Damit Begonien gut gedeihen, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Besonders wichtig ist dabei die Wahl des richtigen Substrats zum Einpflanzen und Umtopfen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die spezifischen Bodenansprüche von Begonien.
Welche Rolle spielt der richtige Boden?
Die Begonie ist in tropischen, feuchten Klimazonen beheimatet und wächst nicht nur im Boden, sondern auch in Felsspalten.
Trotzdem hat diese besonders domestizierte Pflanze spezifische Ansprüche an das Substrat, das nährstoffreich sein muss. Warum sollte man die Erde für Begonien nach diesen Anforderungen auswählen?
- Fruchtbarkeit. Das Nährmedium stärkt das Immunsystem der Pflanze und macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten verschiedenster Art. Essenzielle Mikronährstoffe beschleunigen Wachstum und Entwicklung, verbessern die Blütenqualität und fördern das Wurzelwachstum.
- Säure. Der pH-Wert des Substrats beeinflusst das gesamte Erscheinungsbild von Begonien. Ist der pH-Wert nicht optimal, welken Blätter und Knospen, fallen ab und sehen unansehnlich aus. Die Pflanze selbst ist anfällig für zahlreiche Krankheiten und Schädlingsbefall.
Bei erhöhtem Säuregehalt verlangsamt sich das Triebwachstum und es kommt nicht zur Knospenbildung, da die Säure die Aufnahme von Mikroelementen in der erforderlichen Menge und Form verhindert. - Struktur. Es sollte nicht zu schwer sein, da sich sonst das Wasser beim Gießen staut, was zu Wurzelfäule führen kann.
- ✓ Optimale Temperatur für die Substratvorbereitung: 18-22°C.
- ✓ Luftfeuchtigkeit während der Substratlagerung: nicht höher als 60%.
Welche Art von Boden benötigt Begonien?
| Name | Bodentyp | Säure | Lockerheit |
|---|---|---|---|
| Indoor-Varianten | Torf-, Laub- und Rasenboden | pH 6,5 | Hoch |
| Knollenartig | Torfmoos, Torf, Laubhumus und Perlit | pH 6,5 | Sehr hoch |
| Ampelous | Sand-, Torf- und Laubboden | pH 6,5 | Durchschnitt |
| Buschig | Schwarzerde, Sand und Torf | pH 6,5 | Niedrig |
| Laub-Zierpflanzen | Torf, Rasen und Sand | pH 6,5 | Durchschnitt |
| Immerblühend | Kaufoption | pH 6,5 | Hängt vom Hersteller ab. |
| Garten | Sand, Torfboden, Laubboden | pH 6,5 | Hoch |
Die grundlegenden Anforderungen an das Substrat für Begonien sind wie folgt:
- Wasser- und Luftdurchlässigkeit – diese Zusammensetzung lässt Wasser leicht durch und sättigt den Boden mit Sauerstoff;
- Lockerheit und Leichtigkeit – die Haarwurzeln werden sich wohlfühlen;
- Säuregrad – pH 6,5 und nicht höher, da das Wurzelsystem von Begonien sehr empfindlich ist.
Begonien lieben fruchtbaren Boden, vertragen aber keine Tannine. Daher ist es verboten, Erde und andere Substanzen hinzuzufügen, die sich unter Eichen und Weiden befanden.
Je nach Begonienart variieren die Anforderungen. Zum Beispiel:
- Zimmerpflanzen – bevorzugen Torf-, Laub- und Rasenerde;
- Knollenbildende Knollen bevorzugen Torfmoos, Torf, Lauberde und Perlit zum Keimen der Knollen sowie Rasen- und Lauberde mit Flusssand für die weitere Kultivierung;
- ampelös - benötigen Sand, Torf und Lauberde;
- Busch - benötigt Schwarzerde, Sand und Torf;
- Laubabwerfende Zierpflanzen – benötigen Torf, Rasen und Sand;
- Immerblühend – es wird nur die gekaufte Version verwendet;
- Garten – Sand, Torfboden, Lauberde.
Die korrekte Zusammensetzung
Erfahrene Gärtner bevorzugen oft selbstgemischte Erde. Die Erdmischung sollte aus Laubkompost und Rasenerde bestehen, angereichert mit etwas Torf und Humus oder anderem organischen Dünger. Zusätzlich werden weitere Bodenauflockerungsmittel benötigt, wie beispielsweise Flusssand, Vermiculit, Agroperlit, Torfmoos und Kokosfasern, die der Erde eine lockerere Struktur verleihen.
Die genaue Zusammensetzung hängt von der Sorte ab, es gibt aber auch universelle Optionen. Davon gibt es viele:
- 2 Teile Torf- und Lauberde, 1 Teil Kompost und Sand – eine universelle Zusammensetzung:
- im gleichen Verhältnis Sand und Torf - zur Bewurzelung von Stecklingen bei der Vermehrung;
- im gleichen Verhältnis Sand, Rasen und Humus - für ausgewachsene Pflanzen;
- 1 Teil Rasenerde, je 2 Teile Humus und Torf – für blühende Sorten;
- 2 Teile Torfmoos und Lauberde, 1 Teil Perlit - für die Knollenpflanzung;
- Jeweils 2 Teile Humus, Torf und Lauberde, 1 Teil Rasensoden – für königliche Begonienarten;
- 1 Teil Sand, Torf und Humus, 2 Teile Lauberde - für immerblühende Sorten;
- 0,5 Teile Holzkohle, je 1 Teil grober Sand, Nadelbaumerde und Lauberde – falls Nadelbäume in der Nähe wachsen.
Optionen aus den Geschäften
Wer keine eigene Blumenerde herstellen möchte oder kann, kann sie im Blumenladen kaufen. Allerdings sollte man bedenken, dass Blumenerde meist viel Torf enthält, weshalb manche Sorten zu sauer sein können.
Im Handel erhältliche Substrate enthalten in der Regel weder Laubkompost noch Rasenerde, dafür aber mineralische Zusätze, die von Begonien schnell aufgenommen werden. Daher müssen die Blumen deutlich häufiger gedüngt werden. Torf trocknet schnell aus, weshalb die Gießhäufigkeit erhöht werden muss.
Die beliebtesten Hersteller und Substrate für Begonien:
- Garten der Wunder. Der Boden enthält Agroperlit, Sand und hochwertigen Torf. Mineralien und Wurmkompost werden hinzugefügt.
- Die Welt der Böden. Das Unternehmen bietet verschiedene Substrate an, darunter Flachland- und Hochlandtorf, Vermiculit, Sand, Dolomitmehl und Kreide.
- Respektieren. Die beliebtesten Erden dieses Unternehmens heißen Sapropel. Sie bestehen aus Sand, organischem Material, Sägemehl und Torf.
- Vermion. Enthält Wurmkompost, Kies und Torf.
- Bodenfabrik. Bietet verschiedene, speziell für Begonien entwickelte Rezepturen an.
- Paranginsky Torfunternehmen. Stellt Zusammensetzungen auf Basis von Torf und Backtriebmitteln her.
- Hera. Es handelt sich um eine universelle Zusammensetzung, die Sand, Torf aus dem Tiefland oder Hochland, Dolomitmehl zur Reduzierung des Säuregehalts und Mineralien enthält.
Heimsubstrat
Die Zusammensetzung des Begoniensubstrats ist zwar weitgehend bekannt, doch gerade für Anfänger ist es wichtig zu wissen, wie man es richtig vorbereitet. Dazu müssen zunächst alle Materialien gesammelt, vorbereitet und vermischt werden.
Vor- und Nachteile von selbst hergestellter Erde
Viele Menschen verstehen nicht, warum sie ihr Substrat selbst herstellen sollten, wenn sie es doch einfach kaufen können. Tatsächlich hat selbstgemachte Erde viele Vorteile:
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Zubereitung der Mischung zu Hause
Die größte Herausforderung bei der Herstellung von Begoniensubstrat ist das Sammeln der Erde. Wo und wie man diese findet:
- Lauberde. Man findet sie meist unter Bäumen in Parks usw. Man kann jeden beliebigen Baum wählen, aber Weide und Eiche sind besonders geeignet. Zum Sammeln entfernt man die Blätter des aktuellen Jahres (falls man im Herbst sammelt) und die oberste Schicht der letztjährigen Blätter von der Bodenoberfläche. Die darunter liegende Erde ist das, was man sammeln muss.
- Rasenboden. Man findet sie auf Lichtungen und Wiesen. Sie wird auch Maulwurfsgras genannt, da sie durch die Gänge der Nagetiere locker ist. Der beste Fundort ist die Oberseite eines Maulwurfsbaus. Befinden sich keine Baue in der Nähe, sollte der Bereich möglichst gut beleuchtet sein. Das Gras wird mit einem Spaten bis zu einer Tiefe von 15 cm entfernt.
- Humus, Kompost. Diese Zutaten sind in ländlichen Gegenden reichlich vorhanden. Falls Sie sie nicht sammeln können, verwenden Sie Erde aus Ihrem Garten. Kompost lässt sich auch in einer Wohnung herstellen, allerdings dauert das mehrere Monate.
So bereiten Sie das Substrat zu Hause vor:
- Bereiten Sie das gesamte gesammelte Material vor.
- Messen Sie die benötigte Menge jeder Zutat ab.
- Gründlich vermischen.
- Sammlung und Aufbereitung von Materialien: Laub- und Rasenerde, Humus, Kompost.
- Desinfektion von Materialien: Wahl der Methode (Rösten, Einfrieren usw.).
- Die Komponenten im angegebenen Verhältnis mischen.
Nun bleibt nur noch, den Boden zum Bepflanzen zu verwenden oder ihn einzulagern.
Vorbereitung des Bodens zum Anpflanzen von Zimmerblumen
Laub- und Rasensodenerde muss aufbereitet werden, da sie aus einer natürlichen Ressource stammt und daher Schädlingslarven, Pilzsporen und verschiedene andere Bestandteile enthält. Vorbereitungshinweise:
- Zuerst sollten Sie alle Grasreste, insbesondere Wurzeln, entfernen. Entfernen Sie gleichzeitig alle vorhandenen Würmer usw.
- Anschließend so lange mahlen, bis eine feine und homogene Masse entsteht.
- Anschließend durch ein Sieb sieben.
- Der letzte Schritt ist die Desinfektion.
Die Desinfektion erfolgt auf unterschiedliche Weise:
- Ätzen mit einer rosa Manganlösung;
- kochendes Wasser darübergießen;
- Im Ofen bei 200 Grad 30 Minuten braten;
- Im Gefrierschrank 5 Tage lang einfrieren, dann für die gleiche Zeit an einem warmen Ort stehen lassen und erneut einfrieren – dies 3 Mal wiederholen;
- Aufwärmen in der Mikrowelle.
Damit Begonien gut gedeihen, ist die Wahl der richtigen Erde entscheidend. Diese kann entweder gekauft oder selbst gemischt werden. Beachten Sie die sortenspezifischen Eigenschaften Ihrer Zimmerpflanzen und desinfizieren Sie alle Materialien. Der Erfolg beim Anwachsen und Blühen von Begonien hängt von der Qualität, der Zusammensetzung und der Struktur der Erde ab.












