut für Stadtwohnungen. Sie benötigen keine hohe Luftfeuchtigkeit. Spezielles Gießen ist nicht nötig, gelegentliches Abduschen zum Abstauben genügt. Die Oberfläche des Kaktus lässt sich gründlich mit einer Bürste oder Zahnbürste reinigen.
Topdressing
Ferocactus wächst natürlicherweise auf sehr nährstoffarmen Böden und muss daher mit äußerster Vorsicht gedüngt werden. Düngen Sie während der Wachstumsphase – vom Frühling bis zum Frühherbst. Achten Sie darauf, nicht zu viel Dünger zu verwenden, um Wurzelschäden zu vermeiden.
Verwenden Sie zum Düngen spezielle Flüssigdünger für Sukkulenten oder Kakteen sowie Langzeitdünger. Stickstoffhaltige Dünger werden nicht verwendet. Der Dünger wird um die Basis der Pflanze gegossen oder gestreut, wobei direkter Kontakt mit dem Stamm vermieden werden sollte.
Reproduktionsmethoden
Ferocactus lässt sich durch Samen, Stecklinge oder Ausläufer (Seitentriebe) vermehren. Letztere Methode eignet sich nur für Ferocactus-Arten, die Seitentriebe bilden.
Merkmale der Vermehrung von Ferocactus durch Samen:
- Die Samen werden 24 Stunden lang in warmem Wasser eingeweicht.
- Das vorbereitete Pflanzmaterial wird in ein angefeuchtetes Substrat eingesät.
- Decken Sie den Behälter mit Klarsichtfolie ab und stellen Sie ihn in einen hellen, warmen Raum. Befeuchten Sie das Substrat gelegentlich, bis die Sämlinge keimen, damit es nicht austrocknet. Das Mini-Gewächshaus sollte außerdem täglich gelüftet werden.
- Die Keimlinge erscheinen normalerweise innerhalb eines Monats nach der Aussaat. Sobald dies der Fall ist, wird die Folie entfernt.
- Wenn die Kakteen ausgewachsen sind, werden sie in einzelne Töpfe umgepflanzt.
Wenn der Kaktus keine Nachkommen hat, wird er durch Stecklinge vermehrt.
Merkmale von Ferocactus-Stecklingen:
- Schneiden Sie mit einem scharfen, desinfizierten Messer ein Stück vom Kaktusstamm ab. Bestäuben Sie die Schnittstelle mit Holzasche.
- Legen Sie das abgeschnittene Stück zum Trocknen für 2 Tage an einen gut beleuchteten Ort. Es sollte jedoch nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
- Der getrocknete Teil wird in ein vorbereitetes Substrat gepflanzt. Mäßig gießen. Nach 2–3 Wochen bilden sich Wurzeln am Steckling.
Die einfachste und effektivste Vermehrungsmethode ist die Verwendung von Ablegern. Diese werden einfach vom Stängel abgebrochen und einige Tage an der Luft getrocknet. Anschließend werden sie sofort in einen kleinen Topf mit trockener, lockerer Erde gepflanzt.
Merkmale der Fortpflanzung bei Babys:
- Die Ableger werden sehr vorsichtig vom Kaktus getrennt, um den Mutterkaktus nicht zu beschädigen.
- Um zu verhindern, dass die junge Pflanze im Substrat zusammenbricht, wird sie mit kleinen Steinen umgeben.
- Die erste Bewässerung der eingepflanzten Pflanze erfolgt 2-3 Wochen nach dem Einpflanzen.
Überweisen
Junge Ferocactus-Pflanzen sollten jährlich umgetopft werden, ältere alle paar Jahre. Es ist Zeit für einen größeren Topf, sobald die Wurzeln durch die Abzugslöcher wachsen. Nach dem Umtopfen sollte der Kaktus 7–9 Tage lang nicht gegossen werden.
Krankheiten und Schädlinge
Ferocactus werden selten von Krankheiten und Schädlingen befallen; dies geschieht in der Regel aufgrund grober Verstöße gegen landwirtschaftliche Praktiken – übermäßige Bewässerung, unzureichendes Licht, Überdosierung von Düngemitteln und andere Fehler.
Ferocactus werden üblicherweise von folgenden Faktoren befallen:
- Faul Sie entstehen durch zu viel Feuchtigkeit. Bei Anzeichen von Fäulnis die Kakteen mit Bordeauxbrühe oder Fundazol besprühen. Regelmäßiges Gießen, gute Luftzirkulation und zu dichtes Pflanzen sind ebenfalls wichtig.
Falls nötig, nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, waschen Sie die Wurzeln und pflanzen Sie sie in frisches Substrat um. - Brauner Fleck (Rost)Dies geht mit dem Auftreten rostfarbener Flecken einher. Betroffene Stellen werden mit Fungiziden behandelt. Anschließend sollte die Pflanze gut belüftet und vor Staunässe geschützt werden.
Zu den Schädlingen, die Ferocactus befallen, zählen Spinnmilben und Wollläuse, die sich vom Pflanzensaft ernähren, zu den gefährlichsten. Gegen diese Schädlinge werden Akarizide und Insektizide wie Fufanon, Aktara, Fitoverm oder ähnliche Produkte eingesetzt.
Praktische Anwendung
Dank ihrer unverwechselbaren Ziereigenschaften – ihrer ungewöhnlichen Formen und der vielfältigen Stachelfarben – finden Ferocactus vielfältige praktische Verwendung, unter anderem in der Inneneinrichtung. Diese Pflanzen gehören auch zum kulturellen Erbe der nordamerikanischen Völker.
Dekorative Verwendung in Gärten und Innenräumen
Ferocactus-Pflanzen fügen sich harmonisch in die Landschaftsgestaltung ein und können in unterschiedlichsten Innenräumen als dekorative Elemente eingesetzt werden.
Merkmale der Verwendung von Ferocactus in Gärten:
- Als Akzent. Große, kugelförmige Kakteen können in der Mitte eines runden Blumenbeets oder entlang eines Gartenwegs platziert werden.
- Als Teil eines Mini-Gartens im Wüstenstil. Ferocactus-Pflanzen bilden eine harmonische Einheit mit einer Vielzahl trockenheitsresistenter Pflanzen, die auf sandigen und kiesigen Böden gedeihen. Große Natursteine und Findlinge runden das Bild ab.
- In Kombination mit verschiedenen Pflanzen. Ferocactus sehen neben Wildblumen, Rasenflächen und Ziergräsern spektakulär aus.
Die Schönheit des Ferocactus wird von Liebhabern schöner Inneneinrichtungen geschätzt. Diese großen Kakteen mit ihren langen Stacheln fügen sich perfekt in Arbeits- und Wohnräume ein.
Ferocactus eignen sich für verschiedene Einrichtungsstile:
- Dachboden. Kaktusarrangements sehen vor Backsteinwänden und auf offenen Regalen wunderschön aus, typisch für Loft- und Industriestile.
- Minimalismus. Ferocactus-Kakteen sehen als Solitärpflanzen spektakulär aus. Sie eignen sich ideal für verschiedene geometrische Übertöpfe. Diese Kakteen fügen sich auch gut in die Gestaltung von Empfangsbereichen ein.
- skandinavisch Stil. Ferocactus fügen sich wunderbar in pastellfarbene Interieurs ein, wenn sie in passenden Töpfen gepflanzt oder auf Holzständern platziert werden.
Traditionelle Bedeutung und kulturelles Erbe
Bei den mexikanischen Völkern gelten Ferocacti als Symbol für Schutz und Sicherheit und werden daher häufig zur Dekoration von Gärten und Häusern verwendet. Auch in Nordamerika werden diese robusten Kakteen mit Stärke und Widerstandsfähigkeit assoziiert.
In ihrer Heimat wird Ferocactus silago für wirtschaftliche Zwecke genutzt: Das Fruchtfleisch wird an Nutztiere verfüttert, aus den hohlen Stängeln werden Behälter zur Lagerung von Schüttgütern hergestellt und die Nadeln dienen als Ahlen oder Angelhaken.
Ferocacti spielen in verschiedenen lokalen Legenden eine wichtige Rolle. So erzählt eine Legende, dass große Kakteen immer wieder Reisende vor Durst und Tod gerettet haben. Und obwohl der Saft des Ferocacti bitter schmeckt, ist die Legende in Amerika und Mexiko nach wie vor populär.
Wenn Sie einen Kaktus zur Dekoration Ihrer Wohnung oder für ein Blumenarrangement suchen, ist der Ferocactus genau das Richtige. Seine ansprechende Optik, die schönen geometrischen Formen, die prächtigen Stacheln und manchmal sogar die Blüten – all das sieht in modernen Interieurs, Gärten, auf Balkonen und Terrassen einfach wunderbar aus.



























